Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
18.07.2019 09:38:17
ipb940 - Area of interdisciplinarity - Art and Media History
Version from 19.06.2019 15.0 KP Institute of Art and Visual Culture
Courses Sommersemester 2019
Course or seminar
  • 3.06.421 - Methodologie kunst- und kulturwissenschaftlicher Geschlechterforschung headache
    • Prof. Dr. Barbara Paul

    Dates on Friday. 26.04.19 14:00 - 19:00, Saturday. 27.04.19 10:00 - 14:00, Friday. 05.07.19 13:00 - 20:00
    Mit der Bitte um Beachtung: Aufgrund der inhaltlich-strukturellen Ausrichtung ist die Teilnahme an der Lehrveranstaltung, die sich an fortgeschrittene Master-Studierende und Doktorand*innen richtet, nur nach vorheriger Absprache mit Frau Paul möglich (bitte per mail oder in der Sprechstunde Kontakt aufnehmen). Unter der Prämisse, dass für das Verständnis von Kunst und visueller Kultur die Kategorie Geschlecht von grundlegender Bedeutung ist, beschäftigt sich die Lehrveranstaltung mit methodischen und methodologischen Fragestellungen kunst- und kulturwissenschaftlicher Geschlechterforschung. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle der Kunst und visuellen Kultur bei der Herstellung von Zweigeschlechtlichkeit ebenso wie den künstlerischen, kunst- und kulturwissenschaftlichen Alternativen, die sich gegen Hierarchien, Privilegien und die Naturalisierung von Ungleichheiten wenden und herrschende Codes von Intelligibilität dekonstruieren. Da die Produktion von Bedeutung und die von Macht eng miteinander verbunden sind, ist die Kategorie Geschlecht in Verschränkung mit weiteren hegemonial wirksamen Kategorien, wie Ethnizität, Religion, Klasse, Territorium, Alter oder Befähigung, zu erörtern. Die lange Zeit vernachlässigte Kategorie Sexualität wird mittlerweile in den Queer Studies fokussiert, die sich mit allen Geschlechtern und Sexualitäten auseinandersetzen und heteronormative Regulierungsverfahren zu untergraben und umarbeiten bestrebt sind. In den einzelnen Sitzungen werden vor allem eigene Forschungsvorhaben der Teilnehmenden kritisch erörtert sowie theoretische Texte und aktuelle Forschungsliteratur gemeinsam gelesen und diskutiert. Es geht um Repräsentationskritiken, Körperdiskurse und Blickregime, um Raumpraktiken, Visualität und Geschlecht, um die Materialität, Medialität und Zeitstruktur von künstlerischen Arbeiten, um Politiken der Un/Sichtbarkeit, transkulturelle Perspektiven u.v.m.

  • 3.06.423 - Von Affen und Menschen: Mediale Verhältnisse vom 17. bis zum 21. Jahrhundert headache
    • Dr. Kerstin Brandes

    Wednesday: 16:00 - 18:00, fortnightly (from 10/04/19), Materialsichtung
    Thursday: 10:00 - 12:00, weekly (from 04/04/19)

    Seit der Antike wird in Philosophie, Theologie, Medizin und Naturwissenschaften darüber debattiert, was Affen und Menschen verbindet und was sie trennt. In der europäischen Kulturgeschichte ist die Bedeutung von Affen in mehrfacher Weise ambivalent. Einerseits fasziniert(e) ihre Menschenähn-lichkeit, andererseits blieben sie wilde Tiere und wurden zu unberechenbaren Bestien gemacht. Sie wurden als Doppelgänger des Menschen inszeniert, ihnen wurden v.a. negativ bewertete menschli-che Eigenschaften zugeschrieben, wie z.B. Nachahmungssucht – das sog. „Nachäffen“ – Unreinlich-keit, eine diebische Veranlagung oder obszöne Sinnlichkeit. Bis weit in die Frühe Neuzeit galten sie als Verkörperungen von Narrheit und Sünde. Später wurden sie zu Sinnbildern für eine naturnach-ahmende Kunst, sie waren ein beliebtes künstlerisches Motiv und zugleich zentrales Objekt natur-wissenschaftlicher Dokumentation. Die historische Suche nach einem ‚missing link’ zwischen Affe und Mensch war ein zentraler Aspekt in den rassistischen Theorien des 19. Jahrhunderts und ver-weist nicht zuletzt auf das enge historische Ineinandergreifen von Anthropologie, Zoologie, Kolonia-lismus und Gender. Insbesondere die Kategorie der sog. Menschenaffen – v.a. Schimpansen, Goril-las und Orang Utans – auf der einen Seite und die Fantasie des Affenmenschen, prominent verkör-pert in der Tarzan-Figur von Edgar Rice Burroughs (1912), auf der anderen verweisen eher auf einen hybriden Grenzraum zwischen beiden Wesen oder Gattungen als dass eine scharfe Trennlinie mög-lich ist. Die Veranstaltung will der Frage nachgehen, wie das Verhältnis von Affen und Menschen durch die Jahrhunderte in verschiedenen medialen Formaten visueller Kultur repräsentiert worden ist und welche Bedeutung dem Medialen dabei jeweils auch zukommt. Im Spannungsfeld von science und fiction werden wir historischen und aktuellen Bildfindungen nachgehen, Verfilmungen von „Tarzan“, „King Kong“ und „Planet der Affen“ diskutieren sowie anhand der (Menschen-)Affen-Forscherinnen Dian Fossey, Jane Goodall und Birute Galdikas u.a. auch nach Zusammenhängen zwischen Wissen-schaft, Medienpräsenz und Gender fragen. Die Veranstaltung besteht aus einer wöchentlich stattfindenden Seminarsitzung (2 SWS) und einem zweiwöchentlich stattfindenden Termin zur Materialsichtung (1 SWS). Um zentrale Aspekte weiter zu vertiefen, haben Sie die Möglichkeit begleitend das Lektüreseminar „Kunst – Medien – Animal Studies“ (3.06.324, 1 SWS) zu besuchen.

  • 4.05.840 - Werkzeuge der Kulturanalyse headache
    • Prof. Dr. Thomas Alkemeyer
    • Prof. Dr. Barbara Paul

    Thursday: 14:00 - 18:00, fortnightly (from 02/05/19)
    Dates on Thursday. 11.04.19 14:00 - 18:00

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