Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
28.01.2022 00:24:48
ges122 - Geschichte des Mittelalters (Veranstaltungsübersicht)
Institut für Geschichte 6 KP
Modulteile Semesterveranstaltungen Wintersemester 2021/2022 Prüfungsleistung
Vorlesung
  • Uneingeschränkter Zugang 4.02.020 - Das Mittelalter im Überblick - online, weitgehend asynchron Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Almut Höfert

    Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 26.10.2021)
    Termine am Freitag. 11.02.22 16:15 - 17:15

    Im Anschluss an die chronologischen Teilvorlesungen zum Früh-, Hoch- und Spätmittelalter der letzten Wintersemester wird der Überblickszyklus in diesem Semester mit einem Gesamtüberblick abgeschlossen. In dieser Vorlesung werden wir nun also einen großen Bogen über ein Jahrtausend schlagen und uns anhand ausgewählter Themen anschauen, wie sich die gesellschaftliche Welt im Laufe dieser Zeit veränderte und welche verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Perspektiven es gibt, um diese Entwicklungen zu betrachten. Der geographische Schwerpunkt wird auf Mitteleuropa liegen, ergänzt durch Ausblicke auf die islamische Welt. Die regulären Sitzungen der Vorlesungen finden online und asynchron statt, die Vorlesungsvideos werden jeweils dienstags um 16.15h freigeschaltet. Ausnahmen bilden die beiden synchron und online stattfindenden Fragestunden am 30.11. und 18.1 (abgesehen vom Test). Für diejenigen, die diese Vorlesung im Basismodul Mittelalter (ges121) und in den Modulen Profilbildung (ges186, ges187, ges188) belegen, wird die erfolgreiche Teilnahme an der Vorlesung mit einem Test (am Dienstag, 25. Januar 2021, 16.15 bis ca. 17.10h, je nach Pandemielage in Präsenz oder online) nachgewiesen. Für die Module ges122, ges123 und ges124 besteht keine Anforderung zum Test. Für die Prüfungsanforderungen in anderen Modulen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Modulverantwortlichen (diejenigen, die diese Vorlesung im Masterstudiengang Museum und Ausstellung belegen, schreiben den Test auch mit).

Seminar
  • Eingeschränkter Zugang 4.02.022 - Paradise lost?! - Facetten der Mensch-Natur-Beziehung im Mittelalter Lehrende anzeigen
    • Dr. Sarah Neumann

    Montag: 14:15 - 15:45, wöchentlich (ab 25.10.2021)
    Termine am Montag. 20.12.21 14:15 - 15:45

    Bitte kombinieren Sie diese Veranstaltung mit der Vorlesung 4.02.020. Der biblische Schöpfungsbericht liefert keine Erfolgsgeschichte für den Menschen: Der krönende Schlusspunkt des göttlichen Werks, der in völligem Einklang mit der Natur leben könnte, besiegelt durch den Sündenfall seine Vertreibung aus dem Garten Eden. Gottes Schöpfung hält von da an nur noch Mühsal für ihn bereit, das Paradies ist und bleibt unwiederbringlich verloren. Bestand hat neben dieser existenziellen Verlusterfahrung jedoch Gottes Herrschaftsauftrag an den Menschen, der die Natur insgesamt, insbesondere aber die Tierwelt betrifft. So solle der Mensch laut Gen. 1,28 herrschen "über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen“; Domestizierung und Ausbeutung erscheinen in der Folge als gottgewollter Zugriff auf Natur und Tierwelt. Damit sind bereits im biblischen Schöpfungsbericht ambivalente Deutungen der Mensch-Natur-Beziehung angelegt. Welche Grundhaltung prägt nun aber diese Beziehung im Mittelalter? Ist es die Sehnsucht nach dem (verlorenen) Paradies, der Wunsch nach einem dem menschlichen Gestaltungswillen unterworfenen Herrschaftsraum oder kommen ggf. noch andere Größen ins Spiel? Diesen (und anderen) Fragen wird das Seminar nachgehen und dazu anhand verschiedener Quellengattungen und Forschungszugriffe konkrete Ausprägungen der Mensch-Natur-Beziehung im Mittelalter in den Blick nehmen. Damit wird zugleich die methodische Grundlage für die Modulprüfung in Form einer schriftlichen Hausarbeit geschaffen, die durch verpflichtende Recherche- und/oder Schreibaufgaben im Seminarverlauf vorbereitet wird. organisatorischer Hinweis: Das Seminar startet in der zweiten Veranstaltungswoche und umfasst 9 Präsenzsitzungen und 4 Courseware-Einheiten.

  • Eingeschränkter Zugang 4.02.023 - Die Kaisergeschlechter des Hoch- und Spätmittelalters Lehrende anzeigen
    • Dr. David Weiss

    Mittwoch: 16:15 - 17:45, wöchentlich (ab 20.10.2021)

    Das Mittelalter ist für viele Menschen untrennbar mit den Mächtigen verbunden, die das Gewicht der Krone zu tragen hatten. Teilweise handelt es sich dabei um stark romantisierte Vorstellungen – erinnert sei nur an die zahlreichen Geschichten und Mythen, die mit dem Namen Friedrich Barbarossa verbunden sind. Anderer Kaiser erinnern wir uns aufgrund einzelner Taten oder Konflikte: Der Name Heinrichs IV. ist beispielsweise untrennbar mit dem Bußgang nach Canossa und dem Investiturstreit verbunden. Es waren aber nicht nur diese „Männer, die Geschichte mach[t]en“, wie es Heinrich von Treitschke im 19. Jahrhundert niederschrieb. Neben den Kaisern standen ihre Familien: Ihren Kindern kam die Aufgabe zu, die Dynastie fortzusetzen und zu sichern. Die Frauen standen in der öffentlichen Wahrnehmung zwar im Hintergrund, aber waren nicht selten die graue Eminenz – und häufig Retterinnen in der Not für das ganze Geschlecht. Dieses Seminar nähert sich deshalb nicht nur den Kaisern des Hoch- und Spätmittelalters, sondern ihren ganzen Familien. An den ausgewählten Fallbeispielen werden exemplarisch die Arbeitstechnik der Geschichtswissenschaft und speziell der Mediävistik eingeübt. Erwartet wird die Bereitschaft zu einer aktiven Teilnehme. Prüfungsleistungen sind ein Referat mit schriftlicher Ausarbeitung oder eine Seminararbeit. Im Rahmen der Profilbildung können Studierende ein Kurzreferat halten, sich (ohne eigene schriftliche Ausarbeitung) an einer Referatsgruppe beteiligen oder einen Aufsatz schreiben (Länge: drei bis fünf Seiten). Die Prüfungsleistungen werden im Laufe des Semesters weiter ausgeführt. Als genereller Hinweis: Durch die aktuelle Situation können sich die Prüfungsleistungen ändern, falls die Lehre doch wieder digital stattfinden muss. In einem solchen Fall besteht die Wahl zwischen einer Seminararbeit und einem Portfolio. Eine Literaturliste ist unter "Literaturempfehlungen" zu finden. Bitte beachten Sie nicht nur diese für Ihre Recherchen, sondern nutzen sie lediglich als einen Startpunkt. Bitte kombinieren Sie diese Veranstaltung mit der Vorlesung 4.02.020.

  • Eingeschränkter Zugang 4.02.024 - Körpergeschichte des Mittelalters Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Almut Höfert

    Donnerstag: 14:15 - 15:45, wöchentlich (ab 16.12.2021), Online-Sitzung
    Donnerstag: 14:15 - 15:45, wöchentlich (ab 28.10.2021)
    Termine am Freitag. 21.01.22 14:15 - 17:45

    Bitte kombinieren Sie diese Veranstaltung mit der Vorlesung 4.02.020. In diesem Basisseminar werden wir geschichtswissenschaftliche Arbeitstechniken vertiefen und unseren historischen Werkzeugkasten in Bezug auf das Mittelalter (Einführung in das Lesen mittelalterlicher Handschriften, historische Zeitrechnung, methodische Ansätze in der Geschichtswissenschaft, Überblick über mittelalterliche Quellen und -recherche etc.) erweitern. Als inhaltliches Thema (das ungefähr ein Drittel des Basisseminars ausmachen wird) werden wir uns dabei mit dem mittelalterlichen Klosterwesen befassen. Um eine Bresche in den unbekannten Kontinent Mittelalter zu schlagen, wird die mit diesem Basismodul verknüpfte Vorlesung „Das Mittelalter im Überblick“ mit einem Test am 25.1.2022 abgeschlossen. Der zweite Test findet am 3.2.22 im Seminar statt. Das Portfolio wird durch zwei weitere (Schreib-)Aufgaben ergänzt. Die Veranstaltung wird auf jeden Fall synchron und soll grundsätzlich in Präsenz stattfinden. Literatur zur Einführung: LeGoff, Jacques / Truong, Nicolas: Die Geschichte des Körpers im Mittelalter (frz. Erstausgabe 2003). Stuttgart 2003; Bynum, Caroline Walker: Fragmentierung und Erlösung. Geschlecht und Körper im Glauben des Mittelalters (Amerikan. Erstausgabe 1991). Frankfurt am Main 1996; Lorenz, Maren: Leibhaftige Vergangenheit. Einführung in die Körpergeschichte. Tübingen 2000.

  • Eingeschränkter Zugang 4.02.026 - Armen- und Waisenfürsorge im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit - mit Beispielen auf der ostfriesischen Halbinsel Lehrende anzeigen
    • Dr. phil. Antje Sander

    Freitag: 10:15 - 11:45, wöchentlich (ab 03.12.2021), Ort: (ggf. Videokonferenz), (Videokonferenz)
    Termine am Freitag. 29.10.21, Freitag. 05.11.21, Freitag. 19.11.21, Freitag. 26.11.21, Freitag. 14.01.22, Freitag. 21.01.22, Freitag. 28.01.22 10:15 - 11:45, Freitag. 04.02.22 09:15 - 11:00, Ort: A14 1-113, A11 0-018, ((online | Meetingraum)) (+1 weitere)

    Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.020. Aus Anlass des 350jährigen Bestehens des Waisenshauses in Varel soll die Armen-und Waisenfürsorgen anhand von schriftlichen Quellen, Objekten und Exkursionen näher beleuchtet und erforscht werden. Damit werden auch Konzeptionen für eine mögliche kleine Kabinettausstellung bzw. eine digitale Präsentation erarbeitet.

Hinweise zum Modul
Kapazität/Teilnehmerzahl 80 (
Um eine möglichst homogene Verteilung der Teilnehmer*innen zu gewährleisten, sind die Seminare teilnahmebeschränkt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweiligen Veranstalter*innen.
)
Kompetenzziele
Die Studierenden … - erweitern das im Basiscurriculum erworbene strukturierte historische Grundwissen über das Mittelalter; - vertiefen ihre Kenntnisse zu den Spezifika mittelalterlicher (Original-)Quellen sowie zu Hilfsmitteln und Methoden zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Quellen; - stärken ihr Reflexionsvermögen hinsichtlich fachlicher Konzepte und Ansätze und setzen sich kritisch mit den Ergebnissen historischer Forschung auseinander; - bearbeiten mediävistische Fragestellungen unter Anwendung der wissenschaftlichen Methoden und Arbeitstechniken des Fachs und gelangen zu rationalen Urteilen; - erweitern ihre im Basiscurriculum geförderten Kommunikations- und Vermittlungskompetenzen.