Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
17.08.2022 09:07:41
kum720 - Media Theory and Media Practice (Course overview)
Institute of Art and Visual Culture 15 KP
Module components Semester courses Wintersemester 2016/2017 Examination
Exercises
  • No access 3.06.312 - WIR SUCHEN Bild und Ton UND BEHALTEN DIE !!!!! Show lecturers
    • Anke Fischer

    Thursday: 16:00 - 20:00, fortnightly (from 20/10/16)
    Dates on Thursday. 13.10.16 - Saturday. 15.10.16 10:00 - 18:00, Thursday. 02.02.17 16:00 - 20:00

    Werkstatt der Mastermodule, freies Erarbeiten struktureller und konzeptioneller Kompositionen, (Block nach Absprache) Wie definieren wir den Umgang mit Found Footage und Stock Footage? Finden - Suchen - Untersuchungen zu Prinzipien des Re-editings, der Neuanordnung von AV- Materialien, Filmen aus unterschiedlichen Kontexten: Kino, TV und Kunstproduktion, Wochenschau, Dokumentation, Home-Movie, Amateurfilm sowie Bildungsfilm, Internet- und Popdiskurse. Die Methoden der Montage von vorgefundenem Ton- und Bildmaterial und die Aufdeckung von darin versteckten Bedeutungen, befördern kursorische, diskursive (Neu)Interpretationen. Die ästhetische Organisation von Ausspielungen im historischen Verlauf von experimenteller Film-Avantgarde, zeitgenössischer, digitaler Medienpraxis, CUT UP's und Clips wird innerhalb kurzer Videoskizzen neu interpretiert. Die Möglichkeit der gemeinsamen Bewertung und Beobachtung eines nie mehr arretierbaren Gefüges aus Film- und AV-Materialien, die Fülle subjektiver und reduzierter Weltbilder, ruft die Kollaboration zwischen Hand und Auge auf den Plan.

  • No access 3.06.314 - Internet of Art-RasPi-Live-Cam Show lecturers
    • Wolfgang Spahn

    Dates on Friday. 14.10.16 12:00 - 20:00, Saturday. 15.10.16 - Sunday. 16.10.16 10:00 - 20:00, Friday. 09.12.16 12:00 - 20:00, Saturday. 10.12.16 - Sunday. 11.12.16 10:00 - 20:00
    Das Nutzen von Massenmedien für die künstlerische Produktion hat Medienkünstler seit langem fasziniert und inspiriert. Die Performance „The last nine minutes“ (1977) des Videokünstlers Douglas Davies auf der documenta VI sendete neben seiner eigenen auch Performances der Fluxus-Künstler Joseph Beuys, Nam June Paik und Charlotte Moorman per Satellitenübertragung im Fernsehen. Nam June Paik stellte 1974 mit „TV-Buddha“ eine Installation aus, bei dem eine Buddha-Statue gefilmt und der Stream live in einem Fernsehgerät gezeigt wurde. Diese Arbeiten können für das Seminar, das die zeitgenössische massenmediale Form des Internetstream ins Zentrum der hier zu entwickelnden künstlerischen Arbeiten stellt, als Referenz gelten. In dem Blockseminar werden die Studierenden eine webcam konfigurieren und ansteuern, die im Zusammenspiel mit einem von ihnen kreierten (licht-)kinetischen Objekt als mediale Installation fungiert. Die Installation wird mit einem Raspberry Pi interaktiv mit Sensoren gesteuert, und der Stream live ins Netz gestellt. Im ersten Teil des Seminars werden hierfür die theoretischen und praktischen Grundlagen vermittelt. Schaltungen und Steuerungen werden erarbeitet und programmiert. Im zweiten Teil werden die von den Einzelnen entwickelten Ideen künstlerisch umgesetzt und online gestellt. Als Ergebnis entsteht ein Netzwerk aus interaktiven multimedialen Kunstwerken. Bitte einen Laptop, sowie Raspberry Pi (B+, 2 oder 3), Raspicam, SD Karte und Netzteil mitbringen. Wenn möglich auch Tastatur, Maus und einen kleinen Monitor. Es gibt eine kleine Anzahl von Geräten zum Verleihen, bitte rechtzeitig dafür anmelden.

Seminar
  • No access 3.06.311 - Medien der künstlerischen Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts Show lecturers
    • Dr. Andreas Broeckmann

    Wednesday: 12:00 - 14:00, weekly (from 09/11/16)

  • No access 3.06.313 - Medialer Wandel, politische Effekte – Zur Theorie und Ästhetik neuer Dokumentarismen Show lecturers
    • Dr. phil. Sven Seibel

    Tuesday: 18:00 - 20:00, weekly (from 18/10/16), Location: A08 1-102 (Seminarraum)
    Wednesday: 18:00 - 20:00, fortnightly (from 26/10/16), Location: A08 0-001 (Seminarraum)

    Über die politischen Effekte audiovisueller Dokumentationsformen wird in den Kunst- und Medienwissenschaften seit jeher nachgedacht. Die Wahrnehmung, dass sich die Wirkungsweisen dokumentarischer Praktiken durch Prozesse der Digitalisierung verändern, gar potenziert haben, ist ebenfalls seit einigen Jahren beständiger Topos interdisziplinärer Forschung. Spätestens jedoch seitdem audiovisuelle Verfahren der Aufzeichnung über den Gebrauch sozialer Medien in den Alltag eingelassen sind, scheinen neue Lesarten der medialen, politischen und ethischen Wechselwirkungen zeitgenössischer Dokumentarismen erforderlich zu sein. In den späten 1990er Jahren begann man das Feld des Dokumentarischen und seine Transformation durch Digitalisierung noch wesentlich über Veränderungen auf der Ebene filmischer Bildlichkeit bzw. dessen Wahrheits- oder Evidenzcharakter zu beschreiben. In den Fokus rückten somit Fragen nach Authentifizierungsstrategien, nach Indexikalität und Zeugenschaft oder nach Realitätseffekten (l'effet du réel) und neuen affektiven Adressierungsweisen (Immersion). Gegenwärtig löst sich jedoch die Debatte um die politische Handlungsmacht dokumentarischer Formen zunehmend von Aspekten ihrer Darstellung oder Bildlichkeit und somit ebenfalls von Fragen der richtigen und falschen Repräsentationen, von Authentizität oder digitaler Manipulation. Gilt es zu klären, wie sich die Wirkungen dokumentarischer Formen konkret entfalten, rücken derzeit deutlicher mediale Prozesse der Konnektivität und Zirkulation in den Fokus. Welche Kanäle und welche Medien sind beteiligt, wenn sich an die Dissemination von audiovisuellen Dokumenten zugleich die Konstitution politischer Öffentlichkeiten heftet? Die Videos der Ermordung von Eric Garner und Michael Brown im Jahr 2014 und die sich parallel über soziale Medien formierende Bewegung #BlackLivesMatter lässt sich hierfür als prominentes Beispiel heranziehen. Das Seminar wird unterschiedliche Facetten und Dynamiken dieser politischen Ökologie des Dokumentarischen kritisch beleuchten. Hierbei werden neben einigen klassischen Beispielen des politischen Dokumentarfilms (Spike Lee, Frederick Wiseman, Trinh T. Minh-ha) auch aktuelle medienästhetische Strategien und künstlerische Formen vorgestellt, die mit alternativen Produktionsprozessen (z.B. collaborative filmmaking, citizen journalism oder camera distribution Projekte) oder interaktiven online Präsentationsformen experimentieren (u.a. "Exodus" von James Bluemel, "Points of View" von Zohar Kfir). Video-Kanäle und Webdokumentationen werden daher wesentlicher Gegenstand des Seminars sein. Dokumentarische Online-Projekte scheinen zeitlich offenere Prozesse der Darstellung und Organisation audiovisuellen Materials zu ermöglichen, als dies in der Narration von Dokumentarfilmen die Regel ist. Das Seminar wird sich u.a. für die Frage interessieren, ob dadurch andere Praktiken des Dokumentierens entstehen und ferner andere soziale und politische – zum Beispiel prekäre – Wirklichkeiten dokumentierbar werden. Methodisch führt das Seminar zunächst in Traditionen politischer Dokumetarfilmtheorie ein. Erarbeitet werden grundlegende Fragestellungen und Konzepte (audiovisuelle Zeugenschaft, Repräsentation/Intervention,) wie sie im Kontext feministischer, postkolonialer oder ethnografischer Dokumentarfilmtheorien entstanden sind. Hierauf aufbauend werden film- und medienwissenschaftliche Perspektiven (u.a. Jon Dovey, Hito Steyerl) erarbeitet, die es erlauben, sich ebenfalls den medialen Infrastrukturen und Dynamiken der Verbreitung und Verknüpfung audiovisueller Dokumente methodisch anzunähern. Das Seminar beginnt am Di, den 25.10. Mittwochs, (14 tägl.) 18-20 Uhr Filmsichtungstermin Ebenfalls geplant ist der Besuch einer Vorstellung von Philip Scheffners aktuellem Film "And-Ek Ghes..."

Notes for the module
Prerequisites
Regelmäßige Teilnahme
Reference text
kum720 | 15 KP | 1 Ü, 2 S | Wahlpflicht | Broeckmann
Time of examination
Die Prüfungszeiten sind am Ende des Semesters zu erbringen.
Module examination
G
Skills to be acquired in this module
Das übergeordnete Ziel des Moduls ist die Befähigung der Studierenden zur theoretischen wie praktischen Verknüpfung und Zusammenführung von Entwicklungen in Kunst- und Mediengeschichte. Das bedeutet im Einzelnen:

  • vertiefte Kenntnis kunst- und medienwissenschaftlicher Theorien und Diskurse, auch in ihren aktuellen Bezügen zu Gender, Postcolonial und Queer Studies;

  • die aus dieser vertieften Kenntnis resultierende Entwicklung einer eigenen begründeten Position;

  • Erwerb von Fähigkeiten, um Zusammenhänge zwischen Kunst- und Medientheorie und künstlerisch-medialer Praxis zu erkennen und herzustellen;

  • die Entwicklung eines Problembewusstseins bezüglich aktueller Bildentwicklungen;

  • die Reflexion der eigenen künstlerischen/ästhetischen Praxis durch deren Einordnung in theoretische Kontexte;

  • die Reflexion der eigenen künstlerischen/ästhetischen Arbeitsprozesse im Gespräch mit anderen.