Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
28.01.2022 00:16:40
ges142 - Geschichte des 19./20. Jahrhunderts (Veranstaltungsübersicht)
Institut für Geschichte 6 KP
Modulteile Semesterveranstaltungen Wintersemester 2021/2022 Prüfungsleistung
Vorlesung
Seminar
  • Eingeschränkter Zugang 4.02.042 - Briefe aus dem Kaiserreich (Blockseminar) Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Gunilla Budde

    Termine am Donnerstag. 21.10.21 12:15 - 13:45
    Bitte kombinieren Sie das Seminar mit der Vorlesung 4.02.040.

  • Uneingeschränkter Zugang 4.02.043 - Körper der Nation. Geschichte der deutschen Turnbewegung Lehrende anzeigen
    • Dr. Nikolaus Buschmann

    Dienstag: 16:15 - 17:45, wöchentlich (ab 19.10.2021)

    Mit dem vor gut 200 Jahren maßgeblich von Friedrich Ludwig Jahn entwickelten Bewegungsprogramm des Turnens waren neben pädagogischen auch dezidiert politische Ziele wie die Befreiung von der französischen Besatzung, die Überwindung der feudalen Ordnung und die politische Einigung Deutschlands verknüpft: Der turnende Körper sollte (auch) ein Körper der Nation sein. Die Lehrveranstaltung untersucht das politische Weltbild der deutschen Turnbewegung und die kulturellen Praktiken, die das Nationalbewusstsein der Deutschen und die Erneuerung der deutschen Nation fördern sollten. Wie wurde die Nation über das Turnen verkörpert? Wie formte sich beim Turnen ein nationaler Habitus aus? Welche Normen und Werte sollten dabei – auch im Unterschied zum modernen Sport – vermittelt werden?

  • Eingeschränkter Zugang 4.02.044 - Die Außenpolitik im Kaiserreich: Von der Saturiertheit bis zum Platz an der Sonne | asynchron (mit synchronen Anteilen) Lehrende anzeigen
    • Tim Lüdeke, M.A.

    Donnerstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 21.10.2021)

    Die Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 veränderte das europäische Mächtesystem und Kraftverhältnis nachhaltig. Mit einem Mal fand sich in Mitteleuropa ein neuer und gewichtiger politischer, militärischer und wirtschaftlicher Faktor. Die Außenpolitik des Kaiserreiches stand daher bereits von Beginn an unter besonderer Beobachtung der übrigen Großmächte. Ging es Reichskanzler Otto von Bismarck vornehmlich um die Existenzsicherung des entstandenen Staates, lag der Fokus seiner Nachfolger zunehmend auf einer „Weltgeltung“ des Kaiserreichs und der resoluten Forderung eines „Platzes an der Sonne“. Im Seminar sollen die Studierenden die grundlegenden Entwicklungstendenzen der Außenpolitik des Kaiserreiches und die Positionen ihrer Entscheidungsträger bis zum Ersten Weltkrieg kennenlernen und dazu ermuntert werden, sich darauf aufbauend mit verschiedenen geschichtlichen Episoden der diplomatischen Manöver im Stile forschenden Lernens zu beschäftigen.

  • Eingeschränkter Zugang 4.02.045 - Literatur der 1970er Jahre als Spiegel der Sozialgeschichte Lehrende anzeigen
    • Björn Bertrams, M.A.

    Montag: 10:15 - 11:45, wöchentlich (ab 18.10.2021)

    Das Seminar behandelt den Zeitabschnitt der 1970er Jahre mit einem Fokus auf der Sozialgeschichte der Bundesrepublik. Die gesellschaftliche Lage – in ihrer Abhängigkeit von wirtschaftlichen und politischen Ereignissen – wird ins Private verfolgt. Dort werden sozialpolitische Probleme zu einer Frage individueller Haltung. Thematisiert werden in dieser Weise: Umweltbewegung, Frauenbewegung, das linke Alternativmilieu, der RAF-Terrorismus sowie die diskursiven Aufarbeitungen der Revolten von 1968, des Vietnamkriegs sowie der NS-Täter- und Vätergeneration. Eine Besonderheit stellt die Quellenwahl des Seminars dar. Als primäres Quellenmaterial wird die belletristische Literatur der 1970er Jahre ins Auge gefasst. Damit ergeben sich gewisse methodologische Fragen: Inwiefern kann Erzählliteratur eine Aussagekraft als zeithistorisches Dokument zugemessen werden? Und wie sieht eine Geschichtsschreibung aus, die sich solcher Dokumente annimmt? Diese methodische Problemstellung wird dem Seminar einen Werkstattcharakter verleihen, in dem der Quellenwert von Literatur für eine Sozialgeschichte der 1970er Jahre zu erproben ist. Das Seminar wird nach Möglichkeit in Präsenz stattfinden, ggf. auch wechselweise in Videokonferenz bzw. Heimarbeit und vor Ort im Seminarraum.

  • Eingeschränkter Zugang 4.02.046 - Erinnerung an den Genozid an den Herero und Nama in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika Lehrende anzeigen
    • Dr. Katharina Hoffmann

    Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 19.10.2021)

    Die Erinnerung an die deutsche Kolonialgeschichte und die Forderungen nach Dekolonisierung der öffentlichen Erinnerungskultur haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Zugleich forderten Aktivist_innen in Namibia und Deutschland seit einiger Zeit die offizielle Anerkennung des Genozids an den Herero und Nama (1904 bis 1908) und Entschädigungszahlungen. Erst 2021, also 113 Jahre nach dem Verbrechen erkennt die Bundesregierung dieses als Völkermord an. Die Debatte um eine angemessene Entschädigung der Nachfahren hält weiterhin an. Der Stellenwert der deutschen Kolonialgeschichte in der deutschen Erinnerungskultur ist trotz der neuerlichen Debatten häufig noch marginal. Im Seminar wollen wir uns mit der Vergangenheit und Gegenwart der Erinnerung an den kolonialen Genozid anhand von Lektüren, filmischen Repräsentationen und Spuren der kolonialen Vergangenheit in Oldenburg auseinandersetzen. Hierbei werden wir auch theoretischen Verständnissen und Debatten zur Verwobenheiten von Aufklärung, Kolonialismus und NS Verbrechen nachgehen sowie die Möglichkeiten einer multiperspektivischen, nicht kompetitiven Erinnerungskultur diskutieren. Eingebunden wird in das Seminar eine öffentliche Filmpräsentation und ein öffentlicher Vortrag im Kulturzentrum PFL, die mit dem Verein Filmriss organisiert werden.

  • Eingeschränkter Zugang 4.02.047 - Praktiken der Soziabilität des Bürgertums im langen 19. Jahrhundert Lehrende anzeigen
    • Dr. Franziska Meifort

    Dienstag: 10:15 - 11:45, wöchentlich (ab 26.10.2021)
    Termine am Dienstag. 19.10.21, Dienstag. 30.11.21, Dienstag. 25.01.22, Dienstag. 01.02.22 10:15 - 11:45

    Im 19. Jahrhundert wurde das Bürgertum im westlichen Europa zu einer Sozialformation mit kultureller und politischer Prägekraft. Eine spezifisch bürgerliche Kultur entstand, zu der die Geselligkeit im Privaten wie in der Öffentlichkeit zähltr. Im Salon trafen Adel und Bürgertum zusammen, bei Visiten und Diners wurden berufliche und politische Netzwerke gepflegt. In Vereinen und Assoziationen begegnete man sich zum kulturellen Austausch und zur Förderung des Gemeinwohls. Zugleich gelten sie als „Schulen der Demokratie“ (Hoffmann), denn hier gab man sich Satzungen, wählte Mitglieder und Amtsträger und übte sich im freien Diskurs unter Gleichen. Zudem wurden eigene Traditionen gebildet, die durch regelmäßige Feiern gestärkt wurden. Bürgerliche Feste waren Ausdruck einer politischen Kultur und des neuen Selbstbewusstseins einer aufstrebenden sozialen Klasse, die mit Verfassungsfesten, Eisenbahneinweihungen oder Museumseröffnungen bürgerliche Errungenschaften zelebrierte. Im Seminar werden verschiedene Formen bürgerlicher Geselligkeit und Festkultur erkundet und ihre Bedeutung für das Selbstverständnis dieser Sozialformation in kultur-, sozial- und mentalitätsgeschichtlicher Hinsicht untersucht. Methodisch soll im Hinblick auf bevorstehende Abschlussarbeiten ein besonderer Schwerpunkt auf den Umgang mit fachwissenschaftlicher Literatur gelegt werden. Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.040.

  • Eingeschränkter Zugang 4.02.049 - Leni Riefenstahls "Olympia": Ein Propagandafilm im Kontext des "Dritten Reichs" Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Thomas Etzemüller

    Donnerstag: 10:15 - 13:45, wöchentlich (ab 21.10.2021)

    Hinweis: Die vierstündig angelegte Veranstaltung ist ein eigenständiges Modul, d. h. die Kombination mit einer weiteren Veranstaltung ist nicht nötig. Leni-Riefenstahls zweiteiliger "Olympia"-Film ist einer der besten Propagandafilme des "Dritten Reichs", gerade weil er so wenig nach Propaganda aussieht. Er hat die Ästhetik der Sportberichterstattung auf Jahrzehnte geprägt. In dem Seminar soll der Film im Kontext von Propaganda, Rassismus und Körperkultur analysiert und zugleich das Verhältnis von Kunst und Diktatur in den Blick genommen werden.

Hinweise zum Modul
Kapazität/Teilnehmerzahl 90 (
Um eine möglichst homogene Verteilung der Teilnehmer*innen zu gewährleisten, sind die Seminare teilnahmebeschränkt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweiligen Veranstalter*innen.
)
Kompetenzziele
Die Studierenden … - erweitern das im Basiscurriculum erworbene strukturierte historische Grundwissen über das 19./20. Jahrhundert; - vertiefen ihre Kenntnisse zu den Spezifika neuzeitlicher (Original-)Quellen sowie zu Hilfsmitteln und Methoden zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Quellen; - stärken ihr Reflexionsvermögen hinsichtlich fachlicher Konzepte und Ansätze und setzen sich kritisch mit den Ergebnissen historischer Forschung auseinander; - bearbeiten Fragestellungen zur Geschichte des 19./20. Jahrhunderts unter Anwendung der wissenschaftlichen Methoden und Arbeitstechniken des Fachs und gelangen zu rationalen, kritisch-reflektierten Urteilen; - erweitern ihre im Basiscurriculum geförderten Kommunikations- und Vermittlungskompetenzen.