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University of Oldenburg
04.12.2021 08:12:23
Exercises: 4.02.002c Aqua vitae: Wasser in der Geschichte - Details
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General information

Course name Exercises: 4.02.002c Aqua vitae: Wasser in der Geschichte
Subtitle
Course number 4.02.002c
Semester Wintersemester 2015/2016
Current number of participants 19
expected number of participants 33
Home institute Institute of History
Courses type Exercises in category Teaching
First date Thu., 22.10.2015 10:00 - 12:00, Room: V02 0-002
Type/Form
Performance record schriftliche Quelleninterpretation im Rahmen des Portfolio in ges101
Lehrsprache deutsch
ECTS points 3

Course location / Course dates

V02 0-002 Thu.. 10:00 - 12:00 (8x)

Comment/Description

Belegungshinweise s. VA Nr. 4.02.001

Fragt man Naturwissenschaftler_innen nach einer prägnanten Definition des Elements Wasser, werden sie kurz und bündig auf die chemische Formel H2O verweisen, mit der letztlich alles gesagt ist. Leider oder auch zum Glück können Geisteswissenschaftler_innen nicht mit derart eindeutigen Antworten und allgemeingültigen Definitionen aufwarten, denn: Aus geistes- und kulturwissenschaftlicher Perspektive ist Wasser eine Größe, die im Wandel der Zeit ganz unterschiedlich genutzt und in vielfältiger Art und Weise gedeutet wurde. In zahlreichen religiösen Vorstellungen wird dem Wasser beispielsweise heilbringende Qualität zugeschrieben. Medizinische Modelle aller Epochen akzentuieren ebenfalls seine heilsame Wirkung, betonen jedoch auch die Gefahr, die von verunreinigtem Wasser ausgeht. Das Bedrohungspotential der Naturgewalt Wasser ist darüber hinaus auch fest im kollektiven Gedächtnis der Menschheit verankert und zahlreiche Kulturleistungen – wie z.B. Deichbau oder Schiffstechnologien – zeugen von dem Bemühen des Menschen, diese Bedrohung berechen- und beherrschbar zu machen. Damit sind nur einige wenige Funktions- und Deutungszusammenhänge des Wassers in der Geschichte angesprochen. Klar wird dabei jedoch: Der menschliche Zugriff auf das Wasser ist ein geschichtliches Phänomen, das Historiker_innen wertvolle Einblicke in Strukturen und Vorstellungen vergangener Zeiten ermöglicht - allerdings nur, wenn sie oder er in der Lage ist einschlägige Quellenzeugnisse methodisch korrekt und wissenschaftlich fundiert zu entschlüsseln. Dies ist der Ansatzpunkt der Übung: Historisches Quellenmaterial verschiedener Epochen wird in den Blick genommen, um a) die Grundsätze wissenschaftlicher Quellenanalyse zu erlernen wie auch praktisch anzuwenden und um b) auf diese Weise eine erste Annäherung an eine Kulturgeschichte des Wassers vorzunehmen.

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