Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
09.07.2020 08:19:24
3.06.301 Seminar: Queer Matters: Queere Kunst und Kunstwissenschaft - Details
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General information

Subtitle
Course number 3.06.301
Semester Wintersemester 2019/2020
Current number of participants 18
expected number of participants 25
Home institute Institute of Art and Visual Culture
Courses type Seminar in category Teaching
First date Thu , 17.10.2019 16:00 - 18:00, Room: A08 1-110
Type/Form 2 SWS
Lehrsprache deutsch

Course location / Course dates

A08 1-110 Thursday: 16:00 - 18:00, weekly (from 17/10/19) (13x)

Module assignments

Comment/Description

Auf der diesjährigen Biennale in Venedig wird der Schweizer Pavillon vom Künstler*innen-Duo Pauline Boudry & Renate Lorenz bespielt, dessen Arbeit für queere Kunstpraktiken stehen. Hat es queere Kunst also in den Mainstream geschafft? Worum geht es eigentlich bei queerer Kunst und Kunstwissenschaft?

Die kulturwissenschaftlich orientierten Queer Studies beschäftigen sich mit Normalisierungsmechanismen und -zwängen, wie sie vor allem im Zusammenhang mit Fragen von Geschlecht, Sexualität und Begehren wirksam wurden und werden. Aufgrund der nach wie vor überwiegend heteronormativ geprägten kulturell-gesellschaftlichen Ordnung fragt das Seminar danach, mit welchen künstlerischen Strategien und theoretischen Modellen herkömmliche Wissensparameter, Vorstellungen und Phantasien kritisiert, unterlaufen und eventuell auch transformiert werden. Welche Bedeutung erhalten Verfahren wie Parodie, Camouflage, Erotisierung und Fetischisierung? Inwiefern ist Heteronormativität oft ein auf Vorannahmen beruhender, integraler Bestandteil vom Denken?

Im Seminar werden wir eine Reihe historischer und gegenwärtiger Beispiele aus Kunst und Wissenschaft (20. und 21. Jahrhundert, wie etwa Claude Cahun, Marcel Duchamp, Del LaGrace Volcano, Sharon Haynes, Ins A Kromminga sowie Judith Butler, Jack Halberstam, Jonathan Katz u.a.m.) gemeinsam analysieren und diskutieren. Unsere Aufmerksamkeit gilt dabei insbesondere Fragen von Repräsentation und Affekt, von Sichtbarkeit, Unsichtbarkeit und Nicht-Sichtbarkeit, von Machtverhältnissen, Teilhabe und Diskriminierung, der Verknüpfung mit weiteren In-/Exklusionskategorien wie Ethnizität/race, Klasse oder Alter (Stichwort: Intersektionalität), von Trans- und Inter-Perspektiven, der Erinnerung, Überlieferung und Fortführung von queerem Wissen und ebensolchen Praktiken und - last but not least - der Bedeutung der feministischen Forschung und Gender Studes für die Queer Studies, ohne die sich letztere nicht hätten herausbilden können.

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