Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
22.09.2021 14:17:48
kum720 - Kunst und Medien in Theorie und Praxis (Veranstaltungsübersicht)
Institut für Kunst und visuelle Kultur 15 KP
Modulteile Semesterveranstaltungen Sommersemester 2021 Prüfungsleistung
Vorlesung oder Seminar (2 Veranstaltungen)
(
2 Veranstaltungen: 1 SE oder 1 VL; 1 SE;
)
  • Eingeschränkter Zugang 3.06.311 - Jedes Tier ist eine Künstlerin Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Petra Löffler

    Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 14.04.2021)

    Dieses von der Künstlerin Rosemarie Trockel stammende Statement modifiziert eine be-kannte Überzeugung von Joseph Beuys, wonach jeder Mensch ein Künstler sei, hinsichtlich von Geschlecht und Species. Neben Trockels eigenen künstlerischen Arbeiten, in denen sie auch das Verhalten von Prozessionsspinnerraupen manipuliert, nimmt das Seminar weitere kreative Kollaborationen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Kunstschaffenden wie zum Beispiel Tomás Saracenos spektakulär in Szene gesetzte Spinnen und ihre gespon-nenen Netze oder Christine und Margaret Wertheims Projekt kollektiv gehäkelter Korallen-riffe zum Anlass, um über künstlerische und wissenschaftliche Konzepte von Autorschaft, Kreativität und welterzeugender Zusammenarbeit nachzudenken. Dabei sollen Schriften von Donna Haraway, Tim Ingold und Etienne Souriau diskutiert und Ansätze für eine artenüber-greifende künstlerische bzw. figurative Praxis oder Zoëpoiesis entwickelt werden.

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.317 - Von #sayhername bis #carteltok – Über Aktivismus und Unsinn in den Sozialen Medien (LA kum720/inm720/inm740 Dr. Judith Gerdsen)) Lehrende anzeigen
    • Dr. Judith Gerdsen

    Freitag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 16.04.2021)

    Aktivismus und Soziale Medien sind zwei Kategorien, deren Wandel sich gegenseitig zu bedingen scheint. Ersetzen, ergänzen oder schwächen die Sozialen Medien herkömmliche Organisationsformen? Sind verschiedene Plattformen ideologieunabhängig attraktiv? Werden einzelne Stimmen ermächtigt, oder nur eine Menge Lärm erzeugt? Anhand von Grundlagentexten und Fallbeispielen werden unterschiedliche methodische Ansätze und theoretische Positionen vorgestellt und diskutiert.

Übung (oder Projektseminar)
(
1 UE oder 1 Projektseminar
)
  • Eingeschränkter Zugang 3.06.312 - Found Footage - Werkstatt der Mastermodule, freies Erarbeiten struktureller und konzeptioneller Video-Kompositionen Lehrende anzeigen
    • Anke Fischer

    Mittwoch: 10:00 - 14:00, wöchentlich (ab 14.04.2021)

    Experimentelle Co-Produktionen mit Neffen und Nichten, Verwandten und Bekannten, Unbekannten und Stars Wie definieren wir den Umgang mit Found Footage? Found Footage“ bedeutet eine konzeptionelle Nutzung und Montage von gefundenem Filmmaterial aus allen denkbaren Filmsparten. Die (Re-)Kombination bereits bestehender medialer Inhalte definiert eine Art „Remix“, das beispielsweise Filmzitate aus Kinofilmen, dokumentarischen Formaten oder privaten Filmaufzeichnungen nutzt. Als Recycling von Film/Video/Audio versteht sich „Found Footage“ als künstlerische Methode der Montage, als Wiederverwendung und Aneignung des vorgefundenen Ton- und Bildmaterials. Innerhalb der Umsetzung von Neuabmischungen, sogenannter „Mash Ups“ oder „Cut Ups“ können Vorlagen abgefilmt sowie eigene performative Episoden vor der Kamera inszeniert werden. Neben der Komposition individueller Videoclips reflektieren wir Konzepte von Medienkunstvermittlung und filmvermittelnder Filme. Im Rahmen der Analyse von künstlerischen Arbeiten im Bereich Film- und Medienkunst können Befragungen nach der Möglichkeit der künstlerischen Teilhabe formuliert und weitergedacht werden. Die Möglichkeit der gemeinsamen Bewertung und Beobachtung eines nie mehr arretierbaren Gefüges aus Film- und AV-Materialien, die Fülle subjektiver und reduzierter Weltbilder, ruft die Kollaboration zwischen Hand und Auge auf den Plan. Dies beinhaltet die Untersuchung der Text - Bild/Ton Schiene, Raum-Zeitlogik, Materie und Material in unterschiedlichen Darstellungen und Beziehungen. • Klauen – Finden - Kontextualisieren : Untersuchungen zu Prinzipien des Re-editings, der Neuanordnung von Film und Video- Materialien aus unterschiedlichen Kontexten: Die ästhetische, formale und inhaltliche Organisation von Ausspielungen kontemplativer, experimenteller oder informativer Inhalte wird remixed !! Analoge wie digitale Medienpraxis wird innerhalb kurzer Videoskizzen interpretiert.

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.318 - binäre Systeme Lehrende anzeigen
    • Anke Fischer

    Mittwoch: 14:00 - 18:00, wöchentlich (ab 14.04.2021)

    Umsetzung von Soundprojekten, Performances oder Videoepisoden als Klang -, Raum- oder Körpererfahrungen. Unter Verwendung von eigenem Video- und Soundmaterials, eigener Kompositionen oder Found Footage Kollagen konzipiert die Gruppe eine FAKE_BAND oder Künstler_innen Gruppe mit ATTIDUDE. Die Konzepte der Experimente basieren auf Binärsystemen, die unterschiedliche Dualsysteme oder Gegenüberstellungen von binären Verknüpfungen mit zwei Operanden, z.B. analog & digital abbilden. Inhaltlichen Themen und die formale Gestaltung wird in 2-er Gruppen oder von Solisten erarbeitet, editiert und aufgeführt – für die Kamera oder live – als Kollektiv.

Hinweise zum Modul
Teilnahmevoraussetzungen
Regelmäßige Teilnahme
Hinweise
kum720 | 15 KP | 1 Ü, 2 S | Wahlpflicht | Löffler
Prüfungszeiten
Die Prüfungszeiten sind am Ende des Semesters zu erbringen.
Prüfungsleistung Modul
Sonderpädagogik: 1 wissenschaftlich-künstlerische Arbeit oder 2 Prüfungen: 1 Hausarbeit (50 %) und 1 Portfolio oder 1 Referat oder 1 Klausur oder 1 mündliche Prüfung (50 %). Gymnasium: 2 Teilprüfungsleistungen: 1 Portfolio (praktische Arbeit und theoretische Auswertung) (50 %) und 1 Referat (inkl. Literaturbericht) (50%) Der Laufzettel ist mit 2 Bescheinigungen über die Modulprüfung (vom Prüfungsamt) bei der Modulbeauftragen Petra Löffler abzugeben. Der Laufzettel ist erhältlich im Sekretariat Kunst und Medien oder auf der Homepage Kunst.
Kompetenzziele
Das übergeordnete Ziel des Moduls ist die Befähigung der Studierenden zur theoretischen wie praktischen Verknüpfung und Zusammenführung von Entwicklungen in Kunst- und Mediengeschichte. Das bedeutet im Einzelnen: - vertiefte Kenntnis kunst- und medienwissenschaftlicher Theorien und Diskurse, auch in ihren aktuellen Bezügen zu Gender, Postcolonial und Queer Studies; - die aus dieser vertieften Kenntnis resultierende Entwicklung einer eigenen begründeten Position; - Erwerb von Fähigkeiten, um Zusammenhänge zwischen Kunst- und Medientheorie und künstlerisch-medialer Praxis zu erkennen und herzustellen; - die Entwicklung eines Problembewusstseins bezüglich aktueller Bildentwicklungen; - die Reflexion der eigenen künstlerischen/ästhetischen Praxis durch deren Einordnung in theoretische Kontexte; - die Reflexion der eigenen künstlerischen/ästhetischen Arbeitsprozesse im Gespräch mit anderen.