Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
26.05.2018 18:00:23
Einrichtungsverzeichnis

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Sommersemester 2018 132 Veranstaltungen
VAK Veranstaltungsnummer Titel Typ Vorlesung
Grundstudium
Hauptstudium
Seminar
Praxisveranstaltung
Kolloqium
Forschungsgruppe
Arbeitsgruppe
Projektgruppe
Gremiumsveranstaltung
Community-Forum
Praktikum
Sprachkurs
Fachdidaktik
Exkursion
Tutorium
Arbeitsgemeinschaft
SWS Semesterwochenstunden DozentIn
4.03.372 Raus aus der Schule! Außerschulische Lernorte des Faches "Werte und Normen" entdecken (Sek II) Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Das Lernen an außerschulischen bereichert und ergänzt das Lernen in der Schule um wichtige Aspekte. Dies trifft im besonderen Maße für das Fach Werte und Normen zu, da die Schülerinnen und Schüler der Lebenswirklichkeit an außerschulischen Lernorten un-mittelbar begegnen. Neben der Veranschaulichung von Wissen und Erkenntnis werden aufgrund des veränderten Lernsettings motivierende Impulse hinsichtlich der Wissensge-nerierung geliefert. Allerdings ist außerschulisches Lernen eng an den schulischen Un-terricht gekoppelt, da Konzeptgestaltung, Vorbereitung und Nachbereitung zumeist im Unterricht abgewickelt werden. Hiervon hängt auch das Gelingen der jeweiligen außer-schulischen Lernsituation entscheidend ab (vgl. Thomas 2009, S. 284).
Das Seminar richtet sich vor allem an Studierende des Lehramtes für allgemeinbildende und berufliche Gymnasien (Sek. II), da aus dem KC Werte und Normen/Philosophie (gymnasiale Oberstufe) außerschulische Lernorte abgeleitet und erforscht werden sollen. (WiPäd-Studierende haben zudem die Möglichkeit, sich auf die Inhalte der RLL für die weiteren beruflichen Schulformen zu beziehen.)
Quellen, Literatur und Themen für das Seminar (Auswahl):
Bönsch, M. (2003). Unterrichtsmethodik für außerschulische Lernorte. In: Das Schullandheim (2), 4-10.
Karpa, D.; Lübbeke, G. & Adam, B. (2015). Außerschulische Lernorte: Theorie, Praxis und Erforschung außerschulischer Lerngelegenheiten. Immenhausen: Prolog-Verlag.
Nida-Rümelin, J.; Spiegel, I. & Tiedemann, M. (2015) Handbuch Philosophie und Ethik: Didaktik und Me-thodik. Stuttgart: UTB: Schöningh.
Niedersächischer Bildungsserver. Raus aus der Schule und rein ins Leben! URL: http://www.nibis.de /nibis.php?menid=7212.
Niedersächsisches Kultusministerium (2011). KC für das Gymnasium – gymnasiale Oberstufe und das Berufliche Gymnasium Werte und Normen. Hannover.
Sauerborn, P. & Brühne, T. (2007). Didaktik des außerschulischen Lernens. Hohengehren: Schneider.
Thomas, B. (2009). Lernorte außerhalb der Schule. In: Arnold, K.-H.; Sandfuchs, U. & Wiechmann, J. (Hrsg.), Handbuch Unterricht. Bad Heilbrunn. S. 283-287.
Wiater, W. (2011). Ethik unterrichten. Einführung in die Fachdidaktik. Stuttgart: Kohlhammer.
Seminar - Thomas Fokken, M.Ed.
4.03.224 Was ist Kritik? Von Kants Kritik der Erkenntnis zu Foucaults Kritik als politischer Tätigkeit Dienstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 03.04.2018), Ort: A14 1-112, JJW 1-112

Beschreibung:
In seinem 1978 an der Société française de philosophie gehaltenen Vortrag Qu'est-ce que la critique? (erschienen auf deutsch 1992 im Merve Verlag Berlin unter dem Titel: Was ist Kritik?) begreift er Kritik über die mittlerweile häufig zitierte Frage: „Wie ist es möglich, dass man nicht derartig, im Namen dieser Prinzipien da, zu solchen Zwecken und mit solchen Verfahren regiert wird - dass man nicht so und nicht dafür und nicht von denen da regiert wird?“
Diese Frage steht im Kontext einer Auseinandersetzung insbesondere mit der Erkenntnistheorie Kants und seines Verständnisses von Aufklärung und Mündig-Werden. An Stelle der Frage nach den epistemologischen Grenzen der Erkenntnis über eine transzendentalphilosophische Reflexion möchte Foucault die Frage nach den gesellschaftlichen Grenzen des Handelns über eine kritisch-politische Tätigkeit setzen.

Literatur: Michel Foucault: Was ist Kritik?, Berlin: Merve Verlag 1992
Sekundärliteratur:
Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft
Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?
Rahel Jaeggi/Tilo Wesche: Was ist Kritik? Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 2009
Seminar - Dr.phil. Christine Zunke
4.03.267 Unterrichten-Können. (Fast) Alles, was man wissen muss, um im Referendariat in pädagogischer und didaktischer Hinsicht gelassen zu bestehen - interdisziplinäre Lehrveranstaltung für PhilosophInnen und TheologInnen Termine am Freitag. 13.04. 15:00 - 18:00, Samstag. 14.04. 10:00 - 17:00, Freitag. 15.06. 15:00 - 18:00, Samstag. 16.06. 10:00 - 17:00
Beschreibung:
Seminar - Ulrich Steckel
4.03.211 Kant: Reine Vernunft und Gefühl Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Die rigorose Entgegensetzung von reiner Vernunft und Sinnlichkeit scheint in der Praktischen Philosophie Kants offensichtlich. Dennoch soll reine Vernunft in der Sinnlichkeit des Menschen ein „moralisches Gefühl“ bewirken können. Das Seminar wird anhand verschiedener Kant-Texte der Frage nachgehen, wie dieser das Verhältnis von reiner Vernunft und Sinnlichkeit bestimmt.
Kenntnisse der Philosophie Kants sind von Vorteil. Die An- bzw. Beschaffung der genannten Literatur ist unabdingbar.
Literatur:
Kant: Kritik der praktischen Vernunft
Kant: Kritik der Urteilskraft
Kant: Metaphysik der Sitten
Seminar - Priv.-Doz. Dr. Frank Kuhne
4.03.991 Information zum Bachelorarbeitsmodul Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Bachelorarbeitsmodul gibt es keine eigens ausgewiesene Begleitveranstaltung. Die Studierenden können nach Absprache mit dem betreuenden Gutachter aus den Aufbaumodulen eine zum Bachelorarbeitsthema passende Veranstaltung belegen. Es ist auch möglich, statt eines Seminars ein Kolloquium zu belegen.
WICHTIG: Als Begleitveranstaltung darf keine Veranstaltung gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt wird.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.148 Die Diktatur als Thema der politischen Philosophie Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
Das Seminar bietet einen Einblick in die politisch-philosophische Diskussion über Demokratie und Diktatur seit dem Beginn des 20 Jahrhunderts. Nicht erst seit heute ist es nämlich alles andere als selbstverständlich, was man unter diesen beiden zentralen Begriffen des politischen Denkens überhaupt zu verstehen hat. Welches autoritäre Regime behauptet nicht, die ‚wahre Demokratie‘ zu verkörpern? Das Seminar soll einen Beitrag dazu liefern, sich den Suggestionen politischer Ideologien zu entziehen und ein kritisches politisches Urteilsvermögen zu entwickeln.
Seminar 2 PD Dr. Ingo Elbe
4.03.121d Einführung in die Praktische Philosophie Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Katharina Falk
4.03.324 Was ist Kritik? Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Das Seminar setzt sich mit den Problemen und Möglichkeitsbedingungen von Sozialkritik auseinander. Im Mittelpunkt sollen dabei einerseits eher theoretische Texte aus dem Spektrum kritischer Theorien (z.B. Adorno, Foucault, Geuss, Jaeggi, ...), andererseits konkretere kritische Untersuchungen (z.B. Rosa, Cohen, Boltanki & Chiapello, ...) stehen. Es geht also sowohl um die Frage, was philosophische Kritik überhaupt sein kann, als auch darum, wie man die tatsächlichen gesellschaftlichen Verhältnisse kritisch in den Blick nehmen kann. Die genaue Textauswahl erfolgt auf Grundlage der ersten Seminarsitzung, eigene Vorschläge und Präferenzen sind dabei willkommen.
Literatur:
Tilo Wesche & Rahel Jaeggi (Hg.): Was ist Kritik?, Suhrkamp, Frankfurt 2009.
Seminar - Niklas Angebauer
4.03.511 Idealism Revisited. International Course at IUC Dubrovnik Termine am Donnerstag. 05.04. 13:00 - 14:00, Freitag. 28.09. - Sonntag. 30.09. 10:00 - 18:00
Beschreibung:
Please note that this is an International Course taught at the IUC Dubrovnik in September 2018. Detailed information will be given at the meeting on April 5th in Oldenburg.
Please contact the International Office or the Dean's office to discuss a possible grant to cover travel expenses.
For further information on the course: www.iuc.hr
Abstract:
The course borrows its title from the widely discussed novel “Brideshead Revisited” published in 1945 by English writer Evelyn Waugh. Brideshead, the ancient seat of an aristocratic family, sets the scene for the novel’s theme: society’s changes and challenges within the context of catholic belief. The question the summer course aims to unfold is whether idealism might be considered a “conjuror’s name of such ancient power, that at its mere sound, the phantoms of those haunted last years” will begin “to take flight.” Revisiting the philosophical concepts of idealism in contemporary contexts challenges to grasp the power idealism shows within never ceasing transitions and changes of our world. Colloquially speaking, idealism stands for an optimistic, if not naïve worldview, but as a name, idealism also denotes schools within the history of philosophy such as American, British and German Idealism, or Platonism as a kind of prototype for all forms of idealism. In a stricter systematic approach, it is common to distinguish between an epistemological and ontological idealism. However, despite the varied, seemingly pluralistic use of the term “idealism”, idealism has always served in one specific way, i.e. as a catalyser for our understanding of nature, our world and our standing within it. Even though naturalism and scientific realism have been dominating the twentieth- and twenty-first-century philosophy, there might be more to the concept of idealism than being something that needs to be refuted, or sublated and integrated within naturalism.
Seminar - Apl.Prof.Dr. Myriam Gerhard
4.03.261 Lehren und Lernen der Philosophie Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Dieses Seminar führt ein in zentrale Dimensionen der Fachdidaktik Philosophie. Im Seminar werden grundlegende Themen- und Problemfelder der Fachdidaktik erarbeitet und diskutiert. Dazu gehören theoretische Konzepte zum Sinn des Philosophierens überhaupt, Ansätze zum Philosophieren in der Schule sowie paradigmatische fachdidaktische Konzepte zum Umgang mit der Schatzkiste und dem Werkzeugkasten des Philosophierens. Vor dem Hintergrund der philosophiedidaktischen Konzeptionen werden Methoden und Medien des Philosophierens in der Schule sowie Bausteine zur Gestaltung und Reflexion von Unterricht in den Blick genommen, ausprobiert und diskutiert.
Literatur:
Nida-Rümelin,J./Spiegel, I./Tiedemann, M.: Handbuch Philosophie und Ethik. Band I: Didaktik und Methodik. Paderborn 2012
Meyer, Kirsten: Texte zur Didaktik der Philosophie. Stuttgart 2010.
Runtenberg, Christa: Philosophiedidaktik. Paderborn 2016
Seminar 2 Dr. Christa Runtenberg
Joseph Hossfeld
4.03.121q Einführung in die Praktische Philosophie Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Janina Wilcke
4.03.993 Information zum Masterarbeitsmodul (Fachmaster) Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Masterarbeitsmodul gibt es keine eigens ausgewiesene Begleitveranstaltung. Die Studierenden können nach Absprache mit dem betreuenden Gutachter aus den Aufbau- und Vertiefungsmodulen eine zum Masterarbeitsthema passende Veranstaltung belegen. Es ist auch möglich, statt eines Seminars ein Kolloquium zu belegen.
WICHTIG: Als Begleitveranstaltung darf keine Veranstaltung gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt wird.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.988 Information zum Modul "Selbststudium" phi610 Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Das Modul Selbststudium besteht aus drei Phasen:
1. Die oder der Studierende wählt, folgend ihren oder seinen besonderen Studieninteressen und beraten durch die betreuende Lehrende oder den betreuenden Lehrenden, ein geeignetes Werk aus. Die oder der Lehrende entwickelt – den bisherigen Studienverlauf einbeziehend – Fragestellungen, an denen sich die oder der Studierende bei der Auseinandersetzung mit dem Werk orientieren kann.
2. Die oder der Studierende arbeitet den ausgewählten Text eigenständig durch, wobei ihr oder ihm die oder der betreuende Lehrende bei Problemen oder Fragen zur Verfügung steht.
3. Diskussion und Bewertung der Arbeitsergebnisse zwischen der oder dem Studierenden und der betreuenden Dozentin oder dem betreuenden Dozenten in einem Kolloquium.
Das Kolloquium stellt die Modulprüfung des Moduls phi610 dar. Es hat den Umfang von ca. 30 Minuten und wird mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.145 Kants "kleinere" politische Schriften Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Immanuel Kant (1724-1804) war Philosoph der Aufklärung. Aufklärung bedeutete für ihn das Infrage-Stellen von Dogmen mittels der Vernunft und dadurch die Befreiung von die Herrschaft von Menschen über Menschen verfestigender Unmündigkeit. „Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ Philosophie ist nach und mit Kant die „Wissenschaft von den letzten Zwecken der menschlichen Vernunft“ und der Bezug einzelner Erkenntnisse auf die höchsten Zwecke der Vernunft. Die praktische Aufgabe der Philosophie, die Beförderung des Zwecks der Menschheit ist so in seine Philosophie eingeschrieben.
Wir werden uns in diesem Seminar mit ‚kleineren‘, politischen Schriften von Kant befassen, in denen das Verhältnis von theoretischer Erkenntnis und politischer Praxis oder Pragmatik behandelt wird. Wie steht die Vernunfterkenntnis, die Erkenntnis dessen, was moralisch richtig ist, zu Fragen der Politik? Gibt es einen Zweck der Menschheit und ist es Pflicht, diesen zu befördern?
Zunächst wird es um die Frage gehen, was Aufklärung ist und was ein „Zeitalter der Aufklärung“. Daraufhin wird das Problem der praktischen Verwirklichung philosophischer Erkenntnisse von Kant anhand seines Textes zur Erwiderung des Gemeinspruches „Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis“ behandelt. Hier geht es um Folgerungen für die Moral, das Staatsrecht und schließlich das Völkerrecht. In der Schrift „Zum ewigen Frieden“ zeigt Kant, dass eine friedliche Organisation der Weltgesellschaft „keine leere Idee“ ist, „sondern eine Aufgabe, die, nach und nach aufgelöst, ihrem Ziele […] beständig näher kommt.“
Literatur:
Kant, Immanuel: Zur Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? In: Kant, I. Werkausgabe Band XI: Schriften zur Anthropologie, Geschichtsphilosophie, Politik und Pädagogik I, Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1977.
Ders.: Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis, a.a.O.
Ders.: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf, a.a.O.
Ders.: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, a.a.O.
Seminar 2 Sabine Hollewedde
4.03.322 Philosophie im Nationalsozialismus Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Was geschieht, wenn sich philosophisches Denken unter Extrembedingungen gesellschaftlicher und politischer Wirklichkeit zu artikulieren hat? Am Beispiel ausgewählter Autoren und Werke soll ein Spektrum möglicher Reaktionen auf diese Herausforderung aufgezeigt werden, das sowohl hinsichtlich ihrer Intentionen als auch ihrer Ausdrucksformen erhebliche Unterschiede aufweist.
Seminar - Apl.Prof.Dr. Susanne Möbuß
4.03.254 Messianismus und Milleniarismus: Christentum und Judentum im 17./18. Jahrhundert Donnerstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Von der Frühen Neuzeit bis in die Epoche der Romantik bestand eine kontinuierliche Geschichte der christlich-jüdischen Beziehungen, die in der gegenwärtigen Forschung allmählich rekonstruiert wird. Darin ging es den Christen nicht nur um die Konversion einer religiösen Minderheit; jüdische Rabbis wurden aufgesucht, um von ihren religiösen Kenntnissen zu profitieren. Wer waren diejenigen, die auf christlicher Seite in den Dialog eintraten und wonach suchten sie im jüdischen Wissensschatz? Welche Themen standen bei dem interreligiösen Austausch im Vordergrund und inwiefern wirkten sich jüdische Ideen auf christliche Vorstellungen aus? In der Veranstaltung geht es um die An- bzw. Enteignung der vorchristlichen Geschichte des Judentums. Der Tempel mit der Präsenz Gottes (Schechina) wird zum Modell einer christlichen Utopie.
Seminar - PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.143 Migration und Ethik Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Die öffentliche Debatte um Flüchtlinge und Migration wird seit den Ereignissen des Spätsommers 2015, als täglich mehrere tausend Menschen über offene Grenzen einreisten, erbittert geführt. Die Kontroverse ist im Kern eine normative: Es geht um rechtliche Regulierungen und moralische Forderungen. Was hat die Praktische Philosophie, die sich in prinzipieller Weise mit Recht, Moral und deren Verhältnis befasst, zu diesem Thema zu sagen? Im Seminar sollen klassische und zeitgenössische Texte gelesen und diskutiert werden.
Literatur:
Kant: Zum ewigen Frieden
Weitere Literatur wird zu Semesterbeginn in studip bereitgestellt.
Seminar - Priv.-Doz. Dr. Frank Kuhne
4.03.121f Einführung in die Praktische Philosophie Dienstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Maximilian Linschmann, B.A.
Philipp Bowitz
4.03.313 Miteinander leben lernen philosophisch und/oder religiös? Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
„In Zeiten neuer Konflikte zwischen Ost und West, Nord und Süd ist eines klar geworden: Auf dieser einen Welt müssen wir miteinander leben lernen, ungeachtet trennender Ideologien, Religionen, Überzeugungen.
Aber wie macht man das?
Woran müssen wir uns orientieren?
Gibt es so etwas wie einen gemeinsamen Nenner, der für alle Menschen gilt?“
Diesen Fragen, zitiert vom Klappentext der Monografie „Miteinander leben lernen“ (München 2008) von Hans-Martin Schönherr-Mann, soll im Seminar in mehreren Schritten nachgegangen werden.
Nach einer formalen und inhaltlichen Einführung in das Seminar wird das Ethos in 7 Religionen (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus) vorgestellt und in einer zusammenfassenden Reflexion nach grundlegenden ethischen Gemeinsamkeiten und nach Verschiedenheiten befragt.
Aus philosophischer Perspektive werden 3 Ansätze beleuchtet: der verantwortungsethische (Max Weber, Hans Jonas), der kommunikationstheoretische (Karl Jaspers, Hans Gadamer) und der konsenstheoretische (Jürgen Habermas, Johne Rawls).
In einer abschließenden Reflexion geht es um die Behauptung und Begründung gemeinsamer Grundwerte und Grundtugenden in Religionen und den vorgestellten philosophischen Ansätzen und somit um den Kern eines so genannten Weltethos.
Dazu ist sicher ein Blick auf Literatur von Hans Küng zum Projekt ‚Weltethos’ und auf die oben genannte Monografie von Hans-Martin Schönherr-Mann hilfreich. Weitere Literatur wird mit dem Verlaufsplan des Seminars rechtzeitig bekannt gegeben.
Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern sollen durch Referate oder andere geeignete Methoden in Aspekte der Fragestellungen einführen, anschließende Gruppenarbeiten initiieren, Diskussionen moderieren und die jeweiligen Ergebnisse in prägnanten Thesen zusammenfassen.
Seminar - Prof. Dr. Stefan Scheld
4.03.231 Theorien der Wissenschaftsgeschichte Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Lange Zeit herrschte die Meinung, die Wissenschaft sei – historisch betrachtet – ein kontinuierlich wachsendes Gebäude und die Wissenschaftstheorie brauche sich nur um die Begriffsbildung, Methodik und Systematik der Wissenschaft zu kümmern. Doch im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden Zweifel an diesem Wissenschaftsverständnis laut. Insbesondere Thomas S. Kuhn wies auf Kontinuitätsbrüche, wissenschaftliche Revolutionen und neue Paradigmen hin. Damit löste er eine intensive Debatte aus, an der sich neben anderen Imre Lakatos, Paul Feyerabend und Wolfgang Stegmüller beteiligten. Im Seminar sollen diese wissenschaftsgeschichtlichen Überlegungen zur Frage der Entwicklung und des Fortschritts der Wissenschaft erörtert werden.
Literatur:
Thomas S. Kuhn: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (Suhrkamp, stw 25).
Imre Lakatos / Alan Musgrave (Hg.): Kritik und Erkenntnisfortschritt (Vieweg, 1974).
Paul Feyerabend: Wider den Methodenzwang (Suhrkamp, stw 597).
Wolfgang Stegmüller: Die Entwicklung des neuen Strukturalismus seit 1973 (Springer, 1986).
Seminar - Apl. Prof. Wilhelm Büttemeyer
4.03.998 Ringvorlesung: „Vielfältige Bewußtseinsspiegelungen...“ Weltliteratur der Moderne Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Goethe läutete 1827 das Zeitalter der „Weltliteratur“ ein. Zuvor hatte die Aufklärung eine literarische Kommunikation über Nationalstaaten eröffnet, noch bevor die Globalisierung mit ihren ökonomischen und technischen Fortschritten einsetzte. Im 19. Jahrhundert wurden deren komplexe und zentrifugalen Züge langsam erkennbar.
Folgt man Erich Auerbach, so reagierte die moderne Weltliteratur auf die Ambivalenzen des westlichen Fortschritts und dessen katastrophischen Folgen mit „vielfältigen Bewußtseinsspiegelungen“.
Die Ringvorlesung führt anfangs in die Idee der Weltliteratur ein, die von Goethe in die Moderne führte. Anschließend wird die kulturphilosophische Perspektive, die Erich Auerbach in dem Klassiker Mimesis. Dargestellte Wirklichkeit in der abendländischen Literatur entwickelte, in ausgesuchten Werken der Weltliteratur vorgestellt. Ziel ist es, ein exemplarisches Panorama der möglichen Bewußtseinsspiegelungen aufzuzeigen, mit denen die Autoren jenseits nationaler Grenzen auf die alle verbindende Herausforderung der zivilisierten Lebenswelt reagieren.
Die Vorträge legen in vielen Fällen den Akzent auf die innere Perspektive, die Karl Jaspers in seiner „Psychologie der Weltanschauungen“ 1919 zu fassen suchte und die der Dramatiker und Novellist Hartmut Lange heute mit „Bewußtsein als Verhängnis“ umreißt.

Programm

09. April
Was ist Weltliteratur? Gedanken nach Goethe
Prof. Dr. Dieter Lamping (Mainz)

16. April
Weiblichkeit und Modernität. Virginia Woolf im Porträt
Dr. Gisela von Wysocki (Berlin)

23. April
Über das Poetische. Ansichten eines Schriftstellers
Hartmut Lange (Berlin)

30. April
Im Zauberberg. Die Welt Thomas Manns
Dr. Igor Ebanoidze (Moskau)

07. Mai
Auf dem Weg zur Weltliteratur. Elias Canetti in seinen Briefen
Prof. Dr. Sven Hanuschek (München)

14. Mai
Das Buch der Unruhe. Versuch über Fernando Pessoa
Peter Hamm (Starnberg)

28. Mai
Flimmern des Herzens. Prousts Urfassung von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Dr. Stefan Zweifel (Schweiz)

04. Juni
Franz Kafka und das literarische Unbehagen an der Moderne
Prof. Dr. Thomas Anz (Bamberg)

11. Juni
Welt-Alltag der Epoche. Überlegungen zu James Joyce
Prof. Dr. Klaus Reichert (Frankfurt)

18. Juni
Ein Buch schreibt Weltpolitik. Doktor Schiwago von Boris Pasternak
Prof. Dr. Matthias Bormuth (Oldenburg)

25. Juni
Provinz- und Weltgeschichte. Uwe Johnsons Jahrestage
Prof. Dr. Erdmut Wizisla (Berlin)

02. Juli
Dichterische Weltliteratur: Joseph Brodsky und Zbigniew Herbert. Erinnerungen eines Verlegers
Dr. Michael Krüger (München)
Vorlesung 2 Prof. Dr. Matthias Bormuth
4.03.262 Empirische Theorie von Bildungsprozessen Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Anhand von 12 Unterrichtsbeispielen aus dem Band Bildungspraxis soll in diesem Seminar in das breite Theorie- und Methodenarsenal der praxistheoretischen Bildungsforschung eingeführt werden. Allen Beiträgen, die u.a. aus dem Kindergarten, einer Grundschule, dem Sport- und Mathematikunterricht, einer Montessorischule und einer universitären Mathematikvorlesung stammen, ist die Verknüpfung von qualitativ empirischer Forschung in verschiedenen Bildungskontexten mit kreativen Formen des sozial- und kulturwissenschaftlichen Theoretisierens gemeinsam. Die besondere Produktivität dieses Zusammenspiels, das die unterschiedlichen Spielarten einer praxistheoretisch inspirierten Bildungsforschung charakterisiert, soll für das Wechselspiel von Körpern, Räumen und Objekten im Alltag unterschiedlicher Bildungsinstitutionen sensibilisieren und einer kognitiven Verkürzung von Bildung, Lehren und Lernen entgegenwirken.

Literatur:
Thomas Alkemeyer, Herbert Kalthoff und Markus Rieger-Ladich (Hg.): Bildungspraxis. Körper Räume Objekte, Weilerswist 2015; Herbert Kalthoff, Stefan Hirschauer und Gesa Lindemann (Hg.): Theoretische Empirie. Zur Relevanz qualitativer Forschung, Frankfurt am Main 2008; Thomas Alkemeyer, Volker Schürmann und Jörg Volbers (Hg.): Praxis denken. Konzepte und Kritik, Wiesbaden 2015; Thomas Alkemeyer, Gunilla Budde und Dagmar Freist (Hg.): Selbstbildungen. Soziale und kulturelle Praktiken der Subjektivierung, Bielefeld 2013; Hilmar Schäfer (Hg.): Praxistheorie. Eine soziologisches Forschungsprogramm, Bielefeld 2016; Thomas Pille: Das Referendariat. Eine ethnografische Studie zu den Praktiken der Lehrerbildung, Bielefeld 2013; Käte Meyer-Drawe: Diskurse des Lernens, München 2012; Robert Gugutzer: Soziologie des Körpers, Bielefeld 2015.
Seminar 2 Apl. Prof. Reinhard Schulz
4.03.125 Hume, Traktat über die menschliche Natur, Drittes Buch 'Über die Moral' Dienstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Das Seminar möchte in die Moralphilosophie von David Hume einführen. Humes Ethik zeichnet sich gegenüber anderen Ethiktypen durch die besondere Stellung von Gefühlen und Empfindungen für die Moral aus. Moralische Handlungen werden durch Regeln und durch insbesondere die Sympathie mit dem Gemeinwohl, das Mitgefühl bestimmt. Dieses Vermögen der Sympathie bzw. des Mitgefühls wird in Humes naturalistischer Ethik als ein Vermögen untersucht, das dem Menschen von Natur aus zukommt. Moralische Akteure haben demnach ein natürliches Eigeninteresse an dem Gemeinwohl. Die methodische Folge dieses Ansatzes ist es, dass die moralische Begründung von Geboten und Verboten auf der Grundlage empirischer Untersuchungen erfolgen muss, die sich den beobachtbaren Gefühlen, Interessen und Regelbefolgungen widmen. Das Seminar behandelt die Frage nach dem Sinn und den Grenzen von Humes naturalistischer Ethik. Die Textgrundlage ist: David Hume, Über die Moral, mit einem Kommentar von Herlinde Pauer-Studer, Frankfurt am Main: Suhrkamp Studienbibliothek 6, 2007.
Seminar - Prof. Dr. Tilo Wesche
4.03.903 Kolloquium für Abschlussarbeiten Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Das Kolloquium bietet eine Unterstützung für alle Arten von Abschlussarbeiten, ob Bachelor‑, Master-, Magister- oder Staatsexamensarbeit. Es können Gliederungen, Exposés, vorbereitende Hausarbeiten und mehr oder weniger fertige Ausschnitte der jeweiligen Texte vorgestellt und besprochen werden. Ebenso ist es möglich, Werke anderer Autoren zu diskutieren, wenn sie im Zentrum der Abschlussarbeit stehen. Außerdem werden wir uns mit den allgemeinen formalen und inhaltlichen Vorgaben für Abschlussarbeiten beschäftigen.
Kolloquium - Prof. Dr. Mark Siebel
4.03.213 Vom Kopf auf die Füße - Philosophie und Gesellschaftstheorie Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 26.04.2018)

Beschreibung:
Nach einem Wort Adornos ist Kritik an der Gesellschaft Erkenntniskritik und umgekehrt. Dieser Gedanke erschließt sich nicht auf Anhieb, sondern setzt voraus, nachzuvollziehen, was die gesellschaftlichen Konstitutionsbedingungen von Erkenntnis sind, und umgekehrt, was die Erkenntnisbedingungen von Gesellschaft sind. Dieses Wechselverhältnis lässt sich an der Kritik Marxens an Hegel erhellen, um das sich die Arbeit in diesem Seminar drehen wird.
Die Textauswahl wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben.
Seminar 2 Dr. phil. Maxi Sabine Berger
4.03.269 Analytisches und kritisches Denken in philosophischen Gesprächen mit Kindern Termine am Montag. 13.08. - Mittwoch. 15.08. 10:00 - 16:00, Freitag. 17.08. 14:00 - 19:00, Montag. 20.08. 10:00 - 12:00
Beschreibung:
In dem Seminar befassen wir uns damit, inwiefern analytisches Denken in philosophischen Gesprächen mit Kindern angeregt werden kann – und was das für eine kritische Orientierung in der Welt bedeutet. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile:

Zuerst werden theoretische und methodische Grundlagen des analytischen und kritischen Denkens sowie des Philosophierens mit Kindern diskutiert. Im zweiten Teil planen die Studierenden vor diesem Hintergrund philosophische Gespräche, die an einem außerschulischen Lernort (Universum Bremen) mit SchülerInnen durchgeführt und in einer Abschlusssitzung gemeinsam reflektiert werden.
Seminar - Caroline Kather
4.03.149 Engagiertes Denken Donnerstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Besonders in 20. Jahrhundert ist zu beobachten, daß einzelne Denkerinnen und Denker - ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewußt - Reflektionen der gegenwärtigen Situation anstellen. Dabei wird auch die mögliche Funktion des „Intellektuellen“ thematisiert, der seine Theorien in bisher nicht gekannter Weise zum Gegenstand öffentlicher Diskussion macht.
Seminar - Apl.Prof.Dr. Susanne Möbuß
4.03.515 Was ist Solidarität? Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Der Begriff der Solidarität hält sich im Spannungsverhältnis von Ethik und Politik auf.
Er ist notorisch unscharf (Celikates/ Jaeggi 2017, 38) und bedarf daher einer genaueren
philosophischen Betrachtung, in der die Grenzen und Möglichkeiten dieses Begriffs
bestimmt werden. Ist Solidarität eine ethische Haltung oder Gesinnung? Wie ist der
Begriff im Verhältnis von Partikularität und Universalität sowie dem von Heteronomie
und Autonomie zu bestimmen? Ist Solidarität per se „gut“ oder müssen Kriterien ihrer
Legitimation gefunden werden? Wenn Solidarität eine Form politischen Handelns oder
politischer Kooperation ist, beruht sie dann auf einem Eigeninteresse oder fordert sie
etwas ein, was über partikulare Interessen hinausgeht? Wie lassen sich Formen der
Solidarität in der Praxis analysieren? Das Seminar macht sich zur Aufgabe, die zuvor
gestellten Fragen zu problematisieren und widmet sich dabei klassischen wie auch
aktuellen Texten zu Theorien der Solidarität (Durkheim, Bayertz, Brunkhorst, Honneth,
Jaeggi, u.a.).
Seminar - David Barteczko
4.03.212 Ideengeschichte der modernen Ikonographie Termine am Mittwoch. 25.07. 15:00 - 18:00, Donnerstag. 26.07. 08:00 - 22:00, Freitag. 27.07. 08:00 - 18:00
Beschreibung:
Am 25. Juli treffen wir uns zur Vorbereitungssitzung von 15.00 bis 18.00 Uhr im Karl Jaspers-Hau-
Am 26. Juli fahren wir - wahrscheinlich in privaten PKW - früh morgens zum Panorama-Museum in Bad Frankenhausen. Von dort fahren wir weiter nach Leipzig, wo wir abends ein Gespräch mit älteren und jüngeren Künstlern der "Leipziger Schule" haben.
Am 27. Juli besuchen wir den Maler Michael Triegel im Atelier in der "Alten Spinnerei". Anschließend wird in der Galerie Schwind in der Springerstraße die dortige Sammlung der Leipziger Schule gemeinsam besucht und anschließend das Atelier von Werner Tübke. Das Seminar schließt am frühen Abend.
Seminar - Prof. Dr. Matthias Bormuth
4.03.987 Information zum Akzentuierungsmodul phi540 (VM 4) Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Rahmen des Akzentuierungsmoduls können alle Seminare gewählt werden, die unter phi510 (VM 1), phi520 (VM 2) und phi530 (VM 3) stehen und nach Absprache auch fortgeschrittene Seminare anderer Fächer, soweit sie für den gewählten Studienschwerpunkt relevant sind.
WICHTIG: Es dürfen keine Seminare gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt werden, d.h. es ist keine Doppelanrechnung ein und desselben Seminars für mehrere Module möglich!
sonstige - in Bearbeitung
4.03.121k Einführung in die Praktische Philosophie Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Lea Schröder
4.03.121m Einführung in die Praktische Philosophie Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Sabine Hollewedde
4.03.229 Eigentumstheorien Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Was ist Eigentum? Welche Formen von Eigentum gibt es? Lässt sich Eigentum rechtfertigen, und wenn ja, in welchen Formen und an welchen Gütern?
Philosophische Eigentumstheorien suchen Antworten auf diese und ähnliche Fragen. Aus philosophiehistorischer Perspektive lassen sich verschiedene „Paradigmen“ solcher Theorien ausmachen, mit denen wir uns im Seminar beschäftigen werden. Schwerpunkte werden dabei u.a. der bürgerliche Eigentumsbegriff bei Kant, der „Paradigmenwechsel“ in John Lockes Arbeitstheorie, sowie eigentumskritische Positionen (etwa bei Rousseau und Marx) sein. Im Seminar werden wir uns kanonische Beiträge zur Frage des Eigentums erarbeiten und auf ihre anthropologischen, politischen, moralischen und existentiellen Annahmen und Implikationen hin befragen.
Weitere thematische Schwerpunkte sowie die Details zur Scheinvergabe etc. werden in der ersten Sitzung besprochen.
Literatur:
Andreas Eckl & Bernd Ludwig (Hg.): Was ist Eigentum? Philosophische Positionen von Platon bis Habermas, C.H.Beck, München 2005.
Jeremy Waldron: Property and Ownership (2004), https://plato.stanford.edu/entries/property/
Christopher Pierson: Just Property: A History in the Latin West (2 Bände), Oxford University Press.
Seminar - Niklas Angebauer
2.02.916 Diving Deep - Conceptual and Empirical perspectives on Social-ecological Transformations Donnerstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Reading seminar for a deeper understanding of conceptual and empirical approaches to social-ecological transformation

Learning goals:
 Gain an overview of the main research approaches in the transformation discourse
 Reflect on contributions of current research for actively pursuing societal and eco-logical change (contributions, open questions, inconsistencies, …)
 Strengthen critical thinking and scientific paper reading skills
 Develop skills in interdisciplinary debates and scientific writing
Seminar 2 Julia Tschersich
Nina Gmeiner
4.03.217 Forschungen zur kritischen Theorie Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 25.04.2018)

Beschreibung:
In diesem Semester soll es um die Erkenntnistheorie Peter Bulthaups gehen. Peter Bulthaup war ein Schüler Adornos, der bis 2003 an der Universität Hannover Philosophie lehrte. Seine Erkenntnistheorie beruht auf der negativen Dialektik Adornos und stellt zugleich eine kritische Weiterentwicklung dar. Inwiefern, wollen wir in diesem Seminar untersuchen.

Die Texte werden zu Semesterbeginn zur Verfügung gestellt. Das Seminar setzt Kenntnisse in der Philosophie des deutschen Idealismus voraus.
Seminar 2 Dr. phil. Maxi Sabine Berger
4.03.361 Neue Medien im Philosophie- / Werte und Normen-Unterricht Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
In diesem Seminar soll es um die Frage gehen, wie und wo die sog. neuen Medien ihren Platz im Unterricht der Fächer Philosophie sowie Werte und Normen finden können. Dabei geht es zum einen um die Arbeit mit elektronischen Medien als Unterrichtsmittel - insbesondere darum, an welchen Stellen sie sinnvoll und zielführend eingesetzt werden können. Zum anderen sollen die neuen Medien aber auch auf ihren Gehalt als Unterrichtsinhalte hin untersucht werden. Dazu werden wir die curricularen Vorgaben in den Blick nehmen und auf dieser Basis Unterrichtseinheiten bzw. -stunden planen
Seminar 2 Christine Allroggen
4.03.121a Einführung in die Praktische Philosophie Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - René Wassermeier
4.03.371 Die Szenariotechnik im Unterrichtsfach "Werte und Normen" (Sek II) Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Die Szenariotechnik ist eine Methode, bei der Schülerinnen und Schüler (SuS) ausgehend von der Gegenwart mögliche Zukunftsbilder entwerfen. Dabei dienen gegenwärtige Fakten und Entwicklungsfaktoren als Grundlage. Zusammenhänge und Wechselwirkungen werden analysiert sowie mögliche Lücken mit Kreativität und Phantasie geschlossen (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2008). Damit zählt die Szenariotechnik zu der großen Gruppe der Gedankenexperimente, die insbesondere im Fach Werte und Normen/Philosophie einen relativ hohen didaktisch-methodischen Stellenwert aufweisen. Die Entwicklung von Szenarien im Unterricht soll die SuS befähigen, sich systematisch und konstruktiv mit zukunftsorientierten Fragestellungen auseinanderzusetzen. Ebenso soll ein ganzheitliches Prozessdenken gefördert werden (vgl. Albers & Broux 1999, S. 59).
Das Seminar richtet sich vor allem an Studierende des Lehramtes für allgemeinbildende und berufliche Gymnasien (Sek. II), da ausgewählte Inhalte aus dem KC Werte und Normen/Philosophie (gymnasiale Oberstufe) mithilfe der Szenariotechnik im Seminar aufbereitet werden sollen. (WiPäd-Studierende haben zudem die Möglichkeit, sich auf die In-halte der RLL für die weiteren beruflichen Schulformen zu beziehen.)
Quellen, Literatur und Themen für das Seminar (Auswahl):
Albers, O. & Broux, A. (1999). Zukunftswerkstatt und Szenariotechnik. Ein Methodenbuch für Schule und Hochschule. Weinheim: Beltz.
Bertram, G. (2012). Philosophische Gedankenexperimente. Stuttgart: Reclam. (Kaufempfehlung)
Bundeszentrale für politische Bildung (2008). Szenariotechnik, Szenariomethode. URL: http://www.bpb.de/lernen/formate/methoden/62269/methodenkoffer-detailansicht?mid=275.
Cohnitz, Daniel (2006). Gedankenexperimente in der Philosophie. Paderborn: Mentis-Verlag.
Filosofix - Philosophische Gedankenexperimente (o.J.). URL: https://www.srf.ch/sendungen/myschool/filo-sofix-philosophische-gedankenexperimente.
Nida-Rümelin, J.; Spiegel, I. & Tiedemann, M. (2015) Handbuch Philosophie und Ethik: Didaktik und Methodik. Stuttgart: UTB: Schöningh.
Niedersächsisches Kultusministerium (2011). KC für das Gymnasium – gymnasiale Oberstufe und das Berufliche Gymnasium Werte und Normen. Hannover.
Wiater, We. (2011). Ethik unterrichten. Einführung in die Fachdidaktik. Stuttgart: Kohlhammer.
Seminar - Thomas Fokken, M.Ed.
4.03.255 Religion und Architektur Freitag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
Architektur bildet ein aus verschiedenen Medien zusammengefügtes Ensemble, in dem der Körper und die Aufmerksamkeit des Menschen mittels basaler Markierungen (Licht und Raum) gesteuert wird. In der religionsästhetischen Theorie sind architektonische Räume also eine besondere Klasse von Wahrnehmungsräumen. Die Veranstaltung fragt nach dem Zusammenspiel zwischen den gestalterischen Programmen architektonischer Räume und ihren Rezipienten. Welche architektonischen Mittel werden eingesetzt, um bestimmte emotionale Antworten und Verhaltensweisen hervorzurufen? Auf welche Weise werden architektonische Räume von religiösen (und anderen) Akteuren besetzt und genutzt?
Zur Teilnahme an der Veranstaltung gehört eine dreitägige Exkursion nach Köln zu Fronleichnam (30.05.–01.06.2018). Organisatorische Fragen werden in der ersten Sitzung besprochen.
Seminar - PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.114 Der Logische Empirismus Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
In diesem Seminar werden wir uns mit der Philosophie des Logischen Empirismus, einer der einflussreichsten wissenschaftstheoretischen Positionen des 20. Jahrhunderts, beschäftigen. Der Logische Empirismus entwickelte sich aus den Arbeiten des Wiener Kreises, einem Zusammenschluss von Philosophen, Mathematikern und Naturwissenschaftlern um den an der Universität Wien lehrenden Philosophieprofessor Moritz Schlick, dem u.a. auch Rudolf Carnap und Otto Neurath angehörten. Die grundlegenden Themen des Logischen Empirismus, mit denen wir uns beschäftigen werden, sind die Abgrenzung von Wissenschaft und Metaphysik, die logische Sprachanalyse, die Zweistufenkonzeption der Wissenschaftssprache und das Verifikationsprinzip der Bedeutung. In diesem Zusammenhang werden wir uns auch mit Karl Popper, einem prominenten Kritiker des Logischen Empirismus, und Aspekten seiner Position des Kritischen Rationalismus befassen. Abschließend werden wir den Logischen Empirismus unter Einbeziehung von Argumenten von Paul Feyerabend und Thomas Kuhn kritisch diskutieren.
Seminar 2 Dr.phil. Stephan Kornmesser
4.03.234 Willensfreiheit Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Thema des Seminars ist das Problem der Willensfreiheit, das bekanntlich derzeit auch in der breiten Öffentlichkeit viel diskutiert wird. Haben wir einen freien Willen? Oder ist durch Naturgesetze festgelegt, was wir wollen oder wie wir uns entscheiden? Und falls dies so wäre: Würde dadurch gezeigt, dass die Rede von einem freien Willen gegenstandslos ist?
Um diese und verwandte Fragen wird es in diesem Seminar gehen. Der erste Teil der Veranstaltung wird dabei der Klärung einer Reihe von Begriffen und Unterscheidungen dienen, die zentral für die zeitgenössische Debatte sind. Im zweiten Teil sollen dann anhand ausgewählter neuerer Texte die zentralen Argumente für und wider der verschiedenen Positionen zur Frage der Willensfreiheit diskutiert werden. Abschließend wird der Frage nachgegangen, ob neuere Ergebnisse der Hirnforschung tatsächlich zeigen (wie dies oft behauptet wird), dass wir über keinen freien Willen verfügen.
Seminar - Dr. Christian Plunze
Gleichstellungsbeauftragte FK IV Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Community-Forum - Dr.phil. Christine Zunke
4.03.216 Idee und Dialektik bei Hegel Termine am Samstag. 07.04. 12:00 - 14:00, Samstag. 21.04., Samstag. 05.05. 10:00 - 13:00, Samstag. 02.06. 10:00 - 17:00, Samstag. 23.06., Samstag. 30.06. 10:00 - 13:00
Beschreibung:
Das Seminar ist eine Fortsetzung des Seminars aus dem Wintersemester. Im Sommersemester werden wir gemeinsam Hegels absolute Idee (Wissenschaft der Logik. Die Lehr vom Begriff) lesen und diskutieren. Neueinsteiger sind herzlich willkommen.
Seminar - Apl.Prof.Dr. Myriam Gerhard
4.03.123 Platons Politeia Termine am Montag. 09.07. 12:00 - 20:00, Dienstag. 10.07. - Mittwoch. 11.07. 10:00 - 20:00
Beschreibung:
Die Politeia zählt zu den grundlegenden Texten der Philosophie überhaupt. In den berühmten Gleichnissen, dem Sonnen- und Liniengleichnis, sowie im Höhlengleichnis legt Platon die zentralen Punkte seines Philosophie-Verständnisses offen. Aus diesen Kernpunkten seines Philosophie-Verständnisses resultieren nicht nur erkenntnistheoretische Auffassungen, sondern auch eine ethisch-politische Verantwortung, die den Philosophen zukommt. So kann man in der Lektüre der Politeia die Öffnung der Philosophie zu Fragen des Politischen hin erleben. Denn Sokrates diskutiert hier mit Thrasymachos, woran sich ‚gutes‘ politisches Handeln, bzw. politischer Erfolg zu ermessen ist. Die Philosophie fordert hier also gleichsam die Politik heraus, was auch heute noch von großem Interesse ist.
Seminar - Nils Baratella
4.03.997a Lesekreis: Fortgeschrittene Probleme der Marxschen Theorie Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
sonstige - VertreterInnen der Fachschaften
4.03.121p Einführung in die Praktische Philosophie Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Philip Penew
4.03.702 Forschungskolloquium: Politischer Existentialismus - Von Carl Schmitt bis zum Unsichtbaren Komitee Freitag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 06.04.2018), Ort: A01 0-004
Termine am Montag. 05.03. 12:00 - 14:00, Ort: A05 0-056

Beschreibung:
Der politische Existentialismus ist eine wesentliche Strömung politischen Denkens im 20. und 21. Jahrhundert. Solch unterschiedliche DenkerInnen wie Hannah Arendt und Carl Schmitt, Chantal Mouffe und Ernst Jünger, Georges Sorel und das Unsichtbare Komitee repräsentieren einen Stil politischen Philosophierens, der um Kampf, Ausnahmezustand, Bruch mit gegebenen Standards und Normen schlechthin, totales Ergriffensein durch die Situation und politischen Geniekult kreisen.
Im Forschungskolloquium – einem gewöhnlichen Seminar mit einem allerdings erheblich höheren Anspruch an Teilnahme-, Diskussions- und Lektürebereitschaft – sollen ausgewählte Positionen des politischen Existentialismus diskutiert werden.
Forschungsseminar 2 PD Dr. Ingo Elbe
4.03.221 Nachhaltigkeit und Eigentum an natürlichen Ressourcen Termine am Dienstag. 10.04., Dienstag. 29.05. 08:00 - 10:00, Samstag. 07.07., Montag. 09.07. - Dienstag. 10.07. 10:00 - 18:00, Ort: A14 1-101 (Hörsaal 1), A01 0-004
Beschreibung:
Wem gehören die natürlichen Ressourcen wie beispielsweise Bodenschätze, genetisches Material und Energiequellen? Darf die Natur überhaupt in Eigentum überführt werden? Und falls ja, soll an ihr privates oder öffentliches oder gemeinschaftliches Eigentum gehalten werden? Im Seminar sollen diese Fragen auf der Grundlage verschiedener Eigentumstheorien behandelt werden. Dabei zielt das Erkenntnisinteresse auf ein Konzept des nachhaltigen Eigentums. Einerseits sind moderne Gesellschaften zwangsläufig Eigentumsgesellschaften, in denen die Nutzung, Verwertung und Übertragung von Gütern über das rechtliche Allokationsmedium Eigentum geregelt wird. Andererseits ist ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen normativ wünschenswert. Wie also lassen sich Eigentumsrechte und Nachhaltigkeit miteinander vereinbaren? Mögliche Antworten sollen in der Auseinandersetzung mit klassischen (Grotius, Locke) und aktuellen (Steiner, Oström, Risse) Texten der Eigentumstheorie erarbeitet werden.
Seminar - Prof. Dr. Tilo Wesche
4.03.373 Die Didaktisierung philosophischer Grundpositionen für den Werte und Normen Unterricht Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Von den Bedingungen eines philosophischen Werte und Normen Unterrichts ausgegangen basiert dieser im Sinne des Spiralcurriculums von Beginn an auf den philosophischen Grundpositionen, die sich aus der kantischen 4-Teilung der Philosophie ergeben.
Also geht es zuerst um einen „Kanon“ der für den Schulunterricht relevanten philosophischen Grundpositionen und sodann um die Möglichkeiten sie auf eine altersgemäße Problemstellung didaktisch zu transformieren.
Aufgabe und Ergebnis dieses Seminars sollen die Gestaltung konkreter Unterrichtsvorhaben sein, die anhand von altersgemäßen, lebensweltlich orientierten Beispielen den Problemgehalt und die Argumentation einer dieser Grundpositionen vermitteln.
Seminar 2 Joseph Hossfeld
4.03.906 Kolloquium für Abschlussarbeiten Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
In diesem Kolloquium werden studentische Arbeiten im Zuge von Abschlussarbeiten, d.h. BA-Arbeiten und Arbeiten im Master of Education präsentiert und diskutiert. Es werden Ansätze, Überlegungen, Schwerpunkte, die in Arbeit sind, vor- und zur Diskussion gestellt. Es geht nicht um die Präsentation vollständig abgeschlossener Arbeiten, sondern um Ergebnisse, um Exposees, die im Schreib- und Arbeitsprozess sind. Die Präsentationen werden mit allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Kolloquiums in konstruktiver Weise diskutiert und ausgewertet. Die Kultur des Feedbacks sollte diejenigen, die eine Präsentation machen, in ihrem jeweils spezifischen Projekt fördern und unterstützen.
Kolloquium 2 Dr. Christa Runtenberg
4.03.165 Vertragstheorien als Idealbild einer liberalen Gesellschaft. Die zweite Abhandlung über die Regierung von John Locke Donnerstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Vertragstheorien sind theoretische Konstrukte der politischen Philosophie, um staatliche Rechtsordnungen auf moralischer und institutioneller Ebene zur legitimieren. Das Seminar wird zunächst einen allgemeinen Überblick über unterschiedliche Vertragstheorien geben, wobei insbesondere die Theorien von Thomas Hobbes, John Locke und Jean-Jacques Rousseau näher betrachtet werden.
Anschließend wird Lockes Theorie in der zweiten Abhandlung über die Regierung näher betrachtet, um abschließend ihre Bedeutung für reale politische Entwicklungen – wie etwa die Französische Revolution und die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung – nachvollziehen zu können.

Literatur:
Zur Anschaffung empfohlen:
John Locke: Zwei Abhandlungen über die Regierung [1689]. Herausgegeben und eingeleitet von Walter Euchner. Frankfurt am Main 1977.
Ergänzend:
Thomas Hobbes: Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates. Herausgegeben und eingeleitet von Iring Fetscher. Aus dem Englischen von Walter Euchner. Frankfurt am Main 1984.
Jean-Jacques Rousseau: Vom Gesellschaftsvertrag oder die Grundlagen des politischen Rechts. Aus dem Französischen von Erich Wolfgang Skwara. Frankfurt am Main 2000.
Seminar - Ruben Obenhaus, M.A.
4.03.163 Das Phänomen der Masse (Canetti, Gasset, Le Bon, Tarde) Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018), Ort: A14 0-030, V02 0-003

Beschreibung:
Das Seminar behandelt philosophische Kulturtheorien des 19. und 20. Jahrhunderts, die von der Annahme ausgehen, das gegenwärtige Zeitalter sei das Zeitalter der 'Massen'. Diskutiert werden Texte von Ellias Canetti, José Ortega y Gasset, Gustave Le Bon, Gabriel Tarde, Sigmund Freud u.a.

Alle Texte, die im Seminar besprochen werden, können bei Stud.IP heruntergeladen werden. Es wird um regelmäßige Teilnahme gebeten. Für den Lernerfolg ist zudem die Lektüre der angegebenen Texte unerlässlich.
Seminar 2 Dr. Sven Ellmers, Dipl.-Sozw.
4.03.226 Das Unbehagen in der Kultur: Probleme zwischen Philosophie und Psychoanalyse Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
„[…] die beiden Aufklärungen, daß das Triebleben der Sexualität in uns nicht voll zu bändigen ist, und daß die seelischen Vorgänge an sich unbewußt sind und nur durch eine unvollständige und unzuverlässige Wahrnehmung dem Ich zugänglich und ihm unterworfen werden, kommen der Behauptung gleich, daß das Ich nicht Herr sei in seinem eigenen Haus. Sie stellen miteinander die dritte Kränkung der Eigenliebe dar, die ich die psychologische nennen möchte. Kein Wunder daher, daß das Ich der Psychoanalyse nicht seine Gunst zuwendet und ihr hartnäckig den Glauben verweigert.
Die wenigsten Menschen dürften sich klar gemacht haben, einen wie folgenschweren Schritt die Annahme unbewußter seelischer Vorgänge für Wissenschaft und Leben bedeuten würde. Beeilen wir uns aber hinzuzufügen, daß nicht die Psychoanalyse diesen Schritt zuerst gemacht hat. Es sind namhafte Philosophen als Vorgänger anzuführen, vor allen der große Denker Schopenhauer, dessen unbewußter »Wille« den seelischen Trieben der Psychoanalyse gleichzusetzen ist. Derselbe Denker übrigens, der in Worten von unvergeßlichem Nachdruck die Menschen an die immer noch unterschätzte Bedeutung ihres Sexualstrebens gemahnt hat. Die Psychoanalyse hat nur das eine voraus, daß sie die beiden dem Narzißmus so peinlichen Sätze von der psychischen Bedeutung der Sexualität und von der Unbewußtheit des Seelenlebens nicht abstrakt behauptet, sondern an einem Material erweist, welches jeden einzelnen persönlich angeht und seine Stellungnahme zu diesen Problemen erzwingt. Aber gerade darum lenkt sie die Abneigung und die Widerstände auf sich, welche den großen Namen des Philosophen noch scheu vermeiden.“
Sigmund Freud: Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse, in: Ders. Gesammelte Schriften, Band 12, Fischer Verlag, S.11f

„Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem Maße es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden. In diesem Bezug verdient vielleicht gerade die gegenwärtige Zeit ein besonderes Interesse. Die Menschen haben es jetzt in der Beherrschung der Naturkräfte so weit gebracht, daß sie es mit deren Hilfe leicht haben, einander bis auf den letzten Mann auszurotten. Sie wissen das, daher ein gut Stück ihrer gegenwärtigen Unruhe, ihres Unglücks, ihrer Angststimmung. Und nun ist zu erwarten, daß die andere der beiden »himmlischen Mächte«, der ewige Eros, eine Anstrengung machen wird, um sich im Kampf mit seinem ebenso unsterblichen Gegner zu behaupten. Aber wer kann den Erfolg und Ausgang voraussehen?“
Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur, in: Ders. Gesammelte Schriften, Band 9, Fischer Verlag, S.74

Das Seminar ist als eine Einführung in die Psychoanalyse und die sich daraus ergebende Kulturkritik gedacht.
Die zu lesenden Texte werden bei StudIP zur Verfügung gestellt.
Seminar - Enrico Pfau
4.03.999 Philosophisches Kolloquium Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Das philosophische Kolloquium ist eine über zwei Semester gehende Veranstaltung für Studierende im Fachmaster. Ein Neueinstieg ist sowohl zum Wintersemester als auch zum Sommersemester möglich und erwünscht. In dieser Veranstaltung sollen nicht nur die Vorträge des aktuellen Semesters begleitet und diskutiert werden, sondern auch die Veranstaltungen für das kommende Semester geplant, sowie die Veröffentlichung der Vorträge im Oldenburger Jahrbuch für Philosophie vorbereitet werden. Wer Spaß daran hat, Erfahrungen in der Moderation von Veranstaltungen zu sammeln, auswärtige ReferentInnen einzuladen, oder selber ein Thema im Vortrag vorzustellen und im Jahrbuch zu publizieren, ist herzlich willkommen.
Kolloquium - Nils Baratella
4.03.115 Kritisches Denken Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Dieses Seminar mit Vorlesungscharakter soll Ihr kritisches Denken insofern anregen, als es Ihnen helfen soll, Fehlschlüsse zu identifizieren und damit Denkfehler zu vermeiden. Zuerst wird es darum gehen, wie man Schlüsse bzw. Argumente analysiert und was deduktiv gültige von induktiv gültigen Argumenten unterscheidet. Nach der Unterscheidung zwischen Entdecken, Begründen und Erklären werden verschiedene Arten deduktiver Fehlschlüsse thematisiert. Anschließend stehen induktive und dabei insbesondere statistische und kausale Fehlschlüsse im Blickpunkt. Zur Veranschaulichung werden viele reale Beispiele aus Wissenschaft und Alltag herangezogen.
Seminar - Prof. Dr. Mark Siebel
4.03.992 Information zum Masterarbeitsmodul (Master of Education) Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Masterarbeitsmodul gibt es keine eigens ausgewiesene Begleitveranstaltung. Die Studierenden können nach Absprache mit dem betreuenden Gutachter aus den Aufbau- und Mastermodulen des jeweiligen Studiengangs eine zum Masterarbeitsthema passende Veranstaltung belegen. Es ist auch möglich, statt eines Seminars ein Kolloquium zu belegen.
WICHTIG: Als Begleitveranstaltung darf keine Veranstaltung gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt wird.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.121s Einführung in die Praktische Philosophie Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Sofie Dobbener
4.03.142 Eine tierliche Geschichte der Philosophie - von Platons Seelenwagen bis zur Tierethik und den Human-Animal Studies Termine am Dienstag. 11.09. 11:00 - 19:00, Mittwoch. 12.09. 09:00 - 19:00, Donnerstag. 13.09. 09:00 - 16:30
Beschreibung:
Im Zentrum der tierlichen Geschichte der Philosophie, die der Niederländer Erno Eskens jüngst vorgelegt hat, steht die Absicht zu zeigen, wie Philosophen im Laufe der Geschichte über Tiere und über die besondere Stellung des Menschen gedacht haben. Was macht uns einzigartig? Was macht uns zum Menschen und sie zum Tier? Tiere beeinflussen auch den Inhalt der Philosophie, insbesondere unser Menschenbild, wie wir im Seminar anhand von Beispielen aus der Philosophiegeschichte herausarbeiten werden.
Eskens stützt seine These, dass die Tradition der Tiervergessenheit langsam an ihr Ende gekommen sei, durch den historischen Weg, den er mit Platons Seelenwagen ablegt - angetrieben von zwei Pferden, die symbolisch für unsere körperlichen und sozialen Triebe stehen, gelenkt durch unseren Intellekt, der die Zügel anfangs fest in den Händen hält. Seine Reise in der Zeit führt über die Befreiung des Trieblebens bzw. des Tiers im Menschen über die Emanzipation von Sklaven und Frauen bis zur Emanzipation vom Tier selbst.
Zu diskutieren und mit dem geschichtlichen Pfad zu verbinden sein werden ferner Grundfragen und Entwicklungen in der Tierethik sowie in den noch jungen Human-Animal Studies, die sich mit der kulturellen, sozialen und gesellschaftspolitischen Rolle der Tiere (vor allem mit dem 'individuellen' Tier als 'Akteur' und nicht bloß Statist) sowie mit der wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Tier befassen.
Niederländische Sprachkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, Referate zu den einzelnen Themen sind willkommen.

Literaturempfehlung:

  • Schriften der Human Animal Studies im transcript-Verlag Bielefeld.
  • Arianna Ferrari, Klaus Petrus (Hg.): Lexikon der Mensch-Tier-Beziehungen. Bielefeld 2015.
  • Erno Eskens: Een beestachtige geschiedenis van de filosofie. Leusden 2015.
Seminar - Priv.-Doz. Dr. Kirstin Berdina Zeyer
4.03.147 Die unbedingte Universität - Denken im Postfaktischen Zeitalter mit Derrida und Habermas Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhliche Theorien - so einer ist Derrida.
Als er auf Einladung von Jürgen Habermas den Vortrag "die Zukunft der Universität" hielt, bekam er international viel Beachtung. Gerade in der heutigen Zeit von "alternative facts" erscheint die Universität als Rettungsanker - als Ort an dem Inhalte vor Phrasen stehen. Derrida bezieht in seinem kurzen, jedoch nicht minder gewichtigen Werk Theorien von Kant, Fichte oder Nietzsche ein und will sich zugleich auch von ihnen absetzen, indem er für die Universität ein "bedingungsloses Recht zu hinterfragen" fordert sowie eines "auf Widerstand gegen jede Form von ökonomischer, politischer, rechtlicher oder ethischer Beschränkung". Solches "Denken des Unmöglich-Möglichen" fordert Derrida von den Lehrenden insbesondere der "Humanitas". Diese Schrift in der heutigen Zeit zu diskutieren ist ein perfekter Anschluss um postfaktische Debatten aus dem poststrukturalistischer Sicht zu enthebeln.
Seminar - Dr. phil. Carla Schriever
4.03.121e Einführung in die Praktische Philosophie Dienstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Michael Heidemann
4.03.392 Werte und Normen: Vorbereitung und Begleitung der Praxisphase Freitag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
Diese Veranstaltung begleitet Sie während des Praxisblocks ab Februar 2018. Es wird der Frage nachgegangen, was einen guten Werte- und Normen Unterricht ausmacht. Hierbei werden die Lehrer_innenpersönlichkeit im Beziehungskontext zu Schüler_innen sowie eine erfahrungs- und handlungsorientierte Unterrichtsgestaltung im Vordergrund stehen. Praxisnah werden Unterrichtseinheiten/-stunden nach curricularen Vorgaben und fachdidaktischen Ansätzen geplant. Eine (Selbst-)Reflexion wird über alle drei Semester die berufliche und persönliche Entwicklung begleiten.
Seminar 2 Taalke Hanna Joosten
Sarah Huck, M.A.
4.03.905 Kolloquium für Abschlussarbeiten Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Beratung im Prozeß der Themenfindung ist ebenso vorgesehen, wie Begleitung in allen anderen inhaltlichen und formalen Fragen, die mit Vorbereitung und Realisierung der jeweiligen Abschlußarbeiten zusammenhängen. Besondere Bedeutung kann auch der gemeinsamen Diskussion und dem Erfahrungsaustausch zukommen.
Kolloquium - Apl.Prof.Dr. Susanne Möbuß
5.02.904 Achtsamkeitsübungen in der Natur für angehende Lehrer Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Seminar - Prof. Dr. Corinna Hößle
4.03.223 Aufklärung und Frömmigkeit. Spinozas Theologisch-Politischer Traktat Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Inhalt:
Baruch de Spinoza (1632-1977) gehört zu den wichtigsten politischen Philosophen der Neuzeit. Sein Theologisch-politischer Traktat ist ein klassischer Text, der die Freiheit des Einzelnen verteidigt, sich mit Hilfe seiner Vernunft in Dingen der Religion und der Philosophie ein eigenes Urteil zu bilden.
Es wurde geschrieben, nachdem Spinoza aus der Gemeinschaft der Amsterdamer Juden aufgrund seiner kritischen Aussagen zur dogmatischen Tradition verbannt worden war. Die Erstveröffentlichung erfolgte wenige Jahre vor seinem Tod anonym.
Im Traktat untersucht Spinoza mit beeindruckender Genauigkeit die Schriften des Alten Testaments im historisch-kritischen Sinne und wendet dabei Perspektiven an, die später in Historie, Soziologie, Psychiatrie und Philosophie erst entwickelt werden. Ziel Spinozas ist es, die jüdische Bibel als historisches Dokument zu lesen, an dem die geschichtlichen Spuren der Autoren nachzuweisen sind. Diese radikale Kritik eines für „heilig“ erklärten Textes geschieht aber nicht, um ihn als solchen zu diskreditieren. Sondern der Versuch, über die durch menschliche Mängel und Machtgelüste bewirkten Widersprüche, Fehler und Irrtümer der biblischen Schriften aufzuklären, verfolgen das Ziel, auf deren positiven Kern hinzuweisen. Den Impuls, Gottesfurch und Nächstenliebe in den Gläubigen zu wecken.
Spinoza beansprucht in dem Traktat, dass auch der Mensch, der philosophiert, wie auch Menschen ganz unterschiedlicher Konfessionen, sich in diesem Anliegen treffen können. Es verwundert nicht, dass Lessing mit dem Gedanken der Toleranz zu den großen Verehrern Spinozas gehörte und dass die Anhänger einer dogmatischen Religiosität ihn deshalb nicht schätzten.
Die gedankliche Klasse und Schönheit von Spinozas Gedankenführung sowie das ebenso heute Anliegen, an die tieferen Gründe für religiöse und weltanschauliche Toleranz zu erinnern, machen den Traktat zu einer lohnenden Lektüre.
Voraussetzungen:
Es wird vorausgesetzt, dass man wöchentlich zur Vorbereitung ein oder zwei Kapitel (rund 25-30 Seiten) genau liest und sich gegebenenfalls Gedanken notiert, die man ins Gespräch bringen könnte. In jeder Seminarstunde wird eine halbstündige Einleitung gegeben, um anschließend ausgewählte Stellen gemeinsam zu lesen und zu besprechen.
Prüfungsleistungen:
Nach Rücksprache können auch von einzelnen Studierenden Einleitungen geleistet werden, die mit einer entsprechenden Ausarbeitung als Prüfungsleistung angerechnet werden können. Ebenso besteht die Möglichkeit, eine Hausarbeit zu schreiben.
Literatur:
Zur Lektüre empfohlen wird die neu übersetzte Ausgabe des Theologisch-politischen Traktats, die 2012 im Meiner-Verlag erschien.
Seminar 2 Prof. Dr. Matthias Bormuth
4.03.121t Einführung in die Praktische Philosophie Freitag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 13.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium 2 Catherine Herbin
4.03.167 Nikomachische Ethik Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Die Nikomachische Ethik von Aristoteles gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Werken der Antike und der praktischen Philosophie überhaupt. In ihr setzt sich Aristoteles prominent mit der Frage nach den Bedingungen eines gelingenden Lebens auseinander, entfaltet seine Theorie der Tugend, des Glücks und des richtigen Handelns, und bettet diese in den breiteren politischen Kontext eines guten gesellschaftlichen Zusammenlebens ein.
Im Laufe des Seminars werden wir uns den anspruchsvollen Text erarbeiten und an ausgewählten Punkten die Frage diskutieren, ob und inwiefern dessen ethische Positionen und philosophische Argumente für einen Menschen des 21. Jahrhundert noch relevant und attraktiv sein können.
Die Bereitschaft zur intensiven Lektüre und Textvorbereitung wird vorausgesetzt. Weitere Details zu Scheinvergabe etc. werden in der ersten Sitzung besprochen.
Literatur:
Aristoteles: Nikomachische Ethik, Übersetzung von Ursula Wolf (rowohlts enzyklopädie, Reinbeck 2006).
Es wird dringend empfohlen, diese Ausgabe anzuschaffen (idealerweise schon vor der ersten Sitzung). Andere Ausgaben und Übersetzungen erschweren das Verständnis und die Mitarbeit im Seminar deutlich. In Vorbereitung auf die ersten Sitzung sei die Lektüre von Ursula Wolfs Vorwort und knapper Einleitung (S. 7-21) empfohlen.
Seminar - Niklas Angebauer
4.03.215 Der 'Jargon' als sprachphilosophische Ideologiekritik. Theodor W. Adornos Kritik an Heidegger und Jaspers im 'Jargon der Eigentlichkeit'. Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
In seinem 1964 vorgelegten „Jargon der Eigentlichkeit“ formuliert Theodor W. Adorno eine scharfe Kritik an Vertretern der deutschen Existenzphilosophie, allen voran Karl Jaspers und Martin Heidegger. Adorno unterstellt ihnen, einen die Wahrheit verstellenden ‚Jargon‘ zu benutzen, durch den ideologisches Gedankengut in der Sprache transportiert wird.
Im Rahmen des Seminars wird zunächst die Kritik Adornos rekonstruiert, um anschließend anhand einschlägiger Texte von Karl Jaspers diese auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüfen zu können.

Literatur: (Auswahl)
Theodor W. Adorno: Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie [1964]. In: Ders.: Gesammelte Schriften. Band 6. Frankfurt am Main 2013.
Karl Jaspers: Die geistige Situation der Zeit [1932]. Berlin, New York 1977.
Seminar - Ruben Obenhaus, M.A.
4.03.514 Kleine Schriften von Kant und Schiller: Geschichte, Moral, Ästhetik und Politik Dienstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Das späte 18. Jahrhundert gilt als Sattelzeit der modernen bürgerlichen Gesellschaft. Welche Antworten hatten die deutschen Philosophen Schiller und Kant – gleichsam als geistige Reaktion auf die gesellschaftlichen Umbrüche im Nachbarland Frankreich – auf den Gebieten der Geschichte, Moral, Ästhetik und Politik gegeben? Ausgewählte kleinere Schriften beider Philosophen werden hinsichtlich ihrer Bedeutung für die abgründigen, aber auch hoffnungsvollen Verstrickungen des triebhaften Menschentieres mit der Welt, ihrer Natur und den letzten Dingen kontrovers-erläuternden Lesarten unterzogen.
Das Seminar eignet sich besonders für künftige Lehrer, weil die zur Auswahl stehenden Texte sich vermittels polemischer Argumentationen mit vielfältigen Bezügen zur abendländischen Denktradition auszeichnen. Selbstverständlich sind ebenso alle anderen Studierenden willkommen! Vor Semesterbeginn sollten Schillers medizinische Dissertation (1780) und Kants Idee-Schrift (1784) gelesen sein, so dass die das Seminar leitende Fragestellung nach den intellektuellen Konvergenzen und Divergenzen zwischen beiden Vertretern des Idealismus gleich zu Beginn aufzunehmen ist.
Primärtexte:
Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? [1784] In: Ders.: Ausgewählte kleine Schriften. Hamburg: Felix Meiner Verlag 1969, S. 1-9.
– Was heißt: sich im Denken orientieren? [1784] In: Ebd., S. 10-26.
– Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht [1784]. In: Ebd., S. 27-44.
– Grundlegung zur Metaphysik der Sitten [1785]. In: Ders.: Werke in sechs Bänden. Herausgegeben von Wilhelm Weischedel (Schriften zur Ethik und Religionsphilosophie, Bd. IV.). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1983, S. 11-102.
Friedrich Schiller: Versuch über den Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen [1780]. In: Ders.: Sämtliche Werke. Herausgegeben von Gerhard Fricke und Herbert G. Göpfert (Fünfter Band: Erzählungen/Theoretische Schriften). München: Karl Hanser Verlag, 7. Aufl. 1984, S. 289-324.
– Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen [1795]. In: Ebd., S. 570-669.
Forschungsliteratur:
Gerd Irrlitz: Kant-Handbuch. Leben und Werk. Weimar, Stuttgart: Verlag J. B. Metzler, 2., überarbeitete und ergänzte Auflage 2010.
Karl Vorländer: Kant – Schiller – Goethe. Gesammelte Aufsätze. Leipzig: Verlag der Dürr’schen Buchhandlung 1907.
Elizabeth M. Wilkenson and L. A. Willoughby: Introduction. In: Friedrich Schiller: On the Aesthetic Edication of Man. In a Series of Letters. Edited and Translated with an Introduction. Commentary and Glossary of Terms by Elizabeth M. Wilkenson and L. A. Willoughby. Oxford: At the Clarendon Press 1967, S. VI.-CXVI.
Zeitplan:
03. 04. 2018: Einführung, Schiller: Versuch über den Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen [1780]
10. 04. 2018: Kant: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht [1784]
17. 04. 2018: Kant: Idee
24. 04. 2018: Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? [1784]
01. 05. 2018: Internationaler Tag der Arbeit
08. 05. 2018: Kant: Was ist Aufklärung?
15. 05. 2018: Kant: Was heißt: sich im Denken orientieren? [1784]
23. 05. 2018: Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten [1785]
29. 05. 2018: Kant: Grundlegung
05. 06. 2018: Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen [1795]
12. 06. 2018: Schiller: Ästhetische Erziehung
19. 06. 2018: Schiller: Ästhetische Erziehung
26. 06. 2018: Schiller: Ästhetische Erziehung
03. 07. 2018: Schiller: Ästhetische Erziehung, Abschlussbesprechung
Seminar 2 Prof. Dr. Martin Vialon, (Yeditepe Universität Istanbul)
4.03.228 Hegels Philosophie der Freiheit Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
„Über keine Idee weiß man es so allgemein, dass sie unbestimmt, vieldeutig und der größten Missverständnisse fähig und ihnen deswegen wirklich unterworfen ist als über die Idee der Freiheit, und keine ist mit so wenigem Bewusstsein geläufig.“ Hegels Einschätzung, dass der Freiheitsbegriff einen großen Klärungsbedarf besitzt, gilt in zwei Hinsichten auch für die Gegenwart. Der erste Streitpunkt aktueller Freiheitsdebatten betrifft die Frage, wie sich Freiheit mit Gleichheit vereinbaren lässt und welche Bedeutung sie in dieser Einheit annimmt. Die Einheit von Freiheit und Gleichheit wird von Hegel im Hinblick auf Recht, Moral und Politik sowie anhand einer Vielzahl konkreter Ausgestaltungen analysiert. Sein Grundgedanke einer ‚sozialen Freiheit‘ lautet hier, dass Gesellschaften ihr Freiheitsversprechen nur unter der Bedingung von Gleichheit einlösen. Der zweite Zankapfel im philosophischen Freiheitsdiskurs betrifft die Begründungsfrage der Freiheit. Wenn Freiheit eine grundlegende Norm ist, die allen anderen Ansprüche vorausgeht, worauf gründet dann die Geltung der Freiheit als eine unbedingt schützenswerte Norm? Beide Fragen – die Frage nach der Einheit von Freiheit und Gleichheit sowie die Begründungsfrage der Freiheit – stehen im Mittelpunkt des Seminars und sollen anhand einer genauen Lektüre der ‚Einleitung‘ und des Kapitels über ‚das abstrakte Recht‘ in Hegels "Grundlinien der Philosophie des Rechts" behandelt werden. Empfohlen wird die Ausgabe von Hegels Rechtsphilosophie im Suhrkamp Verlag.
Seminar - Prof. Dr. Tilo Wesche
4.03.126 Begriffe des Politischen. Einführung in die politische Philosophie Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Das Seminar bietet eine Einführung in die politische Philosophie anhand ausgewählter Klassiker von Aristoteles bis Arendt und am Beispiel aktueller Positionen.
Seminar 2 PD Dr. Ingo Elbe
4.03.268 Beunruhigung als didaktisches Prinzip VII Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Hermeneutisch verstanden sind Philosophie und Didaktik zwei Seiten derselben Medaille. Verstehen (Philosophie) und Lehren und Lernen (Didaktik) verbinden sich innerhalb der unterrichtenden Praktik des Philosophierens mit Schülerinnen und Schülern (SuS) zu einer Einheit, die aus dem Verstehen lernen der SuS und dem Verstehen lehren und lernen der Lehrerinnen und Lehrer besteht. Der kategoriale Rahmen für die Doppelrolle der zugleich lehrenden und lernenden Lehrenden ist ein sokratischer, der von der beunruhigenden Dimension philosophischen Fragens bestimmt sein sollte, ohne die eine kompetenzorientierte Philosophiedidaktik nicht auskommt.
Das dabei zum Thema Gemachte reduziert sich dabei nicht auf die diskursive Dimension und das begriffliche Resultat der gesprochenen Sprache (Wie sage ich, was ich schon weiß?), sondern dient dem Verstehen: Wie habe ich a) zu verstehen, was sich mir b) zeigt? – wobei a) und b) Praktiken sind, bei denen auf der Subjektseite eine sokratische (fragende) Grundhaltung und auf der Objektseite ein verstehendes (die Unterrichtsgegenstände problematisierendes) Prinzip vorherrschend sein sollte.
Verstehendes Philosophieren verwirklicht sich im schulischen Unterricht in kommunikativen Vollzügen und benötigt vorab nichts theoretisch und methodisch Vor-, Neben- oder Übergeordnetes, welches sich vielmehr erst im gemeinsamen Gespräch problembezogen schrittweise sowohl konkret wie abstrakt, sowohl praktisch wie theoretisch erschließen soll. Das Verhältnis dieses Vollzuges zur akademischen Philosophie ist voller Spannungen, weil die verstehenden Praktiken niemals vollständig im diskursiven System theoretischer Ausarbeitungen aufgehen können. „Das Spiel möchte man sagen, hat nicht nur Regeln, sondern auch einen Witz.“ (Ludwig Wittgenstein)
Bei dem Seminar handelt es sich um die Fortsetzung der in den vergangenen Semestern begonnenen Bearbeitung von unterrichtspraktischen Ideen, Beispielen und Methoden, bei der sowohl Bachelor- wie Masterstudierende gerne neu willkommen sind. Dieses Seminar kann auch für das „Projektband“ von GHR 300 genutzt werden.
Literatur:
Martin Wagenschein: Verstehen lehren. Genetisch – Sokratisch – Exemplarisch, Weinheim 1999; Horst Rumpf/Ernst-Michael Kranich: Welche Art von Wissen braucht der Lehrer? Stuttgart 2000; Martin Wagenschein: „ zäh am Staunen“. Pädagogische Texte zum Bestehen der Wissensgesellschaft, Seelze - Velber 2002; Andreas Gruschka: An den Grenzen des Unterrichts, Opladen 2010; Andreas Gruschka: Verstehen lehren. Ein Plädoyer für guten Unterricht, Stuttgart 2011; Volker Pfeifer: Didaktik des Ethikunterrichts. Bausteine einer integrativen Wertevermittlung, Stuttgart 2013, 3., überarbeitete und erweiterte Auflage; Julian Nida-Rümelin/Irina Spiegel/Markus Tiedemann (Hg.): Handbuch Philosophie und Ethik, 2 Bände, Paderborn 2017, 2. durchgesehen Auflage; Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen (1958) Frankfurt am Main 1971; Hans Joas: Die Entstehung der Werte, Frankfurt an Main 1999, 6. Auflage 2013; Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik, Frankfurt am Main 2014.
Seminar - Apl. Prof. Reinhard Schulz
4.03.997 Philosophie & Film Dienstag: 18:30 - 22:00, zweiwöchentlich (ab 24.10.2017)
Termine am Dienstag. 01.11., Dienstag. 22.11., Dienstag. 29.11., Dienstag. 13.12., Dienstag. 20.12., Dienstag. 10.01., Dienstag. 24.01., D ...(mehr)

Beschreibung:
Philosophie und Film – Sehen und Erkennen

„Die Fotografie, das ist die Wahrheit. Kino, das ist die Wahrheit 24 Mal in der Sekunde.“ – Aus „Der kleine Soldat“ von Jean-Luc Godard

„Film ist 24 Mal Lüge in der Sekunde um der Wahrheit zu dienen, oder dem Versuch die Wahrheit zu finden zu dienen.“ – Michael Haneke

Wenn das Kino oder der Film einfach nur die Wahrheit wäre, dann gäbe es keine Frage zu stellen, keinen Grund des Miss- oder Unverständnisses gegenüber dem Wahrgenommenen, es wäre reine Offenbarung. Aber schon der angegebene Unterschied zwischen Fotographie und Cinematographie, also Film, nämlich der Ablauf von 24 Bildern in der Sekunde im klassischen analogen Kino, gibt nur die Illusion der Bewegung vor. Die bloße Statik des Einzelbildes wird durch den Projektor zum Schein der Dynamik. Doch die Kamera gibt den größten Hinweis des Betrugs: Es handelt sich nur um einen Ausschnitt, worin der Zuschauer dem Regisseur ausgeliefert ist. Die Wahrheit dessen was man zu Gesicht bekommt, wenn darin denn eine liegt, kann also nicht bloß im unmittelbaren Augenschein liegen, sondern muss erst aus diesem gehoben werden.
In der Reihe „Philosophie und Film“, welche die Fachschaft Philosophie mit der finanziellen Unterstützung des AStA, des Unabhängigen Fachschaftenreferats und des autonomen Behindertenreferats, realisieren darf, versuchen wir den präsentierten Filmen das zu entlocken, was nicht nur dem bloßen Material entspricht, sondern im Zusammenhang sich nur zeigt. In einer gemeinsamen Diskussion versuchen wir uns über das Gesehene auszutauschen und so Schritt für Schritt, von den ersten individuellen Eindrücken bis zu den wesentlichen Gehalten des Filmes vorzudringen. Die Intention des Schöpfers muss dabei nicht die wesentliche Rolle spielen, denn oftmals liegt das, was einen Film so sehenswert und erkenntnisreich macht, in seinen Behauptungen darüber oder in seinem Scheitern daran, was er eigentlich darstellen will.
Es sind also nicht nur die großen bewunderten Klassiker des Kinos, denen wir uns in dieser Reihe verschrieben haben, sondern auch grade solche Filme, die eine Kontroverse schaffen können, die vielleicht sogar verachtenswert sind in ihren Inhalten, die bloße Lüge zu sein scheinen, aber wenigstens doch etwas über die Macher und ihre Umgebung verraten. So hoffen wir über viele Wege eine interessante und diskussionswürdige filmische Grundlage für unser Gespräch danach zu liefern.
So beginnt die Reihe in diesem Jahr mit dem aktuellen Film des finnischen Regisseurs Ari Kaurismäki: „Die andere Seite der Hoffnung“, die von einem syrischen Flüchtling in Helsinki erzählt. Einen Blick auf das regressive Verständnis von Homosexualität im Deutschland der 50er Jahre soll uns ein Film des vorherigen Starregisseurs des Nationalsozialismus Veit Harlan erzählen: „Anders als du und ich (§ 175)“, der ironischerweise für eine zu offene Thematisierung von Homosexualität sich dem Eingriff der FSK erwehren musste. In Kooperation mit dem BeRef wollen wir den Film „Freaks“ aus dem Jahre 1932 zeigen, der ebenso nur nach heftigem Zensurschnitt in den USA gezeigt werden durfte.
Die Filme werden immer dienstags um 18:30 Uhr laufen, zumeist in einem zweiwöchentlichen Rhythmus im cine k hier in Oldenburg. Der Eintritt für alle Studierenden ist frei und willkommen ist dabei jeder. Zunächst steht der Genuss des Films im Vordergrund und damit die Möglichkeit, die Filme in einem Rahmen zu sehen, für den sie gemacht worden sind, das Kino und die Leinwand. Aber auch die Diskussion im Anschluss ist natürlich für alle offen und wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer. Es soll langsam an die Filmanalyse gegangen werden, alle Unsicherheiten und Anfangsschwierigkeiten, die für manch einen solche Diskussionen hervorrufen können, wollen wir gemeinsam überwinden.

Unser Filmprogramm fürs WiSe 1718 im Überblick:
24.10. Die andere Seite der Hoffnung (Aki Kaurismäki, Finnland 2017)
07.11. If... (Lindsay Anderson, Vereinigtes Königreich 1968)
21.11. Addio, Onkel Tom! (Gualtiero Jacopetti, Franco Prosperi, Italien 1971)
05.12. Andrej Rubljow (Andrei Tarkowski, UdSSR 1966)
19.12. Anders als du und ich (§ 175) (Veit Harlan, Deutschland 1957)
16.01. Cosmopolis (David Cronenberg, Kanada 2012)
23.01. Mann beißt Hund (Rémy Belvaux, André Bonzel, Benoît Poelvoorde, Belgien 1992)
30.01. Freaks (Tod Browning, USA 1932) - in Kooperation mit dem BeRef
06.02. Die fröhliche Wissenschaft (Jean-Luc Godard, Frankreich 1969)
Arbeitsgruppe - VertreterInnen der Fachschaften
4.03.128 Einführung in die Angewandte Ethik Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Dieses Seminar führt ein in Fragestellungen, Problemfelder und Debatten der Angewandten Ethik. Die angewandte Ethik greift konkrete Fragen aus verschiedenen Anwendungsfeldern wie der Medizin- und der Umweltethik auf. Fragen der Neurowissenschaften, der Medizinethik, der Technikethik, der der Mensch-Tierbeziehung oder des Naturschutzes werden philosophisch reflektiert. Das Selbstverständnis dieser Disziplin, wichtige Bereiche, Methoden, Themen und Problemstellungen sowie konkrete Anwendungsfragen werden im Seminar in den Blick genommen. Diese Fragen werden auch darauf hin untersucht, inwiefern sie zu Fragestellungen des Philosophierens mit Laien werden können.
Literatur:
Nida-Rümelin, J. / Spiegel, I. / Tiedemann, M. (Hg.): Handbuch Philosophie und Ethik. Band 2: Disziplinen und Themen. 2., durchgesehene Auflage. Paderborn 2015
Seminar 2 Dr. Christa Runtenberg
4.03.121l Einführung in die Praktische Philosophie Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Jara Wroblewski
4.03.168 Immanuel Kant: Der gute Wille Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Kant initiiert in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten eine Wende in der moralphilosophischen Denkungsart, die mindestens genauso fundamental und umwälzend wie seine kopernikanische Wende in der Denkungsart der erkenntnistheoretischen Transzendentalphilosophie ist, die er in seinem bekanntesten Werk „Kritik der reinen Vernunft“ vollzieht. Die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten beginnt direkt und ohne Umschweife vollkommen voraussetzungslos mit einem Paukenschlag:
„Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als ein guter Wille.“
Ausgehend von dieser zutiefst idealistischen Annahme, die erst im weiteren Verlauf der Schrift begründet wird, entfaltet Immanuel Kant die vermutlich differenzierteste und reflektierteste Ethik des Abendlands, um schließlich den kategorischen Imperativ als ein formales Prinzip zur Erschließung praktischer apodiktischer Vernunfturteile aufzustellen.
Die spezifisch neue Denkungsart der Kantischen Moralphilosophie besteht in der Erkenntnis, dass der moralische Wert einer Handlung nicht in der Beziehung des Willens auf eine erhoffte Wirkung gegründet sein kann, sondern in der vernunftgemäßen Bestimmung des Willens selbst bestehen muss.
Wir wollen gemeinsam die Frage nach dem Guten, dem Bösen und dem moralisch Indifferenten erörtern und herausfinden, warum Kant den Verstand, den Instinkt und das Gefühl im Gegensatz zur Vernunft für völlig ungeeignete Ratgeber in Fragen der Moral hält.
Literatur: Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Herausgegeben von Dieter Schönecker und Bernd Kraft. Felix Meiner Verlag. Hamburg 2016. 12,90 Euro.
Seminar - Widukind Andreas Schweiberer
4.03.263 Theorie und Praxis des Philosophierens mit Kindern - Unterricht enttrivialisieren Termine am Freitag. 01.06., Freitag. 08.06. 14:00 - 18:00, Samstag. 09.06. 10:00 - 18:00, Samstag. 16.06. 10:00 - 15:00
Beschreibung:
Die Theorie und Praxis des Philosophierens mit Kindern sollen anhand unterschiedlicher Aufgabenstellungen selbstständig erprobt und analysiert werden. Dies geschieht zum einen mittels praktischer Übungen im Seminar zu den Basiskompetenzen des Philosophierens auf dem Hintergrund philosophierender Zugänge zu Themen wie "Welt, Ich, Gerechtigkeit, Freundschaft, Sterben und Tod" sowie "Glück", zum anderen in der Durchführung von Gesprächsrunden mit Kindern und Jugendlichen aus den Jaspers' Philosophier-Clubs Oldenburg und Ammerland.
Seminar - Hans-Joachim Mueller
4.03.164 "Zurückforderung der Denkfreiheit". Fichtes politische Texte über die französische Revolution Freitag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 06.04.2018), Ort: A14 0-030, A04 4-419

Beschreibung:
In seiner Rede „Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten“ begründet Fichte die politisch-moralische Rechtmäßigkeit der französischen Revolution. Hierfür bezieht er sich formal auf Rousseaus Theorie des Gesellschaftsvertrags: Einen Contrat social könne und müsse man kündigen, wenn der Vertragspartner sich nicht an den Vertragsinhalt halte. Es sei ein „unveräußerliches Recht des Menschen“, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen – die „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“ - und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte in einer philosophischen Reflexion die politisch-moralische Legitimität – oder sogar Pflicht – der Veränderung der Staatsverfassung.

Literatur: Johann Gottlieb Fichte, Schriften zur französischen Revolution, Herausgegeben von Manfred Buhr, Köln 1989."
Seminar - Dr.phil. Christine Zunke
4.03.264 Theatrales Philosophieren Termine am Freitag. 10.08. 16:00 - 20:00, Samstag. 11.08. 10:00 - 18:00, Freitag. 17.08. 16:00 - 20:00, Samstag. 18.08. 10:00 - 18:00
Beschreibung:
Das theatrale Philosophieren ist ein methodisches Verfahren zur Texteröffnung im Philosophie- und Werte und Normen Unterricht. Über das Produzieren theatral-leiblicher Ausdrucksformen soll die besondere Bedeutung eines philosophischen Textes artikuliert werden. Inhalt des Seminars ist sowohl die theoretische Begründung einer Didaktik theatralen Philosophierens (nach C. Gefert) als auch das Erproben praktischer Übungen für den Unterricht.
Seminar - Hanna Kallage
4.03.233 Karl Jaspers: Existenzerhellung Termine am Montag. 03.09. - Freitag. 07.09. 14:00 - 18:00
Beschreibung:
Nachdem Karl Jaspers sein medizinisches Hauptwerk “Allgemeine Psychopathologie” im 1908 und sein psychologisches Hauptwerk “Psychologie der Weltanschauungen” im 1919 veröffentlicht hatte, arbeitete er waehrend der zwanziger Jahre über sein erstes philosophisches Hauptwerk “Philosophie”, welches im Dezember 1931 in drei Baenden erschien, naemlich “Philosophische Weltorientierung”, “Existenzerhellung” und “Metaphysik”. Den Kern dieses Werks macht der zweite Band aus, in welchem Jaspers durch seine existenzerhellende Methode die wichtigsten Begriffe seines Philosophierens wie Kommunikation, Freiheit, Existenz und Grenzsituationen darstellt. Diese Lehrveranstaltung wird versuchen ein Verstaendnis der Existenzphilosophie von Karl Jaspers anhand einiger Kapitel des Bandes “Existenzerhellung” zu gewinnen, und dabei sowohl die Tiefe als auch die Grenzen dieser Art des Philosophierens herauszuarbeiten.
Text: Karl Jaspers, Philosophie Band II, “Existenzerhellung”, 1932 . (Die Textausgaben von Springer Verlag oder Piper Verlag können verwendet werden.)
Die folgenden Themen/Fragen werden im Seminar diskutiert:
1. Was ist der Sinn des Grundwortes “Existenz”?
2. Rang und Rolle der “Kommunikation” in der Philosophie von Jaspers
3. Warum ist “Freiheit” das “eigentliche Signum” der Existenz?
4. Die Bedeutung der “Grenzsituationen” für das Menschsein
Die entsprechenden Kapitel werden noch vor dem Seminarbeginn bekannt gegeben. Von den Seminarteilnehmern wird erwartet, dass sie den Text gründlich lesen und entweder Referatsthemen übernehmen oder Hausarbeiten abgeben.
Seminar - Prof. Dr. Yusuf Mehmet Örnek
4.03.232 Modallogik Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Die Modallogik ist derjenige Zweig der Logik, der sich mit dem logischen Verhalten von Sätzen befasst, in denen Ausdrücke wie „möglich“, „unmöglich“, „notwendig“, „kontingent“ auftreten. Der Kurs ist für Studierende aus allen Fachrichtungen geöffnet, die sich für die formale Charakterisierung von Argumentationsverfahren interessieren (Philosophie, Mathematik, Informatik). Er ist folgendermaßen aufgebaut:
i) Historische Einleitung (und Hinweise auf die klassische Aussagen- oder Junktorenlogik);
ii) Arten von Modalitäten: alethische, deontische, temporale, epistemische …
iii) Monomodale und multimodale junktorenlogische Sprachen.
iv) Kripkes Semantik für modale junktorenlogische Sprachen.
v) Rahmen, Bewertungen, Modelle.
vi) Wichtige Beziehungen zwischen den Eigenschaften von Rahmen (Reflexitivität Transitivität, Serialität …) und den modale Schemata (T, 4, D …)
vii) Axiomatische modale Kalküle: K, T, D, K4, S4, S5.
viii) Korrektheit und Vollständigkeit (Beweis des Theorems der Korrektheit und Idee des Beweises des Vollständigkeitstheorems).

Teilnahmevoraussetzung: Erfolgreiche Teilnahme an einem Logik-Einführungkurs.
Literatur: M. Fitting, R. L. Mendelsohn: First-Order Modal Logic, Kluwer 1998, Kap. 1, 3, 4.
Skripten werden während des Kurses verteilt.
Seminar - Dr. Stefania Centrone
4.03.994 Information zum Modul phi410: Teilung eines Tutoriums Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
sonstige - Prof. Dr. Tilo Wesche
Fachschaft Philosophie Dienstag: 18:30 - 22:00, zweiwöchentlich (ab 24.10.2017)
Termine am Donnerstag. 14.04. 18:30 - 22:00, Montag. 09.05., Montag. 23.05., Montag. 13.06. 18:15 - 20:00, Freitag. 17.06. 19:30 - 21:30, Samstag. 18.06. 11:00 - 15:00, Freitag. 24.06. 19:00 - 23:00, Dienstag. 18.10. 14:30 - 18:00, Donnerstag. 27.10. 18:30 - 20:00, Mittwoch. 14.12. 12:00 - 16:00, Donnerstag. 15.12. 19:00 - 22:00, Montag. 16.01. 10:00 - 18:00 ...(mehr)

Beschreibung:
Der Fachschaftsrat:
Paul Wimmer, Nancy Heinl, Jaro Ehlers, Eike Köhler, Mathias Gerr, Johannes Bruns, Greta Staufenbiel, Dieter Sill, Oliver Gräber, Michael Heidemann, Peter Kathmann, Jan Rickermann, Rania Kerk, Max Muehlfeld, Sabine Hollewedde, Caroline Kather, Katharina Pooth, Wojciech Stasiak, Marlies Leman, Florian Wolff, Hannes Damken-Baumgärtner

Sprechstundentermine im WiSe 17/18 auf Anfrage bis zu 24 Stunden vorher unter fsphilo@uni-oldenburg.de:
-Mo. 11 - 12 Uhr
-Mo. 12 - 13 Uhr
-Mo. 15 - 16 Uhr
-Di. 16.30 - 17.30 Uhr
-Mi. 10 - 11 Uhr
-Do. 12 - 13 Uhr

Die Homepage der Fachschaft.

Die Fachschaft bei Facebook.

Im Wintersemester findet seit vielen Jahren eine Filmreihe im Cine K statt. Im nun mehr vierten Jahr wird das auch unter dem Titel Philosophisches Kino bekannte Projekt vom Fachschaftsrat Philosophie ausgerichtet - Veranstaltung "Philosophie & Film" in StudIP.

Ein großes (vergangenes) Projekt einiger Fachschaftsmitglieder: Der Kongress Kritik und Versöhnung (auch bei Facebook ).
Aus diesem Projekt ist auch ein Sammelband entstanden: Kritik & Versöhnung - Beiträge im Handgemenge Kritischer Theorie - zu haben gedruckt für 19,80 € u.a. im BIS-Shop, digital kostenlos und zur Leihe in der Uni-Bibliothek

Eine hervorragende Zeitschrift, die unter anderem von zwei Oldenburger Dozenten herausgegeben wird, ist die Zeitschrift für kritische Sozialtheorie und Philosophie, die über die Uni-Bibliothek kostenlos digital und gedruckt (Z phi 868 j ZB 4578) zur Verfügung steht.

Hier geht es zu den aktuellen Veranstaltungen der Karl Jaspers Gesellschaft .
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Jan Rickermann
Johannes Bruns
4.03.113 Theorien der Intentionalität Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Das Seminar beginnt mit einer einleitenden Sitzung, in welcher der Begriff der Intentionalität eingeführt wird. „Intentionalität“ bezeichnet in den mittelalterlichen Theorien, die Fähigkeit des Menschen sich auf etwas zu beziehen. In die aktuelle Debatte wurde der Begriff der Intentionalität von Franz Brentano (1838-1917) eingeführt. Das Seminar betrachtet die Theorien der Intentionalität von Franz Brentano und seinen wichtigsten Schülern: dem Begründer der Lemberg-Warschau-Schule, Kasiemierz Twardowski (1866-1938), dem Vater der Phänomenologie, Edmund Husserl (1859-1938), und dem Begründer des Gegenstandstheorie Alexius Meinong (1853-1920). Schließlich werden wir uns mit der besonderen Konzeption der Intentionalität auseinandersetzen, die der Französische Philosoph Jean Paul Sartre (1905-1980), in seinem Das Sein und das Nichts an den Tag legt.
Literatur:
  • Franz Brentano, Psychologie vom empirischen Standpunkt. Hamburg: Meiner 1973 (Buch II, Kap. 1).
  • Edmund Husserl, Die Phänomenologische Methode. Ausgewählte Texte I. Stuttgart: Reklam, 2014 (Die phänomenologische Fundamentalbetrachtung).
  • Kasimerz Twardowski, Zur Lehre vom Inhalt und Gegenstand der Vorstellungen. Wien: Philosophia Verlag 1982 (§§ 1,3,4).
  • Alexius Meinong, Über die Gegenstandstheorie (1904), in: Meinong Gesamtausgabe, R. Haller, R. Kindinger, R. Chisholm (Hrsgs.) 1977, Buch II. (ausgewählte Ausschnitte)
  • Jean-Paul Sartre, Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie, Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt, 1993 (ausgewählte Ausschnitte).
Seminar 2 Dr. Stefania Centrone
4.03.218 Immanuel Kant. Kritik der teleologischen Urteilskraft Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Obwohl der zweite Teil der dritten Kritik Kants, die „Kritik der teleologischen Urteilskraft“, starken Einfluss auf die nachkantische Philosophie ausübte, erfährt er deutlich weniger Beachtung als deren erster Teil, die „Kritik der ästhetischen Urteilskraft“. Das mag in erster Linie daran liegen, dass teleologische Erklärungsmuster heute schnell unter Anthropomorphismus-Verdacht geraten, weil der Begriff des Zwecks, der allein spezifisch menschliche Erscheinungen (Handlungen) erkläre, unzulässigerweise auf Naturereignisse angewendet werde. Doch hätte der völlige Verzicht auf derartige Erklärungsmuster Kant zufolge einen hohen Preis. Denn ohne sie müssten uns bestimmte Erscheinungen – Kant nennt sie ‚organisierte Wesen‘ und denkt hierbei zumindest vorzugsweise, womöglich auch einzig und allein an Organismen – weitgehend unverständlich bleiben. Deshalb erarbeitet Kant in der „Kritik der teleologischen Urteilskraft“ eine Theorie, die eine Erklärung anbietet, wie es möglich ist, solche ‚Wesen‘ erklären zu können (worin die Grundlage der Biologie besteht): nämlich indem wir ihnen eine „reale“ oder „objective“ Zweckmäßigkeit zusprechen. Das Seminar dient dem Zweck, diese Theorie mittels intensiver Lektüre des kantschen Textes zu rekonstruieren.
Literatur: Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft
Seminar - Stefan Kühnen
4.03.127 Einführung in die "Kritik der Praktischen Vernunft" Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
In diesem Lektürekurs zu Kants Kritik der praktischen Vernunft soll in die kantische Terminologie zur praktischen Philosophie eingeführt werden. 

Literatur: I. Kant, Kritik der praktischen Vernunft, Hamburg 2003 (PhB 506)
Seminar 2 apl. Prof. Dr. Hans-Georg Bensch
4.03.141 Fortschritt und Erlösung: Eine Einführung in die Geschichtsphilosophie Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
„Da die Menschen in ihren Bestrebungen nicht bloß instinctmäßig wie Thiere und doch auch nicht wie vernünftige Weltbürger nach einem verabredeten Plane im Ganzen verfahren: so scheint auch keine planmäßige Geschichte (wie etwa von den Bienen oder den Bibern) von ihnen möglich zu sein. Man kann sich eines gewissen Unwillens nicht erwehren, wenn man ihr Thun und Lassen auf der großen Weltbühne aufgestellt sieht und bei hin und wieder anscheinender Weisheit im Einzelnen doch endlich alles im Großen aus Thorheit, kindischer Eitelkeit, oft auch aus kindischer Bosheit und Zerstörungssucht zusammengewebt findet: wobei man am Ende nicht weiß, was man sich von unserer auf ihre Vorzüge so eingebildeten Gattung für einen Begriff machen soll. Es ist hier keine Auskunft für den Philosophen, als daß, da er bei Menschen und ihrem Spiele im Großen gar keine vernünftige eigene Absicht voraussetzen kann, er versuche, ob er nicht eine Naturabsicht in diesem widersinnigen Gange menschlicher Dinge entdecken könne; aus welcher von Geschöpfen, die ohne eigenen Plan verfahren, dennoch eine Geschichte nach einem bestimmten Plane der Natur möglich sei. – Wir wollen sehen, ob es uns gelingen werde, einen Leitfaden zu einer solchen Geschichte zu finden, und wollen es dann der Natur überlassen, den Mann hervorzubringen, der im Stande ist, sie danach abzufassen.“
Immanuel Kant: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, in Ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 8, Preussische Akademie der Wissenschaften, Berlin 1900ff.

Was es heißt, sich Geschichte als philosophischem Gegenstand zu nähern und die damit verbundenen Begriffe wie Fortschritt, Erlösung, Anfang, Ende und Entwicklung zu denken, soll uns in diesem Seminar beschäftigen.
Das Seminar ist als Anfängerseminar gedacht.
Die zu lesenden Texte werden im StudIP zu Verfügung gestellt.
Seminar - Enrico Pfau
4.03.121b Einführung in die Praktische Philosophie Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Hendrik Buhr
4.03.251 Einführung in den Islam Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Eine differenzierte Einschätzung des Islam in seiner geographischen und historischen Tiefe ist heute angesichts der globalpolitischen Trends unverzichtbarer denn je. In der Vorlesung werden grundlegende Aspekte zum religiösen Selbstverständnis (Offenbarung, Prophetie, Recht, Mystik) erläutert. Außerdem sollen einige klassische Zugänge aus der Islam- und Geschichtswissenschaft, die das westliche Bild von der islamischen Religion prägten, vorgestellt und hinterfragt werden. Die aktuellen Trends von Religionspolitik und Radikalisierung werden damit analytisch zugänglich.
Seminar - PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.161 Was ist der Mensch? Anthropologische Fragestellungen in der Geschichte der Philosophie Termine am Montag. 23.07. 12:00 - 20:00, Dienstag. 24.07. - Mittwoch. 25.07. 10:00 - 20:00
Beschreibung:
Die Frage, was der Mensch sei und wie er vom Tier zu unterscheiden ist, beschäftigt die Philosophie von Anbeginn an. Dabei werden unterschiedlichste Antworten formuliert, die gemein haben, dem Menschen Spezifika beiordnen zu wollen. Wie diese Antworten formuliert werden, ist immer auch Ausdruck jeweiliger Werte- und Normenmuster. Dabei kommen unterschiedlichste Dimensionen menschlichen Lebens in Betracht. Ist es das Handeln des Menschen, seine Vernunftfähigkeit und schlicht seine ‚mangelhafte‘ Körperlichkeit, die ihn unter den Lebewesen auszeichnet? Wie ist er in die Natur eingebunden, wie steht er zu einem jeweiligen Jenseits? All diese Fragen werden in Bezug auf die Frage, was der Mensch sei, kontrovers diskutiert. Diese Kontroversen, diese unterschiedlichen Menschenbilder, die zeitgleich nebeneinander existieren können, möchten wir uns im Seminar ansehen.
Seminar - Nils Baratella
4.03.312 Blaise Pascal: Menschenbild, Ethik und Religion in den Pensées und Essays Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Blaise Pascal: Menschenbild, Ethik und Religion in den „Pensées“ und Essays
Wer die philosophischen Grundlinien im Werk von Blaise Pascal (1623-1662) kennen lernen und entdecken möchte, ist hier goldrichtig. Kaum ein anderer Denker als Pascal hatte im 17. Jahrhundert – dem Zeitalter des Nominalismus und der Religionskriege in Europa – die theoretischen und praktischen Seiten der Philosophie miteinander vereint.
Zu befragen sind einige Essays und Fragmente nach der besonderen Konstruktion des Zusammenspiels von Verstand und Herz, um Pascals Synthese wissenschaftlichen Denkens und philosophischen Glaubens als Grundlage menschlicher Erkenntnis nachzuvollziehen. Dabei ist Pascals philosophisch-literarischer Stil einzigartig, indem energetische Schnellkraft des Denkens, aphoristische Prägnanz und lakonische Pointierung am engen Horizont anschaulich-sparsamen Wortmaterials zusammentreffen und so die Tiefenwirkungen seiner auch paradoxen Ideen- und Wortkontraste widerspiegeln.
Entlang der Lektüre philosophiehistorischer, wissenschaftstheoretischer, ethischer und religionsphilosophischer Schriften – besonders der „Pensées“ – wird die Bedeutung des Gewissheitsorgan des Herzens als vorrationales und vorwillentliches Persönlichkeitszentrum mit dessen Nähe zu den Gehalten transzendenter Ordnung zur Daseinsfürsorge des Menschen fokussiert (u. a.: Wette mit Gott). Es wird danach gefragt, auf welche Weise Pascals Anthropologie mit der augustinischen Gnadenlehre korrespondiert, wie sich die krisenhafte Bekehrung zum Christentum im Kontext der Auseinandersetzung mit dem Jansenismus von Port Royal auch als ideelles Bekenntnis zu Montaignes Skepsis und Epiktets stoischer Ethik entwickelte.
Zur Vorbereitung sei die Anschaffung und Lektüre der „Pensées“ mit dem Kommentar von Eduard Zwierlein (Suhrkamp-Ausgabe) und die Meiner-Edition der „Kleinen Schriften“ (s. Bibliographie) empfohlen. Aus zeithistorischer Perspektive eignet sich als thematischer Einstieg die Lektüre des biographischen Essays von Pascals Schwester Gilberte (s. Bibliographie). In den letzten Sitzungen des Seminars sollen einige Deutungsansätze zu Pascals Philosophie herangezogen werden, die dessen naturwissenschaftliche Anschauung und Prädestinationslehre betreffen. Verpflichtend zur Vorbereitung der ersten Sitzung ist die Lektüre des Essays über Montaigne und Epiktet. Ansonsten sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Primärliteratur:
Blaise Pascal: Oeuvres complètes. Texte établie et annoté par Jaques Chevallier. Paris: Librairie Gallimard 1954 (Bibliothèque de la Pléiade).
Ders.: Gedanken [ab ca. 1658/70] Aus dem Französischen von Ulrich Kunzmann. Kommentar von Eduard Zwierlein. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 2012.
Ders.: Über die Religion und über einige andere Gegenstände (Pensées). Übertragen und herausgegeben von Ewald Wachsmuth. Heidelberg: Verlag Lambert Schneider 1978.
Ders.: Vermächtnis eines großen Herzens. Die kleineren Schriften. Überragen von Wolfgang Rüttenauer. Leipzig: Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung 1938.
Gilberte Pascal: Das Leben Monsieur Pascals beschrieben von Madame Périer seiner Schwester, der Frau von Monsieur Périer, dem Rat am Steueramt von Clermont. In: Blaise Pascal: Kleine Schriften zur Religion und Philosophie. Übersetzt von Ulrich Kunzmann. Mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Albert Raffelt. Hamburg: Felix Meiner Verlag 2005, S. 3-57.
Ders.: Betrachtungen über die Geometrie im Allgemeinen – Vom geometrischen Geist – Von der Kunst zu überzeugen [1655]. In: Ebd., S. 69-108.
Ders.: Gespräch des Herrn de Sacy über Epiktet und Montaigne [1655]. In: Ebd., S. 111-147.
Ders.: Gebet zu Gott um den rechten Gebrauch der Krankheiten [1660]. In: Ebd., S. 351-364.
Forschungsliteratur:
Jean-Robert Armogathe: Einführung [1986]. In: Pascal: Gedanken über die Religion und einige andere Themen. Herausgegeben von Jean-Robert Armogathe. Aus dem Französischen übersetzt von Ulrich Kunzmann. Stuttgart: Philipp Reclam Jun. 2012, S. 7-32.
Franz Borkenau: Zur Soziologie des mechanistischen Weltbildes. In: Zeitschrift für Sozialforschung. Herausgegeben vom Institut für Sozialforschung Frankfurt/Main, Jg. 1, 1932, S. 311-335.
Wilhelm Schmidt-Biggemann: Blaise Pascal. München: C. H. Beck Verlag 1999.
Hugo Friedrich: Pascals Paradox: Das Sprachbild einer Denkform [1936]. In: Ders.: Romanische Literaturen I./II. Frankfurt/Main: Vittorio Klostermann Verlag 1972, S. 84-138.
Ders.: Pascal [1950]. In: Ebd., S. 139-158.
Lucien Goldmann: Weltflucht und Politik. Dialektische Studien zu Pascal und Racine [1959]. Übersetzt von Alexander von Platen. Neuwied, Berlin: Hermann Luchterhand Verlag 1967.
Romano Guardini: Christliches Bewußtsein. Versuche über Pascal. Leipzig: Hegner Verlag 1935 (vorliegend auch in Neueditionen).
Manfred Heeß: Blaise Pascal. Wissenschaftliches Denken und christlicher Glaube. München: Wilhelm Fink Verlag 1977.
Zeitplan:
03. 04. 2018: Einführung, Gespräch des Herrn de Sacy über Epiktet und Montaigne
10. 04. 2018: Epiktet und Montaigne
17. 04. 2018: Betrachtungen über die Geometrie im Allgemeinen
24. 04. 2018: Betrachtungen über die Geometrie im Allgemeinen
01. 05. 2018: Internationaler Tag der Arbeit
08. 05. 2018: Gebet zu Gott um den rechten Gebrauch der Krankheiten
15. 05. 2018: Pensées
22. 05. 2018: Pensées
29. 05. 2018: Pensées
05. 06. 2018: Pensées
12. 06. 2018: Pensées
19. 06. 2018: Pensées
26. 06. 2018: Hugo Friedrich: Pascals Paradox
03. 07. 2018: Romano Guardini: Christliches Bewußtsein, Abschlussbesprechung
Seminar 2 Prof. Dr. Martin Vialon, (Yeditepe Universität Istanbul)
4.03.225 Rassismus und Antirassismus aus philosophischer Perspektive Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Die Auseinandersetzungen über Rassismus und Antirassismus haben in den letzten Jahren eine neue Qualität angenommen. Insbesondere bestimmte identitätspolitische Positionen und die Herausforderungen eines radikalen Sozialkonstruktivismus stehen im Zentrum der Debatten – wenn es denn überhaupt zu Debatten kommt. Im Seminar soll versucht werden, einige zentrale Argumente antirassistischer Positionen zu rekonstruieren und deren philosophische (sozialontologische, erkenntnistheoretische, ethische) Implikationen kritisch zu diskutieren.
Das Seminar verlangt intensive Lektüre und Mitarbeit sowie die Bereitschaft zur rationalen Diskussion.
Seminar 2 PD Dr. Ingo Elbe
4.03.531 Behauptungen Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Der Sprechakt des Behauptens ist allgegenwärtig. Behauptungen werden nicht nur einzelnen Personen gegenüber aufgestellt, sondern auch in einer breiten Öffentlichkeit. Manche Behauptungen sind wahr, andere falsch. Manche Behauptungen sind aufrichtig, bei anderen handelt es sich um Lügen, weil der Sprecher das, was er behauptet, nicht für wahr hält. Manche Behauptungen stoßen auf keinen Widerstand, andere werden aufgrund ihres Inhaltes geahndet oder auch deshalb, weil der Sprecher nicht aufrichtig war oder keine Belege für das bieten kann, was von ihm behauptet wurde.

Im Seminar steht das Wesen des Behauptens im Mittelpunkt, d.h. die Frage danach, was das zentrale Charakteristikum dieses Sprechaktes ist. Ist das Besondere an Behauptungen, dass sie darauf abzielen, andere von etwas zu überzeugen? Steht hinter ihnen also immer die Absicht, jemanden zu einer bestimmten Meinung zu bringen? Oder dienen sie vielmehr dem Ausdruck der eigenen Überzeugungen? Doch was genau bedeutet das, wenn man bedenkt, dass im Falle einer Lüge keine Überzeugung vorhanden ist? Zeichnet Behauptungen am Ende etwas ganz anderes aus, nämlich die Tatsache, dass der Sprecher durch sie bestimmte Pflichten auf sich nimmt? Aber was für Pflichten wären dies?

Zu den Voraussetzungen für die Teilnahme an diesem Fortgeschrittenenseminar gehört die Fähigkeit und Bereitschaft, englische Literatur zu lesen. Zur Vorbereitung lesen Sie bitte den Eintrag "Assertion" in die Stanford Encyclopedia of Philosophy: https://seop.illc.uva.nl/entries/assertion/
Seminar 2 Prof. Dr. Mark Siebel
4.03.374 Didaktik und Unterrichtsmaterialien zu: Was ist der Mensch? (Kerncurriculum gymnasiale Oberstufe) Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Mit der Frage nach dem Menschen ist eines der großen Themen im Werte und Normen- und im Philosophieunterricht der gymn. Oberstufe angesprochen. In diesem auf die Schulpraxis vorbereitenden Seminar werden ausgehend vom neuen (WuN) Kerncurriculum Inhalte der Anthropologie diskutiert.
Seminar 2 apl. Prof. Dr. Hans-Georg Bensch
4.03.265 Anschaulich philosophieren - Unterrichtsplanung Termine am Dienstag. 03.07. 18:00 - 20:00, Montag. 03.09. - Donnerstag. 06.09. 08:30 - 13:00, Ort: V02 1-114, A01 0-009
Beschreibung:
Was bedeutet Philosophieren in der Schule? Warum sollte man Philosophieren lernen? Sollte man Philosophieren oder Philosophie lernen? Welchen Bildungsbeitrag leistet der Philosophieunterricht? Welche Ziele hat der Werte und Normen Unterricht?
Bereits Kant spricht in seiner Formel: „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind“, eine tiefe didaktische Wahrheit aus. Philosophiedidaktik muss vor allem die Verbindung zwischen Begriffen und Anschauungen, die Verbindung von abstrakt und konkret in den Blick nehmen. Praxisnah sollen Unterrichtseinheiten/-stunden nach curricularen Vorgaben und problemorientierten, fachdidaktischen Ansätzen zielführend geplant werden. Es bestehen auch Möglichkeiten der Erprobung im Seminar und der Hospitation in einer Kooperationsschule.
Seminar - Sarah Huck, M.A.
4.03.121o Einführung in die Praktische Philosophie Donnerstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Ulrich Mathias Gerr
4.03.253 Sufismus: Grundzüge, Geschichte und westliche Rezeption Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Die islamische Mystik weist eine lebendige Geschichte auf, die vom 8./9. Jh. bis in unsere Gegenwart reicht. Sie bildet ein dynamisches Feld, aus dem philosophische Diskussionen, gesellschaftliche Reformen und die Ausbreitung der Religion entsprangen. Die Veranstaltung führt in ein paar zentrale Schriften (al-Ghazali, as-Sarraj u.a.) zu Themen wie Gottes- und Wahrheitssuche, mystische Zustände, Entwerden. Ferner werden historische Entwicklungen und gesellschaftliche Organisation der islamischen Mystik erarbeitet. In einem gesonderten Teil soll auf die westliche Rezeption des Sufismus eingegangen werden, in der sich eigene Formen eines globalisierten Islam abzeichnen.
Seminar - PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.121g Einführung in die Praktische Philosophie Dienstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Ansgar Baumgart
4.03.706 Forschungskolloquium Fachdidaktik Termine am Mittwoch. 02.05., Mittwoch. 16.05., Mittwoch. 30.05., Mittwoch. 20.06., Mittwoch. 27.06. 17:00 - 20:00, Ort: V03 0-E002, S 2-204, V03 0-E003
Beschreibung:
In diesem fachdidaktischen Forschungskolloquium werden alle Projekte diskutiert, die im Bereich der Fachdidaktik relevant sind. Dabei geht es um die Debatte neuer theoretischer Ansätze, um Anforderungen, die sich aus schul- oder universitätsorganisatorischer Hinsicht ergeben, um die verschiedenen Forschungsprojekte (Dissertation, Veröffentlichungen, empirische Projekte, konzeptionelle Arbeiten etc.)
Im Kolloquium steht nicht die Präsentation vollständig abgeschlossener Arbeiten im Mittelpunkt. Im Zentrum stehen die Denk-Ergebnisse, die im Schreib- und Arbeitsprozess gerade in Bewegung sind. Die Fragestellungen, Themen, Präsentationen werden mit allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Kolloquiums in konstruktiver Weise diskutiert und weiter entwickelt. Die Kultur des Feedbacks sollte diejenigen, die eine Präsentation vorstellen, in ihrem jeweils spezifischen Projekt fördern und unterstützen.
Forschungsgruppe - Dr. Christa Runtenberg
4.03.252 Einführung in den Islam Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Eine differenzierte Einschätzung des Islam in seiner geographischen und historischen Tiefe ist heute angesichts der globalpolitischen Trends unverzichtbarer denn je. In der Vorlesung werden grundlegende Aspekte zum religiösen Selbstverständnis (Offenbarung, Prophetie, Recht, Mystik) erläutert. Außerdem sollen einige klassische Zugänge aus der Islam- und Geschichtswissenschaft, die das westliche Bild von der islamischen Religion prägten, vorgestellt und hinterfragt werden. Die aktuellen Trends von Religionspolitik und Radikalisierung werden damit analytisch zugänglich.
Seminar - PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.219 Sören Kierkegaard, Der Begriff der Angst Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Das Lektüreseminar widmet sich mit „Der Begriff Angst“ einem der wichtigsten Werke Sören Kierkegaards (1813–1855), das er 1844 unter dem Pseudonym Vigilius Haufniensis (‚Der Kopenhagener Wächter‘) veröffentlichte. Dieser Essay hatte entscheidenden Einfluss auf die nachhegelsche Philosophie, insbesondere auf die Herausbildung des Existenzialismus. Im Seminar soll in intensiver Lektürearbeit der zentrale Begriff der Angst erschlossen werden, den Haufniensis alias Kierkegaard beispielsweise deutlich von dem der Furcht unterschieden wissen will. Im Vordergrund soll dabei die Rekonstruktion des konstellativen Zusammenhangs stehen, den der Begriff Angst mit Begriffen wie ‚dieser Einzelne‘, ‚das Selbst‘, ‚die Unbestimmtheit‘ oder ‚die Verzweiflung‘ bildet. Obwohl theologische Erwägungen bei dieser Begriffsarbeit nicht ganz ausgeblendet werden können – immerhin stellt die Schrift laut Untertitel eine „Untersuchung in Richtung des dogmatischen Problems der Erbsünde“ dar –, sollen diese nur am Rande eine Rolle spielen.
Literatur: Sören Kierkegaard, Der Begriff Angst
Seminar - Stefan Kühnen
4.03.121c Einführung in die Praktische Philosophie Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Victoria Paul
4.03.162 Neuere Entfremdungstheorien Termine am Samstag. 07.07. 14:00 - 16:00, Donnerstag. 20.09. - Freitag. 21.09. 10:00 - 19:00, Ort: A01 0-007, A04 2-221
Beschreibung:
Der einst schillernde Begriff der Entfremdung hatte für eine lange Zeit keine prominenten Fürsprecher: zu sehr schien er an sein Gegenteil, einen nicht-entfremdeten Zustand, gebunden zu sein, von dem sich weder genau angeben ließ, wann er jemals existiert habe noch wie man sich ihn für eine zukünftige Gesellschaft vorstellen solle. Jüngst – im Zuge der Diskussion über die normativen Grundlagen der Kapitalismuskritik – haben sich Autoren wie Rahel Jaeggi oder Hartmut Rosa jedoch um eine Rehabilitation des Entfermdungsbegriffs bemüht. Das Seminar behandelt diese Versuche einer theoretischen Neubestimmung ebenso ebenso wie den Referenztext der Entfremdungsproblematik: die Pariser Manuskripte von Karl Marx.
Seminar - Dr. Sven Ellmers, Dipl.-Sozw.
4.03.122 Das Böse Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Immer wieder erleben wir zwischenmenschliche Gewalt in einem Ausmaß, das an jedem zivilisatorischen Fortschritt zweifeln lassen. Dazu kommen Ereignisse wie Krankheiten, Erdbeben, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen. Die Erfahrungen mit Leid haben auch Eingang in die Philosophie gefunden. Sie werden vielfach unter dem Topos des Bösen reflektiert - bei Platon, Augustinus, Thomas von Aquin, Kant, Nietzsche, Arendt und anderen. Im Durchgang durch die Philosophiegeschichte wollen wir im Seminar diskutieren, welcher Status der Kategorie des Bösen jeweils zukommt. Ist sie eine eigenständige philosophische Kategorie? Und falls dies der Fall ist – wie ist dann mit dem Bösen zu leben? Aufgrund des Überblickscharakters, den das Seminar haben soll, eignet es sich gut als Einstieg in grundlegende Fragen der praktischen Philosophie.
Seminar 2 Nils Baratella
4.03.513 Thomas Nagel: Geist und Kosmos Termine am Samstag. 07.04., Samstag. 21.04., Samstag. 05.05. 14:00 - 17:00, Samstag. 09.06. 10:00 - 17:00, Samstag. 23.06., Samstag. 30.06. 14:00 - 17:00
Beschreibung:
Thomas Nagels 2013 erschienenes Buch "Geist und Kosmos" trägt den programmatischen Untertitel: "Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist" und liest sich wie eine Kampfansage an die naturwissenschaftliche Weltanschauung. Im Seminar wollen wir seine Argumentationen zu den Themen "Ordnung der Natur", "Bewusstsein", "Kognition" und "Wert" nach-denken und diskutieren. Die Themen überspannen die Bereiche der theoretischen und der praktischen Philosophie gleichermaßen. Das Seminar ist kein Lektürekurs, d.h. der leicht zugängliche Text muss zur Seminarvorbereitung selbständig gelesen werden.
Seminar - Apl.Prof.Dr. Myriam Gerhard
4.03.214 Jaspers und Arendt Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Hannah Arendt ist die prominenteste Schülerin von Karl Jaspers und der über 40 Jahre bis zu Jaspers Tod 1969 andauernde Briefwechsel dokumentiert eine andauernde Verbundenheit der beiden. Trotz einer unterschiedlichen Nähe zur Philosophie, waren sich beide einig, dass alle Philosophie als eine der Voraussetzungen von Politik dazu auffordere, alle Zustände zu bekämpfen, die der freien Entfaltung des Denkens und dem „Traum der politischen Freiheit“ und der Gerechtigkeit hinderlich seien. Ob nun Philosophie (Jaspers) oder politische Theorie (Arendt), beide sollten in der Unabhängigkeit des Denkens dieses Postulat einfordern und daraufhin die Geschichte und die Tradition verstehen, die Gegenwart der Kritik unterziehen und der Zukunft eine Basis legen.
Jaspers las von Hannah Arendt so gut wie alles und war von ihrer schriftstellerischen Kraft und dem Mut zu einem unbedingten Wahrheitswillen sehr beeindruckt. Die gegenseitige Wertschätzung kommt 1958 in Arendts Laudatio anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an Jaspers eindringlich zum Ausdruck.
Hannah Arendt hatte früh ihren Vater verloren. Sie fand in Jaspers, wie sie ihm selber mehrfach schrieb, für ihr ganzes Leben den „einzigen Erzieher, den ich je habe anerkennen können“ und den Menschen, der sie in die Vernunft „hineinzauberte“.
Im Seminar soll in Form einer vergleichenden Lektüre diese besondere intellektuelle Beziehung untersucht und gemeinsam diskutiert werden. Neben den üblichen Leistungsnachweisen besteht für Studierende aus dem Basiscurriculum die Möglichkeit auf der Grundlage von Fragen zu den gelesenen Texten Essays zu verfassen. Für die gemeinsame Lektüre wird zu Beginn des Semesters ein aus den Texten des Literaturverzeichnisses zusammengestellter Reader zur Verfügung gestallt.
Literatur:
Hannah Arendt, Karl Jaspers: Briefwechsel 1926-1969, Hrsg.: Lotte Köhler und Hans Saner, München 1993; Hannah Arendt: Was ist Politik? Fragmente aus dem Nachlaß, München 2003; Hannah Arendt: Das Urteilen. Texte zu Kants Politischer Philosophie, München 1998; Karl Jaspers: Mitverantwortlich. Ausgewählte Schriften mit einem Geleitwort von Hannah Arendt, München 1968; Karl Jaspers: Aneignung und Polemik, München 1968; Karl Jaspers: Die großen Philosophen, München 1957 (Neuausgabe 6. Auflage, 1991); Karl Jaspers: Was ist der Mensch? Philosophisches Denken für alle. Ausgewählt und mit einleitendem Kommentaren von Hans Saner, München 2003; Erinnerungen an Karl Jaspers, Hrsg.: Klaus Piper und Hans Saner, München 1974, Hans Saner: Karl Jaspers. rowohlts monographien, Hamburg 1970; Werner Schüßler: Jaspers zur Einführung, Hamburg 1995; Wolfgang Heuer: Hannah Arendt, Reinbek 1987; Antonia Grunenberg: Arendt, Freiburg 2003; Hannah Arendt: Verborgene Tradition – Unzeitgemäße Aktualität, Hrsg.: Heinrich Böll-Stiftung, Berlin 2007.
Seminar - Apl. Prof. Reinhard Schulz
4.03.323 Bildungsphilosophische Fragen zwischen den Disziplinen Termine am Mittwoch. 25.04. 18:00 - 20:00, Montag. 23.07. - Samstag. 28.07. 10:00 - 20:00, Ort: V03 0-E003, A01 0-010 a
Beschreibung:
In dieser Veranstaltung werden wissenschaftstheoretische Grundfragen mit Blick auf paradigmatische Autoren wie K.R. Popper, M. Foucault und T. Kuhn in einem interdisziplinären Zugriff erörtert. U.a. werden Fragen der Gewinnung von Erkenntnissen, der Wertfreiheit wissenschaftlichen Wissens und des Verhältnisses von Wissen und „Realität“ aus philosophischen und bildungstheoretischen Perspektiven thematisiert.
Die Veranstaltung findet als Blockseminar in interuniversitärer Kooperation mit Prof. Dr. Stephanie Hellekamps vom Institut für Erziehungswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vom 23.7.-28.7.2018 statt.
Einzelheiten werden auf der konstituierenden Sitzung am 25. April um 18.00 Uhr bekanntgegeben.
Seminar - Dr. Christa Runtenberg
4.03.121i Einführung in die Praktische Philosophie Mittwoch: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Timotheus Böhme
4.03.995 Information zum Modul phi420: Praktikum Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Das studienbegleitend angelegte Modul hat zum Ziel, Informationen und Erfahrungen über ausbildungsadäquate Berufsfelder für Philosophie-Absolventen zu vermitteln. Das Modul besteht aus einem in das angestrebte Berufsbild passenden Praktikum respektive mehreren Praktika im Gesamtumfang von mindestens sechs Wochen und dem Besuch einer Begleitveranstaltung. Die Studierenden können während dieser Tätigkeit eigene berufspraktische Erfahrungen in wissenschaftlichen Fachverlagen, Wissenschafts- bzw. Forschungsorganisationen oder anderen im weiteren Sinne mit dem Fach Philosophie zusammenhängenden Institutionen / Unternehmen sammeln.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.391 Werte und Normen: Vorbereitung und Begleitung des Projektbandes Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 19.10.2017), Ort: V02 1-113
Termine am Samstag. 03.03., Samstag. 26.05., Samstag. 30.06. 10:00 - 14:00, Ort: A06 1-111, A01 0-004

Beschreibung:
Ziel des Projektbands ist die Förderung des Forschenden Lernens durch das Einnehmen einer forschenden Perspektive im Rahmen kleiner Forschungsprojekte. Das Projektband soll so dazu beitragen, schulpraktisches Wissen mit einer selbstständigen wissenschaftlichen Arbeitsweise zu verknüpfen. Es bietet die Möglichkeit, einzeln oder im Team auf eine konkrete Fragestellung der Schulpraxis einzugehen und diese eigenständig unter Anwendung von geeigneten Forschungsmethoden bzw. Evaluationsmethoden zu bearbeiten. Das Projektband nimmt somit vor allem die Entwicklung kleinerer Forschungsprojekte aus der Fachwissenschaft oder Fachdidaktik mit Bezug zur schulischen Praxis in den Blick.
Im Projektband geht es inhaltlich zunächst um die Entwicklung eigener Fragestellungen zum Themenkomplex „Werte und Normen unserer Gesellschaft“, die daraufhin im SoSe 2018 in der Schule mit den Schüler_innen erarbeitet und ausgewertet werden sollen.
Seminar 2 Sarah Huck, M.A.
4.03.996 Information zum Modul phi430: Studienschwerpunktspezifische Sprachkurse Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Rahmen dieses Moduls soll den Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, ihre Grundkenntnisse in Latein, Altgriechisch, aber auch neueren für das Studium und insbesondere für die angestrebte Spezialisierung relevanten Sprachen zu vertiefen oder aber sich diese Kenntnisse neu anzueignen.
Zum erfolgreichen Abschluss des Moduls ist der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an Sprachkursen im Umfang von insgesamt 12 KP (in der Regel zwei Kurse à 6 KP) zu erbringen. Bitte wählen Sie hierzu Module aus dem Angebot des Sprachenzentrums. Die Sprachkurse sollen in einem Bezug zu dem gewählten Studienschwerpunkt stehen. Die zu erbringende Prüfungsleistung ist gemäß den Angaben der Prüfungsordnung zu erbringen, innerhalb derer der jeweilige Kurs belegt wird. Die erfolgreiche Teilnahme an den Sprachkursen wird auf dem hierfür vorgesehen Laufzettel bescheinigt.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.235 "Wie kommt der Gott in die Philosophie? Geschichte eines metaphysischen Grundproblems von Aristoteles bis Heidegger" Termine am Donnerstag. 07.06. 18:00 - 20:00, Donnerstag. 19.07. - Freitag. 20.07. 09:00 - 17:00, Samstag. 21.07. 09:00 - 13:00
Beschreibung:
Die Philosophie versteht sich seit ihren Anfängen als eine Form der denkerischen Reflexion, die allein mit den Mitteln der natürlichen Vernunft operiert und bestehende Überzeugungen und Traditionen – auch und gerade religiöse – kritisch auf den Prüfstand stellt. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen hat das philosophische Denken seit der Antike immer wieder die Frage nach Gott bzw. dem Göttlichen gestellt und dessen Stellung zur Welt und zum Menschen zu bestimmen versucht. Der Platz, den dieser „Gott der Philosophen“ im Gesamtzusammenhang der jeweiligen philosophischen Entwürfe einnimmt, fällt jedoch durchaus unterschiedlich aus. Während in der antiken und mittelalterlichen Philosophie Gott vor allem als Thema und Erkenntnisgegenstand des philosophischen Denkens auftritt, erhält er mit Beginn der Neuzeit mehr und mehr eine systemimmanente, erkenntnistheoretische Begründungsfunktion zugesprochen bzw. wird auf einen konstruktiven Grenzbegriff absoluten Vernunftbewusstseins reduziert.
Diese erkenntnistheoretische Indienstnahme eines auf einen bloßen Begriff reduzierten Gottes durch die Philosophie wird im 20. Jahrhundert von Heidegger unter dem Schlagwort der „onto-theologischen Verfassung der Metaphysik“ scharf kritisiert. Demgegenüber betont er die Notwendigkeit, den funktionalisierten „Gott der Philosophen“ durch einen „göttlichen Gott“ zu ersetzen, der wieder in ursprünglicher Weise Teil des lebendigen, vortheoretischen Weltbezugs des Menschen ist.
Das Seminar stellt sich die Aufgabe, die Entwicklung des philosophischen Gottesbegriffs anhand ausgewählter Texte von der Antike bis in die Gegenwart nachzuzeichnen und sie auf ihre philosophischen, persönlich-existenziellen und gesellschaftlichen Implikationen hin zu befragen.
Primärtexte: Die für das Seminar grundlegenden philosophischen Texte werden in Form eines Readers bereitgestellt
Sekundärliteratur:
• Walter Schulz, Der Gott der neuzeitlichen Metaphysik, Pfullingen 1978 (6. Aufl.).
• Joseph Möller (Hg.), Der Streit um den Gott der Philosophen. Anregungen und Antworten, Düsseldorf 1985.
• Aza Goudriaan, Philosophische Gotteserkenntnis bei Suarez und Descartes im Zusammenhang mit der niederländischen reformierten Theologie und Philosophie des 17. Jahrhunderts, Leiden 1999.
• Wilhelm Weischedel, Der Gott der Philosophen. Grundlegung einer philosophischen Theologie im Zeitalter des Nihilismus (2 Bd.), Darmstadt 1971/1972.
• Alois Halder, Klaus Kienzler, Joseph Möller (Hgg.), Auf der Suche nach dem verborgenen Gott: zur theologischen Relevanz neuzeitlichen Denkens, Düsseldorf 1987.
• Fritz-Peter Hager, Metaphysik und Theologie des Aristoteles, Darmstadt 1969.
• Matthias Jung, Das Denken des Seins und der Glaube an Gott: zum Verhältnis von Philosophie und Theologie bei Martin Heidegger, Würzburg 1990.
• Norbert Fischer (Hg.), Heidegger und die christliche Tradition. Annäherung an ein schwieriges Thema, Hamburg 2007.
Seminar - Dr. phil. Martina Roesner
4.03.121n Einführung in die Praktische Philosophie Donnerstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Michelle Cramme
4.03.121h Einführung in die Praktische Philosophie Mittwoch: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Artur Elert
4.03.904 Kolloquium für Masterstudierende und DoktorandInnen: Forschungsthemen der Gegenwartsphilosophie Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Im Kolloquium werden aktuelle Forschungsfragen der Praktischen Philosophie behandelt. Das Programm setzt sich dabei aus drei Teilen zusammen: Erstens werden Neuerscheinungen besprochen. Zweitens können Autorinnen und Autoren zur gemeinsamen Diskussion eingeladen werden. Drittens können Teilnehmende ihre Texte (Masterarbeiten, Aufsätze, Buchkapitel etc.) zur Debatte stellen. Am Kolloquium können Masterstudierende, Promovierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnehmen. Das Semesterprogramm wird in der ersten Sitzung bestimmt.
Kolloquium - Prof. Dr. Tilo Wesche
4.03.241 Kant: Kritik der Ästhetischen Urteilskraft Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Die Kritik der ästhetischen Urteilskraft bildet den ersten Teil von Kants dritter Kritik - der Kritik der Urteilskraft. Diese hatte die Aufgabe, die "unübersehbare Kluft zwischen dem Gebiete des Naturbegriffs, als dem Sinnlichen, und dem Gebiete des Freiheitsbegriffs, als dem Übersinnlichen" (Kant, KdU; B XIX) als überwindbar zu denken. Für diesen Zweck muss Kant den Begriff der Natur neu bestimmen.
Literatur: I. Kant; Kritik der Urteilskraft; Hamburg 2001 (PhB 507)
Seminar 2 apl. Prof. Dr. Hans-Georg Bensch
4.03.989 Begleitveranstaltung zum Orientierungspraktikum/Berufsfeldbezogenem Praktikum im Fach Philosophie/Werte und Normen Termine am Montag. 16.04., Montag. 14.05., Montag. 25.06. 18:00 - 20:00
Beschreibung:
Die Begleitveranstaltung zum Orientierungspraktikum/Berufsfeldbezogenem Praktikum im Fach Philosophie/Werte und Normen ist als Vorbereitungsveranstaltung gedacht und verfolgt folgende Ziele:
  • Allgemeine Informationen zum Orientierungspraktikum sowie berufsfeldbezogenem Praktikum im Fach Philosophie/Werte und Normen
  • Ziele des Praktikums
  • Hinweise zum Anfertigen des Praktikumsberichtes
  • Diskussion möglicher Schwerpunktthemen für den Teil "Philosophische Reflexion" des Praktikumsberichtes
sonstige - Anna Plader
4.03.227 Entscheidungstheorie zur Einführung Freitag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
Das Seminar gibt einen Überblick über grundlegende Konzepte und Ideen der Entscheidungstheorie mit philosophischen Anwendungen. U.a. werden wir uns mit den Unterschieden zwischen Entscheidungen unter Ungewissheit und Entscheidungen unter Risiko, kausalen, evidentiellen und Bayesianischen Ansätzen in der Entscheidungstheorie sowie verschiedenen Paradoxien beschäftigen (Ellsberg-Paradoxon, Umtauschparadoxon, etc.). Als Textgrundlage dient das folgende Buch: Peterson, M. (2011). An Introduction to Decision Theory, Cambridge: Cambridge University Press. Vorausgesetzt werden Logik-Kenntnisse im Umfang der Vorlesung "Einführung in die Logik" sowie die Bereitschaft, sich sowohl mit formalen Methoden als auch englischen Texten auseinanderzusetzen.
Seminar - Dr. phil. Michael Schippers
4.03.512 Aktuelle Hegelforschung Termine am Donnerstag. 05.04. 12:00 - 13:00, Donnerstag. 03.05. 12:00 - 18:00, Dienstag. 05.06. - Freitag. 08.06. 10:00 - 16:00
Beschreibung:
Das Colloquium richtet sich ausschließlich an Studierende und Doktoranden, die ein genuines Interesse an der aktuellen Hegel-Forschung haben. Es ist vor allem für diejenigen gedacht, die einen Vortrag für den Internationalen Hegel-Kongress vorbereiten. Inhalte und Zeiten werden auf der ersten Sitzung diskutiert und gemeinsam bestimmt.
Kolloquium - Apl.Prof.Dr. Myriam Gerhard
4.03.121j Einführung in die Praktische Philosophie Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 04.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Caroline Kather
4.03.314 Religionskritik und Atheismus Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Die Kritik an Religionen mit ihren Vorstellungen von Göttern bzw. Gott und einem ihnen entsprechenden menschlichen Verhalten ist so alt wie die Religionen selbst. Sie begleitet sie wie ein Schatten, der mal deutlicher und mal schwächer in Erscheinung tritt.
Dabei bezieht sich die Kritik aus verschiedensten Gründen zum Teil nur auf bestimmte Inhalte und Praktiken einer Religion, ohne sie selbst fundamental in Frage zu stellen, zum Teil aber auch auf die Sinnhaftigkeit von Religion überhaupt, so dass sich aus dem Widerspruch gegen alles Religiöse atheistische Positionen ergeben.
Vor einiger Zeit erregte Religionskritik in Form eine Atheismuskampagne unter dem Motto ‚THERE’S PROBABLY NO GOD. NOW STOPP WORRYING AND ENJOY YOUR LIFE!’ besondere Aufmerksamkeit.
Die Lehrveranstaltung nimmt dies zum Anlass, Religionskritik und Atheismus in ihren verschiedensten Erscheinungsformen religions-, theologie- und philosophiegeschichtlich von der Antike bis in die Gegenwart hinein genauer unter die Lupe zu nehmen und ihre Begründungen und Plausibilitäten zu eruieren.
Namhafte Religionskritiker und ‚Atheisten’ kommen dabei mit ihren kontextuell geprägten Anschauungen zu Wort und laden zu einem Dialog über Gründe von Religionskritik und Atheismus ein.
Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern sollen durch Referate oder andere geeignete Methoden in Aspekte der Fragestellungen einführen, anschließende Gruppenarbeiten initiieren, Diskussionen moderieren und die jeweiligen Ergebnisse in prägnanten Thesen zusammenfassen.
Verlaufsplan und Literaturliste werden den eingeschriebenen Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmern rechtzeitig bekannt gegeben.
Seminar - Prof. Dr. Stefan Scheld
4.03.112 Das Leib-Seele-Problem Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Das Leib-Seele-Problem gehört zu den klassischen Themen theoretischer Philosophie, das bereits in der Antike auftaucht und bis heute vielfach diskutiert wird. Die Leiblichkeit und ihre Bedeutung für unser Leben wird immer dann zum Problem, wenn ein Dualismus zwischen Geist und Körper oder zwischen Leib und Seele konstruiert wird. Im Verlauf der abendländischen Philosophiegeschichte wird mit diesem Problem unterschiedlich umgegangen und dem Anteil, den der Leib für unser Leben hat unterschiedliches Gewicht beigemessen. Das Seminar möchte diesem Verlauf von der Antike, über Mittelalter und Neuzeit, bis hin zu aktuellen Diskussionen folgen.
Seminar 2 Nils Baratella
4.03.144 Niccolò Machiavelli: Il Principe/Der Fürst (1513) Termine am Montag. 02.07. 16:00 - 18:00, Montag. 23.07. - Freitag. 27.07. 10:00 - 16:00, Ort: A01 0-010 a, A01 0-010 b
Beschreibung:
Machiavellis (1469-1527) so berühmtes wie umstrittenes Werk gilt nicht von ungefähr als Grundtext der modernen politischen Philosophie, widmet es sich doch den Fragen strategischer Herrschaft in vielerlei Hinsicht. Seine nüchterne Beschreibung der Machtmechanismen, die u.a. auf Machterhalt zielen, haben Machiavelli lange Zeit in Verruf gebracht, bloß einem rücksichtslosen politischen Kalkül das Wort zu reden (Stichwort: Machiavellismus).
Im Seminar soll daher der „Principe“ in Relation zu den mehr demokratie-affinen „Discorsi“ betrachtet werden, die – ebenso wie die satirische Komödie „La Mandragola“ – fast zeitgleich entstanden sind.
Gerade angesichts der heutigen Erfahrungen, die demokratische Bestrebungen global vor enorme Herausforderungen stellen, könnte ein tieferes Verständnis von Machtprinzipien (z.B. in Hinsicht auf das Ideal einer zukünftigen polyzentrischen Weltordnung) förderlich sein.

Primärtext:
Machiavelli: Il Principe / Der Fürst. Italienisch/ Deutsch. Reclam Taschenbuch, Stuttgart 1986/ 1995.
Machiavelli: Der Fürst. Kröner, Stuttgart 1978.

Sekundärtexte:
Machiavelli: Discorsi. Gedanken über Politik und Staatsführung. Kröner, Stuttgart 2007.
Quentin Skinner: Machiavelli zur Einführung. Junius, Hamburg 2008.
Herfried Münkler: Machiavelli. Die Begründung des politischen Denkens der Neuzeit aus der Krise der Republik Florenz. Fischer, Frankfurt am Main 2004.
Seminar - Corinna Schubert
4.03.266 Typisch Mädchen! Typisch Junge! - Geschlechterrollen thematisieren im Werte und Normen-Unterricht Dienstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 03.04.2018)

Beschreibung:
Die Auseinandersetzung mit Geschlecht und Geschlechterrollen ist eine Aufgabe, der sich inzwischen kaum eine Lehrkraft mehr entziehen kann. Geschlechtsrelevante Fragen begleiten, wenn auch zum Teil nur implizit, in vielerlei Hinsicht den Alltag der Schüler/innen. Die zunehmende kulturelle und religiöse Vielfalt im Klassenzimmer macht einen sensiblen, aber auch reflektieren Umgang mit sich oft diametral gegenüberstehenden Positionen der Schüler/-innen bzgl. des Umgangs mit Geschlecht unerlässlich.
Stereotypen Zuschreibungen von Eigenschaften, Aufgaben und dem „Platz“ von Männern und Frauen in der Gesellschaft begegnet man bereits bei Grundschülern. Die unreflektierte Adaption von Werten und Normen bzgl. dessen, was typisch männlich oder typisch weiblich ist, sei es durch Erziehung, Freundeskreis oder Medien, kann hierbei in einer sexistischen Weltauffassung münden, die im Erwachsenenalter kaum mehr hinterfragt wird und sich ihrerseits wieder auf die folgenden Generationen auswirkt.
Der Philosophie- und Werte und Normen-Unterricht bietet wie kein anderer die Möglichkeit der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.
Das Seminar verfolgt zum einen das Ziel, einen Überblick über die Geschlechtergeschichte von der Antike bis zur Gegenwart zu vermitteln, zum anderen an Textauszügen, Bild- und Filmmaterial mögliche Zugänge und Fragestellungen zum Thema zu entwickeln, zu diskutieren und unter Verwendung verschiedener Methoden zur erproben.
Literatur: Wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.
Seminar - Anna Plader
4.03.169 Platon: Über die Gerechtigkeit Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 05.04.2018)

Beschreibung:
Die Idee der Gerechtigkeit ist für den Menschen nicht erst seit Platon von grundlegendem Interesse und wird bis zum heutigen Tag nicht nur in der praktischen Philosophie, sondern in allen Bereichen der Gesellschaft kontrovers diskutiert. Neuansätze zur Gerechtigkeit wie das 1971 erschienene Werk „A Theory of Justice“ von John Rawls zeigen, dass die Frage nach der Gerechtigkeit auch in der Gegenwart nicht an Relevanz verloren hat.
Jeder, der sich schon einmal mit der Gerechtigkeit beschäftigt hat, weiß, dass wir darunter die angemessene Verteilung von materiellen und ideellen Gütern, sowie die legitime Ordnung und Strukturierung einer Gemeinschaft von Menschen überhaupt verstehen. Diese Beschreibung eröffnet den für unser Seminar maßgebenden Problemhorizont. Es gibt unterschiedliche, miteinander konkurrierende Theorien, die danach trachten, das Wesen der Gerechtigkeit hinreichend zu bestimmen und zu erläutern.
Wir werden Sokrates gemeinsam auf der Suche nach dem Wesen der Gerechtigkeit, des gerechten Staates und der gerechten Herrschaft begleiten und uns in diesem Zusammenhang mit allen in seinem Dialog Politeia vertretenen Positionen und Gegenpositionen kritisch und vorbehaltslos auseinandersetzen, um uns dem Ideal der Gerechtigkeit unter Berücksichtigung der metaphysischen Grundlagen und Gleichnisse denkerisch hoffentlich ein wenig anzunähern.

Literatur: Platon: Der Staat. Aus dem Griechischen von Gernot Krapinger. Reclam Verlag. Stuttgart 2017. 12 Euro.
Seminar - Widukind Andreas Schweiberer
4.03.146 Die Ethik der Freiheit - Philosophie als Protest bei Angela Davis Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Angela Davis - US-amerikanische Bürgerrechtlerin und Philosophin - ist eine genauso bekannte wie umstrittene Persönlichkeit, die die Rechte aller Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Geschlecht in den Mittelpunkt ihres Aktivismus und ihrer Theorie setzt. Davis' Philosophie fordert zum Handeln auf und übersetzt praktische Philosophie in den Kontext des gesellschaftskritischen Protests z.B. im Rahmen der Occupy Bewegung. Davis' Theorie ist informiert von Horkheimer, Adorno und Marcuse, die sie während ihres Studiums hörte und deren Theorie sie weiterentwickelte und zum Leben erweckte. Im Rahmen ihres politischen Aktivismus wurde Davis 1970 inhaftiert. Ihre Inhaftierung löste weltweite Proteste aus und machte Davis zur Legende. Bis heute verbindet sie politischen Aktivismus mit wissenschaftlicher Arbeit und lehrt im Alter von inzwischen 74 Jahren als Gastdozierende an der Harvard University.
Seminar - Dr. phil. Carla Schriever
4.03.897 FEP-Begleitveranstaltung Philosophie/Werte und Normen Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Im Rahmen der Begleitveranstaltung zum FEP finden während des WiSe vier Termine statt, die der Vorbereitung des FEPs dienen. Im Anschluss an das Praktikum, das in den Ferien direkt im Anschluss an das FP an derselben Schule absolviert wird, findet, je nach Teilnehmerzahl, entweder ein Blockseminar (zwei bis vier Termine) oder ein reguläres Seminar statt, in dem die Ergebnisse des Praktikums von den Studierenden vorgestellt werden. Die Termine für die Präsentationen werden in der letzten Sitzung vor dem Praktikum vom Kurs zusammen festgelegt.
Da es sich um eine praxisbezogene Veranstaltung handelt, besteht in dem Seminar Anwesenheitspflicht.
Seminar - Anna Plader
4.03.124 Was ist Aufklärung? Kant und Foucault über Begriff und Tätigkeit der Aufklärung Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
Im Jahr 1784 veröffentlichte die Berlinische Monatsschrift einen Aufsatz von Immanuel Kant mit dem Titel: „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“. Im Rahmen einer Vorlesung am Collège de France 1983 setzte Michel Foucault sich in einer kritischen Reflexion über diesen Aufsatz mit dem Anspruch, den Grenzen und der Aktualität von Aufklärung auseinander und veröffentlichte die Ergebnisse ein Jahr später im Magazin littéraire. Wir werden uns mit diesen Texten befassen und die Differenzen und Gemeinsamkeiten herausarbeiten.

Literatur: Wird bereitgestellt über Stud.IP
Seminar - Dr.phil. Christine Zunke
4.03.129 Einführung in die philosophische Ethik Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 09.04.2018), Ort: A14 0-030, V02 0-003

Beschreibung:
Das Seminar bietet eine Einführung in die unterschiedlichen Typen der philosophischen Ethik. Es werden klassische Texte der Tugendethik (Platon, Aristoteles), Deontologie (Kant) und Teleologie (Bentham, Mill) besprochen. Die Texte werden Ihnen bei stud.ip zur Verfügung gestellt.
Seminar 2 Dr. Sven Ellmers, Dipl.-Sozw.
4.03.986 Information zum Akzentuierungsmodul phi270 Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Rahmen des Akzentuierungsmoduls können gemäß der individuellen Schwerpunktsetzung zwei Seminare aus den Modulen phi210, phi220, phi230 und phi240 gewählt werden.
WICHTIG: Es dürfen keine Seminare gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt werden, d.h. es ist keine Doppelanrechnung ein und desselben Seminars für mehrere Module möglich!
sonstige - in Bearbeitung
4.03.121 Einführung in die Praktische Philosophie Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
Die Vorlesung soll in die Grundgedanken der Ethik und der Politischen Philosophie einführen. Es werden die einschlägigen Positionen vorgestellt, zentrale Argumente erörtert und konkrete Problemstellungen erörtert. Die Leitfrage in der ersten Vorlesungshälfte betrifft die Moralbegründung. Wie können moralische Gebote und Verbote begründetet werden? Diese Begründungsfrage wird in Bezug auf die moralische Normativität, die moralische Achtung und die moralischen Urteile behandelt. In der zweiten Vorlesungshälfte widmen wir uns der Frage nach der Legitimation politischer Herrschaft. Welche Bedingungen muss politische Herrschaft erfüllen, damit sie für die Betroffenen als zustimmungsfähig gelten kann? Diese politische Legitimationsfrage wird in Bezug auf Rechtssicherheit, Demokratie und Gerechtigkeit behandelt. Die Vorlesung wird von Tutorien begleitet, die der thematischen Vertiefung, textnahen Lektüre und diskursiven Nachbereitung dienen.
Vorlesung - Prof. Dr. Tilo Wesche
4.03.121r Einführung in die Praktische Philosophie Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 06.04.2018)

Beschreibung:
Tutorium - William Selzer
4.03.166 Humanismus und Reformation: Erasmus von Rotterdam und Philipp Melanchthon Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 09.04.2018)

Beschreibung:
„Erasmus“ (1466-1536) – diesen Namen als geliehene Bezeichnung für das europäische „Erasmus-Studienaustauschprogramm“ kennen Sie. Aber welche Philosophie verbirgt sich hinter dem Globetrotter unter den Humanisten und dessen Zeitgenossen Melanchthon (1497-1560)? Das Seminar führt vergleichend beide Vertreter des reformatorischen Humanismus zusammen und beabsichtigt, deren philosophische, pädagogische und ethische Absichten in den Zeiten des politischen, sozialen und religiösen Aufruhrs im fragilen Europa des 16. Jahrhunderts deutlich zu machen. Gelesen und befragt werden ausgewählte Texte hinsichtlich ihrer rhetorischen und dialektischen Argumentationsstruktur, die sich auf die Verhältnisbestimmung von antiker Moralphilosophie, christlicher und weltlich-politischer Ordnungen beziehen.
Als Verfasser verschiedener Textsorten (Traktate, Lobreden, philosophische Aufsätze, ironische Erzählungen, polemische Kampf- und Verteidigungsschriften, provokative und mäeutisch-didaktische Gespräche, biographische Skizzen und erhellende Kommentare zur Bedeutung von Sprichwörtern) gerieten Erasmus und Melanchthon zwischen die Kampflinien der konfessionellen Auseinandersetzungen. Beide hatten als Hermeneuten ein historisch-philologisches Quellenverständnis antiker und christlicher Philosophie und Literatur entwickelt. Ihre Stilkunst zielte darauf ab, satirische Sprachkritik als Ideologiekritik im Denkbild oder Gleichnis zu formulieren. Das Gold des klassischen Geistes als Lebensweisheit oder geflügeltes Wort dient so zugleich als ein Stück wiederentdeckte Philosophie- und Literaturgeschichte, um durch das humanistische Bildungsethos, bei dem Frauen nicht ausgeschlossen sind, die Anhebung des Sprachniveaus und die realistische Kritik an gesellschaftlichen und kirchlichen Verhältnissen vorzubereiten.
Willkommen sind alle Studierenden. Zur ersten Sitzung sollen einige Sprichwörterkommentare des Erasmus gelesen sein: „Öl ins Feuer gießen“, „Eulen nach Athen tragen“, „Wider den Stachel löcken“, „Das Hemd ist mir näher als der Rock“, „Ein notwendiges Übel“, „Schuster bleib bei Deinem Leisten“ und „Erkenne Dich selbst“ (Nachweise: s. Bibliographie und Zeitplan).
Primärliteratur:
Erasmus von Rotterdam: Mehrere tausend Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten [1500]. In: Ders.: Ausgewählte Schriften. Acht Bände: Lateinisch und Deutsch. Herausgegeben von Werner Welzig. Siebter Band. Übersetzt, eingeleitet und mit Anmerkungen versehen von Theresia Payr. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1995, S. 358-633.
– Das Lob der Torheit [1511]. In: Ders.: Zweiter Band. Eingeleitet und mit Anmerkungen versehen von Wendelin Schmidt-Dengler, S. 1-211.
– Wort und Tat. In: Ders.: Ausgewählte Schriften. Sechster Band (Vertraute Gespräche [1518/33]). Übersetzt, eingeleitet und mit Anmerkungen versehen von Werner Pelzig, S. 457-471.
– Der Abt und die gelehrte Frau. In: Ebd., S. 252-265.
– Die Epikureer. In: Ebd., S. 555-597.
Philipp Melanchthon: Rede über die Philosophie [1536]. In: Melanchthon deutsch. Bd. 1 (Schule und Universität, Philosophie, Geschichte und Politik). Herausgegeben von Michael Beyer, Stefan Rhein und Günther Wartenberg. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2., korrigierte Auflage 2011, S. 131-141.
– Rede über Platon [1538]. In: Ebd., S. 142-161.
– Rede über Aristoteles [1537]. In: Ebd., S. 162-174.
– Widerlegung der Forderung der Bauern [1525]. In: Ebd., S. 264-290.
– Rede über die politische Ordnung [1552]. In: Ebd., S. 317-324.
– Der Unterschied zwischen weltlicher und christlicher Gerechtigkeit [1522]. In: Melanchthon deutsch. Bd. 2 (Theologie und Kirchenpolitik). Herausgegeben von Michael Beyer, Stefan Rhein und Günther Wartenberg. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2., korrigierte Auflage 2011, S. 20-24.
– Das Leben Martin Luthers [1546]. In: Ebd., S. 178-197.
Forschungsliteratur:
Carl Jacob Burckhardt: Erasmus von Rotterdam. Rede, gehalten an der Feier seines 400. Todestages. In: Ders.: Gestalten und Mächte. Neue, vermehrte Ausgabe. Zürich: Manesse Verlag 1961, S. 9-60.
Heinz Scheible: Melanchthon. Vermittler der Reformation. Eine Biographie. München: C. H. Beck 2016.
Johan Huizinga. Erasmus. Eine Biographie [1928]. Reinbek bei Hamburg 1993.
Zeitplan:
03. 04. 2018: Einleitung, Erasmus: Sprichwörter (1500), Bd. 7, S. 373 f, 375 f, 385 f, 393, 405 f, 413 f und 417-421.
09. 04. 2018: Erasmus: Sprichwörter, Bd. 7, S. 429 f, 431-433, 459 f, 461-465, 465-513, 523-527, 547 f, 561, 559 f, 563, 569 f, 573, 579 f, 599 und 613.
16. 04. 2018: Lob der Torheit (1511)
23. 04. 2018: Lob der Torheit
30. 04. 2018: Lob der Torheit
07. 05. 2018: Erasmus: Wort und Tat (1518/33)
14. 05. 2018: Erasmus: Der Abt und die gelehrte Frau
21. 05. 2018: Pfingstmontag
29. 05. 2018: Erasmus: Die Epikureer
04. 06. 2018: Melanchthon: Der Unterscheid zwischen weltlicher und christlicher Gerechtigkeit (1522); Widerlegung der Forderung der Bauern (1525)
11. 06. 2018: Melanchthon: Rede über die Philosophie (1536)
18. 06. 2018: Melanchthon: Rede über Aristoteles (1537); Rede über Platon (1538)
25. 06. 2018: Melanchthon: Das Leben Martin Luthers (1546)
02. 07. 2018: Melanchthon: Rede über die politische Ordnung, Abschlussbesprechung
Seminar - Prof. Dr. Martin Vialon, (Yeditepe Universität Istanbul)
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