Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
21.09.2021 07:38:22
Seminar: 10.11.557 Schule zwischen Vielfalt und Rassismus? Grundlagen für eine rassismuskritische und diversitätsorientierte pädagogische Praxis - Details
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General information

Course name Seminar: 10.11.557 Schule zwischen Vielfalt und Rassismus? Grundlagen für eine rassismuskritische und diversitätsorientierte pädagogische Praxis
Subtitle
Course number 10.11.557
Semester Wintersemester 2020/2021
Current number of participants 22
expected number of participants 25
Home institute Department of Educational Sciences
Courses type Seminar in category Teaching
First date Wed., 21.10.2020 10:00 - 12:00
Type/Form S
Lehrsprache --

Course location / Course dates

(online) Wednesday: 10:00 - 12:00, weekly (13x)
n.a. Wednesday: 10:00 - 12:00, weekly

Module assignments

Comment/Description

In den letzten Jahren ist im Schul- und Bildungssystem verstärkt ein Paradigmenwechsel hin zu einer „Heterogenitätsorientierung" (Budde 2015) festzustellen. Dabei erscheint „Heterogenität“ oder „Vielfalt“ im Kontext von Schule eher als wenig konturierter Containerbegriff, in dem unterschiedliche Vorstellungen und zum Teil auch paradoxe Perspektiven sichtbar werden. Unter dem Stichwort „Umgang mit Heterogenität“ werden lern- und leistungsbezogene Unterschiede und Förderbedarfe von Schüler*innen sowie vielfältige Problemlagen in der Schule subsumiert.
Als gesellschaftliche Lehr-Lern-Orte sind Schulen an der Gestaltung und Hervorbringung von gesellschaftlichen Verhältnissen und der Reproduktion von migrationsgesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen beteiligt. Oft tragen das Bildungssystem, seine schulischen Formate bzw. Organisationen und die dort pädagogisch Handelnden nicht intendiert, sondern unbewusst zur Bestätigung von Unterschiedsschemata bei (Vgl. Gomolla/Radke 2009). Die Pluralisierung der Gesellschaft birgt die Chance, pädagogisches Denken kritisch zu reflektieren und seine Prämissen zu überdenken. Die Auseinandersetzung mit Heterogenität und Diversität, die ein konstitutiver Bestandteil pädagogischer Professionalität ist, erfordert daher immer auch die Reflexion von Normalitätsvorstellungen und Normalisierungspraktiken. Ebenso stellen sich Fragen zu Benachteiligungs- und Ausschlussmechanismen, Diskriminierung, sowie Verteilungs- und Teilhabegerechtigkeit im Bildungssystem.
Das Seminar zielt darauf ab, theoretische Grundlagen für das pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft zu vermitteln. Theoretisches Wissen über die Formen von Diskriminierung und Rassismus ist eine grundlegende Voraussetzung, um diese erkennen, reflektieren und vermeiden zu können. Auch sollen im Seminar konkrete Handlungsansätze für die Gestaltung einer diversitätsreflexiven und diskriminierungskritischen pädagogischen Praxis entwickelt werden, die das Handeln nicht auf eine Zielgruppe reduziert, sondern alle Akteure sowie die Strukturen und Handlungsroutinen in der Institution „Schule“ in den Blick nimmt. Gemeinsam wollen wir eine rassismuskritische Perspektive auf Schule werfen und eine diskriminierungskritische, diversitätsorientierte Perspektive als Grundlage für die schulisch-pädagogische Arbeit entwickeln.

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