Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
29.01.2022 02:20:57
ger281 - Medien und Medienwandel (Veranstaltungsübersicht)
Institut für Germanistik 6 KP
Modulteile Semesterveranstaltungen Wintersemester 2021/2022 Prüfungsleistung
Seminar
  • Eingeschränkter Zugang 3.01.111 - Literaturverfilmungen; online Lehrende anzeigen
    • Ina Cappelmann

    Mittwoch: 16:15 - 17:45, wöchentlich (ab 20.10.2021)

    Die Anmeldung ist möglich ab 17.09.2021, 8 Uhr bis 31.10.2021. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Beschreibung des Anmeldeverfahrens unter a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun/ b) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/ Das Seminar ist fest an die Übung 3.01.112 gebunden. Anmeldung bitte über das Seminar Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung 3.01.112 importiert. Wohl jede*r Rezipierende dieser Kommentierung kennt mindestens eine Literaturverfilmung, sei es aufgrund der transmedialen Vermarktung literarischer Bestseller, wie sie beispielsweise J.K. Rowlings "Harry Potter"-Bände erfahren haben, oder aufgrund der Beschäftigung mit einem Buch-Film-Vergleich im Rahmen der eigenen Schulzeit, etwa am Beispiel von Gudrun Pause-wangs Jugendroman "Die Wolke" (1987), Bernhard Schlinks "Der Vorleser" (1995) oder auch Patrick Süskinds "Das Parfüm" (1985). Im Zentrum des geplanten medienwissenschaftlichen Aufbaumoduls allerdings steht das ambiti-onierte Ziel, sowohl die im schulischen Kontext berücksichtigten Primärbeispiele ebenso außer Acht zu lassen wie weithin bekannte Romanverfilmungen im sogenannten Blockbuster-Format und stattdessen spezifische Formen der audiovisuellen Literaturadaption buchstäblich 'in den Blick' zu nehmen, um so einen Eindruck vom Spektrum der Möglichkeiten einer filmischen Um-setzung und der damit jeweils einhergehenden Herausforderungen zu gewinnen. Hierzu zählt unter anderem das Element der Aktualisierung im Rahmen einer Verfilmung, wie sie etwa Tomy Wigand in seiner 2003 erschienen Neuverfilmung von Erich Kästners "Das fliegende Klassenzimmer" (1933) wagt, oder auch das der interpretierenden Transformation, das etwa in Alain Gsponers audiovisueller Umsetzung von Ödön von Horváths "Jugend ohne Gott" (1937) deutlich wird. Das Aufzeigen der Spannbreite zwischen einer eng an der literarischen Vorlage ausgerichteten und einer in freier Anlehnung an einen Erzähltext gestalteten Erzählung unter Bezugnahmen nicht nur auf die genannten Beispiele, sondern auch auf sekundärliterarische Werke und medi-enwissenschaftliche Konzepte bestimmen dabei die ersten Mdulsitzungen. Im weietren Verlauf erfolgt dann eine Konzentration auf medienspezifische Erzählstrukturen anhand konkreter Werkbeispiele, um anhand der Betrachtung textueller und audiovisueller Gestaltungsprozesse die Schnittmenge einer narratologischen Analyse aufzuzeigen: Wie etwa lässt sich ein E-mail-Roman wie Daniel Glattauers "Gut gegen Nordwind" (2006) in eine filmische Handlungsstruktur überführen? Wie lässt sich die 'Coolness', die in Moritz von Uslars "Deutschboden" (2010) zum Erzählmodus wird, audiovisuell umsetzen? Mittels der beschriebenen Ausrichtung des Moduls soll es den Teilnehmenden möglich gemacht werden, ein Verständnis medialer Transferprozesse im Allgemeinen sowie der filmischen Um-setzung literarischer Erzählungen im Besonderen zu entwickeln, das losgelöst von den exempla-risch ausgewählten Beispielen zur Anwendung kommen und somit etwa auch (aber gewiss nicht nur!) angehenden Lehrkräften als Gerüst dienen kann für eine Werkerschließung von aktuell wie zukünftig in Lehrplänen zu findenden Literaturverfilmungen. Erwartet wird von den Teilnehmenden daher neben der Text- und Filmlektüre die Bereitschaft, in den Sitzungen wie auch in den Prüfungsleistungen Werkbeispiele jenseits der curricularen Vor-gaben für den Deutschunterricht zu behandeln. Prüfungsart: Hausarbeit oder Referat mit schriftlicher Ausarbeitung

  • Eingeschränkter Zugang 3.01.113 - Bild-Text-Erzählungen: Narrative Spezifika von Comics und Graphic Novels; online (asynchron mit synchronen Anteilen) Lehrende anzeigen
    • Ina Cappelmann

    Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 22.10.2021)

    Die Anmeldung ist möglich ab 17.09.2021, 8 Uhr bis 31.10.2021. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Beschreibung des Anmeldeverfahrens unter a) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/das-anmeldeverfahren-was-muss-ich-wann-wie-tun/ b) http://www.uni-oldenburg.de/germanistik/lehrveranstaltungen-germanistik-anmeldeverfahren/ Das Seminar ist fest an die Übung 3.01.114 gebunden. Anmeldung bitte über das Seminar Spätestens nach Anmeldeschluss werden alle Teilnehmer/innen des Seminars in die zugehörige Übung 3.01.114 importiert. Die Genres Comic und Graphic Novel erfreuen sich zunehmend größerer Beliebtheit in allen Altersgruppen; neben den aus den USA übernommenen Comicreihen Wie etwa "Donald Duck" und transmedial inszenierten Superhelden-Figuren wie "Superman", "Batman" und Co. sowie den japanischen Mangas gilt dies in besonderem Maße auch für Graphic Novels. Der Begriff der Graphic Novel, des 'illustrierten Romans', wurde durch Will Eisner und sein Werk "Ein Vertrag mit Gott" geprägt, welches 1978 veröffentlicht wurde: Es weist nicht nur einen deutlich größeren Umfang, sondern unter anderem durch das Aufbrechen der Panelstruktur auch eine neue Form der Bild-Text-Komposition auf, so dass es Eisner unangemessen schien, es als 'Comic' zu bezeichen. Da innerhalb des geplanten Moduls beide Formate betrachtet werden, gilt es, in einem ersten Schritt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Comics und Graphic Novels zu exponieren und zu diskutieren. Das Hauptaugenmerk des Moduls wird dabei mit den Möglichkeiten zur Analyse der Erzählstrategien von Comics und Graphic Novels eine zentrale Gemeinkamkeit ins Zentrum rücken: Das bimediale Erzählen in Bild und Text. So soll neben einer theoretischen Einführung in inter- und tranmediale Erzählstrategien an Hand ausgewählter Beispiele das Zusammenspiel dieser beiden Medien in der Produktion wie in der Rezeption untersucht werden. Darüber hinaus wird das Ziel verfolgt, die unterschiedlichen Formen insbesondere von Graphic Novels zu beleuchten, denn neben autobiografischen Werken, wie etwa Alison Bechdels "Fun Home" (2006), oder hybridmedialen Biografien im Format der Graphic Novel, wie z.B. "Die drei Leben der Hannah Ahrendt" von Ken Krimstein (2019), sind es, so die These, welche es im Rahmen des Aufbaumoduls zu überprüfen gilt, vor allem gesellschaftspolitische Themen, die in deutschsprachigen Graphic Novels aufgegriffen werden, etwa in Simon Schwartz' "Drüben!" (2009), Peer Meters und Barbara Yelins "Gift" (2020) und Johann Ulrichs und Paula Bullings "Im Land der Frühaufsteher" (2012). - Das Einbringen weiterer, diese These bestätigender oder aber auch widerlegender Beispiele durch die Teilnehmenden ist dabei als ein fester Bestandteil des Moduls eingeplant und somit ausdrücklich erwünscht! Prüfungsart: Hausarbeit oder Referat mit schriftlicher Ausarbeitung

Übung
Hinweise zum Modul
Teilnahmevoraussetzungen
Grundlagen medienwissenschaftlichen Arbeitens; Überblick über die Grundfragen der germanistischen Medienwissenschaft; Kenntnisse in Mediengeschichte; siehe Fachspezifische Anlage Germanistik (Anlage 9) der BPO, Punkt 7 unter dem jeweiligen Schwerpunkt
Prüfungszeiten
semesterbegleitend
Prüfungsleistung Modul
1 Hausarbeit oder 1 Referat mit schriftl. Ausarbeitung
Kompetenzziele
Die Studierenden erwerben die Kompetenz, sich historisch verändernde Medienprodukte einzuordnen und angemessen zu analysieren sowie grundlegende Kenntnisse in der technischen Spezifik und im Gebrauch von Medien. Sie werden in aktuelle medientheoretische Konzepte eingeführt und erwerben die Fähigkeit zur theoretischen Reflexion der unterschiedlichen Medien.