Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
12.04.2021 23:18:09
Exercises: 3.01.056 Katastrophenliteratur; überwiegend synchron - Details
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General information

Subtitle
Course number 3.01.056
Semester Sommersemester 2021
Current number of participants 35
expected number of participants 40
Home institute Institute of German Studies
Courses type Exercises in category Teaching
Next date Thu., 15.04.2021 12:00 - 14:00
Type/Form
Lehrsprache --

Course location / Course dates

n.a. Thursday: 12:00 - 14:00, weekly

Comment/Description

Die Übung gehört zum Seminar 3.01.055. Anmeldung bitte über das Seminar. Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in diese Übung importiert.

Epidemien, Überschwemmungen, Erdbeben, Schiffshavarien, Hungersnöte, drastische Klimaveränderungen oder Unfälle in Atomkraftwerken – Katastrophen verschiedenster Art sind Bestandteil unseres kulturellen Gedächtnisses. Als verhängnisvolle, zerstörerische Großereignisse unterbrechen sie die Selbstverständlichkeit des Alltags und begründen einen Ausnahmezustand, in dem auch die soziale Ordnung einer Gesellschaft scheinbar aufgehoben wird.

Das Seminar lädt die Teilnehmenden ein, sich mit den katastrophischen Szenarien in der deutschen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart auseinanderzusetzen und diese zu vergleichen. Ausgehend von der Feststellung, dass die Katastrophe als Kommunikationsereignis immer auch ein kulturelles Konstrukt und damit ein prädestinierter Gegenstand literarischer Bearbeitung und Reflexion ist, soll u.a. folgenden Fragen nachgegangen werden: Mit welchen poetischen bzw. ästhetischen Mitteln wird die Katastrophe (und damit auch die Sprachlosigkeit im Moment des äußersten Entsetzens und das Problem der Kontingenz, also das Ausgeliefertsein an den Zufall) jeweils literarisch realisiert? Welche Erklärungsangebote bieten die literarischen Texte für katastrophische Ereignisse und welche zukunftsbezogenen Vorstellungen und Ängste werden anhand der Katastrophenschilderungen verhandelt? Wie begründet sich bei der Rezeption von Katastrophenliteratur ggf. die Lust an der Katastrophe und der mit ihr einhergehenden Angst?

Bestandteil des Seminars werden ebenso die Untersuchung von Katastrophenschilderungen in der Kinder- und Jugendliteratur (Pressler, Pausewang) sowie ein Exkurs zur “catastrophe/Katastrophe“ in den poetologischen Theorien zur Dramatik im 18. Jahrhundert sein.

Die für die Seminardiskussion vorgesehenen Texte (Prosa, Lyrik) bzw. Textauszüge stammen u.a. von Heinrich von Kleist, Jeremias Gotthelf, Heinrich Heine, Theodor Fontane, Gerhart Hauptmann, Thomas Mann, Gudrun Pausewang, Mirijam Pressler, Ulrich Peltzer und Kathrin Röggla. Eine Lektüreliste wird zu Anfang des Semesters bekanntgegeben, ein Großteil der Texte digital zur Verfügung gestellt.
Prüfungsart: Hausarbeit oder Online-Präsentation mit Ausarbeitung

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