Virtuelle Ausstellungen haben spätestens seit der Pandemie noch einmal an Popularität und Bedeutung gewonnen. Museumsbesuche können dank 360-Grad-Kameras bequem von zuhause auf dem Bildschirm erfolgen, VR-Brillen laden zunehmend in neue Realitäten ein.
Doch wie wird eine virtuelle Ausstellung sowohl informativ als auch ansprechend gestaltet und wo liegen die Unterschiede zum analogen Raum?
Diese Fragen und die Folgen für das Erleben digitaler Ausstellungsformate sollen im Stil forschenden Lernens ergründet werden. Dabei werden sich die Teilnehmenden sowohl theoretisch als auch praktisch mit den Chancen und Herausforderungen auseinandersetzen, die sich bei der Übertragung von analogen Objekten, Informationen und Vermittlungsangeboten in den virtuellen Raum ergeben.
Ausgehend von der analogen Ausstellung zum Jubiläum der Universität sollen die Teilnehmenden diese virtuell dokumentieren und um eine digitale Erweiterung ergänzen, indem weitere historische Materialien recherchiert, erforscht und in einer virtuellen Ansicht präsentiert werden. Ziel ist es, ein eigenes Verständnis für die Potenziale und Grenzen von virtuellen Ausstellungen zu entwickeln, diese kritisch zu reflektieren und erste experimentelle Erfahrungen in der Erstellung virtueller Ausstellungen zu sammeln.
Zunächst bilden wir uns einen Begriff davon, was das „Archiv“ als kultur- und medientheoretisches Konzept bedeutet. Nach dieser ersten Annäherung an einen Begriff des Archivs, der seine machtpolitische Dimension voranstellt, richtet sich der Fokus des Seminars auf die kolonialen Wissensbestände in den Archiven westlicher Kulturinstitution am Beispiel des Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Wie wird kolonialgeschichtliches Wissen gehoben, wie werden Geschichten von jenen erzählt, die nur spärlich in den Archiven vorkommen? Anhand von Schreibpraktiken und Erzählweisen, die sich u.a. an Saidiya Hartmans Methode der Critical Fabulation orientieren, werden wir im Seminar Theorie mit Praxis verbinden und das Archiv als Ort der pluralen Geschichtskulturen erschließen.
Die Veranstaltungen des Institutes für Geschichte werden zu einem späteren Zeitpunkt angelegt und werden dann zeitnah auch im Studiengang MA Museum und Ausstellung eingestellt.
Freilichtmuseen haben lange Zeit die bäuerliche Kultur der Vormoderne ausgestellt, um die Identität moderner Industriegesellschaften im 19. und 20. Jahrhundert zu stabilisieren. Städtische (z.B. Aarhus) oder industrielle (z.B. Hagen) Milieus waren eher die Ausnahme. Seit einigen Jahren gibt es einen neuen Trend, nämlich die Nachkriegszeit auszustellen. Das Seminar soll auf einer mehrtägigen Exkursion untersuchen, wie unterschiedliche Museen sich dieser Aufgabe stellen. Die Museen Kiekeberg und Kommern ermöglichen es sogar, identische Objekte zu vergleichen, nämlich je zwei Nissenhütten und je ein Quelle-Fertighaus. In Aarhus und Arnheim gibt es jeweils einen Gebäudekomplex, die einen Längsschnitt des Wohnens vom 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre bieten.
Das Seminar wird vor allem auf einer Exkursion nach Aarhus, Arnhem, Kiekeberg und Kommern (sowie einem Extratag in Cloppenburg) stattfinden. Vor Ort sollen Diskussionen mit Referenten der Museen geführt werden. Das Seminar ist für die Kulturwissenschaften und den Studiengang „Museum und Ausstellung“ geöffnet. Die Exkursion wird vom Institut für Geschichte bezuschusst.
Virtuelle Ausstellungen haben spätestens seit der Pandemie noch einmal an Popularität und Bedeutung gewonnen. Museumsbesuche können dank 360-Grad-Kameras bequem von zuhause auf dem Bildschirm erfolgen, VR-Brillen laden zunehmend in neue Realitäten ein.
Doch wie wird eine virtuelle Ausstellung sowohl informativ als auch ansprechend gestaltet und wo liegen die Unterschiede zum analogen Raum?
Diese Fragen und die Folgen für das Erleben digitaler Ausstellungsformate sollen im Stil forschenden Lernens ergründet werden. Dabei werden sich die Teilnehmenden sowohl theoretisch als auch praktisch mit den Chancen und Herausforderungen auseinandersetzen, die sich bei der Übertragung von analogen Objekten, Informationen und Vermittlungsangeboten in den virtuellen Raum ergeben.
Ausgehend von der analogen Ausstellung zum Jubiläum der Universität sollen die Teilnehmenden diese virtuell dokumentieren und um eine digitale Erweiterung ergänzen, indem weitere historische Materialien recherchiert, erforscht und in einer virtuellen Ansicht präsentiert werden. Ziel ist es, ein eigenes Verständnis für die Potenziale und Grenzen von virtuellen Ausstellungen zu entwickeln, diese kritisch zu reflektieren und erste experimentelle Erfahrungen in der Erstellung virtueller Ausstellungen zu sammeln.
Zunächst bilden wir uns einen Begriff davon, was das „Archiv“ als kultur- und medientheoretisches Konzept bedeutet. Nach dieser ersten Annäherung an einen Begriff des Archivs, der seine machtpolitische Dimension voranstellt, richtet sich der Fokus des Seminars auf die kolonialen Wissensbestände in den Archiven westlicher Kulturinstitution am Beispiel des Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Wie wird kolonialgeschichtliches Wissen gehoben, wie werden Geschichten von jenen erzählt, die nur spärlich in den Archiven vorkommen? Anhand von Schreibpraktiken und Erzählweisen, die sich u.a. an Saidiya Hartmans Methode der Critical Fabulation orientieren, werden wir im Seminar Theorie mit Praxis verbinden und das Archiv als Ort der pluralen Geschichtskulturen erschließen.
Die Veranstaltungen des Institutes für Geschichte werden zu einem späteren Zeitpunkt angelegt und werden dann zeitnah auch im Studiengang MA Museum und Ausstellung eingestellt.
Freilichtmuseen haben lange Zeit die bäuerliche Kultur der Vormoderne ausgestellt, um die Identität moderner Industriegesellschaften im 19. und 20. Jahrhundert zu stabilisieren. Städtische (z.B. Aarhus) oder industrielle (z.B. Hagen) Milieus waren eher die Ausnahme. Seit einigen Jahren gibt es einen neuen Trend, nämlich die Nachkriegszeit auszustellen. Das Seminar soll auf einer mehrtägigen Exkursion untersuchen, wie unterschiedliche Museen sich dieser Aufgabe stellen. Die Museen Kiekeberg und Kommern ermöglichen es sogar, identische Objekte zu vergleichen, nämlich je zwei Nissenhütten und je ein Quelle-Fertighaus. In Aarhus und Arnheim gibt es jeweils einen Gebäudekomplex, die einen Längsschnitt des Wohnens vom 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre bieten.
Das Seminar wird vor allem auf einer Exkursion nach Aarhus, Arnhem, Kiekeberg und Kommern (sowie einem Extratag in Cloppenburg) stattfinden. Vor Ort sollen Diskussionen mit Referenten der Museen geführt werden. Das Seminar ist für die Kulturwissenschaften und den Studiengang „Museum und Ausstellung“ geöffnet. Die Exkursion wird vom Institut für Geschichte bezuschusst.
Die Veranstaltungen des Institutes für Geschichte werden zu einem späteren Zeitpunkt angelegt und werden dann zeitnah auch im Studiengang MA Museum und Ausstellung eingestellt.
Freilichtmuseen haben lange Zeit die bäuerliche Kultur der Vormoderne ausgestellt, um die Identität moderner Industriegesellschaften im 19. und 20. Jahrhundert zu stabilisieren. Städtische (z.B. Aarhus) oder industrielle (z.B. Hagen) Milieus waren eher die Ausnahme. Seit einigen Jahren gibt es einen neuen Trend, nämlich die Nachkriegszeit auszustellen. Das Seminar soll auf einer mehrtägigen Exkursion untersuchen, wie unterschiedliche Museen sich dieser Aufgabe stellen. Die Museen Kiekeberg und Kommern ermöglichen es sogar, identische Objekte zu vergleichen, nämlich je zwei Nissenhütten und je ein Quelle-Fertighaus. In Aarhus und Arnheim gibt es jeweils einen Gebäudekomplex, die einen Längsschnitt des Wohnens vom 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre bieten.
Das Seminar wird vor allem auf einer Exkursion nach Aarhus, Arnhem, Kiekeberg und Kommern (sowie einem Extratag in Cloppenburg) stattfinden. Vor Ort sollen Diskussionen mit Referenten der Museen geführt werden. Das Seminar ist für die Kulturwissenschaften und den Studiengang „Museum und Ausstellung“ geöffnet. Die Exkursion wird vom Institut für Geschichte bezuschusst.
Lehrende dieses Moduls dürfen im Rahmen ihrer Lehrveranstaltungen KI in der Lehre nach vorheriger Ankündigung einsetzen. Studierenden kann in Absprache mit den jeweiligen Lehrenden die Möglichkeit eingeräumt werden, KI im Rahmen ihrer Studienleistungen oder Prüfungsleistung einzusetzen. Hierfür soll der Zugang nach Möglichkeit über einen institutionellen Account der CVO Universität Oldenburg erfolgen, welcher die Anonymität der Studierenden garantiert. Lehrende können darüber hinaus entscheiden, ob Sie den Studierenden die Nutzung weiterer KI-Anwendungen erlauben. Studierende darf kein Vor- oder Nachteil dadurch entstehen, wenn Sie hierfür einen privaten Account nutzen oder nicht nutzen. Die Nutzung jeglicher KI-Anwendungen für Studienleistungen und Prüfungsleistung ist gemäß den Vorgaben des IfMK eindeutig zu kennzeichnen. Ungekennzeichnete Nutzung von KI-Anwendungen führt zu entsprechenden Sanktionen – bis hin zur Bewertung einer Leistung als „ungenügend“.
Prüfungszeiten
Die Prüfungszeiten werden zu Beginn der Lehrveranstaltung mitgeteilt.
Module examination
PF
Skills to be acquired in this module
Geschichtswissenschaftliche und analytische Kompetenzen:
Vertiefte Kenntnisse zu Struktur und Funktion geschichtskultureller Institutionen
Vertiefte Kenntnisse zu Geschichte und Theorie historischer Museen
Kenntnisse zu Geschichte und Theorie historischer Quellen in Sammlungen und Museen
Fähigkeit zur kritischen Analyse von Sammlungsstrategien sowie von Formen und Problemen der Präsentation in historischen Museen
Fähigkeiten zur Erschließung historischer Quellen und geschichtswissenschaftlicher Literatur
Fähigkeit zur selbständigen Recherche sowie zur Präsentation von Ergebnissen
Fähigkeit zum wissenschaftlichen Schreiben in theoriegeleiteter Auseinandersetzung mit Geschichtskultur, speziell Museen bzw. Sammlungen und deren Objekten und ihrer Sammlung, Bewahrung und Präsentation
Kenntnisse wissenschaftlicher Archivbetreuung und -benutzung
Vertiefung der fach- und museumsbezogenen Kommunikations- und Vermittlungskompetenz (Moderations-, Präsentationstechniken, Nutzung von Medien/Datenbanken u.ä.)