Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
29.09.2020 23:35:45
inm730 - Media Theory and History: Focus on Audio Media (Course overview)
Institute of Music 15 KP
Module responsibility
  • Susanne Binas-Preisendörfer
Module counceling
  • Christoph Micklisch
  • Gunter Kreutz
module components Semester courses Wintersemester 2020/2021 Examination
Seminar
(
Im Modul: 3 Veranstaltungen: (1 SE; 1 VL oder 1 SE; 1 SE oder 1 Ü;)
)
Course or seminar
  • Limited access 3.06.313 - Wie der Sound von heute vor 300 Jahren entstand. Informationsmaterialismus from scratch headache
    • Sebastian Döring

    Monday: 16:00 - 18:00, weekly (from 19/10/20)

    „[...] wie die Pop-Musik der siebziger Jahre zu historisch unerhörten Klangfarben kam. DamalsarbeiteteimNordendesStaatesNewYorkeinIngenieurnamensRobertMoogin einer kleinen Elektronikfirma, die meßtechnische Apparate baute. Und weil Meßtechniker nichts auf Erden mehr lieben als lineare Verstärkerkennlinien, waren sämtliche Kollegen bestürzt, als Moog die nichtlineare, nämlich exponentielle Kennlinie handelsüblicherTransistorenerstmalsdazumißbrauchte,einengleichermaßennichtlinearen,nämlich musikalischenFrequenzgeneratorzubasteln.ZwischendieseelektronischeTonquelleund diehandelsüblicheKlaviertastaturmußteMoognurnocheineWiderstandsketteauszwölf Metallfilmwiderständen schalten, deren Gleichheit allerdings handverlesenwar – und die wohltemperierteStimmunghatteihrenerstenSynthesizer.MitseinerberühmtenKonvention, das Volt und die Oktave gleichzusetzen, bereicherte Bob Moog die Pop-Musik um eine musikalische Hardware, die am Anfang aller heutigen Software stand.“ (Kittler, Wie der Sound von heute..., 145f.) In diesem Seminar wird die informationsmaterialistische Arbeitsweise der Kulturtechnikforschung ‚Bild Schrift Zahl‘ nachvollzogen. Dazu gehört (1) ein Hands-On Propädeutikum an elektronischen Interface-Schaltplänen und -Schaltungen der späten 1970er Jahre, um zu begreifen, was Steuerspannungen sind und wie sie verwendet werden, um sodieklangformendenParametervonanalogenSynthesizermodulenzukontrollieren.Im weiteren Verlauf gilt es, (2) dieses Wissen auf die Geschichte der temperierten Stimmungen zu beziehen und diesen Forschungsansatz als paradigmatisch mit der Kulturtechnikforschung zu assoziieren. Schließlich soll (3) verstanden werden, inwiefern diese Kulturgeschichte des Sounds sich auf die grundlegende kunsthistorischen These von der Perspektive als „symbolische Form“ bezieht (Panofsky 1927).

Seminar or exercise
Notes for the module
Reference text
15 KP | 1 S; 1 V oder 1 S; 1 Ü, insgesamt zwei LV aus MM 3 und eine aus MM 2 | 1. bis 3. FS, WPM | Binas-Preisendörfer
Time of examination
Die Prüfungsleistungen sind im bzw. am Ende des Semesters zu erbringen.
Module examination
G
Skills to be acquired in this module
  • vertiefte Kenntnisse im Bereich medientheoretischer Diskurse und Medienkritik
  • kritische Auseinandersetzung mit wichtigen medientheoretischen Positionen , insbesondere der auf Ton, Klang und Musik bezogenen Theorien
  • Erarbeitung von wissenschaftlichen Zugängen und Methoden verschiedener Medientheorien
  • kritische Verknüpfungen von bild- und musik-/ klangbezogenen Medientheorien
  • Bezüge zwischen eigenen medienpraktischen Erkenntnissen und theoretischen Diskursen herstellen
  • Bezüge zwischen medientheoretischen Positionen und medialen Berufs- und Arbeitsfeldern herstellen