Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
13.11.2018 20:03:28
Einrichtungsverzeichnis

Einrichtungsverzeichnis

Wintersemester 2018/2019 156 Veranstaltungen
VAK Veranstaltungsnummer Titel Typ Vorlesung
Grundstudium
Hauptstudium
Seminar
Praxisveranstaltung
Kolloqium
Forschungsgruppe
Arbeitsgruppe
Projektgruppe
Gremiumsveranstaltung
Community-Forum
Praktikum
Sprachkurs
Fachdidaktik
Exkursion
Tutorium
Arbeitsgemeinschaft
SWS Semesterwochenstunden DozentIn
4.03.987 Information zum Akzentuierungsmodul phi540 Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Rahmen des Akzentuierungsmoduls können alle Seminare gewählt werden, die unter phi510, phi520 und phi530 stehen und nach Absprache auch fortgeschrittene Seminare anderer Fächer, soweit sie für den gewählten Studienschwerpunkt relevant sind.
WICHTIG: Es dürfen keine Seminare gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt werden, d.h. es ist keine Doppelanrechnung ein und desselben Seminars für mehrere Module möglich!
sonstige - in Bearbeitung
4.03.111g Einführung in die Theoretische Philosophie Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 17.10.2018), Ort: A06 1-111, A01 0-006

Beschreibung:
Tutorium - Konstantin Skorin
4.03.131c Logik Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Katharina Falk
4.03.148 Einführung in die Erkenntnistheorie Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
In diesem Seminar soll anhand klassischer Texte in Grundfragen der philosophischen Erkenntnistheorie eingeführt werden. Wir werden uns zu Beginn damit beschäftigen, worin sich Erkenntnistheorie als philosophische Disziplin von anderen Disziplinen wie der Logik oder der Wissenschaftstheorie unterscheidet, um daran anschließend anhand ausgewählter Textausschnitte von Descartes, Hume und Kant die grundlegenden Fragen dieser Disziplin zu erörtern. Das Seminar ist vor allem für StudienanfängerInnen geeignet, Vorkenntnisse sind entsprechend nicht notwendig. Es wird jedoch erwartet, dass die zu lesenden Texte, die einen recht geringen Umfang haben werden, intensiv vorbereitet werden, da die gemeinsame Textdiskussion im Mittelpunkt des Seminars stehen soll.
Seminar 2 Dr. phil. Philip Hogh
4.03.156 Der Zweifel bei René Descartes und David Hume Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Zur Anschaffung empfohlen:

René Descartes, Meditationen, Übers. u. hrsg. v. Christian Wohlers, Philosophische Bibliothek Bd. 596, Meiner 2009.
David Hume, Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand, Übers. von Raoul Richter, Philosophische Bibliothek Bd. 648, Meiner 2015.
Seminar - Dr. Sven Ellmers, Dipl.-Sozw.
4.03.111n Einführung in die Theoretische Philosophie Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - René Beuerlein
4.03.897 FEP-Begleitveranstaltung Philosophie/Werte und Normen Termine am Montag. 22.10., Montag. 05.11., Montag. 19.11., Montag. 03.12., Montag. 17.12., Montag. 14.01., Montag. 28.01. 16:00 - 18:00
Beschreibung:
Die Begleitveranstaltung zum FEP findet während des WiSe 14tägig statt und dient der Vorbereitung des FEPs. Im Anschluss an das Praktikum, das in den Ferien direkt im Anschluss an das FP an derselben Schule absolviert wird, findet im folgenden SoSe die Nachbesprechung statt, in der die Studierenden ihre Ergebnisse aus dem Praktikum vorstellen. Diese ist ebenfalls terminiert auf Montag 16-18 Uhr. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach der Anzahl der teilnehmenden Studierenden.
Da es sich um eine praxisbezogene Veranstaltung handelt, besteht in dem Seminar Anwesenheitspflicht.
Seminar - Anna Plader
4.03.125 Abriss der Psychoanalyse: Einführung in Freuds Theorie und weitergehende philosophische Perspektiven Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Dieses Seminar gibt eine Einführung in die Theorie der Psychoanalyse von Sigmund Freud und richtet sich an Studierende, die bisher keinen (tieferen) Einblick in diese Theorie hatten. In der ersten Hälfte werden wir gemeinsam den 1938 von Sigmund Freud geschriebenen und 1940 posthumen veröffentlichten "Abriß der Psychoanalyse" lesen, sodass wir einen umfangreichen Einblick und ein erstes Verständnis für die Psychoanalyse entwickeln können.
In der zweiten Hälfte werden wir uns anschauen, welchen Einfluss die Psychoanalyse auf die Philosophie genommen hat und welche Verknüpfungen hier zu finden sind. Hierfür werden wir uns insbesondere Texte aus der Kritischen Theorie der sog. "Frankfurter Schule" und Theorien zum Antisemitismus anschauen. Die Textgrundlage für den zweiten Teil wird im Seminar gemeinsam besprochen.

Als Prüfungsleistungen sind primär Impuls-Referate für die einzelnen Sitzungen vorgesehen. Darüber hinaus besteht nach Absprache die Möglichkeit Hausarbeiten bzw. Essays zu schreiben.

Seminarliteratur [zur Anschaffung empfohlen]:
Sigmund Freud: Abriß der Psychoanalyse. Einführende Darstellungen. Einleitung von F.-W. Eickhoff. 3. erweiterte Auflage. Frankfurt am Main: Fischer Klassik. 2014. [6€ / ISBN: 978-3-596-90179-1]
Seminar - Ruben Obenhaus, M.A.
4.03.904 Forschungsfragen der Praktischen Philosophie Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Im Kolloquium werden aktuelle Forschungsfragen der Praktischen Philosophie behandelt. Das Programm setzt sich dabei aus drei Teilen zusammen: Erstens werden Neuerscheinungen besprochen. Zweitens können Autorinnen und Autoren zur gemeinsamen Diskussion eingeladen werden. Drittens können Teilnehmende ihre Texte (Masterarbeiten, Aufsätze, Buchkapitel etc.) zur Debatte stellen. Am Kolloquium können Masterstudierende, Promovierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnehmen. Das Semesterprogramm wird in der ersten Sitzung besprochen.
Kolloquium 2 Prof. Dr. Tilo Wesche
4.03.126 Das ist der Weisheit letzter Schluss. Philosophie in Goethes Faust Mittwoch: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Goethes Faust ist sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet, sich literarisch mit Philosophie auseinanderzusetzen. Es erscheint als Fundgrube für philosophische Themen, die wir aber nicht nur einzeln, sondern am ganzen Werk diskutieren wollen, sei es das Verhältnis von Wort und Begriff, die Frage nach dem Wesen des Menschen, nach Sinn und Erlösung oder nach Fortschritt und Unheil. Im Seminar werden wir uns auf verschiedene Szenen konzentrieren und versuchen, jene Inhalte bis hin zu bekannten Sprichworten herauszufiltern und im Kontext des Werks und der damaligen Epoche einzuordnen. Viele Philosophen haben aus dem Faust zitiert und vieles hat Goethe im Faust verarbeitet, sodass ein großes Bild von der Antike bis zur Gegenwart des frühen 19. Jh. entsteht. Wo Dichtung und Wahrheit sich treffen und wo mit ernster Miene darüber gefachsimpelt wird, was die Welt im innersten zusammenhält, kommt aber auch der Humor nicht zu kurz, sondern erscheint sogar als notwendige oder angemessene Darstellungsform dieser Probleme. Oder wie es im Faust heißt:

„Drum seid nur brav und zeigt euch musterhaft,
Laßt Phantasie mit allen ihren Chören,
Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft,
Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören!
[...]
So braucht sie denn, die schönen Kräfte,
Und treibt die dichtrischen Geschäfte,
Wie man ein Liebesabenteuer treibt.
Zufällig naht man sich, man fühlt, man bleibt,
Und nach und nach wird man verflochten;
Es wächst das Glück, dann wird es angefochten,
Man ist entzückt, nun kommt der Schmerz heran,
Und eh' man sich's versieht, ist's eben ein Roman.
Laßt uns auch so ein Schauspiel geben!
Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt,
Und wo ihr's packt, da ist's interessant.
In bunten Bildern wenig Klarheit,
Viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit,
So wird der beste Trank gebraut,
Der alle Welt erquickt und auferbaut.“
(lustige Person, Vorspiel auf dem Theater)

Die Textgrundlage sind Faust Teil 1 und Teil 2. Beide Texte gibt es im Internet. Eine Version habe ich bei StudIP hochgeladen. Preisgünstige Auflagen bieten z.B. Reclam und die Hamburger Lesehefte an.
Seminar 2 Enrico Pfau
4.03.999 Philosophisches Kolloquium Termine am Montag. 12.11., Montag. 19.11., Montag. 26.11., Montag. 10.12., Montag. 17.12., Montag. 14.01., Montag. 28.01. 18:00 - 20:00
Beschreibung:
Das Philosophische Kolloquium dient dem philosophischen Gedankenaustausch über klassische Themen und gegenwartsbezogene Fragen der Philosophie. Auswärtige Gäste stellen dafür ihre aktuellen Forschungen kritisch zur Diskussion. Zudem berichten Oldenburger Dozent*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen über ihre Forschungsarbeit, die somit über den Universitätsalltag hinaus kennengelernt werden kann. Ein Teil der Vortragsthemen ist in den Kontext einiger Lehrveranstaltungen eingebettet, die so durch andere Sichtweisen bereichert werden. Zu den Vorträgen und Diskussionen sind Dozent*innen, Studierende und die städtische Öffentlichkeit herzlich willkommen.
Die aktuellen Termine des Philosophischen Kolloquiums finden Sie auf dem Programm des jeweiligen Semesters.
Vorschläge für Referent*innen sind willkommen und bitte an folgende Adresse zu senden: paul.blattner@uni-oldenburg.de
Kolloquium - Dr. phil. Nils Baratella
Prof. Dr. Tilo Wesche
Prof. Dr. Christa Runtenberg
M.A. Paul Blattner
4.03.332 "Bauen - Wohnen - Denken" Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 18.10.2018), Ort: A06 1-111, A10 1-121 (Hörsaal F)

Beschreibung:
Der Titel eines Vortrages, den Martin Heidegger in den 50er Jahren vor einer Vereinigung von Architekten gehalten hat, deutet auf eine Öffnung des philosophischen Diskurses für ein zuvor selten berücksichtigtes Thema hin: Das Wohnen.
Dessen Ursprung und Entwicklung soll beleuchtet werden, wobei eines sehr schnell deutlich werden wird. Hier handelt es sich nicht um ein Problemfeld ästhetischer, sondern metaphysischer Natur. Eine metaphysische Perspektive einzunehmen, lenkt den Blick des Betrachters keineswegs auf eine transzendente Sicht der Welt, sondern macht diese vor allem als menschliche Realität erkennbar. Wahrnehmen, Begreifen und Verhalten werden jene theoretischen Kriterien sein, unter denen das Phänomen des Wohnens zu betrachten sein wird
Seminar - Apl.Prof.Dr. Susanne Möbuß
4.03.393 Begleitveranstaltung zum Fachpraktikum in den Fächern Philosophie und Werte und Normen (Gymnasium) Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Gegenstand des Seminars ist die Unterrichtsplanung philosophischen Schulunterrichts (Werte und Normen und Philosophie) mit dem Hauptfokus, wie auch im curriculumskonformen und an der Lebenswelt orientierten Unterricht stets ein relevantes philosophisches Problem im Zentrum des Unterrichts stehen kann.
Inhalte des Seminars sind a) ein "Texte-Kanon" für den Philosophieunterricht der Oberstufe, b) die Didaktisierung von philosophischen Texten, c) Kriterien für problem-, schüler- und kompetenzorientierten Unterrichtens, d) das Verhältnis von Lebensweltbezug und philosophischer Problemreflexion im Werte und Normen Unterricht der Sek1, e) Planung von Reihen und Stunden auf Grundlage von Curricula, f) Kriterien für gute Unterrichtsentwürfe sowie g) Schulbücher als Quelle und Hilfe für die Unterrichtsplanung. Anhand dieser Aspekte sollen als Ergebnis und Ziel des Seminars konkrete Unterrichtsplanungen entstehen.
Seminar 2 Joseph Hossfeld
4.03.131e Logik Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Julia Egenhoff
4.03.226 Nietzsche, Zur Genealogie der Moral Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Nietzsches "Zur Genealogie der Moral" ist zugleich ein Klassiker der modernen Moralphilosophie und eine rabiate Kritik an eben dieser. Anders als den zu seinen Lebzeiten maßgeblichen utilitaristischen, transzendentalphilosophischen oder tugendethischen Ansätzen geht es Nietzsche vor allem darum, wie die Moral als eine normative Selbstbegrenzung des Menschen zu geschichtlicher und gesellschaftlicher Wirkmächtigkeit gelangen konnte. In seinen höchst spekulativen und ebenso polemischen wie stilistisch reizvollen Abhandlungen zeichnet Nietzsche das praktische Werden der Moral nach und kommt dabei zu dem streitbaren wie bedenkenswerten Urteil, dass die Moral entgegen ihrer eigenen Absichten zur Verkleinerung des Menschen beigetragen habe.
Im Seminar soll versucht werden, den Weg von Nietzsches Überlegungen - die keiner strengen Argumentation folgen - nachzuvollziehen und zu diskutieren. Dabei werden wir uns auch auf jüngere Forschungsliteratur beziehen, so dass die Teilnahme am Seminar nur empfohlen werden kann, wenn die Bereitschaft zur Lektüre größerer Textmengen gegeben ist.
Das Seminar ist ein forschungsorientiertes Seminar. D.h. dass die TeilnehmerInnen im Laufe der Veranstaltung eine eigene Fragestellung zu Nietzsches Theorie entwickeln sollen, die am Ende in der Form eines Forschungsexposées verschriftlicht werden soll. Vorkenntnisse in der Philosophie Nietzsches sind nicht nötig, allerdings sind Kenntnisse der moralphilosophischen Tradition ungeheuer hilfreich.
Es wird dringend empfohlen, sich den Text in Buchform zu beschaffen. Sowohl die sehr günstige Reclam-Ausgabe als auch die Kritische Studienausgabe können verwendet werden. Die zusätzliche Forschungsliteratur wird über StudIp zugänglich gemacht.
Seminar - Dr. phil. Philip Hogh
4.02.050 Die Sowjetunion und der Ostblock im Kalten Krieg: Kultur- und Transfergeschichte eines extremen Zeitalters Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Die Sowjetunion war eine der treibenden Kräfte in der Konfrontation des Kalten Kriegs. Zugleich wirkte der Antagonismus der Blöcke auf die innergesellschaftliche Entwicklung der UdSSR und der Ostblockstaaten zurück. Das Seminar thematisiert diese Wechselwirkung aus internationalem Engagement und innenpolitischem Wandel. Es wird einerseits die sowjetische Rolle in den globalen „Stellvertreterkonflikten“ zum Gegenstand gemacht. Es ist dabei nach den grenz- und auch blocküberschreitenden Kontakten und Transfers zu fragen. Anderseits sind die Entwicklungen innerhalb des „Ostblocks“, einschließlich der Zerfallsprozesse der 1990er Jahre, mit dem Kontext des Kalten Krieges in Beziehung zu setzen.
Der begleitende Besuch entweder des Basisseminars "Eiszeit und Tauwetter, Stagnation und Perestroika: Die Sowjetunion 1945-91" oder des Seminars für fortgeschrittene Bachelor- und Masterstudierende "Die „zweite Welt“ und der Wettstreit der Systeme: Eine Verflechtungsgeschichte des Kalten Kriegs" wird empfohlen.
Vorlesung 2 Prof. Dr. Malte Rolf
4.03.392 Werte und Normen: Vorbereitung und Begleitung der Praxisphase Freitag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Diese Veranstaltung begleitet Sie während des Praxisblocks ab Februar 2018. Es wird der Frage nachgegangen, was einen guten Werte- und Normen Unterricht ausmacht. Hierbei werden die Lehrer_innenpersönlichkeit im Beziehungskontext zu Schüler_innen sowie eine erfahrungs- und handlungsorientierte Unterrichtsgestaltung im Vordergrund stehen. Praxisnah werden Unterrichtseinheiten/-stunden nach curricularen Vorgaben und fachdidaktischen Ansätzen geplant. Eine (Selbst-)Reflexion wird über alle drei Semester die berufliche und persönliche Entwicklung begleiten.
Seminar 2 Taalke Hanna Joosten
Sarah Huck, M.A.
4.03.218 Kritische Theorie: Grundschriften der 1930er Jahre (Adorno, Horkheimer, Marcuse, Benjamin) Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Absicht und Ziel des Seminars bestehen darin, die Einführung in verschiedene Arbeitsgebiete der frühen kritischen Theorie zu vermitteln, die als Antwort auf die Krise der bürgerlichen Geisteswissenschaften im „Zeitalter der Extreme“ (E. Hobsbawm, 1994) – Faschisierung Italiens, Spaniens und Portugals, Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung, Integration und Revision des Marxismus, Stillstellung der Dialektik, Nationalsozialismus und Stalinismus – entstanden war. Entlang literarisch-philosophischer Essays geht es darum, deren geschichtsphilosophische, ästhetische, kulturelle und begriffliche Themenfelder hinsichtlich ihrer ideengeschichtlichen Determinanten herauszuarbeiten. Kurzum: Stilistisch betrachtende Arbeit am Begriff und dessen jeweils historisch-semantische Aufschlüsselung auch utopischer Aspekte sollen dazu beitragen, die spezifische Schreibweise, Terminologie und Methodologie Adornos, Benjamins, Horkheimers und Marcuses nachvollziehbar zu machen und mittels ihrer dialektischen Bilder und Konstruktionen sich bewusst zu werden, dass sie in einem unmittelbaren Zusammenhang stehen. Zu besprechen ist u. a. die weiterführende Frage, inwieweit Kulturindustrie und bürgerliche Kultur auch gegenwärtig als Stabilisatoren kapitalistischer Warenästhetik bestimmenden Einfluss auf das angeblich schon befreite Subjekt nehmen.
Voraussetzungen und Perspektiven: Erwartet wird die aktive Bereitschaft, in den Apfel des hegelschen Idealismus und materialistischen Denkens zu beißen, so dass die dialektische Erkenntnis des Menschen als das „Ensemble gesellschaftlicher Verhältnisse“ (Marx) erklärbar wird, worin sich auch dessen Entfremdung innerhalb vorgefundener Produktions- und Reproduktionsbedingungen widerspiegelt. Kontinuierliche Lektüre und rege Diskussionsteilnahme werden belohnt durch Einsichten, die das eigne Leben verändern können.
Zur ersten Semestersitzung sollten folgende Texte (Bibliographie: s. unten) gelesen sein: W. Benjamin: „Erinnern und Ausgraben“; „Der destruktive Charakter“; „Über das mimetische Vermögen“.
Primärschriften:
Adorno: Theodor W.: Die Aktualität der Philosophie [1931]. In: Ders.: Gesammelte Schriften. Herausgegeben von Rolf Tiedemann unter Mitwirkung von Gretel Adorno, Susan Buck-Morss und Klaus Schultz. Band 1 (Philosophische Frühschriften). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1998, S. 325-344.
– Die Idee der Naturgeschichte [1932]. In: Ebd., S. 345-365.
– Thesen über die Sprache des Philosophen [ca. 1932]. In: Ebd., S. 366-371.
Walter Benjamin: Ausgraben und Erinnern [1932]. In: Ders.: Gesammelte Schriften. Herausgegeben von Tillmann Rexroth. Bd. IV, 1 (Kleine Prosa, Baudelaire-Übertragungen). Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1980, S. 400 f.
– Der destruktive Charakter [1933]. In: Ders.: Illuminationen. Ausgewählte Schriften 1. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1977, S. 289-290 (suhrkamp taschenbuch 345).
– Über das mimetische Vermögen [1933]. In: Ders.: Angelus Novus. Ausgewählte Schriften 2, Frankfurt/Main 1988, S. 96-99 (suhrkamp taschenbuch 1512).
– Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit [1935/36]. In: Ders.: Illuminationen. Ausgewählte Schriften 1, S. 136-169.
– Eduard Fuchs, der Sammler und der Historiker [1937]. In: Angelus Novus. Ausgewählte Schriften 2, S. 302-343.
Horkheimer, Max: Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie [1930]. In: Ders.: Gesammelte Schriften. Band 2: Philosophische Frühschriften 1922-1932. Herausgegeben von Gunzelin Schmid Noerr. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag 1987, S. 179-268.
– Traditionelle und kritische Theorie [1937]. In: Ders.: Gesammelte Schriften. Band 4: Schriften 1936-1941. Herausgegeben von Alfred Schmidt. Frankfurt/Main: Fischer Taschenbuch Verlag 1988, S. 162-225.
Marcuse, Herbert: Neuere Quellen zur Grundlegung des Historischen Materialismus [1932]. In: Ders.: Ideen zu einer kritischen Theorie der Gesellschaft. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1969, S. 7-54 (edition suhrkamp 300).
– Über den affirmativen Charakter der Kultur [1937]. In: Ders.: Kultur und Gesellschaft 1. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1965, S. 56-101 (edition suhrkamp 101).
– Philosophie und kritische Theorie [1937]. In: Ebd., S. 102-127.
Forschungsliteratur:
Demirovic, Alexander: Der nonkonformistische Intellektuelle. Die Entwicklung der Kritischen Theorie zur Frankfurter Schule. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1999.
Hobsbawm, Eric: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts [1994]. Übersetzt von Yvonne Badal. München: Hanser Verlag 1995.
Wiggerhaus, Rolf: Die Frankfurter Schule. Geschichte – Theoretische Entwicklung – Politische Bedeutung [1986]. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1988.
Terminplanung:
15. 10. 2018 Einführung, Benjamin: Ausgraben und Erinnern; Der destruktive Charakter
22. 10. 2018 Benjamin: Das mimetische Vermögen
29. 10. 2018 Benjamin: Das Kunstwerk
05. 11. 2018 Benjamin: Das Kunstwerk
12. 11. 2018 Benjamin: Eduard Fuchs, der Sammler und der Historiker
19. 11. 2018 Adorno: Die Aktualität der Philosophie
26. 11. 2018 Adorno: Die Idee der Naturgeschichte
03. 12. 2018 Marcuse: Neuere Quellen
10. 12. 2018 Marcuse: Affirmativer Charakter
17. 12. 2018 Marcuse: Philosophie und kritische Theorie
07. 01. 2019 Horkheimer: Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie
14. 01. 2019 Horkheimer: Anfänge
21. 01. 2019 Horkheimer: Traditionelle und kritische Theorie
28. 01. 2019 Horkheimer: Traditionelle und kritische Theorie, Abschlussgespräch
Seminar 2 Prof. Dr. Martin Vialon, (Yeditepe Universität Istanbul)
4.03.119 Der Begriff des Geistes bei Plotin Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Plotin (* 204 – † 270 n. Chr.) ist die wichtigste Gründerfigur und zugleich der erste Höhepunkt der philosophischen Strömung des Neuplatonismus, der spätantiken Synthese der (platonischen, aristotelischen, skeptischen und stoischen) Philosophie unter ›platonischen Vorzeichen‹.
Einen Kern seines philosophischen Denkens bilden die Reflexionen über den Begriff des Geistes. Ausgangspunkt der für dieses Thema zentralen Schrift »Über die erkennenden Wesenheiten und das Jenseitige (V 3)« bildet die Frage danach, ob es etwas gibt, das sich selbst zu denken vermag. Anhand der genauen Lektüre dieses und zweier kürzerer Texte sollen in diesem Seminar die wesentlichen Elemente des plotinischen Geistbegriffes erörtert werden. Dadurch können zugleich grundlegende Fragen und Probleme der Philosophie des Geistes sowie metaphysische Implikationen erkenntnistheoretischer Überlegungen dargestellt und analysiert werden.
Da sich die Schrift auch dazu eignet, die philosophische Gesamtkonzeption Plotins einführend darzustellen und die von ihm vorausgesetzten platonischen und aristotelischen Grundbegriffe zu erläutern, kann das Seminar als Einführungsseminar im Basismodul (phi110) oder als Aufbauseminar zur theoretischen Philosophie (phi230) genutzt werden.
Textgrundlage des Seminars bildet die Ausgabe ›Plotin: Seele – Geist – Eines. Gr.-dt. Hrsg. von Klaus Kremer. Felix Meiner: Hamburg 1990
( = Philosophische Bibliothek; 428)‹ [Neupreis 16,90 €], die zur Anschaffung empfohlen wird. Die Texte werden allerdings auch als Kopiervorlage in einem Handapparat zur Verfügung gestellt.
Seminar 2 René Beuerlein
4.03.269 Theorie des Films - Film als Medium des Philosophierens Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Der Film bietet sich als Medium zum Philosophieren an. Akustisch und visuell wird der Zugang zu einem Problem ermöglicht, was als Grundlage eines philosophischen Gespräches gebraucht werden kann. Zumeist wird hierbei “nur“ die inhaltliche Ebene beleuchtet. Welche Personen treten auf? Welche Problematik entspringt aus dieser Konstellation? Inwieweit liegt ein philosophisches Problem zugrunde? Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, der Frage nachzugehen, welche philosophischen Potentiale der Film (als Medium) noch bereithält. Dabei sollen zunächst theoretische Texte im Fokus stehen, die das Medium als solches beleuchten. Dabei stehen Fragen im Raum wie „Was macht den Film zum Film?“, „Auf welche Weise wird etwas gezeigt oder verborgen?“, „Inwieweit wirkt der Film auf uns?“ und viele andere. In einem letzten Schritt sollen Texte aus der Philosophiedidaktik besprochen werden, die Anreize dafür geben sollen, wie man das Medium im Unterricht einsetzen kann.
Seminar 2 M.A. Paul Blattner
4.03.371 Didaktik und Unterrichtsmaterialien zum Thema: Kant in Schulbüchern Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 19.10.2018), Ort: A14 1-112, V04 0-033

Beschreibung:
Das Kc für die Sekundarstufe II orientiert sich an den drei bzw. vier kantischen Fragen (1. Was kann ich wissen? 2.Was soll ich tun? 3. Was darf ich hoffen? (I. Kant, KrV, A 805) und 4. Was ist der Mensch?) Entsprechend wird die kantische Philosophie in den Schulbüchern nach wie vor intensiv behandelt. In diesem Seminar für die Lehramtsstudiengänge soll dies Schulbuchmaterial mit kantischen Originaltexten konfrontiert werden, um es zu beurteilen.
Lektüre:
I. Kant; Kritik der reinen Vernunft; F. Meiner Verlag, PhB 505
I. Kant; Kritik der praktischen Vernunft; F. Meiner Verlag, PhB 506
I. Kant Grundlegung zur Metaphysik der Sitten; F. Meiner Verlag, PhB 519
Seminar 2 apl. Prof. Dr. Hans-Georg Bensch
4.08.006 Emmanuel Lévinas und die Topographie der Kunstmoderne Samstag: 10:00 - 12:00, zweiwöchentlich (ab 27.10.2018)

Beschreibung:
Hinweis: Am 27. Oktober ist der für die Lehrveranstaltungen Emmanuel Lévinas und die Topographie der Kunstmoderne und Felix Nussbaum: Kunst zwischen Holocaust und Moderne vorgesehene Raum A04 0-022 belegt. Die Seminare finden deshalb im Raum A04 0-020 statt - das ist der Raum auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudeflures. Die folgenden Lehrveranstaltungen werden wie angekündigt in Raum A04 0.022 stattfinden.

Kommentar:
„Geh du aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft, aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeige.“ (1. Mose 12,1).
Was ist das „Ich“, was ist das „Andere“, was ist das andere Geschlecht, der Fremde, der Nächste im Verhältnis zu mir? Und wo ist der Ort des Anderen, im Körper, in der Kunst, im Buch, im Spiegel, im Denken? Lévinas Annahme der Unendlichkeit des Anderen ist eine Verunsicherung eingeschrieben, da sie sich vom Denken „des Selben“ absetzt und damit die Subjektzentrierung abendländischer Tradition bezweifelt und schliesslich untergräbt. Ferner verabschiedet die Unendlichkeit des Anderen das Ergründen des für die Definition „des Selben“ so wichtigen Seins, denn das Andere, das absolut Andere entzieht sich gerade dem Jetzt, das das Denken über das Sein wirft. Lévinas denkt im Widerspruch zu Heidegger, dessen „Begegnen des Anderen“ sich ja am „je eigenen Sein orientiert“. Bei der Problematisierung des „je eigenen“ bleibt Lévinas entsprechend nicht stehen. Sein eigentlicher Fokus ist jenes Andere, auf das sich alles Handeln zubewegt. „Radikal gedacht“ heißt es in der Spur des Anderen, „ist das Werk nämlich eine Bewegung des Selben zum Anderen, die niemals zum Selben zurückkehrt“. Für Lévinas ist das Andere Gleichnis jener Exteriorität des Denkens, die zum mehr Denken, als man denkt, herausfordert, zum über sich selbst hinaus. Diese Lehrveranstaltung setzt sich zum Ziel, dieses den Anderen favorisierende, auf Grundlage jüdischer Tradition und Schriftkultur entwickelte Denken, mit konzeptionellen Überlegungen zur Gegenwartskunst zu verknüpfen. In den engeren Fokus werden Werke von folgenden Künstlerinnen und Künstler gestellt: Barnett Newman; Mark Rothko; Lee Krasner; Morris Louis; Lucian Freud, R.B. Kitaj; Jim Dine; Frank Auerbach, Leon Kossoff, Eva Hesse; Jonathan Borofsky; William Kentridge; Larry Rivers; Sol LeWitt; Anish Kapoor; George Segal, Christian Boltanski; Lawrence Weiner; Richard Serra; Nancy Spero, Nan Goldin; Ilya Kabakov; Marie Jo Lafontaine, Chohreh Feyzdjou, Cindy Sherman, Julian Schnabel, Moshe Gershuni; Grisha Bruskin; Zelig Segal, Michal Rovner, Chantal Akerman. Dani Karavan z.B.
Zum Themenschwerpunkt des Seminars sind Besuche aktueller Ausstellungen in Museen und Ausstellungshäusern der Region (einschließlich Hamburg, Bremen und Osnabrück) geplant.
Seminar 2 Prof. Dr. Martin Roman Deppner
4.03.325 Adorno: Minima Moralia Freitag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Im Seminar werden ausgewählte Aphorismen gelesen und besprochen.

Literatur: Adorno: Minima Moralia
Es gibt diverse Ausgaben, von denen Sie sich bitte eine - unwesentlich welche - anschaffen.
Seminar 2 Dr. Samuel Klar
4.03.906 Forschungskolloquium Mittwoch: 18:00 - 20:00, zweiwöchentlich (ab 24.10.2018), Ort: V03 3-S326, V04 1-146

Beschreibung:
In diesem fachdidaktischen Forschungskolloquium werden alle Projekte diskutiert, die im Bereich der Fachdidaktik relevant sind. Dabei geht es um die Debatte neuer theoretischer Ansätze, um Anforderungen, die sich aus schul- oder universitätsorganisatorischer Hinsicht ergeben, um die verschiedenen Forschungsprojekte (Dissertation, Veröffentlichungen, empirische Projekte, konzeptionelle Arbeiten etc.)
Im Kolloquium steht nicht die Präsentation vollständig abgeschlossener Arbeiten im Mittelpunkt. Im Zentrum stehen die Denk-Ergebnisse, die im Schreib- und Arbeitsprozess gerade in Bewegung sind. Die Fragestellungen, Themen, Präsentationen werden mit allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Kolloquiums in konstruktiver Weise diskutiert und weiter entwickelt. Die Kultur des Feedbacks sollte diejenigen, die eine Präsentation vorstellen, in ihrem jeweils spezifischen Projekt fördern und unterstützen.
Kolloquium 2 Prof. Dr. Christa Runtenberg
4.03.111i Einführung in die Theoretische Philosophie Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Alisha Bergmann, M.A.
4.03.111 Einführung in die Theoretische Philosophie Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 22.10.2018)

Beschreibung:
Zur Theoretischen Philosophie gehören die Erkenntnis- und die Wissenschaftstheorie, die Metaphysik, die Philosophie der Sprache und die Philosophie des Geistes. Die Vorlesung beginnt mit zwei methodisch ausgerichteten Sitzungen, in denen in die Logik und die klassische Begriffsanalyse eingeführt wird. Anschließend gibt es einen ersten Überblick über die zentralen Fragen der Erkenntnistheorie, der Metaphysik, der Sprachphilosophie, der Wissenschaftstheorie und innerhalb dieser Teilgebiete jeweils ausführlichere Erörterungen eines oder mehrerer Spezialthemen. Die Spezialthemen sind die Wissensanalyse, Empirismus und Rationalismus, Skeptizismus, Wahrheit, Sinn und Bedeutung, Erklärung und Naturgesetze sowie das Induktionsproblem. Der Fokus liegt dabei weniger auf historischen Zusammenhängen als auf Positionen und den Argumenten für und gegen sie. Die erfolgreiche Teilnahme setzt den Besuch eines Tutoriums voraus, in dem in erster Linie der Vorlesungsstoff diskutiert wird. Zu der Veranstaltung gibt es in Stud.IP Folien und Literatur. - Die Vorlesung richtet sich an Anfänger/innen; es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Vorlesung 2 Prof. Dr. Mark Siebel
4.03.989 Begleitveranstaltung zum Orientierungspraktikum/Berufsfeldbezogenem Praktikum im Fach Philosophie/Werte und Normen Termine am Montag. 22.10. 18:00 - 20:00
Beschreibung:
Die Begleitveranstaltung zum Orientierungspraktikum/Berufsfeldbezogenem Praktikum im Fach Philosophie/Werte und Normen ist als Vorbereitungsveranstaltung gedacht und verfolgt folgende Ziele:
  • Allgemeine Informationen zum Orientierungspraktikum sowie berufsfeldbezogenem Praktikum im Fach Philosophie/Werte und Normen
  • Ziele des Praktikums
  • Hinweise zum Anfertigen des Praktikumsberichtes
  • Diskussion möglicher Schwerpunktthemen für den Teil "Philosophische Reflexion" des Praktikumsberichtes
sonstige - apl. Prof. Dr. Hans-Georg Bensch
Anna Plader
4.03.255 Judentum und Islamwissenschaft Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Judentum und Islam: Im Herbst 1968 – gerade ein Jahr nach dem Sechstagekrieg – betitelte „Judaism“, die Zeitschrift des American Jewish Congress, eine Sonderausgabe mit dem Begriffspaar und fügte den Untertitel hinzu: „The Antipathetic Symbiosis“. Nachdem der britisch-deutsche Orientalist Erwin Rosenthal sich 1964 noch einen „sympathetic observer“ nennen konnte, waren die beiden Religionen Abrahams nun in der globalen Wahrnehmung zu einander ausschließenden und dennoch untrennbaren Gegensätzen geworden. Eben in dieser Ausgabe von „Judaism“ wird dann gesprochen von den „pro-Islamic Jews“, von jüdischen Wissenschaftlern, deren Schriften weithin verbreitet in der islamischen Welt waren. Diese Juden waren Islamwissenschaftler: Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass ohne sie das westliche Wissen über den Islam ärmer wäre und die Islamwissenschaft nicht zu dem geworden wäre, was sie heute ist.
Was führte die jüdischen Islamwissenschaftler auf die ,andere Seite‘? Welche individuellen Motivationen, wissenschaftlichen Projekte und Lebensläufe verbanden sich mit ihren Themen? Auf welche Weise war die „Wissenschaft des Judentums“, das große Projekt innerjüdischer Aufklärung durch Geschichte, mit der Islamkunde verbunden? Gab es einen spezifisch jüdischen Beitrag zur Methodologie in der entstehenden Islamwissenschaft? Diesen Fragen soll im Seminar über Quellenlektüre und mithilfe neuerer Forschungen zur Historiographie der Islamwissenschaft nachgegangen werden. Im Vordergrund stehen Abraham Geiger (1810–1874), Mitbegründer sowohl der Wissenschaft vom Judentum wie auch der historisch-kritischen Koranforschung und natürlich Ignác Goldziher (1850–1921), die Ikone der westlichen Islamforschung und der Hadithkritik.
Seminar - PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.111m Einführung in die Theoretische Philosophie Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Simon Kirchmann
4.03.111e Einführung in die Theoretische Philosophie Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Ansgar Baumgart, M.A.
4.03.131j Logik Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Jara Wroblewski
4.03.991 Information zum Bachelorarbeitsmodul Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Bachelorarbeitsmodul gibt es keine eigens ausgewiesene Begleitveranstaltung. Die Studierenden können nach Absprache mit dem betreuenden Gutachter aus den Aufbaumodulen eine zum Bachelorarbeitsthema passende Veranstaltung belegen. Es ist auch möglich, statt eines Seminars ein Kolloquium zu belegen.
WICHTIG: Als Begleitveranstaltung darf keine Veranstaltung gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt wird.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.224 Karl Marx zur Einführung. Entfremdung – Kapital - Revolution Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Das Seminar stellt zentrale Begriffe der Marx‘schen Sozialphilosophie am Leitfaden des Begriffs der Entfremdung vor. Die Diagnose, dass der Kapitalismus eine anonyme Herrschaft etabliert, eine „Konsolidation unsres eignen Produkts zu einer sachlichen Gewalt über uns, die unsrer Kontrolle entwächst“, wird von den Frühschriften bis hin zum Kapital systematisch verfolgt und rekonstruiert. Dabei wird auch Marx‘ Thematisierung des Freiheits- bzw. Emanzipationsbegriffs eine wichtige Rolle spielen.

Einen ausgezeichneten Überblick über das Gesamtwerk von Marx bietet: Urs Lindner, Marx und die Philosophie. Stuttgart 2013
Seminar 2 PD Dr. Ingo Elbe
4.03.993 Information zum Masterarbeitsmodul (LHR, SoPäd) Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Masterarbeitsmodul gibt es keine eigens ausgewiesene Begleitveranstaltung. Die Studierenden können nach Absprache mit dem betreuenden Gutachter aus den Aufbaumodulen des jeweiligen Studiengangs eine zum Masterarbeitsthema passende Veranstaltung belegen. Es ist auch möglich, statt eines Seminars ein Kolloquium zu belegen.
WICHTIG: Als Begleitveranstaltung darf keine Veranstaltung gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt wird.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.131h Logik Dienstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 23.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Maximilian Paul Schulz
4.03.281 Anschaulich philosophieren - Theorie und Praxis verzahnen Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Was bedeutet Philosophieren in der Schule? Sollte man Philosophieren oder Philosophie lernen und lehren? Welchen Bildungsbeitrag leistet der Philosophieunterricht? Welche Ziele hat der Werte und Normen Unterricht? Welche Rolle spielen die Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern für die Unterrichtsgestaltung?
Bereits Kant spricht in seiner Formel: „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind“, eine tiefe didaktische Wahrheit aus. Philosophiedidaktik muss vor allem die Verbindung zwischen Begriffen und Anschauungen, die Verbindung von abstrakt und konkret in den Blick nehmen. Praxisnah sollen Unterrichtsstunden nach curricularen Vorgaben und problemorientierten, fachdidaktischen Ansätzen geplant und im Seminar mit Schülerinnen und Schülern erprobt werden. Es bestehen auch Möglichkeiten zur Hospitation in einer Kooperationsschule. Das Seminar soll so dazu beitragen, schulpraktisches Wissen mit einer selbstständigen wissenschaftlichen Arbeitsweise im Kontext des forschenden Lernens zu fördern.
Seminar 2 Sarah Huck, M.A.
4.03.234 Der Begriff der Substanz im VII Buch der Metaphysik des Aristoteles Termine am Dienstag. 05.02. - Mittwoch. 06.02. 10:00 - 18:00
Beschreibung:
Der Substanzbegriff ist ein philosophischer Grundbegriff, dessen Verständnis für sehr viele Texte bis einschließlich dem Deutschen Idealismus oder auch bestimmter Gegenwartstheorien vorausgesetzt ist. Im Begriff der Substanz soll dasjenige bezeichnet sein, was ein Ding ist - zunächst einmal scheint das ein einfaches Problem zu sein, denn man kann ja darauf zeigen, es benennen etc. Bei näherer Betrachtung erweist es sich aber als ein sehr komplexes Problem, dem wir uns anhand der Lektüre des VII. Buches der Metaphysik bei Aristoteles widmen wollen.
Da es sich um ein Blockseminar handelt, sollte der Text zur Vorbereitung gelesen werden. Wir werden ihn dann im Seminar nochmal Absatzweise durchsprechen.
Vorkenntnisse der Aristotelischen Philosophie sind erwünscht.
Seminar - Dr. phil. Maxi Sabine Berger
4.08.003 Iwrit - Fortgeschrittenenkurs Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Sprachkurs 2 Smadar Wältermann
4.03.242 Über die ästhetische Erziehung des Menschen Termine am Freitag. 25.01. 16:00 - 18:00, Montag. 04.02. - Mittwoch. 06.02. 10:00 - 16:00
Beschreibung:
Seminar - Raban Witt
4.03.898b Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 2 (ACHTUNG: Kein reguläres Seminar. Hier können KEINE Kreditpunke erworben werden!) Termine am Montag. 05.11. 18:00 - 20:00, Mittwoch. 14.11. 20:00 - 22:00, Ort: A06 1-111, A01 0-004
Beschreibung:
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine für Erstsemester der Philosophie empfohlene Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Die Blockveranstaltungen sind themengleich; das heißt, es muss lediglich einer der Termine besucht werden.

BITTE TRAGEN SIE SICH NUR IN EINE GRUPPE EIN!
Übung - Alexander Max Bauer, M.A.
Maximilian Paul Schulz
4.03.215 Theorie(n) der Tragödie: Hegel, Nietzsche, Hölderlin Termine am Mittwoch. 05.12. 12:00 - 14:00, Mittwoch. 09.01. 14:00 - 16:00, Dienstag. 05.02. 13:00 - 20:00, Mittwoch. 06.02. 10:00 - 20:00, Donnerstag. 07.02. 10:00 - 16:00, Ort: A14 0-031, A04 4-419, A01 0-009
Beschreibung:
In der klassischen (attischen) Tragödie – den (überlieferten) Stücken von Aischylos, Sophokles und Euripides – kommt in originärer Weise zur Darstellung und Sprache, was als Bedingung der Möglichkeit vergesellschafteten Daseins in der polis, d.h. geschichtlichen Handelns zu begreifen ist. Aus der Verständigung über diese Bedingung(en) der Möglichkeit ist hervorgegangen, was Philosophie ihrem Anspruch nach ist. Entsprechend viele Theorien der Tragödie gibt es. Die der Sache nach entscheidenden stammen von Hegel, Nietzsche und Hölderlin. Bei Hegel in der „Phänomenologie des Geistes“ (in den Abschnitten über „Die sittliche Welt (…)“ und „Die sittliche Handlung“ sowie in „Das geistige Kunstwerk“) – bei Nietzsche in „Die Geburt der Tragödie“ – bei Hölderlin in den „Anmerkungen“ zu seinen Sophokles-Übersetzungen. Die genannten Texte werden Gegenstand der Diskussion und des kontrastiven Vergleichs sein. Worum es dabei geht, ist die Klärung der Tiefen-strukturen (der ‚Plattentektonik’) geschichtlich-politischen Handelns. Mit ihr hängt zugleich zusammen, was Kunst ihrer ‚höchsten Bestimmung’ nach vermag.
Texte:
G.W.F. Hegel, Phänomenologie des Geistes (diverse Ausgaben)
F. Nietzsche, Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik (div. Ausgaben)
J.C.F. Hölderlin, Anmerkungen zum Oedipus, Anmerkungen zur Antigonä, in: Theoretische Schriften. Hg. v. J. Kreuzer, Hamburg 1998
Seminar - Prof. Dr. Johann Kreuzer
Dr. phil. Nils Baratella
4.03.322 Datenschutz, Dateneigentum, Datenkapitalismus Termine am Dienstag. 23.10., Dienstag. 08.01. 08:00 - 10:00, Freitag. 01.02. - Sonntag. 03.02. 10:00 - 16:00, Ort: V02 0-003, A01 0-010 b
Beschreibung:
Die größte Veränderung unserer Gegenwart findet in Gestalt der Digitalisierung statt. Im Seminar sollen die gesellschafstheoretischen Grundlagen und Folgen des digitalen Transformationsprozesses behandelt werden. Die Digitalisierung zeichnet sich, so die Ausgangsthese, durch eine gesellschaftliche Ambivalenz aus. Einerseits werden durch digitale Ordnungen Freiheitsgewinne, Erkenntnisfortschritt und Gestaltungsmacht ermöglicht. Andererseits sind digitale Überwachung, fake news und vorauseilender Konformismus Gefahren, die mit ihren Vorteilen Hand in Hand zu gehen scheinen. Mit den Konzepten des Datenschutzes, des Dateneigentums und des Datenkapitalismus sollen theoretische Mittel erarbeitet werden, die eine Würdigung, aber auch Kritik der Digitalisierung ermöglichen. Textgrundlage des Seminars ist eine Auswahl von aktuellen Aufsätzen zur Digitalisierung.
Seminar - Prof. Dr. Tilo Wesche
4.08.002b Iwrit - Anfängerkurs II (geringe Vorkenntnisse) Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Dieser Iwrit-Kurs richtet sich an Teilnehmende, die bereits geringe Vorkenntnisse (z.B. Buchstaben/Schrift) haben. Das im Kurs verwendete Lehrbuch kostet 42 € (+ Porto) und kann in der ersten Sitzung bei der Lehrenden erworben werden.
Sprachkurs 2 Smadar Wältermann
4.03.111s Einführung in die Theoretische Philosophie Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 26.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Laura Deepen
4.03.223 Vom Konservatismus zur ‚Neuen Rechten‘ – theoretische Quellen und aktuelle Beiträge Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Das Seminar behandelt grundlegende Muster konservativen Denkens und geht der Frage nach, welche Kontinuitäten zwischen Konservatismus, Faschismus und sogenannter ‚Neuer Rechter‘ bestehen. Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen neben einem der Gründungsdokumente des europäischen Konservatismus –Joseph de Maistres Von der Souveränität – klassische Werke der sogenannten ‚Jungkonservativen‘, wie Arthur Moeller van den Brucks Das Dritte Reich oder Carl Schmitts Begriff des Politischen. Ihre Spuren sollen bis zu den Pamphleten der gegenwärtigen (selbsternannten) ‚Neuen Rechten‘ verfolgt werden.

Zur Einführung empfohlen:

Martin Greiffenhagen, Das Dilemma des Konservatismus in Deutschland. Frankfurt/M. 1986

Volker Weiß, Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes. Stuttgart 2017
Seminar - PD Dr. Ingo Elbe
4.03.141 Spinozas Deutung der Wirklichkeit Donnerstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 18.10.2018), Ort: A06 1-111, A07 0-031

Beschreibung:
In diesem Seminar wird die im vergangenen Winter begonnene Arbeit an der Systematik Baruch Spinozas intensiv fortgesetzt, wobei diese keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Veranstaltung darstellt.
Es wird darum gehen, die besondere Kennzeichnung der Realität zu betrachten und zu diskutieren, in der Spinoza – zum Teil erstmals in der Geschichte der Philosophie - versucht, menschliche Eigenschaften und Fähigkeiten in größtmöglicher Vollständigkeit zu erfassen. Ein Blick auf die Bedeutung dieser Darstellung des Menschen in der Welt für die Gegenwart kann die Überlegungen ergänzen.
Seminar - Apl.Prof.Dr. Susanne Möbuß
4.03.131s Logik Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 22.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium 2 Till Tätzler
4.03.253 Europäische Religionsgeschichte des 20. Jahrhunderts Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Die „Europäische Religionsgeschichte“ (mit einem großen „E“) ist ein methodologischer Ansatz, der als ein Gegenentwurf zur Kirchengeschichte in den 1990er Jahren entstand. Diversität, Pluralität und Differenz der Religionen und Geistesströmungen ist in diesem Ansatz nicht bloßes Erkenntnisinteresse, sondern von vornherein ein inhaltliches Programm. Religionen in Europa entwickeln ihre historische Dynamik in spezifischen Einübungen und Wertungen von Medientechniken wie Schrift und Bild, in Interaktion mit so genannten „mitlaufenden Alternativen“ der nichtreligiösen Weltdeutung und in Verflechtung, Austausch und Transfer mit nicht-europäischen Religionen. Im 19. Jahrhundert erreichte diese Konstellation eine historisch noch nicht dagewesene Phase der religiösen Produktivität, in der die Grundlagen für den Pluralismus und die Individualisierung des 20. Jahrunderts gelegt wurde.

In dem Seminar werden wir zunächst die großen Narrative zur religiösen Entwicklung im 20. Jahrhundert (Entzauberung und Säkularisierung, Individualisierung und Spiritualität, Fundamentalismus) anhand ausgewählter Texte sichten. Danach erfolgt ein methodischer Einstieg in die historische Perspektive der Europäischen Religionsgeschichte, der im Hauptteil des Semesters dann anhand mehrerer Themen exemplifiziert wird: 1. Kolonialismus und Mission als transkultureller Prozess; 2. Spiritismus als Naturwissenschaft von der Seele; 3. Nationalsozialismus und Religion; 4. Populäre und Intellektuellenreligion in den 1950ern; 5. „Religion“ zwischen spiritueller Erfahrung und Identitätsbildung.

Literatur: Volkhard Krech und Lucian Hölscher (Hrsg.): 20. Jahrhundert – Epochen und Themen ⇐ Handbuch der Religionsgeschichte im deutschsprachigen Raum 6,1). Paderborn: Schöningh 2015.
Seminar - PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.111j Einführung in die Theoretische Philosophie Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 22.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Thomas Fokken, M.Ed.
4.03.131l Logik Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Wiebke Theis
4.03.111l Einführung in die Theoretische Philosophie Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Hilke Lüschen
4.03.111a Einführung in die Theoretische Philosophie Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Kay Langfeldt
4.03.994 Information zum Masterarbeitsmodul (Fachmaster) Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Masterarbeitsmodul gibt es keine eigens ausgewiesene Begleitveranstaltung. Die Studierenden können nach Absprache mit dem betreuenden Gutachter aus den Aufbau- und Vertiefungsmodulen eine zum Masterarbeitsthema passende Veranstaltung belegen. Es ist auch möglich, statt eines Seminars ein Kolloquium zu belegen.
WICHTIG: Als Begleitveranstaltung darf keine Veranstaltung gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt wird.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.898c Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 3 (ACHTUNG: Kein reguläres Seminar. Hier können KEINE Kreditpunke erworben werden!) Termine am Montag. 12.11. 16:00 - 18:00, Dienstag. 13.11. 12:00 - 14:00
Beschreibung:
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine für Erstsemester der Philosophie empfohlene Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Die Blockveranstaltungen sind themengleich; das heißt, es muss lediglich einer der Termine besucht werden.

BITTE TRAGEN SIE SICH NUR IN EINE GRUPPE EIN!
Übung - Alexander Max Bauer, M.A.
Maximilian Paul Schulz
4.03.903 Kolloquium für Abschlussarbeiten Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Das Kolloquium bietet eine Unterstützung für alle Arten von Abschlussarbeiten, ob Bachelor‑, Master-, Magister- oder Staatsexamensarbeit. Es können Gliederungen, Exposés, vorbereitende Hausarbeiten und mehr oder weniger fertige Ausschnitte der jeweiligen Texte vorgestellt und besprochen werden. Ebenso ist es möglich, Werke anderer Autoren zu diskutieren, wenn sie im Zentrum der Abschlussarbeit stehen. Außerdem werden wir uns mit den allgemeinen formalen und inhaltlichen Vorgaben für Abschlussarbeiten beschäftigen.
Kolloquium 2 Prof. Dr. Mark Siebel
4.03.131a Logik Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Phuong Mai Bui
4.03.131 Einführung in die Logik Dienstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 23.10.2018), Ort: A14 1-101 (Hörsaal 1)
Termine am Mittwoch. 13.02. 17:00 - 19:00, Freitag. 15.03. 09:30 - 11:30, Ort: A14 1-101 (Hörsaal 1), A14 1-102 (Hörsaal 2)

Beschreibung:
Argument 1: Wenn ich denke, dann existiere ich. Ich denke. Also existiere ich. – Argument 2: Wenn die Bibel Gottes Wort offenbart, dann wird sie trotz harter Kritik weiter von vielen gelesen. Die Bibel wird trotz harter Kritik weiter von vielen gelesen. Also offenbart sie Gottes Wort. – Warum ist das erste dieser Argumente in einem sehr starken Sinn schlüssig, nämlich formal und damit deduktiv gültig, während das zweite Argument ein Fehlschluss ist? Diese und verwandte Fragen werden in der Vorlesung beantwortet, indem zuerst in die Grundlagen der Argumentationstheorie eingeführt wird. Anschließend lernen Sie die Grundzüge der traditionellen Syllogistik, die klassische Junktorenlogik mit Wahrheitswerttafeln und Ableitungen, die Grundzüge der Quantorenlogik und der Modallogik kennen. Das Ziel ist es, die Fähigkeit zur klaren und korrekten Argumentation zu schulen und das Gespür für Argumentationsfehler zu entwickeln. Die Vorlesung wird von Tutorien begleitet, in denen u.a. wöchentliche Übungsaufgaben besprochen werden. Zu der Veranstaltung gibt es in Stud.IP Folien, ein Skript und die Übungsaufgaben. – Die Vorlesung richtet sich an Anfänger/innen; es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Vorlesung - Prof. Dr. Mark Siebel
4.03.264 Wenn Science-Fiction Wirklichkeit wird und Utopien keine mehr sind Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Oft begegnen wir Fiktionen und Utopien in Filmen oder Comics. Man denke nur an die unzähligen Science-Fiction-Filme, die von Marvell, DC und seinen Vertretern in die Kinos gebracht wurden. Neben dem Unterhaltungsfaktor bieten die Filme doch aber auch einen Ansatzpunkt ethischer Überlegungen, beispielsweise bei der Frage, was wir machen, wenn Science-Fiction aufgrund der enormen technischen Entwicklung zur Realität wird. Ist es aus medizinethischer Perspektive vertretbar, den Menschen zukünftig so weit zu „verbessern“, dass er einem heutigen Superhelden ähneln würde? Trägt die Wissenschaft Verantwortung für die technischen Entwicklungen, die sie hervorbringt? Inwieweit dürfen wir die Grenzen menschlicher Möglichkeiten, sei es intellektuell, physisch oder psychisch, durch den Einsatz technologischer Verfahren erweitern, um uns noch Mensch nennen zu dürfen? – Fragen, die nicht nur von der Ethik, sondern auch von der philosophischen Anthropologie und der Wissenschaftstheorie beantwortet werden müssen. Setzt man sich mit Fiktionen und Utopien auf philosophische Weise aktiv auseinander, widmet man sich diesen Fragen und entwickelt Überlegungen, in welcher Welt man leben möchte – und welche Ideen zur Beantwortung der Fragen führen. Fokussiert wird somit das Lernen utopischen Denkens – durch die Integration von Fiktion in den Lernprozess.
Auf einer metadidaktischen Ebene werden die Teilnehmenden während des Seminars die didaktischen Nutzungsmöglichkeiten von Filmen im Unterricht kennenlernen, bspw. durch das Herausfiltern des philosophisches Sinngehalts aus fiktiven Science-Fiction-Spielfilmen, durch die selbstständige Erarbeitung verschiedener Analysewerkzeuge oder auch durch das curriculare Einbetten von Filmen in mehrteilige Lern- und Handlungssituationen.
Das Seminar richtet sich an Studierende des Lehramtes für allgemeinbildende Schulen (Sek. II), insbesondere aber auch an Studierende mit dem Ziel Lehramt an berufsbildenden Schulen (WiPäd). Grundlage der Seminararbeit ist dabei das KC Werte und Normen für die gymnasiale Oberstufe. WiPäd-Studierende haben zudem die Möglichkeit, sich auf die Inhalte der RLL für die weiteren beruflichen Schulformen zu beziehen.

Quellen, Literatur und Themen für das Seminar (Auswahl):
Factory (2016). Themenheft Utopien. URL: http://www.factory-magazin.de/themen/utopien.html.
Nida-Rümelin, J.; Spiegel, I. & Tiedemann, M. (2015) Handbuch Philosophie und Ethik: Didaktik und Methodik. Stuttgart: UTB: Schöningh.
Niedersächsisches Kultusministerium (2011). KC für das Gymnasium – gymnasiale Oberstufe und das Berufliche Gymnasium Werte und Normen. Hannover.
Straßner, Veit (2013). Filme im Politikunterricht. Wie man Filme professionell aufbereitet, das filmanalytische Potenzial entdeckt und Lernprozesse anregt - mit zehn Beispielen; für die Sekundarstufe II. Schwalbach: Wochenschau-Verlag.
Wiater, W. (2011). Ethik unterrichten. Einführung in die Fachdidaktik. Stuttgart: Kohlhammer.

Arbeitskreis Nordwest für Werte und Normen:
https://www.facebook.com/WeNo.AK.Nordwest/
Seminar 2 Thomas Fokken, M.Ed.
Gleichstellungsbeauftragte FK IV Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Community-Forum - Dr.phil. Christine Zunke
4.03.266 Theorie und Praxis des Philosophierens mit Kindern - Unterricht enttrivialisieren Termine am Samstag. 03.11., Samstag. 10.11. 10:00 - 15:00, Samstag. 24.11. 10:00 - 16:00, Samstag. 01.12. 10:00 - 15:00
Beschreibung:
Die Theorie und Praxis des Philosophierens mit Kindern sollen anhand unterschiedlicher Aufgabenstellungen selbstständig erprobt und analysiert werden. Dies geschieht zum einen mittels praktischer Übungen im Seminar zu den Basiskompetenzen des Philosophierens auf dem Hintergrund philosophierender Zugänge zu Themen wie "Welt, Ich, Gerechtigkeit, Freundschaft, Sterben und Tod" sowie "Glück", zum anderen in der Durchführung einer Gesprächsrunde im Landesmuseum „Natur und Mensch“ in Oldenburg.
Die gesellschaftskritische Komponente des Philosophierens mit Kindern wird in Anlehnung an Kant als Möglichkeit thematisiert, den Einstieg von Kindern in die Unmündigkeit zu verhindern.
Seminar - Hans-Joachim Mueller
4.03.151 Sein und Sollen - Abgründe und Brücken zwischen empirischer Forschung und normativer Theorie Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
For a while philosophy and empirical research used to go hand in hand. But around the time of the emancipation of individual disciplines of science, they arguably entered a stage of a formidable and by no means unambiguous relationship. This holds true in particular for questions of practical philosophy: In the last decades, different scientific disciplines began to show intensified interest in empirical endeavors on a descriptive understanding of morals. Nonetheless, up to this point, there is nearly no integration of classical normative theory on the one hand and this widening empirical research on the other hand.

This methodological and contentual separation, though established, does not have to be desirable. Moreover, a conjunction of the insights and methods of both approaches can seem fruitful. Contrary to the verdict of a strict segregation of is and ought there are various attempts of an integration of both approaches. This calls for a discourse on the definition of the relation of empirical research and normative theory. The course aims to discuss (both English and German) texts from a present discussion in academia. Course language will be German.
Seminar 2 Alexander Max Bauer, M.A.
4.03.113 Problemstellungen der theoretischen Philosophie als Fragestellungen des Philosophierens Donnerstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Die Frage, wie Erkenntnis möglich ist, wie Wissen entsteht, wie Kriterien des Wahren und Richtigen angemessen zu begründen sind, beschäftigt die Philosophie und philosophierende Menschen seit der Antike. Die theoretische Vernunft, wie Aristoteles sie nennt, bildet eine Hauptsäule der Philosophie und ist von klassischer wie aktueller fachphilosophischer wie fachdidaktischer Bedeutung. Fragen der Metaphysik, der Erkenntnistheorie, der Wissenschaftstheorie wie auch der Sprachphilosophie beschäftigen sich mit aktuellen Problemen der Theoretischen Philosophie.
Im Zentrum dieses Seminars steht die Konzeption der Neuen Phänomenologie, die Hermann Schmitz vor mehr als vierzig Jahren begründet hat. Die Neue Phänomenologie entwickelt auf Basis ihrer Prämissen ganz eigene Zugänge zu Fragen der Theoretischen Philosophie. Im Mittelpunkt der kritischen Erörterung im Seminar stehen zunächst die Grundprämissen der Phänomenologie des Leibes und der leiblichen Kommunikation. Daran anschließend werden wichtige Bezüge zu Feldern der Theoretischen Philosophie wie die Beziehung zur Zeit, zum Raum, zum Gefühl thematisiert. Zum Schluss wird der Blick noch gewendet auf die Anwendbarkeit der Neuen Phänomenologie als Angewandter Philosophie in verschiedenen Anwendungskontexten.

Literatur:
Becker, Heinz (Hg.): Zugang zu Menschen. Angewandte Philosophie in zehn Berufsfeldern. Freiburg / München 2014.
Schmitz, Hermann: Der Leib. (Grundthemen der Philosophie. Berlin / Boston 2011.
Volke, Stefan; Kluck, Steffen (Hg.): Körperskandale. Zum Konzept der gespürten Leiblichkeit. Freiburg / München 2017.
Seminar - Prof. Dr. Christa Runtenberg
4.03.988 Information zum Modul "Selbststudium" phi610 Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Das Modul Selbststudium besteht aus drei Phasen:
1. Die oder der Studierende wählt, folgend ihren oder seinen besonderen Studieninteressen und beraten durch die betreuende Lehrende oder den betreuenden Lehrenden, ein geeignetes Werk aus. Die oder der Lehrende entwickelt – den bisherigen Studienverlauf einbeziehend – Fragestellungen, an denen sich die oder der Studierende bei der Auseinandersetzung mit dem Werk orientieren kann.
2. Die oder der Studierende arbeitet den ausgewählten Text eigenständig durch, wobei ihr oder ihm die oder der betreuende Lehrende bei Problemen oder Fragen zur Verfügung steht.
3. Diskussion und Bewertung der Arbeitsergebnisse zwischen der oder dem Studierenden und der betreuenden Dozentin oder dem betreuenden Dozenten in einem Kolloquium.
Das Kolloquium stellt die Modulprüfung des Moduls phi610 dar. Es hat den Umfang von ca. 30 Minuten und wird mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.147 Thomas v. Aquin: De veritate (Einführung in die Transzendentalienlehre) Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Die zwischen 1256 und 1259 entstandene Quaestio I der „Untersuchungen über die Wahrheit“ ist eine kleinere Schrift von Thomas v. Aquin. Sie enthält in relativ kompakter Form eines der zentralen Lehrstücke der mittelalterlichen Hochscholastik: das ist die Lehre von jenen Denkbestimmungen, die in allen Erkenntnisakten gegeben sind und deswegen jede Einzelerkenntnis übersteigen: den „Transzendentalien“. Im Rahmen dieser Transzendentalienlehre formuliert Thomas in der Schrift De veritate das Korrespondenztheorem der Wahrheit – diese sei „adaequatio intellectus et rei“ – in klassischer Weise. Die Frage nach den Transzendentalien, ihre Analyse wie das Konzept, das in der Schrift De veritate formuliert wird, sowie die Korrespondenztheorie der Wahrheit sind für die weitere (nicht nur mittelalterliche) Philosophie von grundlegender Bedeutung.
Text:
Thomas von Aquin, Von der Wahrheit: De veritate. Quaestio I, hg. v. A. Zimmermann (lat.-dtsch.), Hamburg 1986 ⇐ Phil. Bib. 384)
Seminar 2 Prof. Dr. Johann Kreuzer
4.03.111v Einführung in die Theoretische Philosophie Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Diana Schmack
4.03.145 Evolutionäre Erkenntnistheorie Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 22.10.2018)

Beschreibung:
Als NSDAP-Mitglied Konrad Lorenz 1940 den Kant-Lehrstuhl in Königsberg als Nachfolger seines Parteifreundes Arnold Gehlen übernahm, hielt er eine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Kants Lehre vom Apriorischen im Lichte gegenwärtiger Biologie“.
In diesem Vortrag legte er dar, dass das bei Kant auf notwendigen Vernunftbegriffen a priori basierende Erkenntnisvermögen des Menschen sich im Lichte der Evolutionstheorie betrachtet als ein naturgeschichtlich genetisch herausgebildeter Erkenntnisapparat erweise. So wie die Flosse des Fisches eine Anpassung an das Wasser sei, so seien unsere Kategorien, Logik und Begriffe gedankliche Anpassungen an die uns umgebende Welt. Da Vorstellungen von der Umwelt, welche die Realität verfehlen, einen Überlebensnachteil darstellen, setzen sich solche kognitive Leistungen durch, welche zu richtigen Erkenntnissen führen.
Die später hieraus begründete Evolutionäre Erkenntistheorie hat über Karl Popper bis zu Humberto Maturana bedeutende Vertreter, die für die Beantwortung der Frage nach den ermöglichenden Bedingungen der Erkenntnis keine transzendentale Reflexion mehr bemühen müssen, sondern auf einen Naturmechanismus verweisen können. Mit einem kritischen Blick auf verschiedene Theorien der EE soll in diesem Seminar diskutiert werden, welche Fortschritte, aber auch welche Gefahren diese Theorie für eine modernes Wissenschaftsverständnis birgt.

Eine Literaturauswahl wird im Handapparat in der Bibliothek (3. Ebene) zur Verfügung gestellt.
Seminar - Dr.phil. Christine Zunke
4.03.214 G.W.F. Hegel, Wissenschaft der Logik (I) Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Das Seminar ist der Beginn einer auf mehrere Semester angelegten Auseinandersetzung mit Hegels theoretischem Hauptwerk: der „Wissenschaft der Logik“. – Inwieweit Hegel den Anspruch, die den ‚Geist beseelende logische Natur’ zu Bewußtsein zu bringen, d.h. dem denkenden Erkennen zu ei-nem Begriff von sich selbst zu verhelfen, in der „Logik“ eingelöst hat, bedarf minutiöser Lektüre. Teil I der Seminarreihe beginnt mit dem ersten Teil: der „Lehre vom Seyn“. Die Vorreden zur „Logik“ von 1812 und 1832 und die „Einleitung“ werden einbezogen werden. – Gründliche Kenntnisse der theoretischen Philosophie Kants werden vorausgesetzt.
Text:
G.W.F. Hegel, Wissenschaft der Logik. Erster Theil. Die objektive Logik. Erster Band. Die Lehre vom Seyn (1832), diverse Ausgaben im Meiner-Verlag (z.B. G.W.F. Hegel, Hauptwerke in sechs Bänden, darin Bd. 3; Philos. Bibliothek Nr. 385) und bei Suhrkamp (Hegel, Theorie-Werkausgabe Bd. 5).
Seminar 2 Prof. Dr. Johann Kreuzer
4.03.131o Logik Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Alexander Windt
4.03.154 Über die unbezweifelbaren Wahrheiten (Rene Descartes) Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Rene Descartes gilt neben Baruch de Spinoza und Gottfried Wilhelm Leibniz als einer der wichtigsten Vertreter und Mitbegründer des philosophischen Rationalismus. In seiner bekanntesten Schrift, „Meditationen über die Erste Philosophie, in welcher die Existenz Gottes und die Unsterblichkeit der Seele bewiesen wird“, wählt Rene Descartes einen konstruktiven Skeptizismus als erkenntnistheoretische Methode, um zu unbezweifelbaren Wahrheiten zu gelangen.
Die Theorie von Rene Descartes beginnt mit der Feststellung, dass Empirie stets ein Abhängiges und Abgeleitetes ist und dessen relativer und kontingenter Charakter das Individuum nicht bloß täuschen kann, sondern ihm einen Beweis seiner ontologischen Existenz ganz und gar schuldig bleibt. Dementsprechend begibt sich Descartes auf die Suche nach einer unbezweifelbaren, das heißt nicht bloß im Verhältnis zu etwas anderem, sondern für sich selbst evident seienden Wahrheit, die dann Ausgangspunkt für daran anknüpfende Deduktionen sein kann.
Wir werden Rene Descartes gemeinsam auf der Suche nach den unbezweifelbaren Wahrheiten begleiten und uns in diesem Zusammenhang mit der berühmten Formulierung ego cogito, ergo sum, „Ich denke, also bin ich“ ebenso wie mit den Überlegungen zum ontologischen Gottesbeweis und zur Unsterblichkeit der Seele auseinandersetzen. Dabei wollen wir das von Rene Descartes aufgeworfene Leib-Seele-Problem anhand des dualistischen Verhältnisses von res cogitans und res extensa kritisch und differenziert untersuchen.

Literatur: Rene Descartes: Meditationen über die erste Philosophie. Herausgegeben von Christian Wohlers. Felix Meiner Verlag. Hamburg 2009. 8,95 Euro.
Seminar 2 Widukind Andreas Schweiberer
4.03.158 Vernunft - ein zahnloser Tiger? Termine am Dienstag. 05.03. - Donnerstag. 07.03. 10:00 - 16:00
Beschreibung:
Was ist und vermag eigentlich die menschliche Vernunft? Gegenwärtig scheint es schlecht zu stehen um das stolze Projekt der Aufklärung des Verstandes, seit die Vernunft im Zuge ihrer Naturalisierung immer öfter auch in ihrem Heimatgebiet, der Philosophie, ein bloßes Objektdasein fristet. Bereits Hegel und Nietzsche hielten die Kantische Vernunftkritik für naiv, wolle Kant doch "die Erkenntnis der Erkenntnis". So versteht es z.B. auch die evolutionäre Erkenntnistheorie als Vorteil, wenn sie als 'biologische Theorie' die Vernunft nicht aus der Vernunft erklärt und das (vermeintliche) Dilemma umgeht, Erkenntnis aus der Vernunft zu begründen. Wie steht es aber um das Verhältnis von Vernunft und Geschichte bzw. Entwicklung? Müssten stetig zunehmende Rationalitätszugewinne nicht auch eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte begründen? Wieso ist ein 'Sieg der Vernunft' dennoch nicht abzusehen?
Neben den verschiedenen klassischen Konzepten von Vernunft, wie sie sich vor allem in der Geschichte der Erkenntnistheorie von Platon über Kant bis heute finden, soll der Frage nachgegangen werden, welche Herausforderungen für die Vernunft bleiben angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen einerseits und den Ansprüchen des europäischen Projekts der Aufklärung anderseits.
Literatur (Auswahl):
Zur erkenntnistheoretischen Grundlegung vor allem:
  • Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft.
  • Norbert Schneider: Erkenntnistheorie im 20. Jahrhundert. Klassische Positionen. Stuttgart 1998.
Zur weiterführenden Diskussion:
  • Manfred Geier: Aufklärung. Das europäische Projekt. Reinbek 2013.
  • Hans Schelkshorn: Entgrenzungen. Ein europäischer Beitrag zum Diskurs der Moderne. Weilerswist 2009.
Seminar - Priv.-Doz. Dr. Kirstin Berdina Zeyer
4.08.002a Iwrit - Anfängerkurs I (keine Vorkenntnisse) Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Dieser Kurs richtet sich an Teilnehmende OHNE Vorkenntnisse. Im Kurs wird das Lehrbuch „Otijot bekef“ (ISBN: 978 3 944 312 491). Bitte schaffen Sie sich das Buch für die erste Sitzung an.
Sprachkurs - Smadar Wältermann
4.03.131k Logik Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Henrike Meyer
4.03.231 Positivismusstreit III Freitag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 26.10.2018), Ort: A14 1-113, A05 0-056, A13 0-028

Beschreibung:
Bei der Einteilung der Philosophie in die beiden großen Gebiete der praktischen und theoretischen Philosophie werden gesellschaftspolitische Fragen gewöhnlich der praktischen Philosophie zugeordnet. Der 'Positivismusstreit' in den 1960er Jahren zeigte jedoch, dass sie ebenso zentral zur theoretischen Philosophie gehören. Die Diskussion darüber, wie wie Erkenntnistheorie und politische Philosophie (auch heute noch) zusammenhängen, ist noch nicht abgeschlossen.
In diesem Seminar werden wir vor allem die zweite Hälfte von Adornos 'Einleitung zum Positivismusstreit' lesen – wie immer mit einigen Exkursen, die dem Textverständnis dienen sollen.

Literatur: -Theodor W. Adorno, Einleitung zum „Positivismusstreit in der deutschen Soziologie“.
Dieser Text findet sich in: Adorno u.a., Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, in diversen Ausgaben auch antiquarisch günstig zu bekommen (ca. 8,- €). Oder in Adorno, Gesammelte Schriften Bd. 9, Soziologische Schriften Bd. 1. (PDF wird auf Stud.IP eingestellt.)

Wer neu ins Seminar einsteigt, kann sich hier einen Überblick über die in den vorherigen Seminaren behandelte Literatur verschaffen:
-Max Horkheimer, Der neueste Angriff auf die Metaphysik, in: Zeitschrift für Sozialforschung Jg. 6 (1937) S. 4 ff. (Ist vergriffen. Wurde mehrfach nachgedruckt, z.B. in Horkheimer, Die gesellschaftliche Funktion der Philosophie. Ausgewählte Essays. PDF wird auf Stud.IP eingestellt.)
-Karl R. Popper, Die Logik der Sozialwissenschaften, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozial-Psychologie, 14.Jahrgang., 1962, S.233-248 (veröffentlichtes Referat vom 19.10.1961, gehalten auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie)
(online Zugriff: http://www.vordenker.de/ggphilosophy/popper_logik-sozialwiss.pdf)
-Hans Albert, Der Mythos der totalen Vernunft, in: Adorno u.a., Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie
Seminar 2 Dr.phil. Christine Zunke
4.03.267 Beunruhigung als didaktisches Prinzip Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Hermeneutisch verstanden sind Philosophie und Didaktik zwei Seiten derselben Medaille. Verstehen (Philosophie) und Lehren und Lernen (Didaktik) verbinden sich innerhalb der unterrichtenden Praktik des Philosophierens mit Schülerinnen und Schülern (SuS) zu einer Einheit, die aus dem Verstehen lernen der SuS und dem Verstehen lehren und lernen der Lehrerinnen und Lehrer besteht. Der kategoriale Rahmen für die Doppelrolle der zugleich lehrenden und lernenden Lehrenden ist ein sokratischer, der von der beunruhigenden Dimension philosophischen Fragens bestimmt sein sollte, ohne die eine kompetenzorientierte Philosophiedidaktik nicht auskommt.
Das dabei zum Thema Gemachte reduziert sich dabei nicht auf die diskursive Dimension und das begriffliche Resultat der gesprochenen Sprache (Wie sage ich, was ich schon weiß?), sondern dient dem Verstehen: Wie habe ich a) zu verstehen, was sich mir b) zeigt? – wobei a) und b) Praktiken sind, bei denen auf der Subjektseite eine sokratische (fragende) Grundhaltung und auf der Objektseite ein verstehendes (die Unterrichtsgegenstände problematisierendes) Prinzip vorherrschend sein sollte.
Verstehendes Philosophieren verwirklicht sich im schulischen Unterricht im kommunikativen Vollzug und benötigt vorab nichts theoretisch und methodisch Vor-, Neben- oder Übergeordnetes, welches sich vielmehr erst im gemeinsamen Gespräch problembezogen schrittweise sowohl praktisch wie theoretisch erschließen soll. Das Verhältnis dieses Vollzuges zur akademischen Philosophie ist voller Spannungen, weil die verstehenden Praktiken niemals vollständig im diskursiven System theoretischer Ausarbeitungen aufgehen können. „Das Spiel möchte man sagen, hat nicht nur Regeln, sondern auch einen Witz.“ (Ludwig Wittgenstein)
Bei dem Seminar handelt es sich um die Fortsetzung der in den vergangenen Semestern begonnenen Bearbeitung von unterrichtspraktischen Ideen, Beispielen und Methoden, bei der sowohl Bachelor- wie Masterstudierende neu willkommen sind. Dieses Seminar kann auch für das „Projektband“ von GHR 300 genutzt werden"
Literatur:

Martin Wagenschein: Verstehen lehren. Genetisch – Sokratisch – Exemplarisch, Weinheim 1999; Horst Rumpf/Ernst-Michael Kranich: Welche Art von Wissen braucht der Lehrer? Stuttgart 2000; Martin Wagenschein: „ zäh am Staunen“. Pädagogische Texte zum Bestehen der Wissensgesellschaft, Seelze - Velber 2002; Andreas Gruschka: An den Grenzen des Unterrichts, Opladen 2010; Andreas Gruschka: Verstehen lehren. Ein Plädoyer für guten Unterricht, Stuttgart 2011; Volker Pfeifer: Didaktik des Ethikunterrichts. Bausteine einer integrativen Wertevermittlung, Stuttgart 2013, 3., überarbeitete und erweiterte Auflage; Julian Nida-Rümelin/Irina Spiegel/Markus Tiedemann (Hg.): Handbuch Philosophie und Ethik, 2 Bände, Paderborn 2017, 2. durchgesehen Auflage; Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen (1958) Frankfurt am Main 1971; Hans Joas: Die Entstehung der Werte, Frankfurt an Main 1999, 6. Auflage 2013; Michael Hampe: Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik, Frankfurt am Main 2014.
Seminar 2 Apl. Prof. Reinhard Schulz
4.03.115 Einführung in die theoretische Philosophie und die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Aristoteles: Metaphysik) Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Der Vorstellung, was das Philosophiestudium ist, liegt oftmals der Irrtum zugrunde, dass es sich um eine "weiche" Disziplin handele, in der es vor allem darum geht, ergebnisoffen, laut und viel zu debattieren oder abrufbares, historisches Wissen über Philosophen und deren "Ideen" zur Verfügung zu stellen.
Tatsächlich ist die Philosophie eine Wissenschaft, deren Begriffe auf strengen Begründungen beruhen, und die sich zugleich philosophiegeschichtlich entwickeln. Die Philosophie hat also einen Gegenstand, der sie von anderen Wissenschaften unterscheidet und es soll daher in diesem Seminar danach gefragt werden, wie dieser Gegenstand zu bestimmen ist.
Dafür ist es einerseits notwendig, bestimmte Grundbegriffe zu klären, andererseits braucht es auch bestimmte Arbeitstechniken - dazu gehört die Fähigkeit, philosophische Texte zu lesen, das Gelesene schriftlich zu formulieren, ein Problembewusstsein, sowie Fragestellungen zu entwickeln. Schließlich muss es auch darum gehen, wie dieses Wissen in bestimmten Formaten (auch prüfungsrelevanten) präsentiert werden kann.
Entlang der Lektüre der "Metaphysik" von Aristoteles sollen sowohl Grundbegriffe und Argumente der theoretischen Philosophie erschlossen, als auch bezogen auf diesen Gegenstand bestimmte Arbeitstechniken geübt werden.
Das Seminar richtet sich an StudienanfängerInnen und ist auf zwei Semester konzipiert.
Seminar 2 Dr. phil. Maxi Sabine Berger
4.03.233 Epistemische Paradoxien Termine am Dienstag. 06.11. 16:00 - 18:00, Montag. 18.02. - Donnerstag. 21.02. 10:00 - 18:00, Ort: A01 0-005, A01 0-007
Beschreibung:
Eine Paradoxie ist „eine scheinbar unannehmbare Schlussfolgerung, die durch einen scheinbar annehmbaren Gedankengang aus scheinbar annehmbaren Prämissen abgeleitet ist“ (Sainsbury 2010: 11-12). Besonders unannehmbare und hartnäckige Konsequenzen ergeben sich aus den mit dem Begriff des Wissens verbundenen Paradoxien, von denen zwei neuere, Fitchs Paradoxie der Wissbarkeit (knowability) und Grims Paradoxie der Allwissenheit (omniscience), im Mittelpunkt dieses Seminars stehen werden. Die Paradoxie der Wissbarkeit geht auf Frederic Fitch (1963: 139) zurück und besagt, dass unter der Annahme, dass alle Wahrheiten möglicherweise (von jemandem zu einer bestimmten Zeit) gewusst werden können, tatsächlich alle Wahrheiten (von jemandem zu einer bestimmten Zeit) gewusst werden (vgl. Brogaard/Salerno 2008: 272-273). Die von Patrick Grim (1984) entdeckte Unmöglichkeit der Allwissenheit ist eine Konsequenz aus Cantors Potenzmengenaxiom und dem damit verbundenen Beweis der Nichtexistenz einer Allmenge. In diesem Fortgeschrittenenkurs, der als Blockseminar stattfinden wird, werden wir die genannten Argumente genau analysieren, die wichtigsten Einwände und Lösungsvorschläge bedenken und uns fragen, ob die Wissensparadoxien möglicherweise mit anderen Paradoxiengruppen wie dem semantischen Lügner verwandt sind (vgl. Brendel 2001: 10).
Kenntnisse klassischer und nicht-klassischer Logiksysteme, auch der Modallogik, sind in diesem Kurs von Vorteil; gute Lesekenntnisse des Englischen sind unabdingbar.
Der genaue Seminarplan wird in der Vorbereitungssitzung vorgestellt, die am 06.11. von 16-18 Uhr in Raum A 01 0-005 stattfindet. Die Teilnahme an der Vorbereitungssitzung ist eine notwendige Bedingung für die Teilnahme am Blockseminar.

LITERATUR
Anderson, C. Anthony (1983): „The Paradox of the Knower“, in: Journal of Philosophy 80: 338-355.
Brendel, Elke (2001): „Allwissenheit und ‚offenes Philosophieren‘“, in: Erkenntnis 54: 7-16.
Brogaard, Berit/Salerno, Joe (2008): „Knowability, Possibility and Paradox“, in: Vincent F. Hendricks / Duncan Pritchard (Ed.): New Waves in Epistemology, Basingstoke: Palgrave Macmillan: 270-299.
Brogaard, Berit/Salerno, Joe (2013): „Fitch’s Paradox of Knowability“, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (https://plato.stanford.edu/entries/fitch-paradox/).
Fitch, Frederic (1963): „A Logical Analysis of Some Value Concepts“, in: Journal of Symbolic Logic 28: 135-142.
Grim, Patrick (1984): „There is No Set of All Truths“, in: Analysis 44: 206-208.
Grim, Patrick (forthcoming): „Problems with Omniscience“: PDF on Grim’s personal website: 1–20. Accessed April 24, 2017. http://www.pgrim.org/articles/omniscience9.pdf.
Jenkins, C.S. (2009): „The Mystery of the Disappearing Diamond“, in: Joe Salerno (Ed.): New Essays on the Knowability Paradox, Oxford U.P.: 302-319.
Kaplan, D./Montague, R. (1960): „A Paradox Regained“, Notre Dame Journal Formal Logic 1, Number 3: 79-90.
Kvanvig, Jonathan L. (2009): „Restriction Strategies for Knowability: Some Lessons in False Hope“, in: Joe Salerno (Ed.): New Essays on the Knowability Paradox, Oxford U.P.: 205-222.
Lembke, Martin (2012): „Grim, Omniscience, and Cantor’s Theorem“, in: Forum Philosophicum 17.2: 211-223.
Sainsbury, R. M. (2010): Paradoxien, aus dem Englischen übersetzt von Vincent C. Müller und Volker Ellerbeck, 4., durchgesehene und erweiterte Auflage, Stuttgart: Reclam.
Sander, Thorsten (2008): „Wahrheit und Wissbarkeit. Eine Auflösung der Paradoxie der Wissbarkeit“, in: Zeitschrift für philosophische Forschung 62: 73-96.
Sander, Thorsten (2009): „Radikal epistemische Wahrheitsbegriffe“, in: G. Kamp / F. Thiele (Ed.): Er¬kennen und Handeln, Paderborn (Fink): 75-96.
Sorensen, Roy (2002): „Formal Problems about Knowledge“, in: Paul K. Moser (Ed.): The Oxford Handbook of Epistemology, Oxford U.P., 539-568.
Sorensen, Roy (2011): „Epistemic Paradoxes“, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (https://plato.stanford.edu/entries/epistemic-paradoxes/#KnoPar).
Seminar - Dr. Gregor Damschen, M.A.
4.03.122 Die Sozialphilosophie J.-J. Rousseaus Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Jean-Jacques Rousseau gilt als einer der zentralen Philosophen der europäischen Geistesgeschichte. Seine Aktualität liegt nicht zuletzt darin, dass er nicht nur „klassische“ Fragen der politischen Philosophie behandelt (Gleichheit, Gerechtigkeit, politische Herrschaft), sondern darüber hinaus auch nach den sozialen Ermöglichungsbedingungen eines gelingenden Lebens fragt. Er gilt deshalb auch als (einer der) Begründer der Sozialphilosophie.
Ausgehend von der Lektüre seiner sozialphilosophischen Schriften – allen voran dem Diskurs über die Ungleichheit – wird im Seminar diese Dimension von Rousseaus Werk systematisch erarbeitet.

Das Seminar setzt eine hohe Lesebereitschaft voraus. Einige Sekundärtexte werden in englischer Sprache bereitgestellt.

Literatur: Ausdrücklich empfohlen wird die Anschaffung der Übersetzung des Diskurses über die Ungleichheit von Heinrich Meier (Paderborn, UTB). Zur Vorbereitung eignet sich gut die Einleitung von Fred Neuhousers Rousseau’s critique of inequlity. Beide Bücher sind auch in der Bibliothek vorhanden.
Seminar 2 Niklas Angebauer
4.03.219 Jenseits von Anthropologie und Humanismus: Die „Entmenschung des Menschen“ bei Husserl und Heidegger Termine am Donnerstag. 15.11. 18:00 - 20:00, Donnerstag. 07.03. - Freitag. 08.03. 09:00 - 17:00, Samstag. 09.03. 09:00 - 13:00
Beschreibung:
IIn den meisten philosophiehistorischen Darstellungen werden die philosophischen Entwürfe Husserls und Heideggers als unvereinbare Gegensätze präsentiert, die sich aus einem radikal unterschiedlichen Verständnis dessen speisen, was Phänomenologie ist bzw. sein soll. Als Hauptargument wird dabei in der Regel darauf verwiesen, dass Husserl von einem transzendentalphilosophischen Bewusstseinsbegriff ausgehe, der von allen empirisch-faktischen Elementen gereinigt sei und so als überkontingente Universalstruktur erscheine. Demgegenüber habe Heidegger durch seine Betonung der Faktizität, Zeitlichkeit und Sterblichkeit des Daseins die Phänomenologie auf einen grundlegend anderen Boden gestellt und sie radikal verendlicht.
Diese Einschätzung ist zwar nicht falsch, erscheint aber doch zu einseitig, wenn man Husserls und Heideggers Ansätze näher betrachtet. Auch wenn sie durchaus unterschiedliche Vorstellungen von Wesen und Aufgabe der Phänomenologie haben, kommen sie doch darin überein, dass sie den überlieferten philosophischen Begriff vom Menschen in radikaler Weise problematisieren und ihn vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen phänomenologischen Ansätze neu zu denken versuchen. Die aristotelische Definition des Menschen als animal rationale und seine biblische Bezeichnung als „Bild Gottes“ werden dabei ebenso in Frage gestellt wie seine neuzeitliche Bestimmung als Person und Individuum sowie das daran anknüpfende Verständnis von Anthropologie und Humanismus. So unterschiedlich Husserls und Heideggers philosophische Ansätze im Einzelnen auch sind, so kommen sie doch darin überein, dass sie auf je eigene Weise auf eine – positiv zu verstehende – „Entmenschung des Menschen“ (Eugen Fink) hinauslaufen. Mit anderen Worten: Die vermeintliche Selbstverständlichkeit dessen, was Menschsein bedeutet, muss prinzipiell in Frage gestellt und auf ihren mehr-als-menschlichen Möglichkeitsgrund zurückgeführt werden.
Das Seminar stellt sich die Aufgabe, anhand ausgewählter Primärtexte von Husserl und Heidegger die Gründe für ihre anthropologiekritischen bzw. humanismuskritischen Positionen herauszuarbeiten und sie auf ihre Aktualität für die gegenwärtige philosophische Diskussion zu befragen.


Primärtexte: Eine Auswahl von Textauszügen aus Husserls und Heideggers Werken wird auf der Lernplattform online bereitgestellt.

Sekundärliteratur:

- Wolfgang Welsch, Immer nur der Mensch? Entwürfe zu einer anderen Anthropologie, Berlin, Akademie Verlag, 2011.
- Gerhard Arlt, Philosophische Anthropologie, Stuttgart, Metzler, 2001.
- Christian Sternad / Günther Pöltner (Hgg.), Phänomenologie und philosophische Anthropologie, Würzburg, Königshausen & Neumann, 2011.
- Alfred Denker / Holger Zaborowski (Hgg.), Heidegger und der Humanismus, Freiburg / München, Alber, 2017.
- Ralf Becker, Der menschliche Standpunkt: Perspektiven und Formationen des Anthropomorphismus, Frankfurt a. M., Klostermann, 2011.
- Axel Beelmann, Die Krisis des Subjekts: Cartesianismus, Phänomenologie und Existentialanalytik unter anthropologischen Aspekten, Bonn, Bouvier, 1990.
- Gavin Rae, „Re-Thinking the Human: Heidegger, Fundamental Ontology, and Humanism“, Human Studies: A Journal for Philosophy and the Social Sciences 33,1 (2010), 23-39.
- Bence Péter Marosán, „Transzendentale Anthropologie. Sinnbildung, persönliches Ich und Selbstidentität bei Edmund Husserl und ihre Rezeption in László Tegelyis phänomenologischer Metaphysik“, Horizon 5,1 (2016), 150-170.
- Sebastian Luft, „Husserl’s concept of the ‚transcendental person’: Another look at the Husserl-Heidegger relationship“, International Journal of Philosophical Studies 13,2 (2005) 141-177.
- Alessandro Duranti, „Husserl, intersubjectivity and anthropology“, Anthropological Theory 10 (2010), 16-35.
- Jean-Claude Monod, „L’‚interdit anthropologique’ chez Husserl et Heidegger et sa transgression par Blumenberg“, Revue Germanique Internationale 10 (2009), 221-236.
Seminar - Dr. phil. Martina Roesner
4.03.221 Die Theorie des Besitzindividualismus Dienstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Der Begriff des Besitzindividualismus („possessive individualism“) geht ursprünglich auf den kanadischen Politikwissenschaftler C.B. Macpherson zurück. Macpherson analysiert die Entstehung der liberalen Tradition bei Denkern wie Thomas Hobbes und John Locke und arbeitet heraus, dass sich im 17. Jahrhundert eine neue Idee/ Ideologie tief in die europäische Geistesgeschichte einschreibet: Die Idee des Subjekts als „Eigentümer seiner eigenen Person oder seiner eigenen Fähigkeiten, für die es nichts der Gesellschaft schuldet.“ Der aufkeimende Kapitalismus, so Macpherson, schreibt sich so im 17. Jahrhundert in die moderne Konzeption des Subjekts und der politischen Ordnung ein.

Im Seminar wird diese Diagnose aus drei Perspektiven beleuchtet: Ideengeschichtlich (z.B. in Auseinandersetzung mit Autoren wie Locke), systematisch (in Auseinandersetzung mit Macphersons Thesen) und zeitdiagnostisch (d.h. hinsichtlich der Frage, ob wir im Zeitalter des Besitzindividualismus leben).

kleine Lektüre zur Vorbereitung: https://www.theorieblog.de/index.php/2014/03/wiedergelesen-politische-theorie-des-besitzindividualismus/
Seminar 2 Niklas Angebauer
4.03.241 Grundzüge von Adornos ästhetischer Theorie. Zum Verhältnis von Kunst und Gesellschaft Termine am Donnerstag. 15.11., Donnerstag. 29.11., Donnerstag. 13.12., Donnerstag. 17.01., Donnerstag. 24.01., Donnerstag. 07.02. 18:00 - 20:00
Beschreibung:
Seminar - Prof. Dr. Stefan Müller-Doohm
4.03.262 Grundkurs Fachdidaktik: Leben + Lernen der Philosophie Donnerstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 18.10.2018), Ort: A06 1-111, A07 0-031

Beschreibung:
Dieser Grundkurs führt im Rahmen einer Vorlesung mit Seminaranteilen ein in zentrale Dimensionen der Fachdidaktik Philosophie. Im Grundkurs werden grundlegende Themen- und Problemfelder der Fachdidaktik vor- und zur Diskussion gestellt. Dazu gehören theoretische Konzepte zum Sinn des Philosophierens überhaupt, Ansätze zum Philosophieren in der Schule sowie paradigmatische fachdidaktische Konzepte zum Umgang mit der Schatzkiste und dem Werkzeugkasten des Philosophierens. Vor dem Hintergrund der philosophiedidaktischen Konzeptionen werden Methoden und Medien des Philosophierens in der Schule sowie Bausteine zur Gestaltung und Reflexion von Unterricht in den Fächern Philosophie und Werte und Normen vorgestellt und diskutiert. Der Grundkurs stellt grundlegende Inhalte und Gegenstände der Fachdidaktik Philosophie und Werte und Normen vor.
Im begleitenden Seminar gleichen Titels werden diese Gegenstände anhand von Texten vertieft. Konzepte, Methoden, Medien werden ausprobiert und didaktisch ausgewertet.
Literatur:
Nida-Rümelin,J./Spiegel, I./Tiedemann, M.: Handbuch Philosophie und Ethik. Band I: Didaktik und Methodik. Paderborn 2012
Meyer, Kirsten: Texte zur Didaktik der Philosophie. Stuttgart 2010.
Runtenberg, Christa: Philosophiedidaktik. Paderborn 2016
Seminar 2 Prof. Dr. Christa Runtenberg
4.03.124 Kant, Kritik der praktischen Vernunft Termine am Freitag. 11.01. 14:00 - 20:00, Samstag. 12.01. 10:00 - 18:00, Freitag. 18.01. 12:00 - 19:00, Samstag. 19.01. 11:00 - 18:00, Ort: A07 0-031, A13 0-027
Beschreibung:
Seminar - Sabine Hollewedde
5.02.591 Achtsamkeitsübungen für den Lehrerberuf Dienstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Seminar - Prof. Dr. Corinna Hößle
4.03.992 Information zum Masterarbeitsmodul (Gym, WiPäd) Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Masterarbeitsmodul gibt es keine eigens ausgewiesene Begleitveranstaltung. Die Studierenden können nach Absprache mit dem betreuenden Gutachter aus den Aufbau- und Mastermodulen des jeweiligen Studiengangs eine zum Masterarbeitsthema passende Veranstaltung belegen. Es ist auch möglich, statt eines Seminars ein Kolloquium zu belegen.
WICHTIG: Als Begleitveranstaltung darf keine Veranstaltung gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt wird.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.997 Philosophie & Film Dienstag: 18:30 - 22:00, zweiwöchentlich (ab 24.10.2017)
Termine am Dienstag. 01.11., Dienstag. 22.11., Dienstag. 29.11., Dienstag. 13.12., Dienstag. 20.12., Dienstag. 10.01., Dienstag. 24.01., D ...(mehr)

Beschreibung:
Philosophie und Film – Sehen und Erkennen

„Die Fotografie, das ist die Wahrheit. Kino, das ist die Wahrheit 24 Mal in der Sekunde.“ – Aus „Der kleine Soldat“ von Jean-Luc Godard

„Film ist 24 Mal Lüge in der Sekunde um der Wahrheit zu dienen, oder dem Versuch die Wahrheit zu finden zu dienen.“ – Michael Haneke

Wenn das Kino oder der Film einfach nur die Wahrheit wäre, dann gäbe es keine Frage zu stellen, keinen Grund des Miss- oder Unverständnisses gegenüber dem Wahrgenommenen, es wäre reine Offenbarung. Aber schon der angegebene Unterschied zwischen Fotographie und Cinematographie, also Film, nämlich der Ablauf von 24 Bildern in der Sekunde im klassischen analogen Kino, gibt nur die Illusion der Bewegung vor. Die bloße Statik des Einzelbildes wird durch den Projektor zum Schein der Dynamik. Doch die Kamera gibt den größten Hinweis des Betrugs: Es handelt sich nur um einen Ausschnitt, worin der Zuschauer dem Regisseur ausgeliefert ist. Die Wahrheit dessen was man zu Gesicht bekommt, wenn darin denn eine liegt, kann also nicht bloß im unmittelbaren Augenschein liegen, sondern muss erst aus diesem gehoben werden.

In der Reihe „Philosophie und Film“, welche die Fachschaft Philosophie mit der finanziellen Unterstützung des AStA und der F3V realisieren darf, versuchen wir den präsentierten Filmen das zu entlocken, was nicht nur dem bloßen Material entspricht, sondern im Zusammenhang sich nur zeigt. In einer gemeinsamen Diskussion versuchen wir uns über das Gesehene auszutauschen und so Schritt für Schritt, von den ersten individuellen Eindrücken bis zu den wesentlichen Gehalten des Filmes vorzudringen. Die Intention des Schöpfers muss dabei nicht die wesentliche Rolle spielen, denn oftmals liegt das, was einen Film so sehenswert und erkenntnisreich macht, in seinen Behauptungen darüber oder in seinem Scheitern daran, was er eigentlich darstellen will.

Es sind also nicht nur die großen bewunderten Klassiker des Kinos, denen wir uns in dieser Reihe verschrieben haben, sondern auch grade solche Filme, die eine Kontroverse schaffen können, die vielleicht sogar verachtenswert sind in ihren Inhalten, die bloße Lüge zu sein scheinen, aber wenigstens doch etwas über die Macher und ihre Umgebung verraten. So hoffen wir über viele Wege eine interessante und diskussionswürdige filmische Grundlage für unser Gespräch danach zu liefern.

Die Filme werden immer dienstags um 18:30 Uhr laufen, zumeist in einem zweiwöchentlichen Rhythmus im cine k hier in Oldenburg. Der Eintritt für alle Studierenden ist frei und willkommen ist dabei jeder. Zunächst steht der Genuss des Films im Vordergrund und damit die Möglichkeit, die Filme in einem Rahmen zu sehen, für den sie gemacht worden sind, das Kino und die Leinwand. Aber auch die Diskussion im Anschluss ist natürlich für alle offen und wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer. Es soll langsam an die Filmanalyse gegangen werden, alle Unsicherheiten und Anfangsschwierigkeiten, die für manch einen solche Diskussionen hervorrufen können, wollen wir gemeinsam überwinden.

Unser Filmprogramm fürs WiSe 2018/19 im Überblick:
Di., 09.10.2018 18:30 Uhr 303 (Hans Weingartner, Deutschland 2018)
Di., 23.10.2018 18:30 Uhr Queimada – Insel des Schreckens (Gillo Pontecorvo, Italien 1969)
Di., 30.10.2018 18:30 Uhr The Searchers (John Ford, USA 1956)
Di., 13.11.2018 18:30 Uhr Tal der Wölfe – Irak (Serdar Akar, Türkei 2006)
Di., 20.11.2018 18:30 Uhr Winterschlaf (Nuri Bilge Ceylan, Türkei 2014) Einleitung & Diskussion mit Murat Yörük
Di., 04.12.2018 18:30 Uhr M (Fritz Lang, Deutschland 1931)
Di., 18.12.2018 18:30 Uhr The Warriors (Walter Hill, USA 1979)
Di., 15.01.2019 18:30 Uhr Iwans Kindheit (Andrei Tarkowski, UdSSR 1962)
Di., 29.01.2019 18:30 Uhr Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes (Julian Radlmaier, Deutschland 2017)
Di., 12.02.2019 18:30 Uhr Die Chinesin (Jean-Luc Godard, Frankreich 1967)
Arbeitsgruppe - VertreterInnen der Fachschaften
4.03.131m Logik Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Maximilian Bzoch
4.03.222 Hegels Kritik der Moral Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Mit der Unterscheidung zwischen Moralität und Sittlichkeit formuliert Hegel eine Moralkritik, die sich gegen den Formalismus, den abstrakten Universalismus, die Ohnmacht des bloßen Sollens und gegen den Zwang der reinen Gesinnung der Kantischen Ethik richtet. Das Seminar verfolgt ein doppeltes Ziel. Zum einen sollen Hegels Einwände gegen Kant auf ihre Triftigkeit hin überprüft werden. Zum anderen soll untersucht werden, ob und, falls ja, weshalb Hegels Konzeption der Sittlichkeit die moralphilosophischen Mängel zu überwinden vermag. Mit seiner Moralkritik stellt Hegel somit die Weichen für eine Gesellschaftstheorie, die sich nur dann angemessen verstehen lässt, wenn ihre moralkritischen Voraussetzungen beleuchtet werden. Beide Ziele sollen auf der Grundlage einer genauen Lektüre des Moralitätskapitels in Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts verfolgt werden. Empfohlen wird die Ausgabe von Hegels Rechtsphilosophie im Suhrkamp Verlag.
Seminar 2 Prof. Dr. Tilo Wesche
4.03.155 Ursprung der Ideen - Descartes und Locke Freitag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Descartes und Locke stehen für grundsätzliche Positionen der neuzeitlichen Philosophie: Rationalismus und Empirismus. Mit der Aneignung zentraler Argumentationen beider Richtungen soll eine kritische Beurteilung erarbeitet werden.
Lektüre:
Descartes, René
Meditationen über die erste Philosophie
Herausgegeben von Wohlers, Christian
Philosophische Bibliothek 596. 2009.
ISBN: 978-3-7873-1886-5

Locke, John;
Versuch über den menschlichen Verstand. Band I
1. Buch. Weder Prinzipien noch Ideen sind angeboren. 2. Buch. Über die Ideen
Herausgegeben von Brandt, Reinhard
Philosophische Bibliothek 075. 2006.
ISBN: 978-3-7873-1555-0
Seminar 2 apl. Prof. Dr. Hans-Georg Bensch
4.03.216 Wendepunkte des Geistes - Ideengeschichte des Selbstbewußtseins von Sokrates bis Luther Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
In der westlichen Ideengeschichte kann man seit Sokrates besondere Wendepunkte ausmachen, an denen einzelne Denker neue Perspektiven öffneten. Das Bewußtsein des individuellen Gewissens und der persönlichen Freiheit ist bei allen Unterschieden in der weltanschaulichen Kontextualisierung jeweils zentral. Die erhaltenen Texte lassen die Dynamik ahnen, die neue Ideen und Horizonte des Selbstbewußtseins in den krisenhaften Zusammenhängen auslösten.

Das Seminar verfolgt in diesem Sinne wichtige Wendepunkte des abendländischen Denkens entlang exemplarischer Texte von Sokrates bis Luther. In der ersten Sitzung werden die Denker und ihre Zeit meist vorgestellt und diskutiert. In der zweiten, zugehörigen Sitzung die Texte dann nochmals genauer studiert und besprochen.

Es stehen zur Diskussion: 1. Sokrates und die platonische „Apologie“; 2. Paulus mit neutestamentlichen Briefen; 3. Marc Aurel mit den „Selbstbetrachtungen“; 4. Augustinus und seine „Bekenntnisse“; 5. Dante mit „Die göttliche Komödie“, 6. Petrarca mit „Die Besteigung des Mont Ventoux“ 7. Martin Luther und seine frühreformatorischen Schriften.

Im Sommersemester 2019 gibt es ein zweites Seminar zum Thema „Wendepunkte des Geistes“, die bei Montaigne einsetzt und bei Nietzsche schließt.

Literatur:
Folgende Reclam-Ausgaben werden im Seminar benutzt:

Sokrates: Apologie (zweisprachig)
E.P. Sanders: Paulus. Eine Einführung
Marc Aurel: Selbstbetrachtungen
Augustinus: Bekenntnisse (Buch X u. XI, zweisprachig)
Dante Alighieri: Göttliche Komödie
Petrarca: Die Besteigung des Mont Ventoux
Martin Luther: An den christlichen Adel der deutschen Nation. Von der Freiheit eines Christenmenschen. Sendbrief vom Dolmetschen

Bei Wunsch kann zu Anfang des Seminars zum Reclam-Autoren-Rabatt eine Sammelbestellung einzelner Bände aufgegeben werden, deren Ladenpreis fast durchgängig bei 5 Euro liegt.

Das Seminar findet im Karl Jaspers Haus statt - Unter den Eichen 22
Seminar 2 Prof. Dr. Matthias Bormuth
4.03.254 Klassiker der Religionswissenschaft Freitag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Der Lektürekurs vertieft Themen und Gegenstände aus der Einführungsvorlesung, deren Besuch parallel empfohlen wird. Wir beschäftigen uns u.a. mit grundlegenden Stellungnahmen der vergleichenden Religionswissenschaft im 19. Jahrhundert (Friedrich Max Müller), der Religionspsychologie und der religiösen Erfahrung (William James), sowie der Religionssoziologie (Max Weber). Prägend für die Beschäftigung mit der Religion im 20. Jahrhundert waren durchaus konträre Konzeptionen des „Heiligen“ (Rudolf Otto und Émile Durkheim) sowie die Wegbereitung der kulturwissenschaftlichen Wende in den 1980er Jahren durch die Studien von Clifford Geertz. In der Diskussion der Texte wird das Problem der religionswissenschaftlichen Hermeneutik, d.h. einer fachspezifischen Herangehensweise an die Interpretation religiöser Texte und Praktiken herausgearbeitet.

Ein Reader steht zu Veranstaltungsbeginn zur Verfügung; studienbegleitende Leistungen werden über Präsentationen und Mitarbeit in den Sitzungen erworben.
Seminar 2 PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.117 Aristotelische Grundbegriffe der Theoretischen Philosophie Dienstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Substanz und Kategorie, Subjekt und Prädikat, Definition und Demonstration, Energie und Dynamik, Form und Materie – zahlreiche Begriffe der wissenschaftlichen oder sogar alltäglichen Sprache entstammen den philosophischen Begriffsbildungen des Aristoteles (* 384 – † 322 v. Chr.), übernommen entweder aus dem griechischen Original oder der lateinischen Übersetzung. So ist es kein Wunder, dass auch die Philosophie seit der späten Antike und dem Mittelalter über die Neuzeit bis zu den gegenwärtigen Debatten ihre zentralen Begrifflichkeiten der von Aristoteles geprägten Terminologie entnimmt.
In diesem Seminar sollen wichtige Grundbegriffe der theoretischen Philosophie anhand von Auszügen aus den Originaltexten des Aristoteles einführend behandelt werden. Da die Kenntnis dieser Begrifffe wesentlich für das Verständnis späterer philosophischer Texte und Debatten ist, kann das Seminar eine hilfreiche Grundlage für das weitere Philosophiestudium schaffen.
Die einzelnen Textauszüge werden als Scan zur Verfügung gestellt.
Seminar 2 René Beuerlein
4.03.142 Einführung in die Klassische Deutsche Philosophie Termine am Samstag. 27.10., Samstag. 17.11., Samstag. 24.11., Samstag. 08.12., Samstag. 22.12. 10:00 - 17:00
Beschreibung:
Das Seminar richtet sich an alle Studierenden, die sich für die Entstehung und grundlegenden Konzepte der Klassischen Deutschen Philosophie interessieren. Anhand von ausgewählten Textpassagen von Karl Leonhard Reinhold, G.E. Schulze, Fichte und Hegel wird das Seminar eine problemgeschichtliche Einführung in das wirkungsmächtige Denken der Klassischen Deutschen Philosophie vermitteln. Nach einer allgemeinen Einführung werden wie gemeinsam ausgewählte Textpassagen lesen und diskutieren. Folgende Texte werden benötigt:
1. Gottlob Ernst Schulze: Aenesidemus (1792), Meiner Bd. 489, S. 74-129.
2. Fichte: Rezension des Aenesidemus (1792), in: Fichtes Sämmtliche Werke Bd. 1, 1-26.
3. Hegel: Verhältniss des Skeptizismus zur Philosophie (1802), in: GW 4, S. 197-238.
Seminar - Apl.Prof.Dr. Myriam Gerhard
4.03.131g Logik Dienstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Nina Maaß
4.03.118 Kant: Prolegomena Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Dieses Seminar ist dem Basismodul "Theoretische Philosophie" zugeordnet und nur für Studienanfänger geöffnet. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung steht Kants Schrift "Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können". Nachdem seine Kritik der reinen Vernunft einigen Lesern dunkel und weitläufig erschienen war, hat er die Prolegomena abgefasst, um solchen Mängeln abzuhelfen. Es geht darin um Grundfragen der Erkenntnis und um das Verhältnis von Wissenschaft und Metaphysik. Wichtige Fragestellungen, Grundbegriffe und Thesen, welche die philosophischen Diskussionen der letzten Jahrhunderte entscheidend mitbestimmt haben, werden hier erörtert. Deshalb eignet sich diese Schrift zur Einführung in zentrale Themen der Theoretischen Philosophie.
Textgrundlage: Immanuel Kant: Prolegomena ..., hg.v. K. Pollok, Hamburg 2001 (Verlag Felix Meiner, Philosophische Bibliothek 540, € 12,90).
Seminar - Apl. Prof. Wilhelm Büttemeyer
4.03.905 Kolloquium für Abschlussarbeiten Dienstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
In diesem Kolloquium werden studentische Arbeiten im Zuge von Abschlussarbeiten, d.h. BA-Arbeiten und Arbeiten im Master of Education präsentiert und diskutiert. Es werden Ansätze, Überlegungen, Schwerpunkte, die in Arbeit sind, vor- und zur Diskussion gestellt. Es geht nicht um die Präsentation vollständig abgeschlossener Arbeiten, sondern um Ergebnisse, um Exposees, die im Schreib- und Arbeitsprozess sind. Die Präsentationen werden mit allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Kolloquiums in konstruktiver Weise diskutiert und ausgewertet. Die Kultur des Feedbacks sollte diejenigen, die eine Präsentation machen, in ihrem jeweils spezifischen Projekt fördern und unterstützen.
Kolloquium - Prof. Dr. Christa Runtenberg
4.03.261 Anschaulich philosophieren in der Sek I Termine am Montag. 17.09. 14:00 - 16:00, Montag. 08.10. - Dienstag. 09.10. 09:00 - 15:00, Donnerstag. 15.11. 09:00 - 14:00, Freitag. 16.11. 14:00 - 18:00, Ort: V02 0-003, A01 0-004, (Welttag Philosophie_ die Veranstaltung findet im BIS Saal statt)
Beschreibung:
Sollte man Philosophieren oder Philosophie lernen und lehren? Welchen Bildungsbeitrag leistet der Philosophieunterricht? Welche Ziele hat der Werte und Normen Unterricht? Welche Rolle spielt die Gesprächsführung für die Unterrichtsgestaltung?
Das Seminar soll der Ausgestaltung des UNESCO Welttages der Philosophie an der CvO Oldenburg dienen. An diesem soll mit Schülerinnen und Schülern problemorientiert zu Fragestellungen aus dem Themenfeld „Ökologie, Ökonomie und Ethik“ philosophiert werden. Das Seminar nimmt somit vor allem die Unterrichtsplanung nach problemorientierten, fachdidaktischen Ansätzen und deren Erprobung am Welttag in den Blick. Es soll dazu beitragen, schulpraktisches Wissen mit einer selbstständigen wissenschaftlichen Arbeitsweise im Kontext des forschenden Lernens zu fördern.
Seminar - Sarah Huck, M.A.
4.03.157 Einführung in die Psychoanalyse Sigmund Freuds Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Das Seminar behandelt das Strukturmodell der Psyche, die Grundzüge der freudschen Trieblehre sowie Freuds späteren Schriften über Krieg, Religion und Massenpsychologie.
Seminar - Dr. Sven Ellmers, Dipl.-Sozw.
4.03.212 Forschungen zur Kritischen Theorie Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 17.10.2018), Ort: A06 1-111, A07 0-030 (Hörsaal G)

Beschreibung:
In diesem Semester soll es um den Geschichtsbegriff in der kritischen Theorie gehen (Benjamin: Geschichtsphilosophische Thesen, Hegel: Einleitung in die Voresungen zur Philosophie der Geschichte, Marx: Kommunistisches Manifest, Adorno: Fortschritt).
Seminar 2 Dr. phil. Maxi Sabine Berger
Dr. phil. Philip Hogh
Fachschaft Philosophie Dienstag: 18:30 - 22:00, zweiwöchentlich (ab 18.12.2018)
Dienstag: 18:30 - 22:00, zweiwöchentlich (ab 24.10.2017)
Termine am Donnerstag. 14.04. 18:30 - 22:00, Montag. 09.05., Montag. 23.05., Montag. 13.06. 18:15 - 20:00, Freitag. 17.06. 19:30 - 21:30, Samstag. 18.06. 11:00 - 15:00, Freitag. 24.06. 19:00 - 23:00, Dienstag. 18.10. 14:30 - 18:00, Donnerstag. 27.10. 18:30 - 20:00, Mittwoch. 14.12. 12:00 - 16:00, Donnerstag. 15.12. 19:00 - 22:00, Montag. 16.01. 10:00 - 18:00 ...(mehr)

Beschreibung:
Der Fachschaftsrat:
Paul Wimmer, Nancy Heinl, Jaro Ehlers, Eike Köhler, Mathias Gerr, Johannes Bruns, Greta Staufenbiel, Dieter Sill, Oliver Gräber, Michael Heidemann, Peter Kathmann, Jan Rickermann, Rania Kerk, Max Muehlfeld, Sabine Hollewedde, Caroline Kather, Katharina Pooth, Wojciech Stasiak, Marlies Leman, Florian Wolff, Hannes Damken-Baumgärtner
(die Amtszeit beträgt zwei Jahre ab dem 09.01.2018)

Die Homepage der Fachschaft.

Die Fachschaft bei Facebook.

Im Wintersemester (und inzwischen auch im Sommersemester) findet seit mittlerweile fünf Jahren eine unter dem Titel Philosophie und Film eine Filmreihe im Oldenburger Programmkino Cine K statt (in StudIP "Philosophie & Film" oder "4.03.998" suchen). Die Filmreihe findet dienstags von 18.30 Uhr - ca. 22.00 Uhr (inklusive Diskussion) statt.

Hier geht es zu den aktuellen Veranstaltungen der Karl Jaspers Gesellschaft .
Community-Forum - Kein Dozent
Eike Köhler
Jaro Ehlers
Michael Heidemann
Ulrich Mathias Gerr
Jan Rickermann
Johannes Bruns
4.03.116 Ontologische Beweise Dienstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Der Kurs bezweckt, eine Einführung in die ontologischen Gottesbeweise und ihre Kritik zu geben. Dazu werden wir uns mit den klassischen Beweisen von Anselm und Leibniz, aber auch mit modernen, modallogischen Varianten des ontologischen Argumentes von Charles Hartshorne, Alvin Plantinga und Kurt Gödel beschäftigen. Logische Grundkenntnisse und gute Lesekenntnisse des Englischen sind hilfreich, aber keine notwendige Bedingung für die Teilnahme am Kurs.

LITERATUR
Primärliteratur:
Anselm von Canterbury, Proslogion, Lat.-dt. Ausg., hrsg. von Franciscus Salesius Schmitt, 3. unveränderte Aufl. frommann-holzboog: Stuttgart / Bad Cannstatt 1995 (1. Aufl. 1962).
Bromand, Joachim / Kreis, Guido (Hrsg.): Gottesbeweise von Anselm bis Gödel, Suhrkamp: Berlin 2011. (Zur Anschaffung empfohlen.)
Hartshorne, Charles: The Logic of Perfection, Open Court 1962.

Sekundärliteratur:
Irlenborn, Bernd / Koritensky, Andreas (Hrsg.): Analytische Religionsphilosophie. Neue Wege der Forschung, WBG: Darmstadt 2013.
Ricken, Friedo (Hrsg.): Klassische Gottesbeweise in der Sicht der gegenwärtigen Logik und Wissenschaftstheorie, 2. durchgesehene und erweiterte Auflage Kohlhammer: Stuttgart / Berlin / Köln 1998.
Sobel, Jordan Howard: Logic and Theism: Arguments For and Against Beliefs in God, Cambridge University Press 2004.

Weitere Literatur wird im Seminar genannt.
Seminar - Dr. Gregor Damschen, M.A.
4.03.268 Jaspers: Bildung, Erziehung und Wissenschaft Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Für Karl Jaspers sind Bildung, Erziehung und Wissenschaft eine Einheit, bei der Bildung den vergegenwärtigen Blick auf eine durch Nietzsche und Kierkegaard brüchig gewordene Philosophietradition ermögliche, Erziehung die "Freiheit, frei zu sein" (Hannah Arendt) und ein unabhängiges Denken anstrebe und Wissenschaft im Sinne Max Webers einer "Sache zu dienen" habe. Inwieweit die von Jaspers bei Nietzsche, Kierkegaard und Weber aufgenommenen und an seine Schülerin Arendt weitergegebenen Denkanstösse auch für den gegenwärtigen fachdidaktischen Diskurs fruchtbar gemacht werden können, soll im Seminar gemeinsam diskutiert und für Philosophie und Werte & Normen philosophiedidaktisch fruchtbar gemacht werden.
Literatur:
Karl Jaspers: Vernunft und Existenz, München 1935 (Neuausgabe München 1973); Karl Jaspers: Wohin treibt die Bundesrepublik? München 1966; Karl Jaspers: Aneignung und Polemik, München 1968; Hans Saner: Karl Jaspers. rowohlts monographien, Hamburg 1970; Werner Schüßler: Jaspers zur Einführung, Hamburg 1995; Annemarie Piper: Sören Kierkegaard, München 2014; Tilo Wesche: Kierkegaard. Eine philosophische Einführung, Stuttgart 2003; Max Weber: Wissenschaft als Beruf, Stuttgart 1995; Hannah Arendt. Vita activa oder vom tätigen Leben, Stuttgart 1960; Hannah Arendt: In der Gegenwart. Übungen im politischen Denken II, München 2000; Hannah Arendt: Die Freiheit, frei zu sein, München 2018; Walter Herzog: Zeitgemäße Erziehung. Die Konstruktion pädagogischer Wirklichkeit, Weilerswist 2006.
Seminar 2 Apl. Prof. Reinhard Schulz
4.03.265 Analytisches und kritisches Denken in philosophischen Gesprächen mit Kindern Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
In dem Seminar befassen wir uns damit, inwiefern analytisch-strukturelles Denken in philosophischen Gesprächen mit Kindern unterstützt werden kann – und was das für eine kritische Orientierung in der Welt bedeutet. Auf Grundlage theoretischer Auseinandersetzungen werden zudem Konzepte für philosophische Gespräche mit Kindern entwickelt und diskutiert. Dabei können die Konzepte im schulischen oder außerschulischen Bereich angesiedelt werden.
Seminar - Caroline Kather
4.03.111t Einführung in die Theoretische Philosophie Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Martin Ksellmann, M.A.
4.03.251 Einführung in die Religionswissenschaft Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 22.10.2018)

Beschreibung:
Die Religionswissenschaft untersucht als akademische Disziplin religiöse Äußerungen in ihren jeweiligen sozialen, kulturellen und historischen Kontexten. Sie sieht sich dabei nicht gebunden an Bekenntnisse oder Konfessionen jeglicher Art. Kennzeichnend für das Fach ist eine, dem Gegenstand gemäße, breite methodische Ausrichtung. So gestalten Theorien zum Beispiel aus Ethnologie oder Psychologie, aus Geschichts- oder Sozialwissenschaften entsprechende Felder innerhalb der Religionswissenschaft, die darüber hinaus um ein eigenständiges Profil gegenüber konfessionellen Theologien bemüht sein muss. Doch die akademische Beschäftigung mit dem Gegenstand findet nicht losgelöst von gesellschaftlichen Debatten statt, in denen der Faktor „Religion“ vor allem als Risikopotenzial, aber auch als Konfliktlösung erscheint. Wie verortet sich die Disziplin im Verhältnis zu Theologie oder Kulturwissenschaft? Wie verlief die historische Entwicklung, welches sind die aktuellen Trends und systematischen Beiträge der Religionsforschung? Welche Wechselwirkungen entstanden zwischen religionswissenschaftlichen Diskursen und Konzepten von „Religion“ im Alltag? Gibt es eine Definition von Religion? Diesen und weiteren grundlegenden Fragen wird in der Einführung nachgegangen.

Begleitende Lektüre: Stausberg, Michael (Hrsg.): Religionswissenschaft. Berlin und Boston: De Gruyter 2012.
Vorlesung 2 PD Dr. Tilman Hannemann
4.03.131p Logik Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium 2 Merle Gerdes
4.08.001 Das Friedenspotenzial der drei monotheistischen Religionen Termine am Montag. 15.10., Montag. 19.11. 19:30 - 21:00, Dienstag. 04.12. 19:00 - 21:00, Dienstag. 18.12. 20:00 - 22:00, Montag. 14.01. 19:30 - 21:00
Beschreibung:
Vorlesung - in Bearbeitung
4.03.227 Gegenwart. Bestimmungen des zeitlichen Diesseits Termine am Montag. 17.12. 12:00 - 14:00, Montag. 25.02. - Mittwoch. 27.02. 09:00 - 18:00, Ort: A07 0-030 (Hörsaal G), A01 0-008, A01 0-005
Beschreibung:
Gegenwart – ein scheinbar selbstverständliches Wort. Doch was ist gemeint, wenn von Gegenwart die Rede ist? Ist nicht alles, was es gibt, immer nur gegenwärtig zu haben? Gilt nicht auch für alles Vergangene und Zukünftige, dass es in seiner Abwesenheit nur wirksam werden kann, wenn es gegenwärtig für anwesend gehalten wird? Die Lehrveranstaltung diskutiert aus interdisziplinärer – philosophischer, sozialwissenschaftlicher und geschichtswissenschaftlicher – Perspektive die Frage, was unter Gegenwart im Hinblick auf die Ausformung eines „modernen“ Zeitbewusstseins verstanden werden kann. Das Seminar soll dazu dienen, dass sich die Studierenden in kleinen Gruppen intensiv mit Grundlagentexten zur Seminarthematik auseinandersetzen und in Arbeitsgruppen Präsentationen erarbeiten, die während der Erarbeitungsphase mit den Dozierenden besprochen und anschließend im Plenum diskutiert werden.
Seminar - Dr. phil. Nils Baratella
Dr.phil. Nikolaus Buschmann
4.03.159 Wittgenstein, Sprachspiel und der linguistic turn Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Seminar 2 René Wassermeier
4.03.111c Einführung in die Theoretische Philosophie Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Robert Sowa
4.03.131b Logik Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 22.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Peter Nienaber
4.03.131n Logik Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Anna Lieder
4.03.996 Information zum Modul phi420: Praktikum Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Das studienbegleitend angelegte Modul hat zum Ziel, Informationen und Erfahrungen über ausbildungsadäquate Berufsfelder für Philosophie-Absolventen zu vermitteln. Das Modul besteht aus einem in das angestrebte Berufsbild passenden Praktikum respektive mehreren Praktika im Gesamtumfang von mindestens sechs Wochen und dem Besuch einer Begleitveranstaltung. Die Studierenden können während dieser Tätigkeit eigene berufspraktische Erfahrungen in wissenschaftlichen Fachverlagen, Wissenschafts- bzw. Forschungsorganisationen oder anderen im weiteren Sinne mit dem Fach Philosophie zusammenhängenden Institutionen / Unternehmen sammeln.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.111h Einführung in die Theoretische Philosophie Mittwoch: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Benjamin Becker
4.03.225 Kapitalismuskritik und die Frage nach der Alternative Freitag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Das Seminar beschäftigt sich mit Argumenten gegen den Kapitalismus, den Fehlern des sog. "Realen Sozialismus" und der Frage nach einer vernünftigen Alternative zum Kapitalismus.

Literatur:
Hermann Lueer: Kapitalismuskritik und die Frage nach der Alternative, 2. überarbeitete Auflage 2015.

Weiterführende Literatur:
  • Hermann Lueer: Warum verhungern täglich 100.000 Menschen?, Münster 2007.
  • Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung, Stuttgart 2005.
  • Margaret Wirth / Wolfgang Möhl: Arbeit und Reichtum, München 2014.
  • Kapitalismus: Die Misere hat System, Berlin 2014.
  • Klaus Ottomeyer: Ökonomische Zwänge und menschliche Beziehungen. Soziales Verhalten im Kapitalismus, Rowohlt 1977.
Seminar 2 Dr. Samuel Klar
4.03.144 Realität und Idealität von Raum und Zeit Freitag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 26.10.2018), Ort: A14 1-113, A13 0-028

Beschreibung:
»Was ist also die Zeit? Wenn mich niemand darnach fragt, weiß ich es, wenn ich es aber einem, der mich fragt, erklären sollte, weiß ich es nicht;« (Aurelius Augustinus Confessiones XI, 14)
Thomas von Aquin schrieb, dass Raum und Zeit die Grundformen der Materie seien. Wenn das so ist, dann sind sie die Grundformen aller Realität. Als Grundformen wären sie jedoch selbst keine empirisch messbaren Dinge oder Eigenschaften, sondern diesen vorausgesetzt. So haben Raum und Zeit nach Immanuel Kant zugleich sowohl objektive Realität als auch transzendentale Idealität. Was das bedeutet, soll in diesem Seminar entwickelt und diskutiert werden. Grundlage ist die »Transzendentale Ästhetik« von Immanuel Kant, die den ersten Teil der Transzendentalen Elementarlehre in seinem Werk »Kritik der reinen Vernunft« bildet.
Bitte bringen Sie den Text zu allen Seminarsitzungen mit.
Seminar 2 Dr.phil. Christine Zunke
4.03.111p Einführung in die Theoretische Philosophie Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 18.10.2018), Ort: A14 1-115, A06 4-418

Beschreibung:
Tutorium - Victoria Paul
4.03.152 Fichtes "Über den Begriff der Wissenschaftslehre" Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Johann Gottlieb Fichte verfasst im Jahr 1794 anlässlich des Antritts seiner Professur in Jena einen kurzen, leicht verständlichen Text „Über den Begriff der Wissenschaftslehre“. In dieser kleinen Schrift ist es ihm im Anschluss an Immanuel Kant in erster Linie um folgende philosophische Kernfragen zu tun: Wie ist es möglich, objektiv gültiges Wissen zu generieren? Was bedeutet ‚Wissen‘ überhaupt? Was ist ‚Wissenschaft‘, und wie verhält sich die Philosophie zu den Einzelwissenschaften?
Fichte zufolge hat die Philosophie nur dann Aussicht, diese Fragen erfolgreich beantworten zu können, wenn sie sich von der bloßen ‚Liebe zur Weisheit‘ emanzipiert. Stattdessen muss sie sich zur Wissenschaft entwickeln. Denn nur als solche kann sie berechtigten Anspruch auf Allgemeingültigkeit ihrer Aussagen erheben. Da Wissenschaftlichkeit primär durch Systematizität erreicht wird, zielen Fichtes Bemühungen in der Folge darauf, die Sätze der Philosophie in einen geschlossenen und notwendigen, sprich systematischen Zusammenhang zu bringen. Aus seiner Sicht lässt sich eine wissenschaftliche Philosophie nur dann etablieren, wenn sie auf dem Fundament eines unmittelbar einsichtigen Grundsatzes fußt. Eine solche Philosophie, die sich von der Basis eines unmittelbar plausiblen Prinzips ausgehend zu einer universalen Grundlagenwissenschaft entwickelt, kann und soll nach Fichte die Rolle einer Leitdisziplin für alle anderen Wissenschaften übernehmen.
Fichtes ‚Begriffsschrift‘ leitet nicht nur in seine eigene ‚Wissenschaftslehre‘ ein, sondern bildet darüber hinaus auch den programmatischen Auftakt zum sogenannten ‚Deutschen Idealismus‘. Im Seminar wollen wir uns Fichtes kleinen, aber einflussreichen Text gemeinsam en détail erarbeiten. Nicht zuletzt zu diesem Zweck wird „Über den Begriff der Wissenschaftslehre“ dabei stets sowohl historisch als auch systematisch innerhalb der Klassischen Deutschen Philosophie, insbesondere zwischen Kant und Hegel verortet. Insofern besteht ein zweites Ziel des Seminars darin, einen ersten Überblick über diese wichtige und bis heute wirkmächtige Epoche der Philosophiegeschichte zu vermitteln.
Seminar 2 Stefan Kühnen
4.03.986 Information zum Akzentuierungsmodul phi270 Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Rahmen des Akzentuierungsmoduls können gemäß der individuellen Schwerpunktsetzung zwei Seminare aus den Modulen phi210, phi220, phi230 und phi240 gewählt werden. Es ist auch möglich, Seminare aus dem Master-Bereich zu wählen, sofern sie für die eigene Schwerpunktsetzung relevant sind.
WICHTIG: Es dürfen keine Seminare gewählt werden, die bereits im Rahmen eines anderen Moduls belegt werden, d.h. es ist keine Doppelanrechnung ein und desselben Seminars für mehrere Module möglich!
sonstige - in Bearbeitung
4.03.131r Logik Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium 2 Annika Eileen Freitas
4.03.213 Vom Kopf auf die Füße - Philosophie und Gesellschaftstheorie - Teil II Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Nach einem Wort Adornos ist Kritik an der Gesellschaft Erkenntniskritik und umgekehrt. Dieser Gedanke erschließt sich nicht auf Anhieb, sondern setzt voraus, nachzuvollziehen, was die gesellschaftlichen Konstitutionsbedingungen von Erkenntnis sind, und umgekehrt, was die Erkenntnisbedingungen von Gesellschaft sind. Dieses Wechselverhältnis lässt sich an der Kritik Marxens an Hegel erhellen, um das sich die Arbeit in diesem Seminar drehen wird.

Nachdem wir uns im letzten Semester mit aktuelleren Debatten um das Verhältnis von Marx und Hegel beschäftigt haben, soll in diesem Semester in den Originaltexten gelesen werden. Wir werden einige Auszüge aus der Enzyklopädie der Philosophischen Wissenschaften von Hegel lesen, insbesondere die Passagen zur Sittlichkeit, und wir werden versuchen, die ersten Kapitel des Kapitals von Karl Marx zu lesen.
Das Seminar ist für fortgeschrittene Neueinsteiger offen.
Seminar - Dr. phil. Maxi Sabine Berger
4.03.131d Logik Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 22.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Tanja Lamping
4.03.217 Forschungskolloquium zur Ideengeschichte Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Das Kolloquium trifft sich an wechselnden Terminen um mit den Doktoranden des DFG-Projektes zur Theorie-Reihe des Suhrkamp-Verlages wie mit anderen Doktoranden, aber auch wechselnden Fellows des Karl Jaspers-Hauses aktuelle Projekte zur Ideengeschichte zu besprechen.
Eine persönliche Anmeldung ist erforderlich.
Seminar - Prof. Dr. Matthias Bormuth
4.03.111q Einführung in die Theoretische Philosophie Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Janina Wilcke
4.03.391 Werte und Normen: Vorbereitung und Begleitung des Projektbandes Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Ziel des Projektbands ist die Förderung des Forschenden Lernens durch das Einnehmen einer forschenden Perspektive im Rahmen kleiner Forschungsprojekte. Das Projektband soll so dazu beitragen, schulpraktisches Wissen mit einer selbstständigen wissenschaftlichen Arbeitsweise zu verknüpfen. Es bietet die Möglichkeit, einzeln oder im Team auf eine konkrete Fragestellung der Schulpraxis einzugehen und diese eigenständig unter Anwendung von geeigneten Forschungsmethoden bzw. Evaluationsmethoden zu bearbeiten. Das Projektband nimmt vor allem die Entwicklung kleinerer Forschungsprojekte zu Fragen nach gesellschaftlichen Werten und Normen mit Bezug zur schulischen Praxis in den Blick.
Seminar 2 Sarah Huck, M.A.
4.03.901 Kolloquium für DoktorandInnen und Abschlussarbeiten Dienstag: 18:00 - 21:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Das Kolloquium dient der Vorbereitung von Abschlussarbeiten (BA-, Magister- und Masterarbeiten) sowie von Dissertationen. Nach Wunsch und Vorschlag werden jeweilige Projekte bzw. Teiltexte besprochen. Für den Termin der ersten Sitzung bitte Aushang bzw. StudIP beachten.
Kolloquium 2 Prof. Dr. Johann Kreuzer
4.03.143 Zur Theorie der Sprechakte (Lektüreseminar) Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
In diesem Seminar werden wir John Austins „Zur Theorie der Sprechakte“ lesen. Austin beschäftigt sich darin mit der Frage, wie wir mit Sprache handeln. Für Austin ist dabei die normale Alltagssprache Gegenstand und Mittel philosophischer Betrachtungen. Entsprechend wird Austins Theorie der Sprechakte der Philosophie der normalen Sprache zugeordnet. Er grenzt sich damit von der Philosophie der idealen Sprache ab, in welcher die Alltagssprache als ungenau und vage betrachtet wird und formale Logiksprachen zur Untersuchung der Sprache herangezogen werden.
Des Weiteren grenzt sich Austin von der stillschweigend vorausgesetzten Annahme ab, dass Sprache in erster Linie dazu verwendet wird, etwas über die Welt auszusagen. Austin untersucht vielmehr, wie wir mit Sprache handeln. Beispielsweise ist die Äußerung „Ich verspreche dir, morgen die Küche aufzuräumen.“ keine Aussage über die Welt, die wahr oder falsch sein kann, sondern eine sprachliche Handlung – die Handlung ein Versprechen abzugeben. Es macht keinen Sinn von dieser Äußerung zu sagen, dass sie wahr oder falsch ist, sie kann aber – wie jede andere Handlung auch – ge- oder misslingen.
Austins Buch „Zur Theorie der Sprachakte“ besteht aus 12 Kapiteln (12 Vorlesungen), die wir im Laufe des Semesters durcharbeiten werden. Die Bereitschaft ein (maximal zwei) Kapitel zum jeweils nächsten Seminartermin vorzubereiten ist Voraussetzung für das Seminar.
Seminar - Dr.phil. Stephan Kornmesser
4.03.111u Einführung in die Theoretische Philosophie Freitag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Martin Ksellmann, M.A.
4.03.146 Ästhetische Theorie (I): Grundfragen der Theorie des Schönen in der Antike Dienstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 23.10.2018)

Beschreibung:
Mit den ‚Grundfragen der Theorie des Schönen in der Antike’ beginnt ein Vorlesungszyklus, der sich mit dem Gegenstandsbereich ‚Ästhetische Theorie/ Kunstphilosophie’ auseinandersetzen wird. Ziel ist die Klärung der Problemstellungen wie Perspektiven, denen sich eine ‚Ästhetische Theorie’ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gegenübersieht. – In Teil I geht es um Grundfragen einer Bestimmung des Schönen. In der Antike war es als Gegenstand sowohl wie Erfahrung kein Objekt einer philosophischen Regionaldisziplin ‚Ästhetik’. Es hatte vielmehr zentrale Bedeutung im Rahmen kultureller (lebenswelt-licher) Selbstverständigung – eine Bedeutung, die von Mythos und Religion aus über Epik, Lyrik und Tragödie schließlich bis zur philosophischen Frage nach dem Erfahrungsgehalt des Schönen und seiner Bestimmung reicht. Diese philosophische Bestimmung hat Platon in originärer Weise formuliert. Aris-toteles stellte ihr die Bestimmung poetischer Praxis als vorbildhafter Mimesis an die Seite. Die Vorle-sung wird nach der Vorgeschichte beider Auffassungen des ‚Schönen’ und nach ihrer Wirkungsge-schichte, namentlich bei Plotin, fragen. Am Schluß wird es um die Wendung gehen, die die Frage nach dem Schönen bei Augustinus in einem sowohl geschichtlich wie mythologisch neuen Kontext erlangt. Gerade hier wird deutlich, daß die Frage nach dem Grund ästhetischer Erfahrung über eine philosophi-sche Regionaldisziplin Ästhetik weit hinausreicht. Sie hat vielmehr mit den Formen lebensweltlicher Sinnverständigung zu tun. Das hat hohe Relevanz für Fragen (nicht nur) gegenwärtiger Ästhetik.
Texte:
Eine Liste der behandelten Texte sowie einschlägiger Literatur wird zu Beginn der Vorlesung bekanntgegeben.
Seminar 2 Prof. Dr. Johann Kreuzer
4.03.997 Information zum Modul phi430: Studienschwerpunktspezifische Sprachkurse Die Zeiten der Veranstaltung stehen nicht fest.
Beschreibung:
Im Rahmen dieses Moduls soll den Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, ihre Grundkenntnisse in Latein, Altgriechisch, aber auch neueren für das Studium und insbesondere für die angestrebte Spezialisierung relevanten Sprachen zu vertiefen oder aber sich diese Kenntnisse neu anzueignen.
Zum erfolgreichen Abschluss des Moduls ist der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an Sprachkursen im Umfang von insgesamt 12 KP (in der Regel zwei Kurse à 6 KP) zu erbringen. Bitte wählen Sie hierzu Module aus dem Angebot des Sprachenzentrums. Die Sprachkurse sollen in einem Bezug zu dem gewählten Studienschwerpunkt stehen. Die zu erbringende Prüfungsleistung ist gemäß den Angaben der Prüfungsordnung zu erbringen, innerhalb derer der jeweilige Kurs belegt wird. Die erfolgreiche Teilnahme an den Sprachkursen wird auf dem hierfür vorgesehen Laufzettel bescheinigt.
sonstige - in Bearbeitung
4.03.153 Über die Unbeweisbarkeit der Materie (George Berkeley) Mittwoch: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
George Berkeley gehört neben David Hume, Thomas Hobbes und John Locke zu den bedeutenden angelsächsischen Philosophen der Neuzeit. Sein 1710 zur Zeit der Aufklärung entstandenes erkenntnistheoretisches Hauptwerk „Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“ wendet sich gegen den Empirismus und den Atheismus. Die Philosophie von George Berkeley verfolgt das Ziel, den Leib-Seele-Dualismus der alten scholastischen Philosophie zu überwinden. In der abendländischen Philosophie gibt es drei Hauptpositionen, die immer wieder in unterschiedlicher Art und Weise auftreten:
Die erste Hauptposition insistiert darauf, dass alles ausschließlich material sei und es keinen Geist gäbe. Die zweite Hauptposition geht davon aus, dass es sowohl Empirisches als auch Geistiges gibt. Innerhalb dieser Position gibt es sowohl die These, dass die Empirie den Geist bestimmt als auch umgekehrt die These, dass der Geist die Empirie bestimmt. Die dritte Hauptposition geht davon aus, dass alles ausschließlich Geist sei und es keine Materie gäbe. Diese dritte Hauptposition wurde nur von wenigen Philosophen vertreten und dementsprechend ist die Auseinandersetzung mit dem erkenntnistheoretischen „Traumidealismus“ von George Berkeley, der seine Philosophie selbst als „Immaterialismus“ bezeichnete, besonders spannend, da der Mehrheit der Menschen die Materie evidenter zu sein scheint als der Geist.
George Berkeley vertritt die These, dass die räumlich und zeitlich konstituierte Außenwelt kein objektives Sein hat, sondern nur mittelbar eine „Existenz“ erhält, insofern sie dem Subjekt erscheint. Für George Berkeley erschöpft sich das Sein der Materie in ihrem Wahrgenommenwerden „Their esse is percipi“. Geist ist dasjenige, was als Verstand (understanding) die Ideen wahrnimmt und als Wille (will) eben jene Ideen hervorbringen und vernichten kann. Da die Menschen jedoch nicht Schöpfer ihrer eigenen Ideen sind, sondern sich die Wahrnehmungen ihnen präsentieren, geht George Berkeley davon aus, dass alle Ideen endlicher Geister vom unendlichen Geist (Gott) stammen.
Literatur: George Berkeley: Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis. Herausgegeben von Arend Kulenkampff. Felix Meiner Verlag. Hamburg 2004. 9,90 Euro.
Seminar 2 Widukind Andreas Schweiberer
4.03.111x Einführung in die Theoretische Philosophie Freitag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Felix Jeschonnek
4.03.111w Einführung in die Theoretische Philosophie Freitag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Simon Fischer
4.03.211 Mathematik und Philosophie Termine am Samstag. 19.01. - Sonntag. 20.01., Samstag. 02.02. - Sonntag. 03.02. 10:00 - 18:00
Beschreibung:
Das Seminar eignet sich für alle Studierende, die sich philosophisch dem Gegenstand, der Methode, Funktion und Reichweite der Mathematik nähern wollen. Es werden keine mathematischen Kenntnisse vorausgesetzt, die über das Niveau der Schulmathematik hinausgehen, wohl aber die Bereitschaft sich auf mathematisches Denken einzulassen.
Beginnen werden wir mit der Frage, inwiefern Mathematik überhaupt ein Gegenstand philosophischer Reflexion sein kann. Weitere Themen werden sein: die epistemologische und ontologische Bestimmung des Gegenstandes bzw. Gegenstandsbereiches der Mathematik, das Verhältnis von Mathematik und Wirklichkeit, das Verhältnis von Logik, Mathematik und Metemathematik, der Zahlbegriff, Konstruktion/ Abstraktion, Paradoxien/ Antinomien.
Seminar - Apl.Prof.Dr. Myriam Gerhard
4.03.112 Philosophieren für Einsteiger/innen Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Das Seminar bietet einen Einstieg in die Tätigkeit des Philosophierens. Wir werden zu Beginn zusammen diskutieren, welche Fragen überhaupt philosophisch sind und welche nicht. Anschließend werden wir uns sehr eng am Text und mit vielen Beispielen Kants Unterscheidungen a priori / a posteriori und analytisch / synthetisch erarbeiten und problematisieren. Danach werden wir überlegen, wie sich Kants Definition auf verneinende Urteile ausdehnen lässt. Sie werden dabei u.a. folgende Begrifflichkeiten kennenlernen: a priori / a posteriori, analytisch / synthetisch, Satz / Urteil / Proposition, Wort / Vorstellung / Begriff, bejahendes / verneinendes Urteil. Zum Ende hin werden wir uns ein philosophisches Problem vornehmen, beispielsweise das Problem der negativen Existenzsätze, und überlegen, wie es sich lösen lässt. Wir werden uns außerdem mit Literaturrecherche und formalen Themen wie Zitationsweisen u.Ä. beschäftigen. Eine regelmäßige Anwesenheit wird dringend empfohlen, da die entscheidenden Schritte in den Seminarsitzungen in einem engen Austausch unter den Teilnehmenden stattfinden.
Seminar - Prof. Dr. Mark Siebel
4.03.111y Einführung in die Theoretische Philosophie Dienstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Alina Rathert
4.03.228 Begleitveranstaltung zur Jungen Philosophie: Der Deutsche Idealismus und seine Wirkungsgeschichte Termine am Dienstag. 23.10. 18:00 - 20:00
Beschreibung:
Die Termine finden alle im Karl Jaspers Haus, unter den Eichen 22 in Oldenburg statt.

Die „Junge Philosophie“ ist ein Zusammenschluss von Studierenden und Absolventen des Instituts für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität. Unter dem Dach der Karl Jaspers-Gesellschaft wollen wir ein öffentliches Forum bieten, um philosophische Fragen mit namhaften Gastreferenten in Abendvorträgen und Workshops zu diskutieren. Im Rahmen des Seminars werden wir die Veranstaltungen der Jungen Philosophie durch Lektüresitzungen vorbereiten und gemeinsam besuchen. Die besagten Veranstaltungen finden in Abständen von etwa einem Monat statt; Das aktuelle Veranstaltungsprogramm ist über die Internetseite der Oldenburger Karl Jaspers-Gesellschaft einsehbar.
Inhaltlich widmen wir uns gemäß dem Programm der Jungen Philosophie dem Deutschen Idealismus und seiner Wirkungsgeschichte. In dem durch die Kantischen Kritiken eröffneten „Denkraum“ (Dieter Henrich) und unter dem Einfluss von historischen Ereignissen wie der Französischen Revolution entwickeln Philosophen wie Fichte, Schelling und Hegel in rascher Aufeinanderfolge ihre philosophischen Systeme. Es ist erklärtes Ziel der genannten Autoren, durch Aufklärung über die Tiefengrammatik des Wissens und Wollens unhinterfragte Dualismen aufzuheben: Bestimmungen wie Subjektivität und Objektivität, Geist und Natur oder auch Freiheit und Notwendigkeit sollen in ihrem systematischen Zusammenhang entfaltet werden.
Viele der großen Denkströmungen des 20. Jahrhunderts wie die Hermeneutik, der Existenzialismus oder die Kritische Theorie entwickeln sich in Auseinandersetzung mit dem Deutschen Idealismus. Auch in der Gegenwartsphilosophie sind die Motive und Denkfiguren des Deutschen Idealismus von großer Bedeutung. Im Seminar sollen einige dieser Fortführungen und Absetzbewegungen nachvollzogen werden.

Termine
Prof. Dr. Petar Bojanic: Philosophy and Engagement. What is an Engagement Act?

Dienstag 23. Okt. 18:00 – 20:00 Lektüresitzung
Freitag 26. Okt. 19:30 Vortrag
Samstag 27. Okt. 11:00–13:00 Workshop

Prof. Dr. Marcus Willaschek: Praktische Gründe des Fürwahrhaltens

Dienstag 13. Nov. 18–20 Uhr: Lektüresitzung
Freitag 16. Nov. 19:30 Vortrag
Samstag 17. Nov. 11:00-17:00 Workshop

Prof. Dr. Georg Bertram: Hegels Konzeption der Anerkennung in der Phänomenologie des Geistes

Dienstag 27. Nov. 18:00-20:00 Lektüresitzung
Freitag 30. Nov. 19:30 Vortrag
Samstag 01. Dez. 11:00-13:00 Workshop

Dr. Stefania Maffeis, Dr. Nils Baratella: Transnationale Philosophie. Hannah Arendt und die Zirkulationen des Politischen

Dienstag 22. Jan. 18:00-20:00 Lektüresitzung
Freitag 25. Jan. 19:30 Vortrag
Samstag 26. Jan. 11:00-13:00 Workshop

Dr. Jan Müller: Wie stellt man das „zwischen“ dar? Was die Kritische Theorie von Hannah Arendt lernen kann

Dienstag 12. Feb. 18:00-20:00 Lektüresitzung
Freitag 15. Feb. 19:30 Vortrag
Samstag 16. Feb. 11:00-13:00 Workshop
Seminar - Malte Unverzagt
Ansgar Baumgart, M.A.
4.03.114 Platons Ideentheorie Mittwoch: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Im Zentrum der Metaphysik Platons steht die Annahme, dass es ein System von notwendigen, unwandelbaren und ewigen Einheiten gibt, die Idee (idea, eidos, genos, to auto…) genannt werden und an deren Spitze die Idee des Guten steht. In diesem Kurs werden wir die Ideentheorie philosophiegeschichtlich genau rekonstruieren und Platons Argumente zugunsten der Existenzannahme der Ideen systematisch-kritisch überprüfen. Grundkenntnisse der Aussagenlogik und der Prädikatenlogik erster Stufe sowie des Altgriechischen sind sehr hilfreich; sie sind jedoch keine notwendige Bedingung für die Kursteilnahme.

LITERATUR
Primärliteratur:
Platon, Werke in 8 Bänden: griechisch und deutsch, hrsg. von Gunther Eigler, Darmstadt 1990 u.ö.

Sekundärliteratur:
Annas, Julia, Plato. A very short introduction, New York 2003.
Dunshirn, Alfred, Griechisch für das Philosophiestudium, Wien 2008.
Fine, Gail, Plato on Knowledge and Forms. Selected Essays, Oxford 2003.
Frede, Dorothea, Platons „Phaidon“, Darmstadt 1999.
Gaiser, Konrad, Gesammelte Schriften, Sankt Augustin 2004.
Graeser, Andreas, Platons Ideenlehre. Sprache, Logik und Metaphysik. Eine Einführung, Haupt: Bern/Stuttgart 1975.
Horn, Christoph / Müller, Jörn / Söder, Joachim (Hrsg.), Platon Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Stuttgart 2009.
Ross, David, Plato’s Theory of Ideas, Greenwood Press: Westport 1976, reprint of the 1951 edition published by Clarendon Press: Oxford.
Schubert, Andreas, Platon: Der Staat, Paderborn 1995.
Szlezák, Thomas Alexander, Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie, Berlin 1985.
Van Ackeren, Marcel (Hrsg.), Platon Verstehen. Themen und Perspektiven, Darmstadt 2004.

Zum Parmenides:
Allen, R. E., Plato’s Parmenides, revised edition New Haven 1997.
Cornford, F. M., Plato and Parmenides, London 1939.
Damschen, G., „Grenzen des Gesprächs über Ideen. Die Formen des Wissens und die Notwendigkeit der Ideen in Platons Parmenides“, in: G. Damschen / R. Enskat / A.G. Vigo (Hrsg.), Platon und Aristoteles – sub ratione veritatis, Göttingen 2003, 31-75.
Gill, M. L., und Ryan, P. (Hrsg.), Plato: Parmenides, Indianapolis 1996.
Hägler, R.-P., Platons „Parmenides“, Berlin/New York 1983.
Malcolm, J., Plato on the Self-Predication of Forms: Early and Middle Dialogues, Oxford 1991.
Meinwald, C. C., Plato’s Parmenides, New York 1991.
Miller, M. H. Jr., Plato’s Parmenides: The Conversion of the Soul, Princeton 1986.
Sayre, K., Parmenides’ Lesson: Translation and Explication of Plato’s Parmenides, South Bend 1996.
Scolnicov, S., Plato’s Parmenides, Berkeley 2003.
Wieland, W., Platon und die Formen des Wissens, Göttingen 1982.
Seminar - Dr. Gregor Damschen, M.A.
4.03.123 Einführung in die Philosophie von Karl Marx Dienstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Das Seminar verfolgt das Ziel, auf der Grundlage einer textnahmen Lektüre in die Philosophie von Karl Marx einzuführen. Zweierlei steht dabei im Mittelpunkt. Zum einen werden Marx‘ Grundbegriffe wie Arbeit, Kapital, Entfremdung, Mehrwert und Eigentum behandelt. Dabei geht es sowohl um das Verstehen als auch die Beurteilung seiner Grundgedanken. Zum anderen soll die unverwechselbare Besonderheit der Methode berücksichtigt werden, die Marx in seiner Kritik der politischen Ökonomie anwendet. Seine methodische Einheit von Kritik und Darstellung soll ermöglichen, dass der Kapitalismus einer immanenten Kritik unterzogen, das heißt an seinem eigenen Maßstab gemessen werden kann. In Marx‘ Worten: »Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!« Textgrundlage des Seminars ist eine Auswahl aus dem Werk von Marx.
Seminar 2 Prof. Dr. Tilo Wesche
4.03.131q Logik Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Anna-Lea Fischer
4.03.111d Einführung in die Theoretische Philosophie Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Benjamin Becker
4.03.111o Einführung in die Theoretische Philosophie Donnerstag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Victoria Paul
4.03.111k Einführung in die Theoretische Philosophie Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 17.10.2018), Ort: A14 1-113, A04 2-221

Beschreibung:
Tutorium - Alina Rathert
4.03.313 Sigmund Freud: Psychopathologische und kulturkritische Schriften Mittwoch: 18:00 - 20:00, wöchentlich (ab 17.10.2018), Ort: A11 1-101 (Hörsaal B), A11 - Hörsaalzelt

Beschreibung:
Fühlen Sie zuweilen ein Gefühl des Unbehagens an sich selbst oder bei ihren Mitmen-schen, Freunden, Geschwistern oder Eltern? Welche innerpsychischen Dynamiken kön-nen sich bei Stadionbesuchen, Rockkonzerten, Großdemonstrationen, militärischen Aufmärschen, Kirchgängen, Parteitagsversammlungen oder durch rechtsextremen Mob organisierte Hetzjagden auf stigmatisierte Minderheiten abspielen? Antworten auf diese Fragen hält der Wiener Nervenarzt Sigmund Freud (1856-1939) bereit, der einer der originellsten Denker und Schriftsteller im 20. Jahrhundert gewesen war und für seine funkelende Bilderprosa mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt im Jahr 1930 ausge-zeichnet wurde.
Sigmund Freud gilt als Entdecker und Deuter des Unbewussten und der polymorphen Triebstruktur des Menschen. Aufbauend auf seiner ontogenetischen Triebtheorie entwi-ckelt er eine geschichtsphilosophisch-phylogenetisch begründete Kulturtheorie, die auf dem Triebverzicht durch die Konstante der Arbeit als Produktionsmittel beruht. Dabei wird durch die Methode der Beobachtung, der Anwendung des Analogieschlussverfah-rens und der erklärenden Heranziehung von Mythen, Gleichnissen oder literarischen Verweisen deutlich, dass Kultur etwas ist, was einer widerstrebenden Mehrheit von ei-ner Minderheit geschichtlich auferlegt wurde – einer Minorität, die im Verlauf des Ge-schichtsprozesses es verstand, sich in den Besitz der vorhandenen Macht- und Zwangs-mittel zu setzen.
Insofern widmet sich die Seminarlektüre auch der Frage, wie bei Freud der Zusammen-hang zwischen Individualpsychologie und Kulturtheorie gestrickt ist. Kurzum: Wie der Antagonismus zwischen Individuum (Ich) und gesellschaftlichen Institutionen (Über-Ich) und der Triebwelt (Es) erklärt wird, und ob die Libido zu einer Produktivkraft her-anreifen kann, wenn sie bewusstseins- und kommunikationsfähige Triebwünsche ent-hält, die jenseits der Zurichtung von Natur und Gesellschaft zu situieren sind. Dabei liegt der Fokus auf der analytischen Freilegung von Beschädigungen des individuell-psychischen Lebens als Neurosen, die auch Formen kollektiver Illusions- und Wahnsys-teme (religiöser Monotheismus, Unterwerfungsrituale) annehmen können. Darüber hin-aus wird sich das Seminar im letzten Teil mit der Rezeption von Freuds Lust- und Rea-litätsprinzip anhand einiger Aufsätze des Sozialphilosophen Herbert Marcuse (1898-1979) beschäftigen.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene, die ihre Kennt-nisse in den Bereichen der praktischen Philosophie, der Kulturphilosophie, der Ästhetik und im Werte- und Normenstudiengang ausbauen möchten. Wer sich vorab etwas ein-arbeiten möchte, dem seien folgende Schriften empfohlen, die während der ersten Sit-zungen vorgestellt werden: Freud, Sigmund: Triebe und Triebschicksale [1915]. In: Ders.: Psychologie des Unbewußten. Studienausgabe Bd. III. Herausgegeben von Ale-xander Mitscherlich, Angela Richards, James Strachey. Frankfurt/Main: S. Fischer Ver-lag 1975, S. 75-102 und Das Ich und das Es [1923]. In: Ebd., S. 273-330.
Weitere Primärtexte:
Freud, Sigmund: Massenpsychologie und Ich-Analyse [1921]. In: Ders.: Fragen der Gesellschaft. Ursprünge der Religion. Studienausgabe Bd. IX. Herausgegeben von Ale-xander Mitscherlich, Angela Richards, James Strachey. Frankfurt/Main: S. Fischer Ver-lag 1974, S. 61-134.
– Die Zukunft einer Illusion [1927]. In: Ebd., S. 135-189.
– Das Unbehagen in der Kultur [1929/30]. In: Ebd., S. 191-270.
Marcuse, Herbert: Jenseits des Realitätsprinzips [1957]. In: Ders.: Nachgelassene Schriften. Band 3: Philosophie und Psychoanalyse. Herausgegeben von Peter-Erwin Jansen. Mit einer einleitenden Studie von Alfred Schmidt. Lüneburg: zu Klampen 2002, S. 147-169.
– Das Veralten der Psychoanalyse [1963]. In: Ders.: Aufsätze und Vorlesungen 1948-1969. Schriften Band 8. Lüneburg: zu Klampen 2004, S. 60-78.
Forschungsliteratur:
Brückner, Peter: Marx, Freud. In: Gente, Hans-Peter (Hg.): Marxismus, Psychoanalyse, Sexpol. Frankfurt/Main: Fischer Taschenbuch Verlag 1972, S. 360-395.
Engelmann, Edmund: Berggasse 19. Sigmunds Freuds Wiener Domizil [1976]. Mit ei-nem Vorwort von Peter Gay. Bildbeschreibungen von Rita Ransohoff. Aus dem Ameri-kanischen übersetzt von Brigitte Weitbrecht. Stuttgart, Zürich: Belser Verlag 1977.
Görlich, Bernd/Lorenzer, Alfred/Schmidt, Alfred: Der Stachel Freud. Beiträge und Do-kumente zur Kulturismus-Kritik. Mit Texten von Otto Fenichel, Th. W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1980.
Laplanche, Jean/Léfevre-Pontalis, Jean-Bertrand: Das Vokabular der Psychoanalyse [1967]. Aus dem Französischen von Emma Moersch. Frankfurt/Main: Suhrkamp Ta-schenbuch Verlag 1973 (2 Bde.).
Onfrey, Michel: Anti Freud. Die Psychoanalyse wird entzaubert [2010]. Aus dem Fran-zösischen von Stephanie Singh. München: Albrecht Knaus Verlag 2011.
Terminplanung:
15. 10. 2018 Einführung, Triebe und Triebschicksale
22. 10. 2018 Freud: Triebe und Triebschicksale
29. 10. 2018 Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse
05. 11. 2018 Freud: Massenpsychologie
12. 11. 2018 Freud: Massenpsychologie
19. 11. 2018 Freud: Das Ich und das Es
26. 11. 2018 Freud: Das Ich und das Es
03. 12. 2018 Freud: Die Zukunft einer Illusion
10. 12. 2018 Freud: Die Zukunft einer Illusion
17. 12. 2018 Freud: Das Unbehagen in der Kultur
07. 01. 2019 Freud: Das Unbehagen in der Kultur
14. 01. 2019 Freud: Das Unbehagen in der Kultur
21. 01. 2019 Marcuse: Jenseits des Realitätsprinzips
28. 01. 2019 Marcuse: Das Veralten der Psychoanalyse, Abschlussgespräch
Seminar - Prof. Dr. Martin Vialon, (Yeditepe Universität Istanbul)
4.03.111f Einführung in die Theoretische Philosophie Dienstag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Kim Meilin Kulaczewski
4.03.131f Logik Dienstag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Jessica Schütz
4.03.131i Logik Mittwoch: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Tina Kosanke
4.03.998 Ringvorlesung: „1968 - Figuren und Diskurse" Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 22.10.2018)

Beschreibung:
„Wohin treibt die Bundesrepublik?“ So fragte Karl Jaspers am Beginn der 1968er Jahre. Vehement warnte er vor den diktatorischen Zügen der Zeit, die sie im politischen Handeln der großen Koalition und der Notstandsgesetzgebung seines Erachtens zeigte.
Die Studentenbewegung sah im Versagen und Schweigen der bürgerlichen Eliten auf weitaus radikalere Weise Parallelen zu 1933 und zog ganz andere politische Konsequenzen, wie der Blick auf Rudi Dutschke und die von ihm initiierten Provokationen zeigt.
Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas gaben dem linkskritischen Unbehagen an der deutschen Vergangenheit einen moderateren Ausdruck, während in ihrem Hausverlag Suhrkamp die Lektoren die Machtverhältnisse umzustürzen suchten und Hans Blumenberg die höhere philosophische Warte suchte. Anders versuchte eine angelsächsisch geprägte Figur wie Lord Dahrendorf den revolutionären Zug der Zeit pragmatisch zu mäßigen.
Ideenhistorisch betrachtet speiste die romantische Sehnsucht nach Erlösung untergründig die Diskurse, die literarisch in Hans Magnus Enzensberger ihre bis heute schillerndste Figur fanden. Johannes Grützke brach in Berlin das Pathos der 68er-Bewegung mit malerischer Ironie. Günter Grass hingegen geriet zwischen die liberalen und radikalen Frontstellungen, die am Ausgang der Jahre zur Gründung der RAF führte. Deren Geschichte der Gewalt und die Biographie Ulrike Meinhofs zeigen eindrücklich, wie utopische Energien in tödlicher Radikalität münden können.
Neben den skizzierten Figuren und Diskursen der Zeit bietet die Ringvorlesung auch persönliche Erinnerungen an 1968, zeitgemäße Lektüren und literarisch-philosophische Leitmotive.
Die Vorlesung beginnt am 22. Oktober um 10.15 Uhr im BIS-Saal am Uhlhornsweg. Termine, Titel der Vorträge und Namen der Referenten sind folgendem Link zu entnehmen:
http://uol.de/c3l/gasthoerstudium/veranstaltungsangebote-fuer-gasthoerende/ringvorlesung-philosophie/
Vorlesung 2 Prof. Dr. Matthias Bormuth
4.03.312 Messianismus: E. Bloch, W. Benjamin, W. Nigg Montag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Der Terminus Messianismus stammt aus altorientalischen und jüdisch-christlichen Quellen. Aufgefasst als Bestreben, dass das Reich Gottes auf Erden durch das Kommen eines Erlösers und dessen Anhängerschaft zu verwirklichen sei, könnte auf universaler Ebene das friedvolle Ende bestehender Gesellschaftskonflikte erreicht werden. Bereits im biblisch-poetischen Narrativ von der Naturunterwerfung des Planeten als von Gott an den Menschen gerichtete Aufgabe (Gen 1) sind die Bestimmungen des göttlichen Wesens als Zweck des menschlichen Wesens vorgezeichnet. Nicht die Beschlagnahme des Reichtums durch Gott oder dessen Hypostasierung als religiöse Entfremdung, sondern der Auftrag profaner Umkehrung, dass Menschen ihr entfremdetes Gattungswesen wieder an sich nehmen, betrifft die unheilige Praxis des leiblich-geistig tätigen Erdenbewohners. Jedoch verkörpern selbst geschaffene Produktionsverhältnisse nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Seiten der Arbeit, die sich historisch als Prozess von der einfachen Warenproduktion hin zum Industriekapitalismus zeitigten.
Es geht in dieser Lehrveranstaltung, trotz und gerade wegen der „ökonomischen Scheiße“ (Marx an Engels: 2. 4. 1851, bezogen auf die Kapital-Analyse), um die Vermittlung eines notwendigen Anspruchs, der Mut machen möchte, in verlorene Ideenbereiche kritischen Denkens einzutauchen. Im Zentrum philosophischer Anthropologie angelangt, wird das Seminar dystopisch und utopisch verdichtete Aspekte entlang der Lektüre geschichtsphilosophischer Texte Walter Benjamins, Ernst Blochs und des Schweizer Reformtheologen Walter Nigg freilegen. Dabei soll der Nachvollzug dessen gelingen, was Bloch als „aufrechten Gang“ oder den „Vorschein realer Hoffnungswelt“ bezeichnete, Nigg als chiliastische Offenbarungsdeutung verstand und Benjamin mittels der Metapher eines erkenntnisverheißenden Engels ausdrückte. Paul Klees aquarellierte Zeichnung „Angelus Novus“, die Benjamin 1921 erwarb, inspirierte ihn zu vielschichtigen Reflexionen. Denn der Engel blickt auf die Trümmer unabgegoltener Vergangenheit, wo im historischen Prozess unterlegene, erschlagene oder erniedrigte Subjekte im Raubvorgang der Ausbeutung vergessene Erlösungshoffnungen repräsentieren; sie stehen quer zum Fetischcharakter der Waren und dem „Gewaltcharakter der Ökonomie“ (B. Brecht), die stattdessen den Nebel des falschen Bewusstseins vergolden.
Für die ersten 4-5 Sitzungen ist Benjamins methodisch höchst anspruchsvoller, variantenreicher und marxistisch-messianisch inspirierter Text „Über den Begriff der Geschichte“ (1939/40) vorzubereiten. Besonders zur Interpretation der IX. These über den „Engel der Geschichte“ werden auch Subtexte wie Gedichte und kurze Essays herangezogen, die von Dichtern wie Volker Braun, Bert Brecht, Erich Fried, Peter Härtling, Günter Kunert oder Heiner Müller stammen. Weitere Hinweise und der Zeit- und Ablaufplan werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Zur Einarbeitung in die Primärschriften und die sie ergänzende Forschungsliteratur sei das Studium folgender Texte (s. Bibliographie) empfohlen:
Primärschriften:
Benjamin, Walter: Über den Begriff der Geschichte [1939/40]. In: Ders.: Illuminationen. Ausgewählte Schriften 1. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1977, S. 251-261.
– Über den Begriff der Geschichte. In: Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe, Bd. 19. Herausgegeben von Gérard Raulet. Frankfurt/Main Suhrkamp Verlag 2010, S. 6-106.
Bloch, Ernst: Zur Originalgeschichte des Dritten Reiches. In: Ders.: Erbschaft dieser Zeit [1935]. Erweiterte Ausgabe. Frankfurt Main: Suhrkamp Verlag 1985, S. 126-152.
– Nicht Hades, sondern Himmel. In: Ebd., S. 152-160.
– Die Welt, worin utopische Phantasie ein Korrelat hat; reale Möglichkeit, die Kategorien Front, Novum, Ultimatum und der Horizont. In: Das Prinzip Hoffnung [1937-47]. Erster Band. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1980, S. 224-250.
– Weltveränderung oder die Elf Thesen von Marx über Feuerbach. In: Ebd., S. 288-327.
– Schloßgarten und Bauten Arkadiens. In: Ebd., S. 449-453.
– Malthus, Geburtenziffer, Nahrung. In: Das Prinzip Hoffnung. Zweiter Band 2, S. 542-544.
– Die Sorge des Arztes. In: Ebd., S. 545 f.
– Kampf ums neue Weib, Programm der Frauenbewegung. In: Ebd., S. 687-698.
– Altneuland, Programm des Zionismus. In: Ebd., S. 698-713.
– Dargestellte Wunschlandschaft in Malerei, Oper, Dichtung. In: Ebd., S. 929-981.
– Wachsender Menscheinsatz ins religiöse Geheimnis, in Astralmythos, Exodus, Reich; Atheismus und die Utopie des Reichs. In: Das Prinzip Hoffnung. Dritter Band, S. 1450-1509.
– Bibel. In: Antike Philosophie. Leipziger Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie 1950-1956. Band 1. Herausgegeben von Ruth Römer und Burghart Schmidt. Bearbeitet von Beat Dietschy und Hanna Gekle. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 1985, S. 449-494.
– Frohbotschaft als Gegenzug zur Furcht des Herrn, Einsatz Jesu in Jachwe. In: Atheismus im Christentum. Zur Religion des Exodus und des Reichs [1968]. Frankfurt/Main: Suhrkamp Verlag 2009, S. 173-183.
– Moralische und eschatologische Beleuchtung in den Evangelien. In: Ebd., S. 183-190.
– Menschensohn als Geheimzeichen. Christi statt Gottessohn; „Geheimnis des Reiches“. In: Ebd., S. 190-201.
– Echte Aufklärung macht weder trivial noch hintergrundlos. In: Ebd., S. 313-318.
– Beschluss: Marx und Abtun der Entfremdung. In: Ebd., S. 348-354.
Nigg, Walter: Das ewige Reich. Geschichte einer Hoffnung [1944]. Zürich: Diogenes Verlag 1996.
Wizisla, Erdmut/Opitz, Michael: Glückloser Engel. Dichtungen zu Walter Benjamin. Frankfurt/Main, Leipzig: Insel Verlag 1992.
Forschungsliteratur:
Desroche, Henri: Messianismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. Herausgegeben von Kurt Galling. Vierter Band. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), 3. Auflage 1960, S. 895-900.
Frankfort, Henri: Alter Orient – Mythos und Wirklichkeit [1946]. Übersetzt von Peter Dülberg. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer 1981.
Gagnebin, Jeanne Marie: „Über den Begriff der Geschichte“. In: Benjamin-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Herausgegeben von Burkhardt Lindner. Stuttgart, Weimar: Verlag J. B. Metzler 2006, S. 284-300.
Gandler, Stefan: Materialismus und Messianismus. Zu Walter Benjamins Thesen „Über den Begriff der Geschichte“. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2008.
Löwy, Michael: Erlösung und Utopie. Jüdischer Messianismus und libertäres Denken. Eine Wahlverwandtschaft. Übersetzung aus dem Französischen von Dieter Kurz und Heidrun Töpfer. Berlin: Karin Kramer Verlag 1997.
Mayer, Hans: Der Zeitgenosse Walter Benjamin. Frankfurt/Main: Jüdischer Verlag 1992.
Ruschig, Ulrich: Weiterdenken in marxistischer Tradition. Horkheimers Engels-Kritik. In: Der aufrechte Gang im windschiefen Kapitalismus. Modelle kritischen Denkens. Herausgegeben von Rüdiger Dannemann, Henry Pickford und Hans-Ernst Schiller. Wiesbaden: VS Springer Verlag 2018, S. 93-119.
Vialon, Martin: Neuere Benjamin-Lesarten und ihre Kritik. In: Jahrbuch der Internationalen Georg Lukács-Gesellschaft. Herausgegeben von Frank Benseler und Werner Jung, Jg. 10./11., 2006/07, Bielefeld: Aisthesis Verlag 2007, S. 83-103.
Seminar - Prof. Dr. Martin Vialon, (Yeditepe Universität Istanbul)
4.03.111r Einführung in die Theoretische Philosophie Freitag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 19.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Rabea Thorwesten
4.03.324 Texte zur Kulturphilosophie III: Anfänge denken - Anfänge erzählen Termine am Montag. 04.02. 16:00 - 18:00, Montag. 25.02. - Freitag. 01.03. 10:00 - 16:00
Beschreibung:
Welche Strategien gibt es, sich 'den Anfängen' zu widmen? Der Anfang von Kultur und dem Zivilisationsprojekt des Menschen liegt genauso im Dunkeln, wie uns der Anfang des Bewusstseins, des Denkens, der Sprache Rätsel aufgibt. Dabei ist offenkundig, dass die konkreten Ereignisse dieser prähistorischen Zeiten aufgrund mangelnder Quellen für immer verborgen bleiben müssen. Umso reizvoller und notwendiger erscheint es, sich den Anfängen zu nähern, indem plausible Erzählungen entworfen werden.
Das Seminar soll sich anhand von ausgewählten Texten (z.B. Vico, Rousseau, Kant, Herder, Nietzsche, Bataille) dem Denken und der Darstellung solcher Anfangsszenarien widmen und dabei die Stärke spekulativer, erzählerischer oder imaginativer Methoden erkunden.

Ein Reader mit allen relevanten Texten wird vor Veranstaltungsbeginn zur Verfügung gestellt.
Seminar - Corinna Schubert
4.03.111b Einführung in die Theoretische Philosophie Montag: 08:00 - 10:00, wöchentlich (ab 15.10.2018)

Beschreibung:
Tutorium - Laura Deepen
4.03.256 Spinoza, der Sufismus und die Geburt der Islamkunde Mittwoch: 10:00 - 12:00, wöchentlich (ab 17.10.2018)

Beschreibung:
Ausgangspunkt des Seminars ist Baruch de Spinozas richtungsweisender Text „Theologisch-politischer Traktat“ (1670), in dem der gelernte Linsenschleifer und autodidaktische Philosoph ein neues textkritisches Interpretationsverfahren entwickelte, welches als Antwort auf den 1656 erfolgten Ausschluss aus der jüdischen Gemeinde Amsterdams konzipiert war. Wesentlich ist für den Nachvollzug von Spinozas Methode, dass er eine bibel- und überlieferungskritische und philologisch-hermeneutische Schrifterklärung am Alten und Neuen Testament sowie am Koran darlegte, die insofern einer Methodik der Naturerklärung entsprechen soll, als sie sich an Daten und Fakten zu orientieren habe. Zwar werden das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe und die poetisch-moralische Autorität der Propheten anerkannt, aber deren historische Implikationen als Ergebnis willentlich vorgenommener Deutungen, Mahnungen und Visionen aufgefasst, in denen sich vor allem ihr Imaginationsvermögen als Erzähler widerspiegelt. Abgelehnt werden Aber- und Wunderglaube und stattdessen im Schlussteil der Schrift die Vernunft und Freiheit des Menschen begründet, die es ihm erlauben, sein eigenes religiöses oder weltanschauliches Selbstverständnis zu finden, das die Voraussetzung für politische Stabilität, soziale Arbeit und Emanzipation bildet.
Wie mittels Spinozas Modell genetischer Textexegese operiert werden kann, soll anhand der Lektüre verschiedener Textsorten wie Abu Bakr Ibn Tufails philosophischem Inselroman, Lessings Rettung des Geronimo Cardano sowie seiner Erziehung des Menschengeschlechts und Goethes Kommentaren zur Divan-Dichtung exemplifiziert werden. Ziel und Absicht des koedukativen Seminars bestehen darin, die vielfältigen religionshistorischen, philosophischen und wahrnehmungsspezifischen Semantiken als Ausdruck je individuell-geistiger Suchbewegungen und historisch bedingter Urteilsbildungen über die Gegenstände der Natur und Metaphysik betrachten zu lernen. Zudem ermöglichen Studium und Diskussion der ausgewählten Texte eine Offenlegung der positiven Verarbeitungen der Offenbarungsreligionen und ihrer Pfade der Mystik als Zeugnisse des Schwankens zwischen Gott und Welt, in dem sich ferner ein wichtiges Motiv für die Gründung der deutschen Orientalistik im frühen 19. Jahrhundert ankündigt.
Primärtexte:
Johann Wolfgang v. Goethe: Noten und Abhandlungen. Zu besserem Verständnis des West-Östlichen Divans [1814-19]. In: Ders.: Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Band 2. Gedichte und Epen. Textkritisch durchgesehen und kommentiert von Erich Trunz. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1982, S. 126-267.
Abu Bakr Ibn Tufail: Der Philosoph als Autodidakt: Hayy ibn Yaqzan. Ein philosophischer Inselroman [12. Jh.]. Übersetzt, mit einer Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Patric O. Schaerer. Hamburg: Felix Meiner Verlag 2009.
Gotthold Ephraim Lessing: Rettung des Hier. Cardanus. In: Werke 1754–1757. Herausgegeben von Conrad Wiedemann. Werke und Briefe, Bd. 3. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker-Verlag 2003, S. 198–223.
Ders.: Die Erziehung des Menschengeschlechts. In: Werke 1778–1781. Herausgegeben von Arno Schilson und Axel Schmitt. Werke und Briefe Bd. 10. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker-Verlag 2001, S. 75–99.
Baruch de Spinoza: Theologisch-politischer Traktat [1670]. In: Werke in drei Bänden. Herausgegeben von Wolfgang Bartuschat, Band 2. Hamburg: Felix Meiner Verlag 2006.

Sekundärliteratur:
Daniel Cyranka: Mahomet. Repräsentationen des Propheten in deutschsprachigen Texten des 18. Jahrhunderts. Beiträge zur Europäischen Religionsgeschichte 6. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2018.
Werner Krauss: Zur Anthropologie des 18. Jahrhunderts. Die Frühgeschichte der Menschheit im Blickpunkt der Aufklärung [1978]. In: Ders.: Das wissenschaftliche Werk, Bd. 6. Aufklärung II. Frankreich. Herausgegeben von Rolf Geißler. Berlin, Weimar: Aufbau-Verlag 1987, S. 62–247 (speziell: Exkurs II. Die Türken im Urteil der Franzosen des 18. Jahrhunderts, S. 210–222).
Mark Sedgwick: Western Sufism. From the Abbasids to the New Age. Oxford: OUP 2017. (darin: Chap. 5, Deism and Pantheism, S. 85–101.
Wiep van Bunge: Radikalaufklärung neu definiert. Eine holländische Perspektive. In: Radikalaufklärung. Hrsg. Von Jonathan I. Israel und Martin Mulsow. Berlin: Suhrkamp 2014 (stw 2053), S. 121–148.
Seminar - PD Dr. Tilman Hannemann
Prof. Dr. Martin Vialon, (Yeditepe Universität Istanbul)
4.03.323 Hegels Begriff des Wissens Termine am Montag. 08.10. 10:00 - 20:00, Dienstag. 09.10. - Mittwoch. 10.10. 10:00 - 18:00
Beschreibung:
In diesem Blockseminar widmen wir uns dem kurzen Abschlusskapitel von G.W.F. Hegels „Phänomenologie des Geistes“, das unter dem Titel „Das absolute Wissen“ steht. Im „Zeitalter des antimetaphysischen Affekts“ erscheint dieses Kapitel vielen allein schon aufgrund seines Titels als diskreditiert. Da ihm aber die Aufgabe zufällt, „im Rückblick auf den Gang des erscheinenden Geistes die Grundlegungsfunktion der Phänomenologie für das ‚System‘ zu verdeutlichen“ (W. Jaeschke), das Hegel zu diesem Zeitpunkt (1807) noch plante, entscheidet die Tragfähigkeit jenes Kapitels nicht allein über diejenige der „Phänomenologie des Geistes“. Vielmehr hat das Urteil über das ‚absolute Wissen‘ darüber hinaus auch massive Auswirkungen nicht allein auf das geplante ‚System‘, sondern auch für die Philosophie, die Hegel in der Folge tatsächlich ausgearbeitet hat. Da die Prüfung der internen Schlüssigkeit der „Phänomenologie“ für sich genommen aber schon schwer genug wiegt, werden wir uns im Seminar auf diese Thematik beschränken, mithin insbesondere nach der Rolle des ‚absoluten Wissens‘ für die „Phänomenologie“, nach der möglichen Erfüllung des Anspruchs, eine skepsisresistente Wissensform entwickelt zu haben sowie nach dem Sinn dessen zu fragen, dass es sich beim ‚absoluten Wissen‘ durchaus um eine Art ‚Abschlussfigur‘ handelt.
Da der zu erarbeitende Text ausnehmend schwierig ist, besteht eine unabdingbare Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Seminar in der Bereitschaft zu dessen mehrfacher intensiver Lektüre. Zudem wären (Vor-)Kenntnisse der Hegelschen Philosophie im Allgemeinen sowie der „Phänomenologie des Geistes“ im Besonderen einer erfolgreichen Teilnahme äußerst förderlich.
Seminar - Dr. phil. Nils Baratella
Stefan Kühnen
4.03.898a Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 1 (ACHTUNG: Kein reguläres Seminar. Hier können KEINE Kreditpunke erworben werden!) Termine am Montag. 05.11. 10:00 - 12:00, Mittwoch. 07.11. 20:00 - 22:00, Ort: V02 0-003, A01 0-004
Beschreibung:
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine für Erstsemester der Philosophie empfohlene Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Die Blockveranstaltungen sind themengleich; das heißt, es muss lediglich einer der Termine besucht werden.

BITTE TRAGEN SIE SICH NUR IN EINE GRUPPE EIN!
Übung - Alexander Max Bauer, M.A.
Maximilian Paul Schulz
4.03.263 Grundkurs Fachdidaktik: Begleitseminar Lehren + Lernen der Philosophie Dienstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (ab 16.10.2018)

Beschreibung:
Dieses Seminar führt ein in zentrale Dimensionen der Fachdidaktik Philosophie. Im Seminar werden grundlegende Themen- und Problemfelder der Fachdidaktik erarbeitet und diskutiert. Dazu gehören theoretische Konzepte zum Sinn des Philosophierens überhaupt, Ansätze zum Philosophieren in der Schule sowie paradigmatische fachdidaktische Konzepte zum Umgang mit der Schatzkiste und dem Werkzeugkasten des Philosophierens. Vor dem Hintergrund der philosophiedidaktischen Konzeptionen werden Methoden und Medien des Philosophierens in der Schule sowie Bausteine zur Gestaltung und Reflexion von Unterricht in den Blick genommen, ausprobiert und diskutiert.
Literatur:
Nida-Rümelin,J./Spiegel, I./Tiedemann, M.: Handbuch Philosophie und Ethik. Band I: Didaktik und Methodik. Paderborn 2012
Meyer, Kirsten: Texte zur Didaktik der Philosophie. Stuttgart 2010.
Runtenberg, Christa: Philosophiedidaktik. Paderborn 2016
Seminar 2 Prof. Dr. Christa Runtenberg
Joseph Hossfeld
4.08.007 Felix Nussbaum: Kunst zwischen Holocaust und Moderne Samstag: 14:00 - 16:00, zweiwöchentlich (ab 27.10.2018)

Beschreibung:
Am 27. Oktober ist der für die Lehrveranstaltungen Emmanuel Lévinas und die Topographie der Kunstmoderne und Felix Nussbaum: Kunst zwischen Holocaust und Moderne vorgesehene Raum A04 0-022 belegt. Die Seminare finden deshalb im Raum A04 0-020 statt - das ist der Raum auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudeflures. Die folgenden Lehrveranstaltungen werden wie angekündigt in Raum A04 0.022 stattfinden.

Kommentar:
Das Seminar setzt sich zum Ziel, das inzwischen viel beachtete Werk des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum ins Bezugsfeld der Moderne zu stellen Dabei spielt die jüdische Identität des in Auschwitz umgekommenen Malers eine entscheidende Rolle. Nussbaums Werk kann darüber hinaus als Musterbeispiel für das künstlerische Wirken in der jüdischen Diaspora angesehen werden. Das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück, das wir besuchen werden, bietet dafür mit seiner reichhaltigen Sammlung eine gehaltvolle Anschauungsbasis.
Das Seminar möchte ferner dazu beitragen, Missverständnisse über die Kunstentwicklung in jüdischer Tradition abzubauen. Dabei ist die Auseinandersetzung mit dem biblischen Bilderverbot ein wichtiger Aspekt, hat doch die biblische Formel, „Du sollst Dir kein Bildnis machen“, oft zu Missverständnissen geführt. Fragen zur Fundierung der jüdischen Tradition auf die Schrift, das Verhältnis zum Bild, die Gottesvorstellung sowie Wechselwirkungen zwischen Rationalität und Mystik im Kontext aktueller Kulturdimensionen gehören entsprechend zu den Schwerpunkten, die wir vor allem anhand des Werkes von Felix Nussbaum behandeln werden. Ferner wird es darum gehen, Nussbaums Werk mit anderen Entwicklungen der Moderne in Beziehung zu setzen um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen. Eine Exkursion zum Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück ist ebenso vorgesehen wie Besuche von Museen in Bremen und Hamburg, deren Sammlungen Werke enthalten, die kunsthistorische Vergleiche ermöglichen.
Seminar 2 Prof. Dr. Martin Roman Deppner
156 Veranstaltungen

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