Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
15.08.2022 20:36:18
Praxisveranstaltung: 3.08.135 Welten erschaffen, Welten hinterfragen - Eine kulturhistorische Einführung in die Repräsentations- und Vermittlungsform des musealen Dioramas sowie künstlerisch-handwerkliche Methoden des Dioramen- und Modellbaus - Details
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General information

Course name Praxisveranstaltung: 3.08.135 Welten erschaffen, Welten hinterfragen - Eine kulturhistorische Einführung in die Repräsentations- und Vermittlungsform des musealen Dioramas sowie künstlerisch-handwerkliche Methoden des Dioramen- und Modellbaus
Subtitle
Course number 3.08.135
Semester Sommersemester 2018
Current number of participants 9
expected number of participants 12
Home institute Institute of Material Culture
Courses type Praxisveranstaltung in category Teaching
First date Thu., 12.04.2018 10:00 - 14:00, Room: V03 0-E003
Type/Form Ü mit W, 2 SWS
Lehrsprache deutsch

Module assignments

Comment/Description

Das Diorama bzw. das Modell wird zumeist einer traditionellen Museologie zugeordnet, dennoch wird es gerade in militärhistorischen Ausstellungen in Verbindung mit dem Prinzipien der neuen Museologie, affektivem Ausstellungsdesign und ergänzend zu authentischen Objekten, modernen audio-visuellen Inhalten und Großexponaten eingesetzt. Es kann somit von einer Renaissance und Umdeutung dieser klassischen Repräsentationsform gesprochen werden, deren Implikationen im Rahmen dieses Seminars ergründet werden sollen. Die Aktualität dieser Thematik wurde unlängst durch die Ausstellung "Diorama. Erfindung einer Illusion" in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt bestätigt.

Inhaltlich ist das Seminar in ein theoretisches und ein praktisch-handwerkliches Segment unterteilt, wobei letzteres zwei praktische Übungen umfasst :

1. Diorama und das Museum: Theoretische Überlegungen, historische und zeitgenössische Nutzung, Potential subversiver Nutzung.

2. Praxiskomponente A: Bau eines Dioramas: naturalistisch-(historisches) Diorama mit subversiven Elementen, die den traditionellen Charakter und oft idealisierende, beschönigende oder konfliktaverse Darstellungen vermeiden. Stattdessen soll die Repräsentationsform Diorama durch gezielten Einsatz von den Sehgewohnheiten entgegengesetzten Elementen aktualisiert werden. Ergebnisse können am Institut ausgestellt werden oder - je nach Möglichkeit - in einer Kleinstausstellung in einem Kooperationsmuseum. Weiterhin soll ein Katalog bzw. Blog die Ergebnisse vorstellen und sichern.

Praxiskomponente B: Bau abstrahierender Ausstellungsumgebungen im Kontext eines räumlich und haptisch erfahrbaren Ausstellungsentwurfs.

Die Vermittlung der künstlerisch-praktischen Fertigkeiten soll interessierte Studenten/innen dazu animieren diese Vermittlungsform - gerade in kleineren Museen mit stark beschränktem Budget - einzusetzen sowie das Diorama als historische Vermittlungsform zu aktualisieren und als sinnvolle Ergänzung zeitgenössischer (digitaler) musealer Präsentationsformen zu betrachten.

Weiterhin können dreidimensionale Repräsentationsformen auch in der Entwicklung eines Ausstellungskonzepts sinnvoll eingebracht werden und erlauben einen haptischen Zugang. Gerade in kleineren Institutionen, die nicht mit externen Designbüros kooperieren, kann eine leicht zugängliche Darstellung eines Konzepts Interessensvertretern ohne museumswissenschaftlichen Hintergrund präsentiert werden.

Zusätzlich Besprechungszimmer (Aquarium) A02 3-319 gebucht.

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