Seminar: 3.03.132 Literatur im Parlament – Methoden der Digital Humanities forschend erlernen - Details

Seminar: 3.03.132 Literatur im Parlament – Methoden der Digital Humanities forschend erlernen - Details

General information

Course name Seminar: 3.03.132 Literatur im Parlament – Methoden der Digital Humanities forschend erlernen
Subtitle
Course number 3.03.132
Semester SoSe2026
Current number of participants 4
Home institute Institute of Dutch Studies
Courses type Seminar in category Teaching
First date Thursday, 09.04.26, 10:00 - 12:00 o'clock V02 0-002
Type/Form
Lehrsprache deutsch

Rooms and times

V02 0-002

  • Thursday, 10:00 - 12:00, Weekly (from 09.04.26)

Module assignments

Comment/Description

Wie lassen sich computergestützte Methoden gewinnbringend in der literaturwissenschaftlichen und literatursoziologischen Forschung einsetzen? Am Beispiel der vielfältigen Verflechtungen von Literatur und Politik gibt diese Veranstaltung einen praxisnahen Einblick in Ansätze der Digital Humanities und bietet Studierenden die Möglichkeit, ein eigenes Forschungsprojekt zu entwickeln.
Im Seminar widmen wir uns auf der Suche nach möglichen Fragestellungen aktuellen Diskussionen um die gesellschaftliche Bedeutung des Lesens (Marriott 2025), und ihren Vorgänger:innen (McLuhan 1962, Tucker 2009). Wir beschäftigen uns mit Strukturen und Theorien der Literaturpolitik (Dörner/Vogt 2013; Bourdieu 2004, Dorleijn/van Rees 2006, Sapiro 2003, 2016) und mit der Frage, was Literatur mit gesellschaftlichem Status zu tun hat (Bourdieu 2001). Stichworte sind: #post-literate society, #performative reading, #bookshelfwealth uvm.
Als Untersuchungsgegenstand nutzen wir Aussagen über Literatur im Parlament und in anderen Aussprachen von Politiker:innen. Möglich ist die Arbeit mit bestehenden Korpora (z.B. ParlSpeechV2, PoLRra, Mentions-Lexikon) oder das Erstellen eigener Datensätze. Methodisch beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Verweise auf Literatur in politischem Text gefunden und analysiert werden können. Hierfür nutzen wir etablierte Verfahren (NER, Netzwerkanalyse, Sentimentanalyse) und Studierende haben die Möglichkeit, eigene Herangehensweisen zu entwickeln.
Am 11. und 12. Juni besuchen wir im Rahmen des Seminars den Digital Humanities Tag und bekommen einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte an der Universität Oldenburg.
Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Studierenden und lädt ausdrücklich dazu ein, sich von den vorgestellten Methoden und Fragestellungen für eigene BA- oder MA-Arbeiten inspirieren zu lassen.
Vorkenntnisse im Bereich der Digital Humanities sind eine Bereicherung für das Seminar, werden jedoch nicht vorausgesetzt. Die Umgangssprache im Seminar ist Deutsch, viele der zu lesenden Texte sind in englischer Sprache, die Arbeit mit Texten in niederländischer Sprache ist möglich.