Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
27.01.2023 06:50:25
inm730 - Media Theory and History: Focus on Audio Media (Course overview)
Institute of Music 15 KP
Module components Semester courses Wintersemester 2019/2020 Examination
Seminar
(
Im Modul: 3 Veranstaltungen: (1 SE; 1 VL oder 1 SE; 1 SE oder 1 Ü;)
)
  • No access 3.05.171 - Popmusikgeschichte(n) im Film Show lecturers
    • Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer

    Wednesday: 12:00 - 14:00, weekly (from 16/10/19)

    Man kann sie kaum noch aufzählen: Kino, Fernsehen und das Internet sind angefüllt mit filmischen Beiträgen über bestimmte Szenen populärer Musik (Woodstock, Full Metal Village, Party auf dem Todesstreifen, Straight outta Compton). V.a. das Leben bekannter Musiker, weniger das von Musikerinnen, wird immer wieder gern in Biopics verfilmt (jüngst Rocketman oder Gundermann). Kulturelle Szenen und Musikerleben scheinen einen beliebten Stoff für (erfolgreiche) Filme zu liefern und werden auf diese Weise mit künstlerischen Mitteln immer auch historisiert. Welchen Mustern folgen die Filme? Was erzählen sie uns über die betreffende Zeit und ihre handelnden Akteure? Woher kommt das Interesse an jüngerer Zeitgeschichte? Welche Eigenschaften von Musiker*innen stehen im Zentrum der Darstellung? Welche Rolle spielt die zu den Musiker*innen oder Szenen gehörende Musik? Welchen Beitrag leisten die betreffenden Filme zum Verständnis der repräsentierten Künstler*innenbiographien oder kulturellen Szenen? Wie unterscheiden sich Spiel- und Dokumentarfilme in der Umsetzung von Musiker*innenbiographien oder der Erzählung von (Pop)musikgeschichte(n)? Im Rahmen der Lehrveranstaltung sollen sich die Studierenden auch in der systematischen Auswahl von Filmen üben. Ziel ist es, eine eigene Pop-Musik-Filmreihe zu kuratieren und diese kuratorischen Entscheidungen zu begründen. Übergreifend geht es darum, sich einen Zugang zu medial generierten (Musik)Geschichtsbildern zu erarbeiten.

  • No access 3.05.331 - Musik und Männlichkeit: Intersektionale Perspektiven Show lecturers
    • Prof. Dr. Mario Dunkel

    Thursday: 10:00 - 12:00, weekly (from 17/10/19)

    Ob im Jazz, Punk, Schlager oder in der Kunstmusik: Die Inszenierung von Geschlecht gehört zu den Grundbestandteilen musikalischer Praktiken. Was wäre Kollegah ohne die Instzenierung von Hypermaskulinität, Miles Davis ohne die Coolness, Karajan ohne das Geniehafte, Rammstein ohne die „Härte“ und Conchita Wurst ohne das Divenhafte? Konstruktionen von Geschlecht in der Musik sind dabei eng verknüpft mit weit verbreiteten gesellschaftlichen Vorstellungen von Gender. Musik verhandelt die Normen für vergeschlechtlichtes Verhalten im Alltag. Sie hinterfragt, parodiert oder bekräftigt, wie Kulturen und Individuen sich bzgl. ihrer Genderidentitäten verorten und begegnen. Dieses Seminar widmet sich den verschiedenen Inszenierungen von Männlichkeit in unterschiedlichen Genres und Kontexten. Dazu gehören u.a. Jazz, Hip-Hop, Schlager, Rock und Heavy-Metal. Anhand eines Blicks auf musikalisch inszenierte Männlichkeit, so die These des Seminars, lassen sich Rückschlüsse über Sehnsüchte und Vorstellungen ziehen, die eng verbunden sind mit verbreiteten gesellschaftlichen Konflikten und Bedürfnissen. In den Analysen soll eine intersektionale Perspektive eingenommen werden, aus der Gender nicht als isoliertes Phänomen, sondern als Teil eines Geflechts mit anderen Diskursen (etwa race, Ethnizität, soziales Milieu) betrachtet wird.

  • No access 3.05.451 - The future is female - Feminismus und Empowerment in populärer Musik und populären Medien Show lecturers
    • Dr. phil. Carla Schriever

    Thursday: 08:00 - 10:00, weekly (from 17/10/19), Location: A09 0-019, A09 0-004 (Studio E)

  • No access 3.05.521 - Unterdrückung hören?! - postkoloniale Analysen populärer Musik Show lecturers
    • Vincent Rastädter, M.A.

    Dates on Saturday. 16.11.19 - Sunday. 17.11.19 10:00 - 16:00, Saturday. 18.01.20 10:00 - 17:00, Sunday. 19.01.20 10:00 - 16:00
    Die sogenannte Postkoloniale Theorie ist in den späten 1970er-Jahren zunächst im Bereich der angelsächsischen Literaturwissenschaft aufgekommen. Der Ansatz hat seitdem immer weiter an Popularität gewonnen und findet inzwischen im gesamten Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften Anwendung. So kommt es, dass auch in den Musikwissenschaften zunehmend entlang von Thematiken und Fragestellungen der Postkolonialen Theorie geforscht wird. Und diese Herangehensweisen eröffnen auch neue Ansätze für die Erforschung von Popmusik, insbesondere was die Analyse globaler Abhängigkeits- und Machtverhältnisse angeht. So werden zum Beispiel dank des postkolonialen Hegemoniebegriffes neue Formen der Kritik an den Produktions- und Distributionsweisen der Musikindustrie möglich. Das Ziel dieses Seminars besteht darin, wichtige Grundkonzepte postkolonialer Theorie zu vermitteln und für die Analyse populärer Musik nutzbar zu machen. Dabei sollen vor allem ergebnissoffene – und voraussetzungsfreie – (Hör-)Analysen neue Zusammenhänge erschließen und durch Rückbeziehung auf den theoretischen Rahmen bisher vielleicht wenig beachtete Facetten populärer Musik herausstellen. Diese Eindrücke sollen durch Diskussionen im Seminarplenum gefestigt werden. Diese Aktivitäten sollen verdeutlichen, wieso auch und gerade die (populäre) Musik ein fruchtbares Feld für die Möglichkeiten postkolonialer Denk- und Analyseformen darstellt. Das Seminar wird als Blockveranstaltung an zwei Wochenenden im Semester durchgeführt (die genauen Termine finden sich im Reiter „Ablaufplan“ hier im Stud.IP). Zur Vorbereitung des ersten Termins werden Infos und vorbereitende Lektüre auf elektronischem Wege bekanntgegeben werden. Beim ersten Blocktermin wird das Seminarthema eingeführt und anhand verschiedener Fallbeispiele beleuchtet. Darüber hinaus werden methodische Kenntnisse vermittelt, die dann bei der Bearbeitung der Seminar-Fragestellungen eingesetzt werden können. Zwischen den Blockterminen werden alle Teilnehmenden in selbstständiger, aber angeleiteter Arbeit ein eigenes Thema aus dem Seminarkontext vertiefen (allein oder in der Gruppe). In der zweiten Blockphase wird dann auf die Ergebnisse dieser Recherche aufgebaut. Wer eine Prüfungsleistung ablegen möchte, kann nach dem zweiten Blocktermin die Arbeit am gewählten Thema vertiefen und in eine geeignete Form bringen. Angeboten werden dafür die Prüfungsformen Hausarbeit und Referat. Fachfremde Studierende sind im Seminar herzlich willkommen – die Teilnahme ist auch ohne musikwissenschaftliche Vorkenntnisse möglich! Für Fragen zur Seminargestaltung und zu den (möglichen) Inhalten steht der Dozent gerne zur Verfügung – auch vorab, per E-Mail (vincent.rastaedter1@uol.de) oder Stud.IP-Nachricht.

Course or seminar
Seminar or exercise
Hinweise zum Modul
Reference text
15 KP | 1 S; 1 V oder 1 S; 1 Ü, insgesamt zwei LV aus inm730 und eine aus inm720 | 1. bis 3. FS, WPM | Binas-Preisendörfer
Prüfungszeiten
Die Prüfungsleistungen sind im bzw. am Ende des Semesters zu erbringen.
Module examination
G
Skills to be acquired in this module
- vertiefte Kenntnisse im Bereich medientheoretischer Diskurse und Medienkritik - kritische Auseinandersetzung mit wichtigen medientheoretischen Positionen , insbesondere der auf Klang und Musik bezogenen Theorien - Erarbeitung von wissenschaftlichen Zugängen und Methoden verschiedener Medientheorien - kritische Verknüpfungen von bild- und musik-/ klangbezogenen Medientheorien - Bezüge zwischen eigenen medienpraktischen Erkenntnissen und theoretischen Diskursen herstellen - Bezüge zwischen medientheoretischen Positionen und medialen Berufs- und Arbeitsfeldern herstellen