Seminar: 3.01.045 Niederdeutsche Erzählprosa der Nachkriegszeit zwischen Kontinuität und Neuanfang - Details

Seminar: 3.01.045 Niederdeutsche Erzählprosa der Nachkriegszeit zwischen Kontinuität und Neuanfang - Details

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General information

Course name Seminar: 3.01.045 Niederdeutsche Erzählprosa der Nachkriegszeit zwischen Kontinuität und Neuanfang
Subtitle
Course number 3.01.045
Semester WiSe24/25
Current number of participants 27
expected number of participants 40
Home institute Institute of German Studies
Courses type Seminar in category Teaching
First date Tuesday, 15.10.2024 14:00 - 16:00, Room: A03 4-404
Type/Form
Lehrsprache deutsch

Rooms and times

A03 4-404
Tuesday: 14:00 - 16:00, weekly (14x)

Module assignments

Comment/Description

(Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Beschreibung des Anmeldeverfahrens unter
a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun/
b) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren)

Das Seminar ist fest an die Übung 3.01.046 gebunden. Anmeldung bitte über das Seminar. Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung importiert.

Die niederdeutsche Literatur nach 1945 setzte einerseits stark auf Kontinuität. Dies zeigt sich etwa auf der Ebene der literarischen Produktion an dem ländlich-kleinstädtischen Setting der Erzählungen und einem Figureninventar aus diesem Milieu, an dem die Erzählliteratur festhielt, wie es z. B. die „Dörpgeschichten“ von Fritz Meyer-Scharffenberg (1959) dokumentieren. Kontinuität ist daneben aber auch auf der Ebene der Rezeption zu beobachten, wenn Erzählsammlungen aus der Zeit vor 1945 auch danach mehrfach wieder aufgelegt wurden, wie z. B. Alma Rogges Kollektion „Hinnerk mit’n Hot“ (zuerst 1938).

Andererseits sind wesentliche Neuerungen zu beobachten. So nahmen einzelne Vertreter*innen Anregungen aus der hochdeutschen wie der internationalen Literatur auf und erweiterten das Spektrum der Themen und Verfahren in der niederdeutschen Literatur. Hinrich Kruse etwa orientierte sich in den Sammlungen „Weg un Ümweg“ (1958) sowie „Güstern is noch nich vörbi“ (1969) an Formen der amerikanischen Short Story und thematisierte auf diese Weise den Zweiten Weltkrieg und den Faschismus. „De frömde Fro“ (1952) von Heinrich Schmidt-Barrien und „Van de Padd of“ (1961) von Wilhelmine Siefkes erzählen von geflüchteten Frauen in ihrer neuen Umgebung und verhandeln dabei sowohl migrationsbedingte Abhängigkeitsverhältnisse in der Aufnahmegemeinschaft wie Geschlechterverhältnisse im ländlichen Raum in der Nachkriegszeit.

Anhand ausgewählter Beispiele gibt das Seminar einen Einblick in die niederdeutsche Erzählprosa zwischen 1945 und 1967. Im Spannungsfeld von Kontinuität und Neuanfang wird nach den Gattungen gefragt, an denen diese Erzählprosa partizipiert, nach den narrativ verhandelten Themen sowie nicht zuletzt nach den Motiven und Erzähltechniken, die dabei zur Anwendung gebracht wurden. Flankiert wird diese Perspektive von einer Kontextualisierung der niederdeutschen Nachkriegsliteratur vor dem Hintergrund des zeitgenössischen Literaturbetriebs.

Die behandelten Texte werden zu Beginn des Seminars bei Stud.IP zur Verfügung gestellt, ebenso eine Bibliographie mit einschlägiger Literatur zum Thema.
Prüfungsart: 1 Hausarbeit oder 1 Referat mit schriftlicher Ausarbeitung

Admission settings

The course is part of admission "Anmeldung gesperrt (global)".
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The following rules apply for the admission:
  • Admission locked.