Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
30.11.2022 15:57:44
Seminar: 3.06.134 Alternative: Television - Details
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General information

Course name Seminar: 3.06.134 Alternative: Television
Subtitle
Course number 3.06.134
Semester WiSe21/22
Current number of participants 34
expected number of participants 40
Home institute Institute of Art and Visual Culture
Courses type Seminar in category Teaching
First date Tue., 19.10.2021 14:00 - 16:00, Room: (Onlineveranstaltung)
Type/Form S, 2 SWS
Lehrsprache deutsch

Course location / Course dates

(Onlineveranstaltung) Tuesday: 14:00 - 16:00, weekly (14x)

Comment/Description

Ab Ende der 1960er Jahren begannen Künstler*innen, subkulturelle, alternative oder marginalisierte Gruppen, das Medium zu erforschen, dem bald eine eigene theoretische Disziplin gewidmet werden sollte und das als Inbegriff der kommerzialisierten Massenkultur galt: das Fernsehen. Es wurden nicht nur neue Formen der Produktion, Distribution und Rezeption erdacht, sondern auch neue Konzepte des Fernsehens selbst. Die Videotechnik und ihre spezifischen Eigenschaften – die Mobilität der Geräte, die relativ kostengünstige Herstellung und Verfügbarkeit, die direkte Wiedergabe – spielten dabei eine führende Rolle.

Als Gegenentwürfe zu kommerziellen Massenformaten standen diese Formen des Alternativfernsehens somit auch für das (techno-utopische) Versprechen des Mediums Video. Verstanden als soziale Technologie und potentiell interaktives Medium, ermöglichte es alternative Formen der Selbstdarstellung, des Experimentierens, der Gemeinschaftsbildung und Partizipation und damit auch der kritischen Medienreflexion. Die Sphäre des Fernsehens diente dabei als Bezugssrahmen und Kontrastfolie.

Im Seminar werden wir anhand ausgewählter Beispiele und durch die Lektüre kunst- und medienhistorischer Texte televisuelle Praktiken von Künstler*innen, Filmemacher*innen, aktivistischen und Medienkollektiven aus Europa und den USA kennenlernen und diskutieren. Wir werden uns vor allem durch die 1960er bis 1990er Jahre bewegen – chronologisch von Black Power TV-Formaten und Guerilla Television-Praktiken der 1960er Jahre über künstlerische Interventionen und subkulturelle Aneignungen des Kabelfernsehens der 1970er und 1980er Jahre bis hin zu alternativen AIDS-Medien der frühen 1990er Jahre. Begleitet werden wir von der Frage nach dem industriellen, technischen, aber auch dem Bedeutungs- und Konzeptionswandel von Fernsehen und Video, vor dem diese alternativen Formen entstanden sind und sich positioniert haben.

Die Bereitschaft, überwiegend englischsprachige Texte zu lesen, wird vorausgesetzt.

Admission settings

The course is part of admission "Anmeldung gesperrt (global)".
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