Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
28.11.2023 20:14:21
ger221 - Genres, Genre Studies, and Motifs (Course overview)
Institute of German Studies 6 KP
Module components Semester courses Wintersemester 2023/2024 Examination
Seminar
  • Limited access 3.01.051 - Theorien der Autorschaft Show lecturers
    • Dr. Ella Margaretha Karnatz

    Tuesday: 10:00 - 12:00, weekly (from 17/10/23)

    (Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Beschreibung des Anmeldeverfahrens unter a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun/ b) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren) Das Seminar ist fest an die Übung 3.01.052 gebunden. Anmeldung bitte über das Seminar. Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung importiert. Seit der Etablierung eines Literaturbetriebs im deutschsprachigen Raum (ca. um 1800) sind die gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen von Autorschaft und Literaturproduktion ebenso wie das Selbstverständnis und die Inszenierungspraktiken von Autor:innen einem kontinuierlichen Wandel unterworfen. Mindestens ebenso lange wird das Phänomen ‚Autorschaft‘ in theoretischen und programmatischen Beiträgen und literarischen Texten reflektiert (Stichwort „Tod des Autors“ von Barthes). Bei einem spezifischen Blick auf die Kinder- und Jugendliteratur stellt sich die Frage, ob ähnliche Vorstellungen und Konzepte von Autorschaft wie im allgemeinliterarischen Feld existierten oder ob an Autor:innen von Kinder- und Jugendliteratur eigene und andere Konzepte herangetragen wurden. Schließlich wurde die Kinder- und Jugendliteratur über einen längeren Zeitraum hinweg eher als ‚Erziehungsliteratur‘ verstanden. Um sich mit dieser Frage auseinandersetzen zu können, werden im Seminar auf Basis theoretischer Beiträge Überlegungen zu ‚Autorschaft‘ aus (literatur-)wissenschaftlicher Perspektive angestellt. In der Übung wird es darum gehen, anhand einzelner Autor:innen und ausgewählter literarischer Texte Konzepte von Autorschaft und poetologische Strategien in unterschiedlichen Medien (Porträts, Vorworten, literarischen Texten, Interviews, Social Media usw.) zu analysieren und mit den Kenntnissen aus dem Seminar zu verknüpfen. Beispielhaft wird dafür der Blick unter anderem auf Johanna Spyri, Erich Kästner, Otfried Preußler, Paul Maar und Cornelia Funke gerichtet. Die Bereitschaft, ein hohes Lesepensum sowohl von theoretischen als auch von literarischen Texten auf sich zu nehmen, ist Voraussetzung für die Teilnahme an dem Modul. Prüfungsart: Referat und Ausarbeitung oder Hausarbeit

  • Limited access 3.01.053 - Literarische Räuber Show lecturers
    • PD Dr. Christian Schmitt

    Thursday: 08:00 - 10:00, weekly (from 19/10/23)

    (Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Beschreibung des Anmeldeverfahrens unter a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun) Das Seminar ist fest an die Übung 3.01.054 gebunden. Anmeldung bitte über das Seminar. Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung importiert. Räuber gehören zu den Figuren, die in der Literatur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts eine große Popularität entfaltet haben, was mit sozial-, wirtschafts- und rechtsgeschichtlichen Entwicklungen eng zusammenhängt. Gemeinsam ist den literarischen Räubern, dass sie sich als Fokus der Aushandlung kulturell dringlicher Fragen anbieten und dergestalt einen Eindruck von den ‚sozialen Energien‘ (S. Greenblatt) ihrer Zeit vermitteln können: etwa Fragen nach der Legitimität und Reichweite staatlicher Gewalt, nach sozialer (Un-)Gerechtigkeit oder psychologischen Dispositionen des Verbrechens. Nicht zuletzt bieten Räuber und ihre Taten ihrem Publikum einen beträchtlichen Unterhaltungswert, den sie in ganz unterschiedlichen Medien entfalten, vom Buch bis zur Theaterbühne, vom Groschenheftchen bis zum Wachsfigurenkabinett. Den Unterschied von ‚hoher‘ und ‚trivialer‘ Kultur ignorieren Räuber – die bei Schiller (Die Räuber, 1781) ebenso auftauchen wie in der Jahrmarktsbude – geradezu programmatisch, sodass sich die Figur auch dazu anbietet, über diese Grenzziehung nachzudenken. Im Seminar werden wir Räuberdarstellungen in exemplarischen Texten und den damit verbundenen kulturellen Kontexten des 18. und 19. Jahrhunderts nachgehen. Einen Schwerpunkt bilden dabei populäre literarische Formen wie der Unterhaltungsroman (Christian August Vulpius: Rinaldo Rinaldini, 1799–1801) oder ‚Räuberheftchen‘ der 1850er Jahre – letztere untersuchen die Seminarteilnehmer:innen in einer eigenen, den Prinzipien des Forschenden Lernens verpflichteten Seminarphase selbständig. Prüfungsart: Hausarbeit oder Referat mit Ausarbeitung. Anzuschaffen: Friedrich Schiller: Der Verbrecher aus verlorener Ehre. Studienausgabe (Hg. von Alexander Kosenina, Stuttgart: Reclam). Anzuschaffen & vor Seminarbeginn zu lesen: Friedrich Schiller: Die Räuber. Studienausgabe (Hg. von Bodo Plachta, Stuttgart: Reclam). Weitere Textgrundlagen für die Sitzungen werden online (Stud.IP) zur Verfügung gestellt.

  • Limited access 3.01.055 - Chroniken, Kinderbücher, Kängurus und KI: Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf das erzählerische Werk von Marc-Uwe Kling Show lecturers
    • Ina Cappelmann

    Friday: 08:00 - 10:00, weekly (from 20/10/23)

    (Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Beschreibung des Anmeldeverfahrens unter a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun/ b) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren) Das Seminar ist fest an die Übung 3.01.056 gebunden. Anmeldung bitte über das Seminar. Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung importiert. Der deutschsprachige Gegenwartsautor Marc-Uwe Kling wurde vor allem durch seine ab 2009 veröffentlichte Känguru-Tetralogie bekannt, der der Podcast „Neues vom Känguru“, veröffentlicht ab 2008 Beim Berliner Radiosender „Radio Fritz“, vorangegangen ist. Das Werk Klings umfasst neben diesen Erzählungen jedoch auch eine Vielzahl von Kinder(bilder)büchern, unter anderem „Das NEINhorn“ (2019) oder auch „Der Tag, an dem Papa ein heikles Gespräch führen wollte“ (2021). Zudem veröffentlichte Kling die beiden dystopischen Erzählungen „QualityLand“ und „QualityLand 2.0“, welche auf fiktionaler Ebene den Einfluss künstlicher Intelligenz thematisieren und zudem nicht nur inhaltliche, sondern auch formal-ästhetische Gestaltungsmöglichkeiten nutzen, um die Rezipient*innen in ihrer Wahrnehmung zu beeinflussen, etwa durch das Veröffentlichen einer ‚hellen‘ und einer ‚dunklen‘ Ausgabe des Buches „QualityLand“. Diese und weitere Werke Klings (u.a. seine Songtexte) werden im Rahmen des geplanten Moduls Berücksichtigung finden. Im Zentrum steht dabei jeweils die wissenschaftliche Annäherung an und Auseinandersetzung mit dem Werk Marc-Uwe Klings. Den Ausgangspunkt bildet hierbei die These, dass auch – und vielleicht gerade – populäre Erzählungen dazu geeignet sind, wissenschaftliche Theorien, Konzepte und Modelle zu verdeutlichen: Marc-Uwe Klings Arbeiten sind nicht nur multi- und intermedial, sondern zum Teil auch alters- und gattungsübergreifend. Insofern lässt sich beispielsweise die sprachliche Gestaltung des Bilderbuchs „Das NEINhorn“ untersuchen, aber auch das medienkombinatorische Zusammenspiel von Bild und Text in diesem Buch. Die Känguru-Tetralogie wirft bereits durch die Titel der vier Bände die Frage nach den Spezifika etwa einer Chronik oder auch eines Manifests auf. Die Gegenüberstellung des ersten Bandes der vierteiligen Reihe, der „Känguru-Chroniken“ (2009), mit der gleichnamigen Verfilmung von 2020 sowie dem gleichnamigen Hörbuch, aber auch der Rekurs auf die von Marc-Uwe Kling konzipierten Gesellschaftsspiele, verdeutlicht die spezifischen narrativen Strategien der jeweiligen Medien und bietet somit einen erweiterten Einblick in intermediale erzähltheoretische Konzepte. Darüber hinaus finden auch inhaltliche Besonderheiten, wie etwa Gestaltungen und Funktionen einzelner Figuren (das Känguru als Alter Ego, der Pinguin als Antagonist etc.) Berücksichtigung, ebenso die inhaltlich-thematischen Bezüge zu realen gesellschaftlichen und politischen Diskursen, wobei hier besonders der Frage nach karikierenden oder humoresken Darstellungen Aufmerksamkeit gewidmet werden soll. Mit dem Modul wird somit das ambitionierte Ziel verfolgt, populäre Werke und etablierte literaturwisenschaftliche Theorien zusammenzuführen, d.h. Freizeit- und Studienlektüre miteinander in Beziehung zu setzen. Prüfungsart: Referat plus Ausarbeitung oder Hausarbeit

  • Limited access 3.01.057 - Versehrte Weiblichkeit. Literatur von Autorinnen im 20. Jahrhundert Show lecturers
    • Dr. phil. Anja Thiele

    Dates on Friday, 20.10.2023 12:00 - 14:00, Monday, 12.02.2024 - Friday, 16.02.2024 09:00 - 19:30
    Blockseminar Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Beschreibung des Anmeldeverfahrens unter a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun/ b) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/ Das Seminar ist fest an die Übung 3.01.058 gebunden. Anmeldung bitte über das Seminar. Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung importiert. Zu den zentralen Erkenntnissen der feministischen Literaturwissenschaft zählt, dass Lesen und Schreiben keine geschlechtsneutralen Tätigkeiten sind. Denn der Beruf des Autors war seit jeher männlich bestimmt, wohingegen Frauen aus dem Bereich der Kunstproduktion ausgegrenzt wurden. Während weibliches Schreiben als „dilettantisch“ abgewertet wurde, „imaginierten“ und erschufen sich männliche Autoren im Rahmen der Kunst ihre eigenen Frauenbilder, die wiederum den gesellschaftlichen Diskurs über Weiblichkeit prägten. Dies hat sich erst im 20. Jahrhundert zu ändern begonnen. Im Zuge von vielfältigen Emanzipationsbestrebungen haben Autorinnen den Raum der Literatur für sich erkämpft – und diesen immer wieder dazu genutzt, sich über die Stellung der Frau in einer patriarchal verfassten Gesellschaft, über hegemoniale Weiblichkeitsdiskurse, über eigene utopische Geschlechterentwürfe, sowie über ein spezifisch „weibliches Schreiben“ Gedanken zu machen. Das Blockseminar versteht sich als Einführung in zentrale Ansätze und Begriffe der literaturwissenschaftlichen Geschlechterforschung und bietet zugleich die Möglichkeit, diese am Beispiel von vier bedeutenden Autorinnen des 20. Jahrhunderts zu erproben. Im Fokus des Blockseminars stehen also die Texte von vier Autorinnen, die in unterschiedlichen Zeiten „Weiblichkeit“ literarisch reflektieren und artikulieren. Behandelt werden Irmgard Keuns Reflexion über die „Neue Frau“ der Weimarer Republik (Gilgi, eine von uns, 1931), Ingeborg Bachmanns Nachdenken über die patriarchale Zurichtung der Frau in der österreichischen bzw. westdeutschen Nachkriegsgesellschaft (Undine geht, Ein Schritt nach Gomorrha 1961), Irmtraud Morgners Geschlechterutopien der DDR (Gute Botschaft der Valeska in 73 Strophen, 1980) und Elfriede Jelineks komplexe Analyse der Geschlechterverhältnisse im ausgehenden Jahrhundert (Die Klavierspielerin, 1983). Zur Anschaffung und vorbereitenden Lektüre werden empfohlen: - Irmgard Keun: Gilgi, eine von uns. Ullstein Taschenbuch - Elfriede Jelinek: Die Klavierspielerin. RoRoRo Taschenbuch Weitere Seminarliteratur wird rechtzeitig auf StudIP bereitgestellt. Verpflichtende Vorbereitungssitzung: Freitag, 20.10., 12-14 Uhr (online)

Course or exercise
Hinweise zum Modul
Prerequisites
Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens; Überblick über die Grundfragen der germanistischen Literaturwissenschaft; Kenntnis von methodischen Varianten der Literaturwissenschaft; Fähigkeit zur Einbettung der Literatur in geschichtliche und kulturelle Kontexte; Überblick über die Literaturgeschichte; Kenntnis der literarischen Gattungen und ihrer Analyse; siehe Fachspezifische Anlage Germanistik (Anlage 9) der BPO, Punkt 7 unter dem jeweiligen Schwerpunkt
Examination times
semesterbegleitend
Module examination
HA
Skills to be acquired in this module
Die Studierenden machen sich mit Geschichte und Poetik verschiedener Gattungen vertraut. Sie erwerben die Kompetenz, gattungsspezifische und gattungstheoretische Analysen von literarischen Texten vornehmen zu können. Sie kennen sich in den begleitenden Theoriedebatten aus. Sie erwerben Kenntnisse von literaturgeschichtlich diachronen und synchronen Motivzusammenhängen sowie der Fähigkeiten zur Motivanalyse.