biw210 - Socialisation and Education (Complete module description)

biw210 - Socialisation and Education (Complete module description)

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Module label Socialisation and Education
Modulkürzel biw210
Credit points 6.0 KP
Workload 180 h
Institute directory Department of Educational Sciences
Verwendbarkeit des Moduls
  • Area of Specialisation (Bachelor) > Area of Specialisation
Zuständige Personen
  • Lehrenden, Die im Modul (Prüfungsberechtigt)
  • Ehrenspeck-Kolasa, Yvonne (module responsibility)
  • Feldhaus, Michael (module responsibility)
  • Hüllbrock, Nadine (Module counselling)
  • Schlegel, Monika (Module counselling)
Prerequisites
Skills to be acquired in this module

Ziele des Moduls

Das vorrangige Ziel des Moduls liegt in der Erfassung und Reflexion zentraler Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsprozesse in institutionellen Kontexten und sich daraus ergebende Möglichkeiten und Notwendigkeiten des pädagogischen Handelns. Neben der Schule und frühkindlichen Bildungsinstitutionen stehen weitere Kontexte wie Familie und Peers im besonderen Fokus. Daraus ergibt sich ein erster Überblick über grundlegende soziale Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen. Die schulischen und außerschulischen Bildungsprozesse werden entlang aktueller Befunde zur Bildungsforschung fundiert sowie anhand von Fallanalysen kritisch für pädagogisches Handeln reflektiert.


Kompetenzen

Die konkreten Ziele richten sich vorrangig auf den Kompetenzbereich „Erziehen“:

Die Absolvent*innen

  • kennen die sozialen und kulturellen Lebensbedingungen sowie strukturelle Benachteiligungen und Beeinträchtigungen von Schüler*innen.
  • kennen pädagogische, soziologische Theorien der Entwicklung und der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen.
  • lernen empirisch-fundierte Ergebnisse im Hinblick auf Bildungs- und Erziehungsprozesse entlang zentraler Einflussdimensionen (z.B. Migrationsstatus, Geschlecht, Familienstrukturen, Peer-Beziehungen usw.), als erstes empirisches Fundament für nachfolgende Module kennen.
  • erlangen erste Einblicke zu Risiken und Gefährdungen des Kindes- und Jugendalters sowie Präventions- und Interventionsmöglichkeiten (z.B. Drogen, Sexualität, Sensation Seeking, Mediennutzung).

Weitere Kompetenzen werden im Kontext von „Beurteilen“ und „Innovieren“ angesprochen:

Die Absolvent*innen

  • kennen wesentliche Ergebnisse der Belastungs- und Stressforschung in Bezug auf Schüler*innen.
  • rezipieren und bewerten Ergebnisse der Bildungsforschung.
  • kennen Begriffe und Merkmale von Heterogenität bzw. Diversität.
  • wissen um die Vielfalt von Einflussfaktoren auf die Lernprozesse und den Auswirkungen auf die Leistungen
Module contents

Vorlesungsebene

  • Theoretische und empirische Einführung und Vertiefung in die Grundbegriffe Sozialisation, Erziehung, Bildungssysteme, Bildungsprozesse, Bildung, kindliche Bedürfnisse, Entwicklungsphasen und -aufgaben von Kindern und Jugendlichen 
  • Begriffliche und theoretische Grundlagen und Anwendungsbezüge pädagogischen Handelns
  • Grundlagen für kindliche und jugendliche Entwicklungsprozesse
  • Theorie und Empirie zu den Bildungskontexten und pädagogischen Handlungsfeldern:
    • KITA / Grund- und weiterführende Schulen (Übergang ins Schulsystem, elterliche und peerbezogene Bildungsaspirationen und -dynamiken, Analyse zentraler Bildungsübergänge und Bildungserfolge, sekundäre und primäre Herkunftseffekte)
    • Familie (familiale Erziehungsprozesse, Theorie und Empirie von Familienstrukturen und -dynamiken im Hinblick auf den Bildungserfolg und auf kindliche und jugendliche Entwicklungsprozesse, Aufwachsen in prekären Lebenslagen und deren Folgen)
    • Hilfen zur Erziehung und Familienhilfe; Jugendhilfe
    • Freunde und Peers (Analyse zentraler Einflussdynamiken aus dem Peer-Kontext für psychische Entwicklungsprozesse, Einfluss von Peers und Freunden auf den Bildungserfolg, Analyse der Beziehung Peers und Familie)
    • Medien (Analyse des Mediennutzungsverhaltens von Kindern und Jugendlichen, Mediennutzungsmotive, Medienkompetenz in Kindheit und Jugend, Eltern und Medien, Digitales Spielen, Immersion)
  • Vertiefung theoretischer Ansätze zu Identitätsbildungsprozessen, Werteeinstellungen und Moralentwicklung im Kindes- und Jugendalte
  • Drogen/Suchtgefahren/Resilienz
  • Kindeswohl im Kontext von Kinder- und Jugendpolitik und pädagogischer Handlungsfelder
 
 
Seminarebene
Es gibt eine thematisch weitgehend einheitliche Seminarebene. In allen Seminaren werden die in der Vorlesung angesprochenen Themen durch das Hinzuziehen weiterführender Literatur, durch die gemeinsame Bearbeitung und Interpretation wissenschaftlicher Texte und durch Arbeitsgruppenprozesse vertieft sowie methodisch z. B. durch die Interpretation und Reflexion von Fallbeispielen oder durch den Einsatz von „Streitgesprächen“ bearbeitet.
 


 
 
Literaturempfehlungen

Die jeweils aktuelle Literatur wird bei der Ankündigung der Lehrveranstaltungen zum Modul bekannt gegeben.

Andresen, S./Hurrelmann, K. (2010): Kindheit. Weinheim und Basel.

Arnold, K.-H./Sandfuchs, U./Wiechmann, J. (Hrsg.) (2009): Handbuch Unterricht. 2. Auflage. Bad Heilbrunn. Klinkhardt.

Blömeke, S./Bohl, T./Haag, L./ Lang-Wojtasik/Sacher, W. (Hrsg) (2009): Handbuch Schule. Bad Heilbrunn. Klinkhardt.

      Baumert, J./Kunter, M. (2006): Stichwort: Professionelle Kompetenz von Lehrkräften. In: Zeitschrift          für Erziehungswissenschaft. 9. Jahrgang, Heft 4, S. 469-521.

Baumert, J./Maaz, K./Trautwein, U. (Hrsg.) (2009): Bildungsentscheidungen. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. Sonderheft 12. Wiesbaden.

Becker, R. (Hrsg.) (2009: Lehrbuch Bildungssoziologie. Wiesbaden.

Feldhaus, M. (2014): Kinder und ihre Kontexte. Würzburg.

Herzog, W. (2013): Bildungsstandards. Eine kritische Einführung. Stuttgart. Kohlhammer.

Hurrelmann, K./Grundmann, M./Walper, S. (2008): Handbuch Sozialisationsforschung. Weinheim.

Hurrelmann, K./Quenzel, G. (2016): Lebensphase Jugend: Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung. Weinheim/Basel.

Nave-Herz, R. (2014): Familie heute. Darmstadt.

Krüger, H.-H./Helsper, W. (Hg.): Einführung in Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft. Opladen.

Krüger, H.-H./Rauschenbach, T. (Hrsg.): Einführung in die Arbeitsfelder der Erziehungswissenschaft. Opladen.

Krüger, H. H. und Grunert, C. (Hrsg.) (2010): Handbuch Kindheits- und Jugendforschung. Weinheim.

Spies, A./Stecklina, G. (2015): Pädagogik. Studienbuch für pädagogische und soziale Berufe. Wien. Köln. Weimar.

Tippelt, R./Schmidt-Hertha (Hrsg.) 2018: Handbuch Bildungsforschung. Band 1 und 2. 4. Auflage.                Wiesbaden.

 

Links

Hinweise zum Anmeldeverfahren, Umgang mit Härtefällen etc.:

https://uol.de/fk1/studium/bildungswissenschaftliches-curriculum/organisation-der-module


 

Language of instruction German
Duration (semesters) 1 Semester
Module frequency halbjährlich
Module capacity unrestricted
Reference text

Bitte beachten Sie:
Dieses Modul wird im halbjährlichen Turnus angeboten. Sollten Sie im aktuellen Semester keinen Platz in der Vorlesung erhalten, besteht die Möglichkeit im kommenden Semester am Modul teilzunehmen.
Studierende der höheren Fachsemester werden bei der Platzvergabe bevorzugt.

Lehrveranstaltungsform Comment SWS Frequency Workload of compulsory attendance
Lecture 2 SoSe und WiSe 28
Seminar 2 SoSe und WiSe 28
Präsenzzeit Modul insgesamt 56 h
Examination Prüfungszeiten Type of examination
Final exam of module