Am Beginn des Seminars steht der Besuch des European Media Art Festivals in Osnabrück. Im Anschluss daran wird das Seminar entlang von theoretischen Texten wie Gene Youngbloods 1970 erschienenem programmatischen Buch Expanded Cinema und exemplarischen Beispielen die Geschichte und Gegenwart experimentellen Filmens in verschiedenen medialen Formaten beleuchten – vom Experimentalfilm der 1920er Jahre zu Expanded Cinema, Video- und Medienkunst bis zu multimedialen Installationen. Das Seminar vermittelt damit Rüstzeug für die Analyse und Kritik experimenteller Filme und Medienkunst, ihrer Bildpolitiken und Ästhetik.
Am 04. Mai 2026 eröffnet die 61. Kunstbiennale 2026 in Venedig, die dort seit 1895 alle zwei Jahre stattfindet und zu einer der wichtigsten internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gehört. Im Zentrum des Seminars steht das diesjährige Thema der Venedig Biennale mit dem Titel „In Minor Keys“. Das Seminar widmet sich darüber hinaus schlaglichtartig der Geschichte der Venedig Biennale und weiteren Weltkunstausstellungen wie den Biennalen in São Paulo oder Istanbul. Des Weiteren stehen ausgewählte künstlerische Werke der diesjährigen Biennale im Fokus. Die Schwerpunkte der diesjährigen Biennale werden auf der Exkursion nach Venedig im September 2026 vertieft, für die 15 Plätze zur Verfügung stehen.
Organisatorische Informationen:
Die Exkursion wird bezuschusst, allerdings ist dennoch mit einer Eigenbeteiligung in Höhe von 200-250 Euro pro Person zu rechnen. Es stehen 15 Plätze zur Verfügung. Zur Teilnahme am Seminar mit Exkursion wird um eine 1/2 Seite Motivationsschreiben als PDF-Datei bis zum 23.03.2026 mit der Betreffzeile „Motivationsschreiben“ plus Vor- und Nachnamen gebeten an friederike.nastold@uol.de.
Das Seminar untersucht die Medien und Technologien der wissenschaftlichen Erkundung des Meers und seiner Habitate, die sich parallel zur Kolonialisierung der Ozeane herausgebildet haben. Dazu werden wir die Tiefsee nicht nur als einen Raum mit fluiden Grenzen begreifen, sondern gleichermaßen als fragiles epistemisches Milieu, in dem biologische Theorien der Diversität und maritime Medientechnologien erprobt und situierte Wissenspraktiken ausgebildet werden. Meeresbiologische Forschungen operieren in diesem Milieu mit Medientechniken der Beobachtung und Überwachung, in Laboren mit bildgebenden Verfahren, um die Auswirkungen der Erwärmung und Versauerung der Meere auf Organismen und Habitate zu erforschen. Das Seminar verbindet Theorie und Praxis. Gemeinsam mit Studierenden aus dem Fachbereich „Digitale Medien“ der Hochschule für Künste Bremen wird ein Konzept für eine Ausstellung entwickelt, die im November 2026 in Barcelona einen meeresbiologischen Kongress begleiten wird. Zwei Blocktermine (22. Mai und 15. Juni, jeweils 14-18h) werden an der HfK Bremen stattfinden. Am 22.5. werden wir auch von 10-13h das Marum in Bremen besuchen. Im anschließenden WS sollen die Ergebnisse des Ausstellungsprojekts weiterentwickelt werden.
Unter „Film“ stellen wir uns typischerweise einen Langfilm vor, der im Kino, im Fernsehen oder bei einem Streaming-Anbieter läuft. Abseits dieses Formats existieren jedoch zahllose weitere Spielarten filmischer Bilder, denen oft viel weniger Aufmerksamkeit zu Teil wird. Dazu gehören Kurzfilme, für die es spezialisierte Festivals, Kinoreihen, früher eigene Programmplätze im Fernsehen und mittlerweile auch diverse Anlaufstellen im Internet gibt (etwa die Streaming-Plattform im Titel der Lehrveranstaltung). Im Seminar tauchen wir ein in die aufregende Welt des kurzen Films. Wir sprechen über unterschiedliche narrative Formen, Stile, Genres, Macharten, aber auch über Produktionsbedingungen und Auswertungsmöglichkeiten. Deshalb beinhaltet das Seminar eine Exkursion zum renommierten Kurzfilmfestival Hamburg (KFFH).
Das Seminar findet etwa zur Hälfte in Oldenburg, zur anderen Hälfte auf dem KFFH statt. Die Teilnahme an der Exkursion ist verpflichtend. Es besteht die Möglichkeit, eine Studierendenakkreditierung für das gesamte Festival i.H.v. ca. 20€ zu erwerben. Die Termine in Hamburg werden so geplant, dass eine An- und Abreise an den jeweiligen Tagen aus Oldenburg möglich ist. Das KFFH bietet für diejenigen, die länger in Hamburg bleiben wollen, Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Unterkünften an.
Bad Equipment Day - welche Medien empfindet ihr als Vintage?
oder welche schlechte Auflösung als gute Lösung?
ANEMOIA in der PREMIUM PACKUNG : im Umgang mit Found Footage Videos, Soundpieces & Performances testen wir alle möglichen Lichterscheinungen, Projektionen (auch mit Dias), Doppelbilder und Mappings.
Projektionsflächen und Videoobjekte
Wie lassen sich diese unterscheiden?
Installation, Videoskulptur oder –objekt, Medienräume oder Raummedien und Virtualität - am Beispiel der Projektion lässt sich ein hybrider Raum zwischen physischem und virtuellem Raum ablesen, der als orbitaler, nichtrelativistischer Ort für die Lehre genutzt werden kann. Der Übergang zwischen physikalischer und virtueller Oberfläche stößt Untersuchungen zum Immateriellen und zu dessen greifbaren Trägern an.
Physische und apparative Erscheinungen/Handlungsräume UND Sprachräume werden für Aufmerksamkeits-, Blick- und Stimmübungen erkundet – mit und ohne Raumbezug oder medialer Aufzeichnung. Insbesondere die Projektion eröffnet einen diffusen & hybriden Ort zwischen Substanz, Körper, Licht und Schatten. Hier wird die Grenze zwischen Virtualität und Realraum perforiert. Diesem Übergang widmen wir unsere Aufmerksamkeit.
Was ist das Verzückende an Projektionen und Leuchtbildern?
:
die Imitation einer Aura? die Auflösung von Materie? die Intermaterialität der Oberflächen und Gleichzeitigkeit? Wir untersuchen Lichtlogik, künstliche Räume, Bühnensituationen und erweiterte Filmräume in der Tradition des „expanded cinemas“.
Bitte hier für die CO-PRODUKTION in der Studiengruppe anmelden....danke
https://elearning.uni-oldenburg.de/dispatch.php/course/studygroup/details/1e9f3252b42acff4fb5614ab3b6f3c0e?again=yes
Die Co-Produktion in 2er-Gruppen kann Re-editing von Filmen und Videoarbeiten von Filmschaffenden beinhalten sowie die Auswertung von Videobeiträgen aus den Archiven der performativen künstlerischen Medienpraxis.
Auch eigene bereits bearbeitete Videoprojekte (ggf. work in progress aus dem Bereich Found Footage) können vertieft und aufgebrochen werden oder mit theoretischen Arbeiten und Videos von Studierenden in der Gruppe verschränkt werden.
In der Veranstaltung wird die Gelegenheit etabliert Text und Sounds innerhalb von Inszenierungen und Found Footage Projekten zu erproben. Nach der gemeinsamen Sichtung von Filmen entwickeln die Teilnehmenden eigene Konzepte.
Die eigene & freie Arbeit mit Found Footage umfasst konzeptionelle Videoessays sowie dokumentarisches und fiktionales Erzählen.
Wie definieren wir den Umgang mit Found Footage?
Als Recycling von Film/Video/Audio versteht sich „Found Footage“ als künstlerische Methode der Montage, Wiederverwendung und Aneignung von vorgefundenen Ton- und Bildmaterials.
Innerhalb der Umsetzung von Neuabmischungen, sogenannten „Mash Ups“ oder „Cut Ups“ können Vorlagen abgefilmt sowie eigene performative Episoden vor der Kamera inszeniert werden.
Welche Töne und akustischen Phänomene unterstützen die diversen Systeme und Konzepte?
Texte/ SOUNDS /Filmton
Laut geben : Sprechen, Singsang und Murmeln als Struktur für die filmische Gestaltung und Inszenierung. Filmepisoden und -abschnitte können mit Versen und Textstrecken, einem Satz, einem Wort oder einer Silbe - einem Seufzer oder anderer nonverbaler Kommunikation und Geräuschen ergänzt werden. So entstehen neue und unvorhersehbare Raumlogiken - spatial logics.
Neben der Komposition individueller Videoclips reflektieren wir Beispiele der Filmbildung/Medienkunstvermittlung oder filmvermittelnde Filme, die auf experimentellen und strukturellen Filmen basieren. Diese machen erfahrbar, was Film/Video ist.
Die Möglichkeit der gemeinsamen Analyse und "Stichproben" innerhalb des nie mehr arretierbaren Gefüges aus Film- und AV-Materialien, das uns umgibt.... die Fülle subjektiver und reduzierter Weltbilder, ruft die Kollaboration Hand in Hand und unter 4 Augen auf den Plan.
Experimentelle Co-Produktionen mit Verwandten und Bekannten, Unbekannten und Stars
Wie definieren wir den Umgang mit Found Footage?
Bitte in der Studiengruppe hier anmelden: https://elearning.uni-oldenburg.de/dispatch.php/course/studygroup/details/01964db77d8df392641899fc17135d8d?again=yes
Found Footage“ bedeutet eine konzeptionelle Nutzung und Montage von gefundenem Filmmaterial aus allen denkbaren Filmsparten. Die (Re-)Kombination bereits bestehender medialer Inhalte definiert eine Art „Remix“, das beispielsweise Filmzitate aus Kinofilmen, dokumentarischen Formaten oder privaten Filmaufzeichnungen nutzt. Als Recycling von Film/Video/Audio versteht sich „Found Footage“ als künstlerische Methode der Montage, Wiederverwendung und Aneignung des vorgefundenen Ton- und Bildmaterials. Innerhalb der Umsetzung von Neuabmischungen, sogenannten „Mash Ups“ oder „Cut Ups“ können Vorlagen abgefilmt sowie eigene performative Episoden vor der Kamera inszeniert werden.
Neben der Komposition individueller Videoclips reflektieren wir Konzepte der Filmbildung, Medienkunstvermittlung oder filmvermittelnder Filme. Im Rahmen der Analyse von künstlerischen Arbeiten im Bereich Film- und Medienkunst können Befragungen nach der Möglichkeit der künstlerischen Teilhabe formuliert und weitergedacht werden.
Partituren
Im Projekt “Partation Notitur” verschränken Studierende Medienkunstvermittlung und experimentellen Film innerhalb eines Videozirkels, in dem jeweils 2 Autor_innen die selbe Partitur nutzen und teilen. Sie reichen anonym ihren eigenen Entwurf jeweils weiter an eine Person, die sich ihren Vorgaben und den Einschränkungen der NOTATION widmet.
Erst am Ende wird aufgelöst, wer welches Video, welche Partitur umgesetzt hat.
Hinweise zum Modul
Prerequisites
Regelmäßige Teilnahme
Reference text
kum720 | 15 KP | 1 Ü, 2 S | Wahlpflicht | Löffler
Falls Sie das Modul im Rahmen des Fakultätsbereichs belegen und die Anmelderegeln für die Lehrveranstaltungen nicht erfüllen, melden Sie sich bitte direkt bei den Lehrenden, um in die Lehrveranstaltungen eingetragen zu werden. Es besteht kein Anrecht auf einen Platz in den Lehrveranstaltungen.
Prüfungszeiten
Die Prüfungszeiten sind am Ende des Semesters zu erbringen.
Module examination
G
Skills to be acquired in this module
Das übergeordnete Ziel des Moduls ist die Befähigung der Studierenden zur theoretischen wie praktischen Verknüpfung und Zusammenführung von Entwicklungen in Kunst- und Mediengeschichte.
Das bedeutet im Einzelnen: - vertiefte Kenntnis kunst- und medienwissenschaftlicher Theorien und Diskurse, auch in ihren aktuellen Bezügen zu Gender, Postcolonial und Queer Studies; - die aus dieser vertieften Kenntnis resultierende Entwicklung einer eigenen begründeten Position; - Erwerb von Fähigkeiten, um Zusammenhänge zwischen Kunst- und Medientheorie und künstlerisch-medialer Praxis zu erkennen und herzustellen; - die Entwicklung eines Problembewusstseins bezüglich aktueller Bildentwicklungen; - die Reflexion der eigenen künstlerischen/ästhetischen Praxis durch deren Einordnung in theoretische Kontexte; - die Reflexion der eigenen künstlerischen/ästhetischen Arbeitsprozesse im Gespräch mit anderen.