Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
23.07.2019 22:41:20
sla872 - Cultural History, Memory and Stereotypes
Version from 07.02.2017 15.0 KP Institute of Slavic Studies
Courses Sommersemester 2019
Seminar
  • 4.02.053 - Widerstand und Dissidenz in der Sowjetunion und in Osteuropa nach dem II. Weltkrieg headache
    • Prof. Dr. Malte Rolf

    Wednesday: 14:00 - 16:00, weekly (from 03/04/19)

    Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.050. Mit Widerstand, Opposition und Dissidenz in den sowjetischen Regimen der Nachkriegszeit assozi-ierte man lange Zeit entweder die „nationalen Aufstände“ (von 1953, 1956, 1968 und 1980/81) oder aber die Dissidentenbewegung der Intellektuellen. Unumstößlich erschien zudem die Annahme, dass die Opposition eine „andere Welt“ als die des offiziellen Parteistaats darstellte. In der neueren For-schung wird jedoch ein deutlich heterogeneres Bild von Opposition und Dissens in der Sowjetunion und Osteuropa in den Jahren 1945 bis 1991 gezeichnet. Es bestanden sehr unterschiedliche soziale, nationale oder kulturelle Protestpotentiale, die verschiedene Allianzen eingingen, wenn sie den Parteiregimen gegenübertraten. Oft waren dabei die Grenzverläufe zwischen „offizieller“ und „zweiter“ bzw. „Gegenkultur“ fließend. Im Seminar sollen im vergleichenden Blick auf Formen von Andersdenken in den Ländern des „Ostblocks“ Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Widerstand und Opposition in Osteuropa herausgearbeitet werden. Es ist zudem zu klären, in welchem Kontext sich Dissidenz bewegte und inwieweit sie auf den Rahmen der offiziellen Kultur bezogen blieb. Und es wird danach gefragt werden, welche Rolle die Bewegungen und Artikulationen nichtkonformen Denkens bei der Auflösung der Sowjetunion und der „Volksrepubliken“ gespielt haben.

  • 4.02.054 - Ein Leben für den Zaren? Biographien hoher Beamter im Russischen Reich (1860-1917) headache
    • Dr. Benedikt Tondera

    Dates on Thursday. 04.04.19, Thursday. 11.04.19, Thursday. 25.04.19 12:00 - 14:00, Saturday. 25.05.19, Saturday. 01.06.19 10:00 - 18:00, Room: A11 0-014, A11 0-018
    Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.050. Auf der Verwaltungselite des Zarenreichs ruhten zu Beginn des 19. Jahrhunderts große Hoffnungen. Der Historiker Nikolai Karamzin riet Zar Alexander I., er müsse 50 „weise und verantwortungsvolle Beamte“ finden, dann werde sich das Imperium vorteilhaft entwickeln. In der Forschung wird der Niedergang des Russischen Reiches insofern auch als Scheiterns der imperialen Personalpolitik in Hinblick auf die höchsten Verwaltungsebenen interpretiert. An diesem Punkt setzt das Seminar an: Es wird darum gehen, die Rolle führender russischer Beamter in Zeiten des kulturellen, politischen und sozialen Wandels in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu untersuchen und das Stereotyp einer ineffizienten, vormodernen Verwaltungspraxis im Zarenreich zu hinterfragen. Insbesondere stehen dabei Biographien von Provinzgouverneuren im Blickpunkt, die weitab von Petersburg als „Stellvertreter des Zaren“ über weitreichende Handlungsautonomie und Macht verfügten. Die Untersuchung ihres Selbstverständnisses, ihrer Handlungsstrategien und ihrer Karriereverläufe soll Aufschluss darüber geben, was die Besonderheiten des zarischen Verwaltungsapparates in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausmachte.

  • 4.02.056 - Die „Protokolle der Weisen von Zion“ und ihre Repräsentationen im 20. Jahrhundert headache
    • Prof. Dr. Igor Narsky

    Dates on Thursday. 04.04.19 14:00 - 16:00, Friday. 24.05.19 14:00 - 20:00, Saturday. 25.05.19 - Sunday. 26.05.19 14:00 - 18:00, Saturday. 01.06.19 - Sunday. 02.06.19 10:00 - 14:00, Room: A05 1-160, A06 4-411, A11 0-014
    Bitte kombinieren Sie dieses Seminar mit der Vorlesung 4.02.050. Der berüchtigte Text ist im 20. Jahrhundert zu einem wichtigen Argument des Antisemitismus mit schwerwiegenden Folgen für die Weltgeschichte geworden. Es geht im Aufbaukurs um die Kontextualisierung einer Quelle und ihre Kritik in der aktuellen Forschung. Es wird nach Antworten auf folgende Fragen gesucht: Wer hat, wann, warum und für wen den Text geschaffen? Wie sehen seine Vorgeschichte, Transformationen, Varianten, Transfers und Rezeption in der Politik wie auch in der Hochkultur, in der schönen Literatur und der Kunst aus? Was machte ihn glaubwürdig und langlebig trotz seiner Absurdität und wie konnte er jenseits der politischen Grenzen sein nachhaltige Wirkung entfalten?

Exercises
  • 4.02.050 - Von Stalins Terrorherrschaft zu Gorbatschows Perestroika: Die Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg (1945-1991) headache
    • Prof. Dr. Malte Rolf

    Tuesday: 12:00 - 14:00, weekly (from 02/04/19), Location: A01 0-008, A10 1-121 (Hörsaal F)

    Die UdSSR hat als größter Flächenstaat der Welt nicht nur die europäische Geschichte, sondern auch die Globalgeschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Die Vorlesung will die innere Transformation der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg und Stalins Tod sowie ihren allmäh-lichen Niedergang bis zur Auflösung der Föderation 1991 nachvollziehen. Es werden sowohl das politische System wie auch die sozialen und kulturellen Wandlungsprozesse im Zentrum stehen. Nicht zuletzt wird die außenpolitische Rolle der UdSSR ein Thema der Vorlesung sein, wenn es beispielsweise um die Errichtung der Moskauer Vorherrschaft in Ostmitteleuropa oder auch die Konfrontation des Kalten Kriegs geht. Spätestens unter Gorbatschow wirkten die Entwicklungen in den „Blockstaaten“ unmittelbar auf die Sowjetunion zurück. Derartige Transferprozesse markieren einen weiteren Schwerpunkt der Vorlesung. Der begleitende Besuch einer der Seminare zur sowjetischen Geschichte wird empfohlen.

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KL

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