Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
24.01.2022 11:15:12
sla230 - Sprache in systematischer Perspektive (Vollständige Modulbeschreibung)
Originalfassung Englisch PDF Download
Modulbezeichnung Sprache in systematischer Perspektive
Modulkürzel sla230
Kreditpunkte 9.0 KP
Workload 270 h
Einrichtungsverzeichnis Institut für Slavistik
Verwendbarkeit des Moduls
  • Master of Education (Gymnasium) Russisch (Master of Education) > Frühere Module
  • Zwei-Fächer-Bachelor Slavistik (Bachelor) > Aufbaumodule
Zuständige Personen
Reis, Anastasia (Prüfungsberechtigt)
Smirnov, Igor (Prüfungsberechtigt)
Palinska, Olesya (Prüfungsberechtigt)
Makartsev, Maxim (Prüfungsberechtigt)
Menzel, Thomas (Prüfungsberechtigt)
Hentschel, Gerd (Prüfungsberechtigt)
Hentschel, Gerd (Modulverantwortung)
Teilnahmevoraussetzungen
Kompetenzen entsprechend des Basiscurriculums eines slavistisch-sprachwissenschaftlichen Studiums (Kenntnisse über Grundbegriffe, grundlegende Fragestellungen und Methoden der slavistischen Sprachwissenschaft)
Kompetenzziele
Die Studierenden werden anhand eines ausgewählten Bereichs der slavistischen Systemlinguistik mit verschiedenen sprachwissenschaftlichen Begriffen und Theorien bekannt gemacht und über deren Vergleich dazu befähigt, diese kritisch zu reflektieren und für die selbständige Arbeit zu nutzen. Punktuell kann eine Anknüpfung an aktuelle Forschungsbereiche des Fachs erfolgen. Abhängig von der jeweiligen Themenstellung der zugehörigen Lehrveranstaltungen erlangen sie ggf. außerdem methodische Kompetenzen auf dem Gebiet der Akquirierung von sprachlichen Daten (über Informantenbefragungen oder die Arbeit mit Textkorpora) und im Umgang mit computergestützten Analysetechniken. Didaktische und landeskundliche Kompetenzen werden integriert vermittelt.
Über die fachspezifischen Belange hinaus wird mit Besuch des Moduls der Erwerb bzw. die Vertiefung folgender Schlüsselkompetenzen angestrebt:
- Fähigkeit zur Entwicklung eigener Fragen zu sprachwissenschaftlich relevanten Phänomenen
- Fähigkeit zum selbständigem Umgang mit linguistischen Phänomenen und Theorien
- Fähigkeit zur eigenständigen Literaturrecherche zu einem ausgewählten Thema und der Integration der Ergebnisse in die eigene Arbeit
- Fähigkeit zur der Kommunikationssituation angepassten Konzeption und Anwendung von Präsentationstechniken, z.B. a) im Rahmen einer Seminararbeit (vertiefende, reflektierende und abwägende Darstellung); b) im Rahmen eines Referats/Posters (verkürzte, pointierte Darstellung), Moderation von Diskussionen
- Fähigkeit zur Diskussion und Reflektion wissenschaftlicher Konzepte
- Vertiefung metasprachlicher und metakommunikativer Kompetenzen
- Fähigkeit zu selbstgesteuertem Lernen
Modulinhalte
Das Modul vertieft die im Basismodul slavistische Sprachwissenschaft erworbenen Kenntnisse über die innere Struktur von sprachlichen Systemen in verschiedenen ausgewählten Phänomenbereichen.
Die Veranstaltungen dieses Moduls machen die Studierenden eingehend mit für das jeweils aktuelle Thema relevanten Theorien und Begriffen bekannt. Im Mittelpunkt stehen hierbei jene Strukturen, die sich zwischen Lauten, Wortformen, Satzkonstituenten oder Sätzen oder auch zwischen Aspekten der semantischen und referenzsemantischen Beschreibung ergeben, wobei die verschiedenen Lehr- und Lernformen dieses Moduls einzelne, ggf. auch unterschiedliche Bereiche fokussieren, welche die Vielfalt sprachlicher Strukturen illustrieren.
Im objektsprachlichen Bereich steht die Beschreibung von Strukturen des Polnischen und Russischen im Vordergrund, nicht ohne jedoch die anderen slavischen (und ggf. nicht-slavischen) Varietäten außer Acht zu lassen. Auch im metasprachlichen Bereich soll ebenfalls ein kontrastiver Ansatz verfolgt über die Lektüre „westlicher“ und „östlicher“ Theorien werden. Schwerpunktmäßig werden im Bereich der Phonologie und Morphologie natürlichkeitstheoretische Ansätze verfolgt, im Bereich der Syntax eher funktionale, welche prinzipiell von einem Kausalzusammenhang zwischen sprachlicher Struktur und außersprachlicher (kommunikativer etc.) Plausibilität ausgehen.
Literaturempfehlungen
Zur Einarbeitung sei folgende Literatur empfohlen:
Allgemeines:
ZALIZNJAK, A. 2003: Grammaticeskij slovar‘ russkogo jazyka. Izd. 4, ispr. i dop. Moskva; GRUSZCZYNSKI, W.;. 2002: Slownik gramatyki jezyka polskiego. Warszawa; GLÜCK, H. 2005: Metzler/Lexikon Sprache. 3., neubearb. Aufl. Stuttgart.
Grammatiken:
BARTNICKA, B. et al. 2004: Grammatik des Polnischen. München; NAGORKO, A. 1997: Zarys gramatyki polskiej. Warszawa; STRUTYNSKI, J. (1996): Gramatyka polska : wprowadzenie, fonetyka, fonologia, morfologia. Kraków; [CESKOSLOVENSKA AKAD. VED ] 1979: Russkaja grammatika. Praha.
Phonetik/Phonologie:
TRUBETZKOY, N.S. 1939: Grundzüge der Phonologie. Prag; WISNIEWSKI, M. 2000: Zarys fonetyki i fonologii wspólczesnego jezyka polskiego. Wyd. 3. Toruń.
Morphologie:
WURZEL, W.U. 1984: Flexionsmorphologie und Natürlichkeit. Ein Beitrag zur morphologischen Theoriebildung. Berlin; ISACENKO, A.V. 1968: Die russische Sprache der Gegenwart. Teil 1. Formenlehre. Halle
Syntax:
DIK, S.C. (1989, 1997). The Theory of Functional Grammar. Part I: The Structure of the Clause. Part II: Complex and Derived Constructions. Berlin; BONDARKO, A.V. (1987-). Teorija funcional’noj grammatiki. Sankt Petersburg.
Semantik:
LÖBNER, S. (2003): Semantik. Eine Einführung. Berlin.
Referenzsemantik:
PADUCEVA, E.V. (1985): Vyskazyvanie i ee sootnesennost’ s dejstvitel’nost’ju. Referencial’nye aspekty semantiki mestoimenij. Moskau [poln. Übersetzung) (1992): Wypowiedzz i jej odnieseinie do rzeczywistosci. Warszawa.
Links
http://
Unterrichtssprache Deutsch
Dauer in Semestern 1 Semester
Angebotsrhythmus Modul jährlich
Aufnahmekapazität Modul unbegrenzt
Hinweise
Modullevel / module level
Modulart / typ of module Wahlpflicht / Elective
Lehr-/Lernform / Teaching/Learning method 1 S, 1 Ü/V/SE
Vorkenntnisse / Previous knowledge
Lehrveranstaltungsform Kommentar SWS Angebotsrhythmus Workload Präsenz
Seminar
2 SoSe 28
Übung
2 SoSe 28
Präsenzzeit Modul insgesamt 56 h
Prüfung Prüfungszeiten Prüfungsform
Gesamtmodul
nach Vorlesungsende
Hausarbeit oder Klausur o.a., die jeweils gültige Prüfungsform wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben