Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
23.01.2022 19:33:19
inm740 - Media Analysis (Course overview)
Institute of Art and Visual Culture 15 KP
Module components Semester courses Wintersemester 2018/2019 Examination
Seminar (1 S zur Einführung)
(
3 Veranstaltungen im Modul: (1 S oder 1 V; 1 S oder 1 Ü; 1 S zur Einführung (Pflichtseminar))
)
  • No access 3.06.531 - Einführung in die Medienanalyse (Prof. Medien) inm740 /Pflicht Show lecturers
    • Dr. Britta Neitzel

    Wednesday: 18:00 - 20:00, weekly (from 17/10/18)

    Dozentin: Verwalterin der Professur Medien Dr. Britta Neitzel Wie analysiert man Medien? Darauf gibt es so viele Antworten wie Medien und Herangehensweisen an die Medien. Je nach Fragegestellung wird man andere Aspekte eines Mediums betrachten und analysieren. So wird die Frage, ob es Unterschiede in der gesellschaftlichen Beurteilung eines Mediums gibt, wahrscheinlich auf Theorien zurückgreifen, die Hierarchien von Medien in den Blick nehmen. Die Frage, ob und wie ein Medium erzählt, wird ggf. begleitet und geleitet von Theorien zur Narration, die Frage, welches Bild von Geschlechterverhältnissen in einem medialen Produkt entworfen wird und wie dies geschieht, von Theorien aus dem Bereich der Gender Studies. Möglicherweise kann dieses Bild aber auch durch einen Blick auf die Erzählweise schärfer in den Blick genommen werden. D.h. Analysen sind fast immer von einer Fragestellung geleitet und ggf. auch von einer Theorie. In der Veranstaltung werden wir uns mit Texten beschäftigen, die unterschiedliche Fragen an die Medien und das mediale System stellen und diese in eigenen Analysen anwenden.

Course or seminar (1 VL/S)
  • No access 3.06.301 - ‚Ich möchte so gern nach Hause gehen’. Die Funktionalisierung der ‚Color Line’ i(n eine)m bundesdeutschen Nachkriegsfilm Show lecturers
    • Madeleine Bernstorff

    Dates on Friday. 16.11.18 14:00 - 18:00, Saturday. 17.11.18 10:00 - 14:00, Friday. 14.12.18 14:00 - 18:00, Saturday. 15.12.18 10:00 - 14:00, Friday. 11.01.19 14:00 - 18:00, Saturday. 12.01.19 10:00 - 14:00
    Ein einziger Film steht im Zentrum dieses Seminars. Ein Film, entstanden 1952 in der Bundesrepublik Deutschland, begleitet von einem Zeitschriftencomic und umfangreichen politischen Debatten. Dieser Film ist es eines der wenigen Beispiele der Nachkriegszeit, in dem eine person of colour Hauptprotagonistin ist, keine Nebenfigur. Versuchte man hier die Erfahrung von Exklusion einer Mehrheitsgesellschaft im Wiederaufbau zu vermitteln? Der Film galt als ein vermeintlich antirassistisches re-education Projekt. Und perpetuiert doch mit seiner Darstellung, seinem ‚commodity racism’ und der dramaturgischen Konklusion die Vorstellung von ‚Deutschsein’ als Weißsein. Die ‚dominante Fiktion’ der bürgerlichen Familie fungiert hier als Metapher für monokulturelles nationbuilding. Dem immens erfolgreichen Film mit seinen Inklusionsverwerfungen und der melodramatischen Tränendrüsigkeit wurde schon damals Eskapismus vorgeworfen. Ein Beispiel für die ‚rassistische[n] und sexualisierte[n] Auslassungen, Verschiebungen und Umdeutungen, [welche] die nationalen Selbstentwürfe bis heute grundieren.’ (Maja Figge) Im Seminar wollen wir diesen Film einem close reading unterziehen, mit weiteren Filmen in einen größeren repräsentationspolitischen Kontext stellen, sowie den Zusammenhang zur Selbstorgansation der afrodeutschen community seit den 1980er Jahren herstellen – inspiriert von den Treffen mit black lesbian feminist mother poet warrior, wie sie sich selbst bezeichnete: der Schriftstellerin Audre Lorde. May Opitz, Dagmar Schultz, Katharina Oguntoye: Farbe bekennen. Berlin 1986 Madeleine Bernstorff, Yara Colette Lemke de Faria: Toxi. Eine Broschüre, Berlin 1996 Yara-Colette Lemke Muniz de Faria: Zwischen Fürsorge und Ausgrenzung: afrodeutsche "Besatzungskinder" im Nachkriegsdeutschland, Berlin 2002 Tobias Nagl: Die unheimliche Maschine. Rasse und Repräsentation im Weimarer Kino, München 2005 Heide Fehrenbach: Race after Hitler. Black Occupation Children in Postwar Germany and America, Princeton 2007 Angelica Fenner: Race under Reconstruction in German Cinema. Robert Stemmle’s TOXI, Toronto 2011 Marion Kraft (Hg): Kinder der Befreiung. Transatlantische Erfahrungen und Perspektiven Schwarzer Deutscher der Nachkriegsgeneration, Berlin 2015 Maja Figge: Deutschsein (wieder-)herstellen. Weißsein und Männlichkeit im bundesdeutschen Kino der fünfziger Jahre, Berlin 2015 Umfangreiches Online-Dossier mit Texten u.a. von Grada Kilomba, Peggy Piesche, Tobias Nagl, 2004: http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/

  • No access 3.06.533 - Künstliche Intelligenz und Verhaltensdesign zwischen Ada Lovelace und Alexa. Zur Geschichte, Theorie und Praxis der KI in Literatur, Kunst und militärisch-industriellem Komplex Show lecturers
    • Dr. Torsten Flüh

    Dates on Saturday. 03.11.18 12:00 - 16:00, Sunday. 04.11.18 10:00 - 14:00, Saturday. 15.12.18 12:00 - 16:00, Sunday. 16.12.18 10:00 - 14:00, Saturday. 19.01.19 12:00 - 16:00, Sunday. 20.01.19 10:00 - 14:00, Location: A08 1-110, A08 0-001
Seminar or exercise (1 S/Ü)
Notes for the module
Prerequisites
Grundlegende Kenntnisse in Medientheorie
Reference text
15 KP | 1 Seminar zur Einführung (Pflicht, studierbar im 1. oder 2. Semester); 1 S; 1 Ü/S | 1. bis 3. FS, PM | Löffler
Time of examination
Die Prüfungsleistungen sind am Ende des Semesters zu erbringen.
Module examination
G
Skills to be acquired in this module
- Vertiefte Kenntnisse der einschlägigen Modelle der Medienanalyse - Vertiefte Einsichten in die Interdisziplinarität der Medienanalyse gewinnen - Kenntnis der wesentlichen methodischen Ansätze der Medienanalyse (z.B. Film-, Fernseh-, Soundanalyse) - Fähigkeit zur kritischen Bewertung vorliegender Analyseansätze - Fähigkeit zur Anwendung der Analysemethoden auf ein Medienprodukt/ Erstellung einer exemplarischen Medienanalyse