Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
21.09.2021 16:34:26
tec160 - Technik und Ethik in der Schule (Vollständige Modulbeschreibung)
Originalfassung Englisch PDF Download
Modulbezeichnung Technik und Ethik in der Schule
Modulkürzel tec160
Kreditpunkte 6.0 KP
Workload 180 h
Einrichtungsverzeichnis Institut für Physik
Verwendbarkeit des Moduls
  • Master of Education (Sonderpädagogik) Technik (Master of Education) > Mastermodule
  • Zwei-Fächer-Bachelor Technik (Bachelor) > Aufbaumodule
Zuständige Personen
Dutz, Katharina (Modulberatung)
Röben, Peter (Prüfungsberechtigt)
Campbell, Marietta (Prüfungsberechtigt)
Teilnahmevoraussetzungen
BM 1 bis BM 4 erfolgreich abgeschlossen.
Seminare, Übungen, Kolloquien, Werkstattkurse und Exkursionen sind Lehr- und Lernformen, in denen die Studierenden einen wesentlichen Teil der angestrebten Kenntnisse und Fähigkeiten in der dialogisch-diskursiven Auseinandersetzung mit Lehrenden und Studierenden erwerben. Kompetenzaufbau und damit das Erreichen des Ziels der Veranstaltung sind hier nur möglich, wenn die Studierenden regelmäßig und aktiv an der Lehrveranstaltung teilnehmen (vgl. § 7 Abs. 4 Satz 1 NHG). In allen Seminaren, Übungen, Kolloquien, Werkstattkursen und Exkursionen der in diesem Studiengang zu studierenden Module ist deshalb die dokumentierte aktive Teilnahme entsprechend § 9 Abs. 5 BPO Voraussetzung für die Zulassung zur Modulprüfung. Die jeweils geltenden Kriterien aktiver Teilnahme werden zu Beginn der Lehrveranstaltung von der oder dem Lehrenden transparent dargestellt; dabei ist der angenommene Arbeitsaufwand darzulegen und in plausiblen Bezug zum gesamten Workload der Lehrveranstaltung bzw. des Moduls zu setzen. Mögliche Formen von Studienleistungen im Rahmen von aktiver Teilnahme sind je nach Veranstaltungsform z. B. Protokolle, die Bearbeitung von Aufgaben, schriftliche Vorbereitun, Übernahme von Kurz- und Impulsreferaten, Kurzpräsentationen o.Ä. Es kann in Lehrveranstaltungen zusätzlich auch vereinbart werden, dass die aktive Teilnahme der Studierenden in der Beteiligung am Plenumsgespräch und der regelmäßigen Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltung besteht. In diesem Fall gilt mangels anderer nachprüfbarer Kriterien die kontinuierliche körperliche Anwesenheit des oder der Studierenden während der Sitzungstermine der Lehrveranstaltzung als Voraussetzung für die Zulassung zur Modulprüfung. Über die Erfüllung der Kriterien für die aktive Teilnahme entscheidet der oder die Lehrende. Ist es dem oder der Studierenden aus wichtigem Grund nicht möglich, bei einem bis maximal drei Sitzungsterminen einer Lehrveranstaltung persönlich anwesend zu sein (so dies vom Dozenten zu Beginn der Lehrveranstaltung als aktive Teilnahme definiert wurde), so ist der wichtige Grund gegenüber dem Dozenten/der Dozentin unverzüglich und in geeigneter Form anzuzeigen und nachzuweisen (z. B. ärztliches Attest o. Ä.). Bei Blockseminaren gilt anteilig maximal 6 Stunden. Das Fehlen an einem Sitzungstermin ist, unabhängig davon, wodurch das Fehlen zustande gekommen ist, durch eine angemessene Ersatzleistung auszugleichen. Bonuspunkte können vergeben werden für aktive Teilnahme gemäß § 11 Abs. 15 BPO, also die regelmäßige und dokumentierte Mitwirkung in den Lehrveranstaltungen bzw. an dafür geeigneten Anteilen von Lehrveranstaltungen voraussetzen. Dazu gehören z. B. die Anfertigung von Lösungen zu praktisch-anschaulichen oder diskussionsfördernden Übungsaufgaben, die Protokollierung der jeweils durchgeführten Versuche bzw. der praktischen Arbeiten, die konstruktive Beteiligung an Diskussionen zu Seminarbeiträgen oder Darstellungen von Aufgaben bzw. Inhalten in der jeweiligen Lehrveranstaltung in Form von Kurzberichten. Die Note kann im Höchstfall um 20 % verbessert werden. Diese Regelung ist nur wirksam, wenn das Modul bestanden ist. Studierende, die in der ersten Sitzung unentschuldigt fehlen, werden aus dem Seminar/Modul ausgetragen. In diesem Modul gehört zur aktiven Teilnahme der Verzicht auf die Benutzung von Smartphones und Laptops o.Ä. Laptops werden lediglich zur Seminargestaltung in Form von Vorträgen/Übungen o.Ä. benutzt.

Beide Seminare dieses Moduls müssen aufgrund einer zusammenhängenden Prüfungsleistung und/oder Projektarbeit mit Schüler*innen im selben Semester absolviert werden. Eine getrennte Belegung der Veranstaltungen ist somit nicht möglich.

Kompetenzziele
In dem Modul sollen sowohl die philosophischen Grundlagen einer kritischen Technikbewertung diskutiert als auch verschiedene didaktische Grundmodelle vorgestellt werden. Ausgewählte Methoden und Aufbauprinzipien zu Unterrichtseinheiten mit dem Schwerpunkt Technikbewertung werden erarbeitet. Ausgehend von den Ergebnissen sollen konkrete Unterrichtseinheiten entwickelt werden. Das Modul befähigt die Studierenden, - sich ethische Fragestellungen innerhalb der Technik bewusst zu machen und zu diskutieren, - von einem ethisch begründeten Standpunkt wissenschaftlich-technische Entwicklungen zu bewerten, - neue Technologien unter ethischen Aspekten zu betrachten und zu bewerten, - ethische Fragestellung innerhalb von Unterrichtsplanung zu thematisieren, - die für ethische Fragestellungen im Technikunterricht unterrichtsrelevanten Methoden zu kennen und in die Unterrichtsplanung einzubinden.
Modulinhalte
Die technische Entwicklung bestimmt immer mehr unser Denken, Handeln und unser Leben. Angesichts der steigenden Unsicherheit und Ungewissheit mit Bezug auf die Folgen dieser scheinbar selbständigen Technikentwicklung wird die Suche nach Antworten auf die Frage nach dem Umgang mit den hieraus resultierenden Chancen- und Risikopotenzialen immer dringender. Die anthropologischen und philosophischen Grundlagen einer kritischen Hinterfragung dieser Entwicklung in Form einer demokratisch legitimierten Technikbewertung und Technikfolgenabschätzung gewinnen an Bedeutung. Technikbewertung und Technikfolgenabschätzung nehmen in den neuen niedersächsischen Curricula für den Technikunterricht und in den bundesweiten Rahmenrichtlinien einen immer größer werdenden Stellenwert ein. In diesem Modul wird ausgelotet, wie sich Technikbewertung konkret im Fach Technik umsetzten lässt. Folgende Schwerpunkte werden gesetzt: - Grundfragen der Ethik - Bewertung neuer Technologien und technischer Entwicklungen unter Einbindung ethischer, sozialer und politischer Entwicklungen - Gestaltungskompetenz als übergreifendes Bildungsziel - Planung und Gestaltung von Unterrichtseinheiten zu ethischen Fragestellungen technischer Entwicklungen unter dem Aspekt einer Bildung für nachhaltige Entwicklung
Literaturempfehlungen
- Fischer, Peter (2004): Philosophie der Technik. München: Fink Verlag - Ropohl, Günter (2003): Vom Wert der Technik. Stuttgart, Zürich: Kreuz Verlag - Pfeifer, Volker (2003): Didaktik des Ethikunterrichts – Wie lässt sich Moral lehren und lernen. Stuttgart: Kohlhammer GmbH - Zoglauer, Thomas (2002): Technikphilosophie. München. Verlag Karl Alber - Edelstein, Wolfgang/ Oser, Fritz/ Schuster, Peter (2001): Moralische Erziehung in der Schule. Weinheim/Basel. Beltz - Zierer, Klaus (2010): Schulische Werteerziehung. Baltmannsweiler.Schneider Verlag Hohengehren - Lind, Georg (2009): Moral ist lehrbar. München. Oldenbourg Schulbuchverlag - Grunwald, Armin: Technikfolgenabschätzung - eine Einleitung. - Paech, Niko (2012): Befreiung vom Überfluss. München, oekom verlag
Links
http://www.uni-oldenburg.de/technische-bildung/
Unterrichtssprache Deutsch
Dauer in Semestern 1 Semester
Angebotsrhythmus Modul jährlich
Aufnahmekapazität Modul 20
Modullevel / module level AC (Aufbaucurriculum / Composition)
Modulart / typ of module Wahlpflicht / Elective
Lehr-/Lernform / Teaching/Learning method S
Vorkenntnisse / Previous knowledge
Lehrveranstaltungsform Kommentar SWS Angebotsrhythmus Workload Präsenz
Seminar
2 WiSe 28
Übung
2 WiSe 28
Präsenzzeit Modul insgesamt 56 h
Prüfung Prüfungszeiten Prüfungsform
Gesamtmodul
Nach Absprache während oder am Ende des Moduls
1 Seminararbeit