sla850 - Literature History and Critique

sla850 - Literature History and Critique

Institute of Slavic Studies 15 KP
module responsibility
  • Gun-Britt Kohler
Prüfungsberechtigt
  • Gun-Britt Kohler
  • Sünna Looschen
  • Rainer Gruebel
  • Ulyana Veryna
Module components Semester courses Summer semester 2025 Examination
Seminar
  • No access 3.04.551 - Literatur und/als Denkmal Show lecturers
    • Prof. Dr. Gun-Britt Kohler

    Thursday: 16:00 - 18:00, weekly (from 10/04/25)

    Puškins Postulat der Dichtung als „nicht von Hand geschaffenes Denkmal“ („pamjatnik nerukotvornyj“) von 1836 setzte die Literatur explizit in Beziehung zum materiellen Denkmal als Instrument und Ausweis von (kollektiver) Erinnerungsarbeit – und grenzte sie gleichzeitig scharf davon ab. Knapp zweihundert Jahre später werden in der Ukraine Puškindenkmäler abgebaut oder überschrieben – als Materialisierung einer imperialen und kolonialen Macht. Damit ist das Spannungsfeld umrissen, in dem im Rahmen des Seminars die vielfältigen Bezüge zwischen Literatur und Denkmal in historischer und aktueller Perspektive ausgelotet werden sollen – das Motiv des Denkmals im literarischen Text, der literarische Text als Denkmal (also Kanon- und Gattungsfragen), die Rolle der Literatur in der Konstruktion (und Destruktion) kollektiver Erinnerung, Fragen der Autorschaft, Fragen von Materialität und Medialität u.a. Behandelt werden Texte aus der russischen, ukrainischen, polnischen und belarusischen Literatur.

Exercises
Hinweise zum Modul
Prerequisites

Gute Lesefähigkeit (B2) in der Zielsprache (Russisch und/oder Polnisch bzw. Ukrainisch)

Reference text

Falls Sie das Modul im Rahmen des Fakultätsbereichs belegen und die Anmelderegeln für die Lehrveranstaltungen nicht erfüllen, melden Sie sich bitte direkt bei den Lehrenden, um eingetragen zu werden. Es besteht kein Anrecht auf einen Platz in den Lehrveranstaltungen.

Module examination
KL
Skills to be acquired in this module

Das Modul vertieft Kenntnisse unterschiedlicher literaturtheoretischer und -kritischer Ansätze. Es dient dazu, Stärken und Grenzen einzelner Modelle im praktischen Umgang anhand russischer und polnischer Texte zu erproben und theoretisch zu reflektieren. Die Studierenden sollen lernen, die Adäquatheit eines theoretischen Ansatzes zur Bearbeitung spezifischer Problemstellungen einzuschätzen und verschiedene Modelle gegeneinander abzuwägen. Weiterhin soll das Verhältnis von Literaturwissenschaft und Literaturkritik problematisierend in den Blick genommen und ihre unterschiedliche Wechselseitigkeit an Hand slavischer, mitteleuropäischer und anglo-amerikanischer Praktiken vergleichend analysiert werden. Über die fachspezifischen Belange hinaus wird mit Besuch des Moduls der Erwerb bzw. die Vertiefung folgender Schlüsselkompetenzen angestrebt: - Fähigkeit zur Entwicklung, Kontextualisierung und Reflexion eigener wissenschaftlicher Thesen und Forschungsfragen - Fähigkeit zur eigenen theoretischen Positionierung und zur kritischen Reflexion der Wertungsaspekte des eigenen Arbeitens Fähigkeit zu reflektiertem Umgang mit wissenschaftlichen Texten - Fähigkeit zur der Kommunikationssituation angepassten Konzeption und Anwendung von Präsentationstechniken, z.B. auch im schulischen Kontext - Fähigkeit zu reflektiertem Austausch im wissenschaftlichen Diskurs (Diskussion, Moderation)


Top