Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
07.12.2021 14:13:42
ipb943 - Fakultätsbereich - Kunstvermittlung, ihre Institutionen und Medien
Institut für Kunst und visuelle Kultur 15 KP
Prüfungsberechtigt sind alle Lehrenden im Modul Allgemeine Fragen zum Fakultätsbereich unter Angabe des eigenen Masterstudiengangs bitte an: studienkoordination.fk3@uol.de (Antje Beckmann und Nicole Griese)
Modulteile Semesterveranstaltungen Wintersemester 2021/2022 Prüfungsleistung
Seminar
  • Eingeschränkter Zugang 3.06.401 - Pop Art – Minimal Art Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Tobias Vogt

    Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 21.10.2021)

    Anfang der 1960er Jahre traten maßgeblich in New York zwei – auf den ersten Blick – sehr unterschiedliche Gruppen von Werken auf, die unter den Begriffen Pop Art und Minimal Art Kunstgeschichte geschrieben haben. Andy Warhols Siebdrucke von Hollywood-Stars, Roy Lichtensteins gemalte Comics oder Claes Oldenburgs Plastiken von aufgeblasenen Alltagsgegenständen gehören zum Inbegriff der Pop Art. Hingegen gelten Carl André, Dan Flavin, Donald Judd, Sol LeWitt und Robert Morris als Hauptvertreter der Minimal Art, deren Merkmale die serielle Anordnung, industrielle Materialien und Verfahren sowie der Bezug zum Ausstellungsraum sind. Mittlerweile aber stehen die Perspektiven der Kunstgeschichte auf diese vermeintlich entgegengesetzten Richtungen in Frage. Die Verbindung von Hochkunst und Alltagskultur, die Abgrenzung gegenüber der damals vorherrschenden Malerei des Abstrakten Expressionismus oder das neuartiges Reflexionsvermögen auf Gesellschaft, Politik und Ökomonie gerieten zunehmend als Gemeinsamkeiten in den Blick. Hinzu kam eine Relativierung etwa durch die Offenlegung von kulturellen, globalen und geschlechtsspezifischen Zusammenhängen, die das Kunstschaffen außerhalb des männlich dominierten New Yorker Betriebs der Zeit in Betracht zogen. Ausgehend von europäischen Avantgarden wie Dada oder Konstruktivismus führten sowohl Pop wie Minimal Art zu einer erkenntnisbringenden Verbindung von Kunst und Leben auf vermeintlich glatten Oberflächen. Das Seminar möchte dies anhand von Werkanalysen nachvollziehen, wobei 2022 eine Exkursion zur „Minimal Art“-Ausstellung im Hamburger Bucerius Kunst Forum geplant ist. Das Seminar besteht aus einer Kombination von synchronen und asynchronen Teilen. Die Referent*innen laden ihre vertonten PowerPoint-Präsentationen bis 18h00 des Vortages (Mittwoch) in den jeweiligen Sitzungsordner auf Stud.IP hoch. Die Länge der Referate sollte 20 Minuten keinesfalls überschreiten. So können alle Teilnehmer*innen sich die jeweiligen Referate vor Beginn des synchronen Sitzungsteils anschauen. Dieser dauert live in BBB donnerstags von 14h55 bis 15h45 und beinhaltet die Diskussion der Referatsthemen

Übung (bzw. Projekt)
  • Eingeschränkter Zugang 3.06.402 - Über Kunstausstellungen schreiben Lehrende anzeigen
    • Dr. Kea Wienand

    Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 18.10.2021)

    In der Übung soll das wissenschaftliche Schreiben über Kunstausstellungen und Formen des Ausstellens von Kunst reflektiert und erprobt werden. Dafür werden wir uns zunächst mit der institutionellen Geschichte von Kunstausstellungen und den verschiedenen Weisen ihrer Vermittlung befassen, bevor wir uns mit einigen aktuellen Debatten auseinandersetzen. Neben Fragen nach der finanziellen Organisation (dazu z.B. H. Steyerl 2013, W. Grasskamp 2016), nach ihren historischen Strukturen und Ausschlüssen (z.B. S. Boyce/Manchester Art Gallery 2018), sind jüngst auch digitale Möglichkeiten, Kunst zu zeigen, diskutiert worden. Vor dem Hintergrund dieser Diskurse wird es darum gehen, eigene Zugänge und Fragen an Kunstausstellungen zu entwickeln. Auch die unterschiedlichen Formate, in denen über Kunstausstellungen geschrieben wird, werden wir uns für die schriftlichen Übungen ansehen. Teilnehmende sind aufgefordert, nach Ausstellungen zu suchen, über die sie schreiben möchten (das können auch im Internet gezeigte Präsentationen von Kunst sein). Literatur wird zu Beginn des Seminars auf Stud.IP bereitgestellt, die zu lesenden Texte werden teilweise gemeinsam ausgewählt.

Hinweise zum Modul
Prüfungsleistung Modul
1 Prüfungsleistung
- Hausarbeit oder
- Portfolio oder
- mündliche Prüfung oder
- Referat inkl. schriftlicher Ausarbeitung oder
- fachpraktische Prüfung oder
- Seminararbeit oder
- Posterpräsentation oder
- andere Prüfungsart lt. Fachspezifischer Anlage Kunst- und Medienwissenschaft, Modul kum840
Kompetenzziele
Ziel dieses Moduls ist die Entwicklung der Fähigkeiten zur kritischen Reflexion der Bedeutung von Vermittlung in Hinsicht auf Wahrnehmungen und Bewertungen ästhetisch-visueller Phänomene. Im Einzelnen sollen erarbeitet werden: - Kenntnisse der Geschichte, der Struktur und der Konzepte kunstvermittelnder Institutionen; - Fähigkeiten der Analyse institutioneller und medialer Vermittlung unter dem Gesichtspunkt ihrer möglichen Wirkungen und der impliziten Ein- und Ausschlussmechanismen; - Fähigkeiten zur Entwicklung alternativer und experimenteller Formen der Vermittlung von kunst- und mediengeschichtlichen Wissensgegenständen in und jenseits von tradierten Institutionen; - Fragen der Kunstvermittlung, ihrer Institutionen und Medien auch praktisch in einer Übung bzw. einem Projekt zu erproben und zu reflektieren.

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