päd222 Studienrichtung II Rehabilitationspädagogik (Vollständige Modulbeschreibung)

päd222 Studienrichtung II Rehabilitationspädagogik (Vollständige Modulbeschreibung)

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Modulbezeichnung Studienrichtung II Rehabilitationspädagogik
Modulkürzel päd222
Kreditpunkte 6,0 KP
Verantwortliche Einrichtung Institut für Pädagogik
Zuständige Personen
Modulverantwortung:
Gisela Christel Schulze
Prüfungsberechtigt:
Die im Modul Lehrenden
Teilnahmevoraussetzungen
Unterrichtssprache Deutsch
Lernergebnisse/Kompetenzen
  • Aneignung grundlegenden theoriebasierten Reflexionswissens über Handlungsfelder und Handlungsstrategien von Rehabilitationspädagogik;
  • Entwicklung der Fähigkeit zur Verknüpfung theoretischen Grundlagenwissens mit theoriegeleitetem beruflichem Handlungswissen im Bereich von Rehabilitationspädagogik;
  • Erwerb und Anwendung von Reflexionswissen zu theoriegeleiteten Prinzipien und methodischen Rahmungen pädagogischen Handelns;
  • Entwicklung der Fähigkeit zur selbstreflexiven Auseinandersetzung mit pädagogischen Theorien, Methoden und mit Erfahrungen praktischen pädagogischen Handelns;
  • Reflexionswissen zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Sozialer Arbeit, Rehabilitationspädagogik und Sonderpädagogik.
Modulinhalte

Im Mittelpunkt des Moduls steht die Aneignung von und Auseinandersetzung mit Theorien und Methoden reflexiven pädagogischen Handelns in Institutionen/Einrichtungen der Rehabilitationspädagogik/Sonderpädagogik sowie die Vorbereitung auf die Planung, Organisation, Entwicklung, Durchführung und Evaluation pädagogischen Handelns in diesen Institutionen/Einrichtungen. Dabei werden auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Sozialer Arbeit und Rehabilitationspädagogik/Sonderpädagogik thematisiert (wobei dies in einer gemeinsamen Vorlesung und im Teamteaching von Kollegen/Kolleginnen aus der Sozialpädagogik und der Rehabilitationspädagogik/Sonderpädagogik geschieht).

Vorlesung:
Einführung in grundlegende Fragen, Theorien und Methoden reflexiven pädagogischen Handelns in Arbeitsfeldern der Rehabilitationspädagogik/Sonderpädagogik unter Berücksichtigung internationaler Entwicklungen in Fachdebatten (z. B. disability studies).

Dabei geht es beispielweise

  • um die Bestimmung gemeinsamer und unterschiedlicher inhaltlicher Dimensionen pädagogischer Handlungsfelder und professioneller Handlungsprofile sowie um die Analyse ihrer gesellschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen; 
  • um Theorien und Prinzipien pädagogischen Handelns (wie etwa Inklusion; fremdbestimmte/selbstbestimmte Normalisierung; verallgemeinerte Barrierefreiheit; living diversity;
    Lebensweltorientierung; Subjektbegriff/Subjekt im Möglichkeitsraum; Interaktions- und Adressaten- bzw. Nutzungs- und Dienstleistungsorientierung; etc.);
  • um Grundzüge methodischer Rahmungen (wie etwa Einzelfallarbeit; Gruppenarbeit; Gemeinwesenarbeit);
  • um zentrale Elemente ausgewählter Methoden (wie etwa Evaluation pädagogischen Handelns; Konzepte der Selbstreflexivität in der pädagogischen Arbeit; kollegiale Beratung; Situationsdiagnose; Fallverstehen etc.);
  • um die Thematisierung zentraler Anforderungen an pädagogisches Handeln (wie z. B. die Berücksichtigung von Differenzlinien; die Berücksichtigung von Überschneidungen zwischen Geschlecht/Sexualität, Kultur/Ethnie/Nation, Klasse/Schicht mit Beeinträchtigung/Behinderung).


Seminar:
Vertiefende exemplarische Auseinandersetzung mit den in der Vorlesung behandelten Themen bezogen auf ausgewählte Handlungsfelder der Rehabilitationspädagogik/Sonderpädagogik und/oder vertiefende Aneignung ausgewählter Prinzipien (also z.B. Inklusion; Lebensweltorientierung; Normalisierung; etc.), Methoden (also z.B. Fallverstehen; Evaluation; kollegiale Beratung; etc.) und methodischer Rahmungen sozialpädagogischen Handelns (z. B. Einzelfallarbeit; Gruppenarbeit; Gemeinwesenarbeit).

Literaturempfehlungen
  • Leiprecht, R. (2012): Integrativ - inklusiv - diversitätsbewusst: Fachdiskurse und Praxisformen in Bewegung. In: Seitz, S./Finnern, N.-K./Korff, N./Scheidt, K. (Hrsg.) (2012): Inklusiv gleich gerecht? Inklusion und Bildungsgerechtigkeit. Stuttgart: Klinkhardt. S. 46-62.
  • Speck, O. (2003): System Heilpädagogik. Eine ökologisch reflexive Grundlegung. München.
  • Thole, W. (Hrsg.) (2012IV): Grundriss Soziale Arbeit. Opladen.
  • Vernooij, M. A. (2005): Erziehung und Bildung beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher. Paderborn.
Zu erbringende Leistungen
Prüfungsart, -umfang, -dauer
  • 1 Hausarbeit (ca. 35.000 Zeichen (incl. Leerzeichen)) oder
  • 1 Referat (ca. 30-40 Minuten) mit schriftl. Ausarbeitung (ca. 10.000 Zeichen (incl. Leerzeichen).
Prüfungszeiten
Dauer in Semestern 1 Semester
Angebotsrhythmus jährlich
Workload
Arbeitsaufwand gesamt Davon Präsenzzeit
180 h
Lehrveranstaltungsform
Veranstaltungsart SWS Angebotsrhythmus Workload Präsenzzeit
Vorlesung 2 WiSe 28 h
Seminar 2 WiSe 28 h
Zusätzliche Hinweise

Aufnahmekapazität:
unbegrenzt

Lehr-/Lernform:
1 VL (2 LVS), 1 S (2 LVS)

Verwendbarkeit des Moduls
  • Fach-Bachelor Pädagogik > Aufbaumodule
  • Zwei-Fächer-Bachelor Pädagogik > Aufbaumodule
Modulart je nach Studiengang Pflicht oder Wahlpflicht
Modullevel AC (Aufbaucurriculum / Composition)