Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
27.01.2023 05:49:07
inm730 - Media Theory and History: Focus on Audio Media (Course overview)
Institute of Music 15 KP
Module components Semester courses Sommersemester 2022 Examination
Seminar
(
Im Modul: 3 Veranstaltungen: (1 SE; 1 VL oder 1 SE; 1 SE oder 1 Ü;)
)
  • No access 3.05.580 - Medien Dispositive – eine theoretische und analytische Perspektive der Musikforschung Show lecturers
    • Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer

    Thursday: 12:15 - 13:45, weekly (from 21/04/22)

    Unter Dispositiven versteht man im Allgemeinen Anordnungen. Bei einem Popkonzert, einem Aufnahmestudio, vor dem Küchenradio, bei einer HiFi-Anlage oder einem DJ-Set haben wir es mit sogenannten Mediendispositiven zu tun, in denen ein bestimmtes räumliches, situatives v.a. aber apparatives Setting die darin agierenden Individuen und ihren Umgang mit Musik kennzeichnen. Die durch technische Apparaturen entstehenden Konfigurationen bestimmen dabei in entscheidendem Maße was wie gehört wird. Der Begriff der Mediendispositivs kann auf eine fast 50 Jahre lange Geschichte in der Filmtheorie verweisen. In der Musikforschung brauchte es einige Zeit, bis technikkulturelle Dispositive für die Analyse von Gestaltungs- und Rezeptionsprozessen Berücksichtigung fanden. Das Seminar befasst sich einerseits mit den theoretischen Spuren des Mediendispositivkonzepts (Baudry, Lyotard, Foucault, Peach, Hickethier, Großmann) und wird andererseits konkrete MedienMusikdispositive (das Tonstudio, eine Konzertinstallation, ein Game o. a.) daraufhin befragen, wie technikakustische Medien nicht nur zwischen menschlicher Wahrnehmung und Umwelt vermitteln, sondern das wahrnehmende Subjekt (das Publikum, die Musiker*innen, Hörer*innen, Spieler*innen) in dieser Anordnung positionieren und selbst Teil des Wahrnehmungsapparates werden

Course or seminar
Seminar or exercise
  • No access 3.05.420 - Geschichte(n) der Stimme Show lecturers
    • Prof. Dr. Anna Langenbruch

    Wednesday: 12:15 - 13:45, weekly (from 20/04/22)

    Ob Maria Callas, Enrico Caruso, Angela Gossow oder Yvette Guilbert: Stimmen faszinieren. Einmal gehört bleiben sie im Ohr und sind doch in ihren Eigenheiten und Wirkungen oft nur schwer in Worte zu fassen. Wie lassen sich historische Stimmen erforschen und beschreiben, solche, die wir „nach-hören“ können genauso, wie solche, die uns nur schriftlich überliefert sind? Neben Tondokumenten werden wir dafür im Seminar Rezensionen, Memoiren, Lehrwerke oder Kompositionen als Quellen nutzen; wir werden uns mit Konzepten aus Musik- und Geschichtswissenschaft, Gender Studies, Medientheorie, historischer Aufführungspraxis und Sound Studies auseinandersetzen. Ziel ist eine Stimm-Historiographie, die bei den Eigenheiten des Mediums Stimme ansetzt.

Hinweise zum Modul
Reference text
15 KP | 1 S; 1 V oder 1 S; 1 Ü, insgesamt zwei LV aus inm730 und eine aus inm720 | 1. bis 3. FS, WPM | Binas-Preisendörfer
Prüfungszeiten
Die Prüfungsleistungen sind im bzw. am Ende des Semesters zu erbringen.
Module examination
G
Skills to be acquired in this module
- vertiefte Kenntnisse im Bereich medientheoretischer Diskurse und Medienkritik - kritische Auseinandersetzung mit wichtigen medientheoretischen Positionen , insbesondere der auf Klang und Musik bezogenen Theorien - Erarbeitung von wissenschaftlichen Zugängen und Methoden verschiedener Medientheorien - kritische Verknüpfungen von bild- und musik-/ klangbezogenen Medientheorien - Bezüge zwischen eigenen medienpraktischen Erkenntnissen und theoretischen Diskursen herstellen - Bezüge zwischen medientheoretischen Positionen und medialen Berufs- und Arbeitsfeldern herstellen