Seminar: 3.01.235 Von Herder bis Huntington. Reflexionen über Kultur und Kulturkontakt in literarischen Texten von der Aufklärung bis zur Gegenwart - Details

Seminar: 3.01.235 Von Herder bis Huntington. Reflexionen über Kultur und Kulturkontakt in literarischen Texten von der Aufklärung bis zur Gegenwart - Details

General information

Course name Seminar: 3.01.235 Von Herder bis Huntington. Reflexionen über Kultur und Kulturkontakt in literarischen Texten von der Aufklärung bis zur Gegenwart
Subtitle
Course number 3.01.235
Semester SoSe2025
Current number of participants 14
erwartete Teilnehmendenzahl 25
Home institute Institute of German Studies
Courses type Seminar in category Teaching
First date Thu., 10.04.25, 16:00 - 18:00
Type/Form
Lehrsprache deutsch

Rooms and times

A03 4-402

  • Thursday, 16:00 - 18:00, Weekly (from 10.04.25)

Module assignments

Comment/Description

(Einzelheiten zum Anmeldeverfahren unter
a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/
b) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun)

Kulturelle Identität und kultureller Kontakt – was verbindet sich mit diesen Begriffen in Geschichte und Gegenwart? Was heißt es zu Zeiten der Brüder Grimm und Goethes, und was heißt es heute, Deutsch zu sein? Mit der Aufklärung verändert sich das semantische Konzept von Kultur – so etabliert sich der Plural und das Verständnis für unterschiedliche kulturelle Ausprägungen. Daraus folgt die Frage nach dem Verhältnis von verschiedenen Kulturen zueinander.
Parallel entwickeln sich der moderne Nationalstaatsgedanke, der spannungsvoll auf die neuen Kulturkonzepte bezogen ist. Die heutigen und mitunter hitzigen Debatten über die kulturelle Identität sowie Diversität einer Gesellschaft, aber auch die Beschäftigung mit sogenannten anderen bzw. fremden Kulturen haben hier ihre Wurzeln.
Die deutschsprachigen Debatten, angestoßen u.a. von Herder, den Brüdern Grimm, Goethe und Schiller stehen im Zentrum der ersten Seminarhälfte, die in eine Analyse von Goethes Drama "Iphigenie auf Tauris" (1786) münden soll. Der zweite Teil des Seminars stellt das Thema in heutige Diskurse ein, wie etwa Huntingtons These vom Kampf der Kulturen (Clash of civilisations) oder die aktuelle Polarisierung im Umgang mit Migration. Wie gehen literarische Texte mit dem Thema um? Wie wird beispielsweise Zugehörigkeit in Texten ausgehandelt – etwa von Dinçer Güçyeter oder Julya Rabinowich?
Das Masterseminar richtet sich an Studierende der Germanistik (Master of Education and Master of Arts) sowie des Faches Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache. Willkommen sind auch Studierende, die im Zweitfach Geschichte oder Politik studieren.

U.a. zu lesende Texte:
Dieter Borchmeyer: Was ist Deutsch? Die Suche einer Nation nach sich selbst. Berlin 2017. [in Auszügen]
J. W. Goethe: Iphigenie auf Tauris. Textausgabe mit Kommentar und Materialien. Hrsg. von Max Kämper. Reclam XL. Stuttgart 2021.
Jacob Grimm; Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Einleitung zum ersten Band (1854). In: Eine Wissenschaft etabliert sich. Hrsg. von Johannes Janota. Berlin-Boston 2010, S.124-135.
Dinçer Güçyeter: Unser Deutschlandmärchen. Berlin 2022.
Julya Rabinowich: Dazwischen: Ich. München 2016.
Zafer Senocak: Deutschsein. Eine Aufklärungsschrift. Hamburg 2011.
Prüfungsart: Referat oder Hausarbeit

Admission settings

The course is part of admission "Anmeldung gesperrt (global)".
Erzeugt durch den Stud.IP-Support
The following rules apply for the admission:
  • Admission locked.