Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
16.10.2021 07:20:17
ipb940 - Fakultätsbereich - Kunst- und Mediengeschichte: Paradigmen und Interdependenzen (Veranstaltungsübersicht)
Institut für Kunst und visuelle Kultur 15 KP
Prüfungsberechtigt sind alle Lehrenden im Modul Allgemeine Fragen zum Fakultätsbereich unter Angabe des eigenen Masterstudiengangs bitte an: studienkoordination.fk3@uol.de (Antje Beckmann und Nicole Griese)
Modulteile Semesterveranstaltungen Wintersemester 2021/2022 Prüfungsleistung
Vorlesung oder Seminar
(
2 Veranstaltungen
)
  • Eingeschränkter Zugang 3.06.421 - Methodologie kunst- und kulturwissenschaftlicher Geschlechterforschung Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Barbara Paul

    Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
    Blocktermine, Fr 13-18 Uhr /genaue Termin folgen noch). Mit der Bitte um Beachtung: Aufgrund der inhaltlich-strukturellen Ausrichtung ist die Teilnahme an der Lehrveranstaltung, die sich an fortgeschrittene Master-Studierende und Doktorand*innen richtet, nur nach vorheriger Absprache mit Frau Paul möglich (bitte per mail oder in der Sprechstunde Kontakt aufnehmen). Unter der Prämisse, dass für das Verständnis von Kunst und visueller Kultur die Kategorie Geschlecht von grundlegender Bedeutung ist, beschäftigt sich die Lehrveranstaltung mit methodischen und methodologischen Fragestellungen kunst- und kulturwissenschaftlicher Geschlechterforschung. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle der Kunst und visuellen Kultur bei der Herstellung von Zweigeschlechtlichkeit ebenso wie den künstlerischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen Alternativen, die sich gegen Hierarchien, Privilegien und die Naturalisierung von Ungleichheiten wenden und herrschende Codes von Intelligibilität dekonstruieren. Da die Produktion von Bedeutung und die von Macht eng miteinander verbunden sind, ist die Kategorie Geschlecht in Verschränkung mit weiteren hegemonial wirksamen Kategorien, wie Ethnizität, Religion, Klasse, Territorium, Alter oder Befähigung, zu erörtern. Die lange Zeit vernachlässigte Kategorie Sexualität wird mittlerweile in den Queer Studies fokussiert, die sich mit allen Geschlechtern und Sexualitäten auseinandersetzen und heteronormative Regulierungsverfahren zu untergraben und umarbeiten bestrebt sind. In den einzelnen Sitzungen werden vor allem eigene Forschungsvorhaben der Teilnehmenden kritisch erörtert sowie theoretische Texte und aktuelle Forschungsliteratur gemeinsam gelesen und diskutiert. Es geht um Repräsentationskritiken, Körperdiskurse und Blickregime, um Raumpraktiken, Visualität und Geschlecht, um die Materialität, Medialität und Zeitstruktur von künstlerischen Arbeiten, um Politiken der Un/Sichtbarkeit, transkulturelle Perspektiven u.v.m.

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.423 - Geschichte der Kunstgeschichte/-wissenschaft seit 1970: gendering / decolonizing / queering von Wissenschaft Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Barbara Paul

    Freitag: 10:00 - 14:00, zweiwöchentlich (ab 22.10.2021)

    Wissenschaftliche Disziplinen werden in ihren gegenwärtigen Positionierungen stets durch vielfältige, auch historisch bedingte Überzeugungen, Diskurse und strukturelle Rahmenbedingungen bestimmt. Dabei spiel(t)en oft auch aktuelle Herausforderungen und politische Bewegungen (wie Anti-Vietman- bzw. Anti-Kriegs-, Anti-Atomkraft-Bewegung, Feminismus usw.) eine wichtige Rolle. Wie ist die Disziplin Kunstgeschichte/-wissenschaft zu dem geworden, was sie momentan darstellt (bzw. darstellen könnte)? Welche Rolle spielen je aktuelle soziokulturelle Fragestellungen, aber auch das System Wissenschaft als Institution? Welche politisch motivierten Kritiken gab es seit 1968 bzw. in den letzten 50 Jahren an der damaligen, oft als konservativ eingeschätzten Kunstgeschichte/-wissenschaft, die sich unter anderem hin zu einer Kunst- und Medienwissenschaft entwickelte, wie sie an der Universität Oldenburg praktiziert wird. Im Fokus unseres Seminars stehen Ansätze und Möglichkeiten, aber auch Grenzen eines gendering / decolonizing / queering von Wissenschaft. Im Seminar wollen wir gemeinsam entsprechende Fragestellungen, Konzepte und Diskurse analysieren und kommentieren. Wichtige Perspektivierungen sind Repräsentationskritik, Semiologie, Diskursanalyse, die Medialität und Materialität von Kunst, vergeschlechtlichende und rassifizierende Effekte, Heteronormativitäts- und Klassismuskritik und vieles mehr. Von daher operiert eine zeitgemäße Kunst-, Medien- und visuelle Kulturwissenschaft heutzutage mit theoretisch-methodischen Ansätzen der Cultural, Gender, Queer, Trans*, Post-/Decolonial, Critical Whiteness, Black, Indigenious Studies – und diese Liste ist weder vollständig noch abgeschlossen. Aus dem Blickwinkel von Wissensformationen wird es zusätzlich zum akademischen Wissen auch um künsterisches, Erfahrungs-, verkörpertes und/oder wildes Wissen gehen. Für das Seminar ist die gemeinsame Lektüre und Diskussion kunstwissenschaftlicher (Quellen-)Texte zentral. Bitte bringen Sie dafür Interesse und Zeit mit. Eine Lektüreliste wird zu Beginn des Semesters in Vorschlag gebracht und zur Verfügung gestellt.

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.427 - Selbstorganisiertes studentisches Lektüreseminar (nach Absprache mit einer der Modulverantwortlichen) Lehrende anzeigen
    • in Bearbeitung

    Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
    Die Selbstorganisierte Studentische Veranstaltung steht als Alternative zum Tutorium. Sie richtet sich an diejenigen, die an dem Tutorium nicht teilnehmen können oder lieber eigenverantwortlich arbeiten wollen. Die Studierenden sollen sich in Arbeitsgruppen zusammenfinden und sich über die Aufgaben und Themen verständigen, die sie bearbeiten wollen. Das können Texte sein, die in den Lehrveranstaltungen behandelt werden (Vor-/Nachbereitung), aber auch selbstgewählte Fachliteratur oder die Auseinandersetzung mit Bildmaterial, das z.B. in Zusammenhang mit Lehrveranstaltungen steht. Die Arbeitsgruppen sollten aus mindestens 3 Personen bestehen, und meist empfiehlt es sich, dass sie innerhalb desselben Seminars gebildet werden. Die Angehörigen einer Arbeitsgruppe müssen für sich einen Zeit- und Arbeitsplan im Umfang von 2 SWS (also insgesamt 28 Std) erstellen. Dieser Plan sowie eine Liste der Teilnehmer*innen geht zur Genehmigung an die/den Modulverantwortliche*n für kum830. Er sollte, v.a. wenn die AG innerhalb eines Seminars gebildet wird, zunächst mit den jeweiligen Lehrenden abgesprochen werden. Als Nachweis erstellt jede*r Teilnehmer*in ein Ergebnisprotokoll von einer AG-Sitzung im Umfang von 2-3 Seiten (Fließtext), das bei der/dem Modulverantwortlichen oder bei den jeweiligen Lehrenden eingereicht wird.

Tutorium (oder Lektüreseminar)
  • Eingeschränkter Zugang 3.06.426 - Tutorium Lehrende anzeigen
    • Simon Kirchmann, M.A.

    Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 18.10.2021)

    Nähere Informationen zur geplanten Veranstaltung folgen sobald wie möglich.

Hinweise zum Modul
Prüfungsleistung Modul
KL
Kompetenzziele
Kunst- und Mediengeschichte/-wissenschaft haben sich aus unterschiedlichen historischen und disziplinären Kontexten heraus als eigenständige Disziplinen institutionalisiert. Die Fragestellungen und die Paradigmen sind entsprechend unterschiedlich, gleichwohl gibt es immer wieder Berührungspunkte, insbesondere dort, wo die Vertreter_innen der beiden Disziplinen ihre Forschungen kulturhistorisch bzw. -wissenschaftlich perspektivieren. Die möglichen Überschneidungen sind ebenso Thema wie auch die Beziehungen von Forschungsthemen, -konzepten und -methoden zur konkreten Mediengeschichte (etwa Fotografie, Diapositive, Computer). Wie sich Gegenstandsfelder und methodische Zugriffe sowohl voneinander unterscheiden als auch produktiv verknüpfen lassen, ist eine übergreifende Frage, der in diesem Modul nachgegangen wird. Somit sind die Ziele: - Vertiefung der Kenntnisse methodischer Konzepte der kunst- und medienwissenschaftlichen Forschung und ihre Historisierung; - Fähigkeit zur Reflexion, Erprobung und Integration verschiedener vorliegender Methoden (Form- und Strukturanalyse, Ikonografie/Ikonologie, Sozialgeschichte, Semiologie, Diskursanalyse u.a.m.); - Einsichten in historische Kontext- und Standortgebundenheit kunst- und medienwissenschaftlicher Forschung, deren Reichweite und Grenzen; - Befähigung zur selbstständigen kritischen Forschungspraxis.