Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
05.03.2021 20:32:51
ges143 - Modern History & Contemporary History (Course overview)
Institute of History 9 KP
Module responsibility
  • Gunilla Budde
Authorized examiners
  • Franziska Meifort
  • Thomas Etzemüller
  • Tim Lüdeke
  • Nikolaus Buschmann
  • Stephan Scholz
  • Stefan Lehr
  • Wolfgang Meighörner
module components Semester courses Sommersemester 2021 Examination
Lecture
  • Unlimited access 4.02.040 - Konsumgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts headache
    • Prof. Dr. Gunilla Budde

    Thursday: 14:00 - 16:00, weekly (from 15/04/21)

    Die Geschichte des Konsums gehört in der Historiographie zu den vergleichsweise neueren Entdeckungen. Lange stand sie im Schatten der der Geschichte der Arbeit und der Produktion. Dass Produktion und Konsumtion eng miteinander verwoben sind, wurde lange in der Geschichtsschreiben übersehen. Dabei spielten Kaufen, Verbrauchen und der Besitz von Waren bereits seit dem 18. Jahrhundert eine immer größere Rolle. In der Vorlesung zur Konsumgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts soll es um Entwicklunge und Praktiken des Konsums gehen, um Diskurse pro und contra, um Veränderungen und Differenzierungen. Konsum wird dabei sehr weit gefasst: Es geht um Dinge und ihren Gebrauch, um Zuschreibungen und Abwertungen, Ausweitungen und Ausschlüsse, Begrenzungen und Beschränkungen. Themen wie Essen und Trinken, Kleiden und Wohnen, Feiern und Reisen werden dabei ebenso behandelt wie Orte des Konsums, Praktiken des Konsums, Diskurse über Konsum. Wer konsumierte was zu welcher Zeit? Welche Zeichen setzten die Modi des Konsums? Wie veränderten sich Konsumgewohnheiten? Wie entwickelte sich Konsum in Zeiten der Not oder in Zeiten des Überfluss? Mit welchem Bedeutungswandel? Literatur zur Einführung: Hannes Siegrist, Hartmut Kaelble, Jürgen Kocka (Hg.): Europäische Konsumsgeschichte. Zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte des Konsums (18. bis 20. Jahrhundert), Frankfurt u. New York 1997.

Seminar
  • Limited access 4.02.042 - Transkription und Analyse von Briefen aus den 1920er Jahren unter dem Aspekt der Konsumgeschichte (Blockseminar) headache
    • Prof. Dr. Gunilla Budde

    Dates on Thursday. 15.04.21 12:00 - 14:00, Friday. 09.07.21 - Saturday. 10.07.21 10:00 - 18:00
    Bitte kombinieren Sie das Seminar mit der Vorlesung 4.02.040. In dieser als Blocksemminar angelegten Veranstaltung werden Brautbriefe aus den Jahren 1924/25 zum einen gemeinsam transkribiert und zum zweiten analysiert und aufbereitet. Im Zentrum der Fragen an die Briefe aus Privatbesitz, die zwischen Gerhard Budde und Gertrud Blomeyer in dem Jahr vor ihrer Hochzeit gewechselt wurden, steht die Rolle des Konsums. Die Spuren der Hyperinflation von 1923 waren noch erkennbar. Vor allem aber plante das junge Paar die Einrichtung ihres künftigen Lebens gemeinsam. Wir erfahren viel über die Gefühlslandschaft der beiden aber auch über Konsumgepflogenheiten und Geschmacksvorstellungen der 20er Jahren, über das Reisen, Hotelwesen, über Wohnungsfragen, Geschenkkultur und das bürgerliche Ambiente. Neben den bislang unveröffentlichten Briefen steht umfangreiches Bildmaterial zur Verfügung, das weiteren Aufschluss über die Konsumsgeschichte der 20er Jahre verspricht.

  • Limited access 4.02.043 - Festkultur und Geselligkeit städtischer Eliten: Soziale und kulturelle Praktiken im bürgerlichen Zeitalter headache
    • Dr. Franziska Meifort

    Tuesday: 10:00 - 12:00, weekly (from 13/04/21)

    Bitte kombinieren Sie das Seminar mit der Vorlesung 4.02.040.

  • Limited access 4.02.044 - Werbung im Wandel der Zeit - Von Reklame bis zu Social Media headache
    • Tim Lüdeke, M.A.

    Thursday: 08:00 - 10:00, weekly (from 15/04/21)

    Werbung begleitet unseren Alltag seit Jahrzehnten in Form von Anzeigen, Werbespots, Plakaten und neuerdings auch Social Media Kampagnen. Meist wird versucht die Zielgruppe propagandistisch und plakativ von einem bestimmten Produkt zu überzeugen, doch gerade im Digitalen verschwimmen die Wahrnehmungsgrenzen zunehmend. Wirkt offensichtliche Werbung rückblickend betrachtet häufig humorvoll oder völlig absurd, ist die Werbeindustrie heute mit ihrer Nutzung von Algorithmen online teils gar nicht mehr klar erkennbar. Dabei liefert Werbung Historikern wertvolles Quellenmaterial über das gesellschaftliche Leben. So erlauben beispielsweise Werbespots der 50er Jahre tiefe Einblicke in Vorstellungen des häuslichen Lebens, zur Rolle der Frau und in die Lebensumstände und -bedürfnisse der Bevölkerung. Doch ist das auch heute noch in Zeiten der virtuellen Blase zutreffend? Das Seminar will die Studierenden an das Potential von Werbung als historische Quelle heranführen, anhand ausgewählter Beispiele im analytischen Blick schulen und zur eigenen Auseinandersetzung mit Werbung anregen. Dabei soll auch über heutige Erscheinungsformen im Netz und die Konsequenzen des digitalen Wandels nachgedacht werden.

  • Limited access 4.02.046 - Die Moderne und ihr Mittelalter headache
    • Prof. Dr. Thomas Etzemüller
    • Dr. Sarah Neumann

    Thursday: 10:00 - 12:00, weekly (from 15/04/21)

    Dieses Seminar ist ein eigenständiges Modul; es ist KEINE Kombination mit einer weiteren Veranstaltung notwendig. Das Mittelalter hat nicht erst in jüngster Zeit Konjunktur. Vielmehr ist bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein gesteigertes Interesse an dieser Epoche zu verzeichnen, das teils Fragen der bürgerlichen Identität, teils der Herrschaftssicherung geschuldet war. Die Moderne spiegelte sich in „ihrem“ Mittelalter. Das lässt sich beispielsweise am George-Kreis beobachten, an der „Restauration“ von Burgen am Mittelrhein, der 1815 Preußen zugesprochen worden war, oder den nationalsozialistischen „Ordensburgen“, die der historischen Legitimierung und Überhöhung der nationalsozialistischen Diktatur dienten. Auch die erste Jugendherberge der Welt wurde 1912 in einer Burg (in Altena) eröffnet. Mit der Realität musste dieses Mittelalter nicht viel zu tun haben. Deshalb wird dieses Seminar nicht die Geschichte des Mittelalters untersuchen, sondern sich damit beschäftigen, welche Imaginationen des Mittelalters in der Moderne eine Rolle spielten, und welche Bedeutung die Vorstellung der Geschichte haben kann. Das Seminar wird anhand ausgewählter Aspekte das Mittelalterbild der Moderne beleuchten und im Rahmen von zwei Exkursionen vor Ort in den Blick nehmen: Neben einer Halbtagesexkursion nach Bremen (Termin noch offen) führt eine zweitägige Exkursion an den Rhein (voraussichtlich 08./09. Juli ODER 16./17. Juli). Geplant sind die Besuche der Burg Stolzenfels, Paradeburg der preußischen Besitzergreifung der Rheinlande, der Marksburg, restaurierte Referenzburg des bürgerlichen Burgenvereins, der Stadt Boppard als Beispiel einer im 19. Jahrhundert bewusst bewahrten mittelalterlichen Stadt, des Kölner Doms als Integrationsangebot der Preußen an die katholischen Rheinlande, sowie der Drachenburg bei Königswinter als im 19. Jahrhundert errichteter Phantasieburg eines bürgerlichen Aufsteigers. Die beiden Exkursionen sind konstitutiver Bestandteil des Moduls. Literaturhinweise: Groebner, Valentin: Das Mittelalter hört nicht auf. Über historisches Erzählen, München 2008. Oexle, Otto Gerhard: Die Moderne und ihr Mittelalter. Eine folgenreiche Problemgeschichte, in: Peter Segl (Hg.): Mittelalter und Moderne. Entdeckung und Rekonstruktion der mittelalterlichen Welt. Kongreßakten des 6. Symposiums des Mediävistenverbandes in Bayreuth 1995, Sigmaringen 1997, S. 307-364.

  • Limited access 4.02.047 - "Baut neue Denkmäler!“ Flucht und Migration im öffentlichen Raum der deutschen Erinnerungskultur headache
    • Stephan Scholz

    Monday: 14:00 - 16:00, weekly (from 12/04/21)

    Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.040. „Baut neue Denkmäler!“ lautete im Sommer 2020 eine Überschrift in der Berliner Tageszeitung taz. In der Debatte um den Umgang mit Denkmälern, die einen kolonialen oder rassistischen Hintergrund besitzen, plädierte die Journalistin Doris Akrap nicht nur für eine radikale Entrümpelung der deutschen Denkmallandschaft. Sie sprach sich auch für ihre Neumöblierung mit Erinnerungsobjekten aus, die das gesellschaftliche Selbstverständnis der Gegenwart besser zum Ausdruck bringen und gleichzeitig mitprägen sollten. Dazu gehören ihrer Meinung nach insbesondere Denkmäler, die an die Zuwanderung von ‚Gastarbeiter*innen‘ in die Bundesrepublik erinnern und deren Bedeutung würdigen sollen. Immer öfter wird eine migrationssensible oder ‚postmigrantische‘ Erinnerungskultur eingefordert. Die Bedeutung von Migration als „gesellschaftsbewegende und gesellschaftsbildende Kraft“ (Yildiz) in Geschichte und Gegenwart soll demnach stärker in das kollektive, auch historische Bewusstsein rücken und anerkannt werden. Im Seminar sollen sowohl gegenwärtige Denkmalinitiativen als auch bereits bestehende Gedenk- und Erinnerungsorte für unterschiedliche Migrationsvorgänge in der Geschichte und Gegenwart untersucht werden. Wann und in welchen Fällen gelten Migration und Migrierende als ‚denkmalwürdig‘? Welche Gruppen von Aus- oder Einwander*innen, Emigrant*innen, Vertriebenen, Zwangsarbeiter*innen, Flüchtlingen oder ‚Gastarbeiter*innen‘ finden Anerkennung in Form von Denkmälern? Welche Botschaften werden dabei in Stein gemeißelt oder visuell transportiert? Wer sind die jeweiligen Akteur*innen und welche gesellschaftlichen Debatten und Aushandlungsprozesse finden dabei statt? Unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen zu Migration als Gegenstand und Denkmälern als Medien der Erinnerungskultur sowie zur deutschen Migrationsgeschichte soll die Topographie der Erinnerung im öffentlichen Raum erkundet und die Bedeutung von Migration für das (historische) Selbstverständnis der Gesellschaft bestimmt werden.

  • Limited access 4.02.048 - Vertriebenenverbände in der Bundesrepublik headache
    • Dr. phil. Stefan Lehr

    Thursday: 14:00 - 16:00, weekly (from 15/04/21)

    Bitte kombinieren Sie diese Veranstaltung mit der Vorlesung 4.02.040. In dem Seminar geht es um ausgewählte Vertriebenenverbände in der Bundesrepublik wie beispielsweise den Bund der Vertriebenen (BdV), die Sudetendeutsche Landsmannschaft und die Landsmannschaft Schlesien. Dabei handelt es sich um Organisationen der am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ostmitteleuropa in die spätere Bundesrepublik gekommenen deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen. Untersucht werden die Politik und Lobbyarbeit dieser Verbände, ihr Verhältnis zu den politischen Parteien, insbesondere zur CDU/CSU und SPD, und der Bundesregierung sowie ihr Verhältnis zu Polen, der Tschechoslowakei und der DDR. Welche Rolle spielte die NS-Vergangenheit vieler Vertriebenenfunktionäre? Wie realistisch waren ihre (oftmals revisionistischen) Positionen? Wie reagierten sie auf Willy Brandts neue Ostpolitik?

  • No access 4.05.511 - Der olympische Gedanke. Entstehung – Gestalt – Kritik headache
    • Dr. Nikolaus Buschmann

    Thursday: 16:00 - 18:00, weekly (from 15/04/21)

Notes for the module
Capacity / number of participants 90 (
Um eine möglichst homogene Verteilung der Teilnehmer*innen zu gewährleisten, sind die Seminare teilnahmebeschränkt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweiligen Veranstalter*innen.
)
Module examination
RE
Skills to be acquired in this module
Die Studierenden … - verfügen über strukturiertes historisches Grundwissen über das 19./20. Jahrhundert; - beherrschen den Zugang zu neuzeitlichen (Original-)Quellen; - verfügen über Reflexionsvermögen hinsichtlich fachlicher Konzepte und Ansätze und entwickeln eigene Standpunkte in der kritischen Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Forschung; - entwickeln selbständig historisch relevante Fragestellungen, bearbeiten sie theoretisch-methodisch geleitet und gelangen so zu rationalen Urteilen; - analysieren die Bedingungen historischen Wandels in vergleichender Perspektive; - sind sich der historischen Prägung der Gegenwart bewusst und können Probleme der gegenwärtigen Gesellschaft historiographisch einordnen sowie kritisch reflektieren; - beherrschen die adressatengerechte Vermittlung historischer (Er-)Kenntnisse.