Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
18.10.2021 18:46:34
inm730 - Media Theory and History: Focus on Audio Media (Course overview)
Institute of Music 15 KP
Module components Semester courses Wintersemester 2017/2018 Examination
Seminar
(
Im Modul: 3 Veranstaltungen: (1 SE; 1 VL oder 1 SE; 1 SE oder 1 Ü;)
)
  • No access 3.05.521 - 40 Jahre Punk - ein Lektüreseminar(in Zusammenarbeit und mit Exkursion ins Archiv der Jugendkulturen e.V. Berlin) Show lecturers
    • Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer

    Wednesday: 10:00 - 12:00, weekly (from 18/10/17)

    Über Punk wurde und wird viel geschrieben. Punks haben sich in Fanzines miteinander verständigt und angesichts ihrer visuellen und klanglichen Auffälligkeiten als Subkultur sind Punks nicht zuletzt Gegenstand von akademischer Forschung geworden. Angesichts von 40 Jahren Punk (rechtzeitig zum silbernen Thronjubiläum der Queen erschien 1977 die Single Good Save the Queen der Sex Pistols) sollen im Seminar einige ausgewählte ältere und jüngere Publikationen zum Thema gelesen und danach befragt werden, wie in ihnen Popmusikgeschichte geschrieben wird. Dabei üben wir uns auch in unterschiedlichen Textsorten, denn Rezensionen für sozialwissenschaftliche Journale, Feuilleton oder Szenemedien erfordern jeweils andere Schwerpunkte und Schreibstile. Im Rahmen des Seminars besuchen wir das Archiv der Jugendkulturen e.V. in Berlin, um in dessen reichhaltiger Bibliothek zu recherchieren und auch den einen oder anderen „authentischen“ Ort von Punkgeschichte kennen zu lernen. Das Seminar bildet zugleich einen Rahmen für eine reflexive und kritische Popmusikhistoriographie, indem sie am Beispiel Punk nach den Protagonisten und Voraus-Setzungen von Popmusikgeschichtsschreibung fragt, ein Verfahren, dass auf andere Genres, Subkulturen oder kulturelle Phänomene übertragbar ist, insbesondere dann, wenn Zeitzeugen sich an der Geschichtsschreibung beteiligen.

  • No access 3.05.522 - Regressiv, überwältigt, immersiv - populäre Hörpraktiken als theoretische und methodische Herausforderung Show lecturers
    • Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer

    Thursday: 10:00 - 12:00, weekly (from 19/10/17)

    (mus 733 / mus 910 / mus 970 / inm 730) Nachdem sich die Erforschung populärer Musik lange Zeit v.a. damit befasst hat, WER etwas hört, lässt sich aktuell eine Wendung hin zu dem WIE etwas gehört wird (sensory bzw. material turn) ausmachen. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass die (Medien)Praktiken des Umgangs mit Musik (Radio, Tanzen, auf ein Festival gehen, unter Kopfhörern, via YouTube oder ganz in der Nähe der Musiker*innen) ganz entscheidend dazu beitragen, wie und was man hört. Unterschiede ergeben sich auch vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen im Umgang mit Musik. Ein Musiker hört andere Dinge als sein Publikum und mit lautstärkesensiblen Kopfhörern hört man anderes als vor einem Grammophontrichter. Wie entsteht ein spezifisches und historisch veränderliches Hörwissen, das Bewertungsordnungen und Ästhetiken prägt? Gegenüber populären Hörpraktiken wurde aus nachvollziehbaren Gründen in der musikwissenschaftlichen Auseinandersetzung viel Kritik geübt, die letztendlich auch dazu beitrug, dass Popmusik u. ä. in diesem Kontext als wertlos galt. Das Seminar begibt sich auf die Suche nach den Argumenten dieser Kritik und sichtet zugleich solche Konzepte, die populären Hörpraktiken deren eigene Regeln und Normen zubilligt. Neben der Lektüre eher theoretischer Ansätze wollen wir uns auch den methodischen Herausforderungen der Auseinandersetzung mit populären Hörpraktiken zuwenden. Ein explizit musikalisches Wissen (Noten, Spielen eines Instruments) bildet dafür keine Voraussetzung, im Gegenteil. Es sollen sich auch diejenigen Studierenden angesprochen fühlen, die Musik als Alltagspraxis nutzen.

  • No access 3.05.523 - „Im Feld“ Forschen, Wahrnehmen, Notieren, Interviewen, Reflektieren. Grundlagen (musik-)ethnologischen Arbeitens Show lecturers
    • Dr. Christina Heinen

    Thursday: 12:00 - 14:00, weekly (from 19/10/17)

    Ab dem frühen 20. Jahrhunderts wurde Feldforschung die vorherrschende Methode zur Sammlung sozialer Daten. In der teilnehmenden Beobachtung geht es um die individuelle Erfahrung des Forschers und seine Perspektive auf das untersuchte Feld. Der Forscher wird in diesem Prozess selbst zum sozialen Akteur innerhalb der Kultur, die er erforscht. Insbesondere bei der Erforschung musikalischer Lebenswelten gerät die sinnliche Erfahrung als Erkenntnisinstrument in den Fokus. Ethnographien suchten immer auch nach Wegen, um in der sich schnell ändernden Welt relevant zu bleiben. Im Kontext der „digital humanities“ ergeben sich auch neue methodische Ansätze, zum Beispiel bei der Untersuchung virtueller Lebenswelten. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit bewährten und aktuellen qualitativen Methoden der Ethnologie erhalten die Studierenden die Möglichkeit, auf Basis eigener Forschungsideen leitfadengestützte Interviews zu erarbeiten und durchzuführen. Die Studierenden sollen geschult werden, Thesen und kritische Fragestellungen zu formulieren, Feldnotizen zu reflektieren und bereits erste Felderfahrungen zu verschriftlichen. Für ein Referat mit schriftlicher Ausarbeitung erhalten sie 3 KP. Weitere Kreditpunkte, zum Beispiel durch eine kleinere Forschung, nach Absprache möglich

  • No access 3.05.524 - "Folk Scenes" - Bezugnahme auf den Begriff der "Tradition" in der Konstruktion musikalischer Subkulturen Show lecturers
    • Vincent Rastädter, M.A.

    Dates on Saturday. 11.11.17 10:00 - 17:00, Sunday. 12.11.17, Saturday. 20.01.18 - Sunday. 21.01.18 10:00 - 16:00
    In vielen musikalischen Subkulturen ist die Pflege der überkommenen Formen, Stücke und Arten des Musizierens ein zentrales Element der musikalischen Praxis. Die Beschäftigung mit der Tradition vereint die Musikerinnen und Musiker, gibt ihnen einen Bezugspunkt für ihr Tun, eine Linie, in die sie ihr eigenes Musizieren einordnen können. Aber was bezeichnet der Begriff der „Tradition“ in verschiedenen musikalischen Subkulturen jeweils? Meint er dasselbe in unterschiedlichen Zusammenhängen? Oder haben vielleicht musikalische Subkulturen nicht nur jeweils eigene Vorstellungen davon, was zu ihrer je eigenen Tradition gehört, sondern meinen auch insgesamt etwas immer etwas – zumindest teilweise – Verschiedenes, wenn sie von „der Tradition“ sprechen? In dieser Veranstaltung soll anhand solcher Fragen ein genauer Blick geworfen werden auf die Rolle, die das Konzept der „Tradition“ in einzelnen musikalischen Subkulturen jeweils spielt. Dazu wird von Interesse sein, wie in verschiedenen Subkulturen musiziert wird, welche sozialen Praktiken gepflegt werden und wie – nicht zuletzt – in verschiedenen Situationen (Interviews, Unterricht, Proben, Auftritte, Fantreffen usw.) geredet wird. Zusätzlich zur gemeinsamen Bearbeitung verschiedener Fallbeispiele im Seminar können die Studierenden selber aktiv werden und Subkulturen nach ihrer Wahl erforschen. Ein breites Spektrum an untersuchten Subkulturen – von Irish Folk über Heavy Metal bis Hip-Hop etc. – ist dabei nicht nur denkbar, sondern wünschenswert. Dieses Seminar wird als Blockveranstaltung an zwei Wochenenden im Semester durchgeführt, wobei der erste Wochenendtermin im November und der zweite im Januar liegen wird (siehe Reiter „Ablaufplan“). Vor Termin eins werden erste Infos und vorbereitende Lektüre auf elektronischem Wege bekanntgegeben. Beim ersten Blocktermin wird das Seminarthema eingeführt und anhand verschiedener Fallbeispiele beleuchtet. Darüber hinaus werden methodische Fragen zur Erforschung der Fragestellungen des Seminars vermittelt. Zwischen den Blockterminen werden die Studierenden dann in kurzen Einzelprojekten Subkulturen ihrer Wahl etwas genauer unter die Lupe nehmen (diese eigene Forschung kann bei Bedarf ausgedehnt und mit einer Prüfungsleistung verbunden werden). Beim zweiten Blocktermin werden die Ergebnisse aus der eigenständigen Recherche präsentiert, Wissen und Fertigkeiten gefestigt und in einen größeren Zusammenhang eingeordnet. Nach dem zweiten Blocktermin schließlich wird – je nach Bedarf – Zeit sein für die Anfertigung schriftlicher Prüfungsleistungen bzw. für mündliche Prüfungen. Für Fragen zur Seminargestaltung und zu den (möglichen) Inhalten steht der Dozent gerne zur Verfügung – auch vorab, per E-Mail (vincent.rastaedter1@uol.de) oder Stud.IP-Nachricht.

  • No access 3.05.525 - "How to protest in pop" - Politische Repräsentationsstrategien in populärer Musik Show lecturers
    • Dr. phil. Carla Schriever

    Monday: 12:00 - 14:00, weekly (from 16/10/17)

Course or seminar
Seminar or exercise
Notes for the module
Reference text
15 KP | 1 S; 1 V oder 1 S; 1 Ü, insgesamt zwei LV aus inm730 und eine aus inm720 | 1. bis 3. FS, WPM | Binas-Preisendörfer
Time of examination
Die Prüfungsleistungen sind im bzw. am Ende des Semesters zu erbringen.
Module examination
G
Skills to be acquired in this module
- vertiefte Kenntnisse im Bereich medientheoretischer Diskurse und Medienkritik - kritische Auseinandersetzung mit wichtigen medientheoretischen Positionen , insbesondere der auf Klang und Musik bezogenen Theorien - Erarbeitung von wissenschaftlichen Zugängen und Methoden verschiedener Medientheorien - kritische Verknüpfungen von bild- und musik-/ klangbezogenen Medientheorien - Bezüge zwischen eigenen medienpraktischen Erkenntnissen und theoretischen Diskursen herstellen - Bezüge zwischen medientheoretischen Positionen und medialen Berufs- und Arbeitsfeldern herstellen