Stud.IP Uni Oldenburg
Universität Oldenburg
27.01.2023 18:23:07
kum720 - Kunst und Medien in Theorie und Praxis (Veranstaltungsübersicht)
Institut für Kunst und visuelle Kultur 15 KP
Modulteile Semesterveranstaltungen Wintersemester 2022/2023 Prüfungsleistung
Vorlesung oder Seminar (2 Veranstaltungen)
(
2 Veranstaltungen: 1 SE oder 1 VL; 1 SE;
)
  • Eingeschränkter Zugang 3.06.302 - Avantgarden. Theorien und Praktiken Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Tobias Vogt

    Dienstag: 18:15 - 19:45, wöchentlich (ab 18.10.2022)

    Das Seminar widmet sich bildkünstlerischen Theorien und Praktiken der Avantgarde und möchte verschiedenen Vorstellungen des damit eng verbundenen künstlerischen Fortschritts einerseits in einschlägigen kunsthistorischen Texten, andererseits in Malerei, Grafik, Skulptur und Installation der letzten 200 Jahre diskutieren und kontextualisieren. Anschauungs- und Analysematerial bilden demnach nicht nur Texte, Begriffe und Theorien, sondern auch Werke aus ganz unterschiedlichen künstlerischen Gattungen von der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts über die „historische Avantgarde“ (Peter Bürger) des frühen 20. Jahrhunderts bis zur „Neoavantgarde“ (ebenfalls Bürger) nach dem Zweiten Weltkrieg. Ebenso ist die nachfolgende Kunst von den 1960er Jahren bis in die jüngste Gegenwart (Stichwort: Post-internet Art) Gegenstand des Seminars. Klärungsbedarf besteht vor allem bezüglich der Frage, inwiefern sich dieses als eurozentristisch kritisierte Fortschrittsmodell „Avantgarde“ auch in den künstlerischen Produktionen anderer Kulturen wiederfindet. Ein Workshop im Dezember mit Expert:innen zum Themas begleitete das Seminar.

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.303 - Medientheorie und -geschichte: visuelle Medien: Wasser, Feuer, Erde, Luft – Elemente einer Ökologie visueller Medien Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Petra Löffler

    Donnerstag: 12:15 - 13:45, wöchentlich (ab 20.10.2022)

    Ausgehend von Gernot und Hartmut Böhmes „Kulturgeschichte der Elemente“ wird das Semi-nar den Einfluss der antiken Naturphilosophie, die alles Existierende als eine Kombination der vier Elemente Wasser, Feuer, Erde, Luft verstand, auf das ökologische Denken der Gegenwart untersuchen. Dabei wird die Lektüre medientheoretischer Texte, die ökologische Perspektiven auf visuelle Medien entwickeln, mit der Sichtung und Analyse von Filmen, Fotografien und Ausstellungen verbunden, die auf je eigene Weise zu einer Ökologie visueller Medien beitragen. Das Seminar vermittelt sowohl theoretisches als auch analytisches Rüstzeug zum Verständnis der drängenden ökologischen Krisen der Gegenwart sowie deren ökonomische Ursachen und soziale Auswirkungen, die gegenwärtig unter dem Begriff ‚Anthropozän‘ hinsichtlich des men-schengemachten Klimawandels in den Natur- und Geisteswissenschaften diskutiert werden. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte wird vorausgesetzt.

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.310 - An Artistic Practice: Ways of Sensing (Koop. Edit-Russ-Haus (LA ) Lehrende anzeigen
    • Hira Nabi

    Termine am Freitag. 28.10.22 13:00 - 18:00, Samstag. 29.10.22 09:00 - 16:00, Freitag. 04.11.22 13:00 - 18:00, Samstag. 05.11.22 09:00 - 16:00
    Dozentin: Hira Nabi This seminar looks at various texts and reading materials connected to damaged landscapes and ecological collapse. It also thinks through practices of decoloniality, modernity, and ethics. We will look at land and seascapes across South Asia, and think with and through colonial histories, imperial formations and precarious presents. I will be sharing my own work, and some works in progress, and the research that ties these works together with you. I am also interested in making small workshops with you on listening practices and orality. This is open to anyone interested in cinema, media arts, colonial theory, decolonial practices, and an aesthetic of ethics.

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.315 - Medienanalyse: visuelle Medien: Einführung in die Medienanalyse Lehrende anzeigen
    • Prof. Dr. Petra Löffler

    Mittwoch: 18:15 - 19:45, wöchentlich (ab 19.10.2022)

    Das Seminar geht von einem grundlegenden Medienbegriff aus, der technische Medien wie Film, Radio oder Schreibmaschine nicht isoliert voneinander betrachtet, sondern als konvergierende Medienverbünde oder Gefüge, die sich in Wechselwirkung mit Menschen und anderen Handelnden herausbilden und technologisch verändern. Dabei sollen neben grundlegenden medientheoretischen Texten vor allem aktuelle Ansätze der Medienwissenschaft berücksichtigt werden, die Medien als materielle und informative Infrastrukturen, digitale Netzwerke oder sensorische Environments verstehen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen an verschiedenen Beispielen von Medienpraxisanalysen erprobt werden. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte wird vorausgesetzt.

Übung (oder Projektseminar)
(
1 UE oder 1 Projektseminar
)
  • Eingeschränkter Zugang 3.06.146d - du darfst noch bleiben - unvorhersehbare Kreaturen im Reality Check - dokumentarisch biografisches Storytelling (kum720) Fischer 3 Lehrende anzeigen
    • Anke Fischer

    Termine am Montag. 27.02.23 - Freitag. 03.03.23 10:15 - 19:45, Montag. 27.03.23 10:15 - 15:45
    Zeiten: Block: 27.02.23 – 03.03.23: 10.00 – 20.00; 27.03.23 : 10.00 - 16.00 concept album # du darfst noch bleiben 01-22/23 Smalltalk und Mehrstimmigkeit: Chöre und Dialoge mit KI, mit Tieren oder Wolken, mit Ausserirdischen, Geistern, Seelen, Hologrammen, Klonen oder übernatürlichen Wesen....auf Sendung Die Gruppe arbeitet mit Texten; in Sprache oder innerhalb von Texteinblendungen werden Narrative entwicklet – Storrytelling innerhalb von Soundprojekten, Performances oder Videoepisoden, Einbindung von Klang und Geräuschen, die Figuren und Orte enstehen lasssen, begleiten und unterstreichen. Unter Verwendung von eigenem Texten, Video- und Soundmaterials, eigener Kompositionen oder Found Footage Kollagen konzipiert die Gruppe Erzählungen, Biopics oder Talkshows, Interviews, Selbstauskünfte und Begegnungen mit ATTIDUDE. Inhaltliche Themen und die formale Gestaltung kann in 2-er Gruppen oder von Solisten erarbeitet, editiert, choreografiert und inszeniert werden – für die Kamera oder live (im besten Fall) – im Kollektiv.

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.147e - Von Kunst reden wir später (kum720 ) Lehrende anzeigen
    • Anke Fischer

    Termine am Mittwoch. 12.10.22 - Samstag. 15.10.22 10:00 - 18:00, Donnerstag. 02.02.23 16:00 - 20:00, Freitag. 03.02.23 - Samstag. 04.02.23 10:00 - 20:00
    Zeiten: Block: 12.10.22 – 15.10.22; 10.00 - 18.00 sowie 02.02.23; 16.00-20.00 und 03.02./04.02.23 10.00-20.00 concept album # von Kunst reden wir später 02-22/23 Von Kunst reden wir später - oder früher Frei nach dem Zitat „von Kunst reden wir später“ aus einem Vortrag von Rolf Strobel bei den Göttinger Filmtagen 1953 beschäftigen sich Studierende mit dem politischen Aktionspotential von Film in Abgrenzung zu dessen ästhetischen Komponenten. Eine performative und apparative Reflexion der, in den 60’ern dominierenden These, einer primär gesellschaftlichen und politischen Funktion von Film. Der Bewertung des Echtzeit- und Aktionspotentials von „Video“ stellt die Gruppe ihre Recherche historischer und zeitgenössischer Positionen im Vergleich zur Seite. In der Gruppe werden Theater-, Kino- und Ausstellungsbesuche reflektiert sowie Medien- und Filmfestivals. Die Beschäftigung mit Hierarchien und Institutionen, den Werken, den künstlerischen Arbeiten, der Aufführungspraxis und deren medialer Komponenten werden im eigenen Video kommentiert - Befragungen von kultureller Identität, Kulturpolitik, musealer Repräsentation, performativen und ästhetischen Elemente in aktivistischen / politischen Kontexten und Protestbewegungen oder in der bildenden und darstellenden Kunst werden in filmischen Essays und Berichten aufgegriffen. Studierende versammeln Inszenierungen und Beobachtungen in episodischen Videokollagen und ….stellen sich den Fragen „Was und wer ist Avantgarde?“ „Was ist Medienkonvergenz?“

  • Eingeschränkter Zugang 3.06.312b - Found Footage - Werkstatt der Mastermodule, freies Erarbeiten struktureller und konzeptioneller Video-Kompositionen (kum720) Lehrende anzeigen
    • Anke Fischer

    Mittwoch: 12:15 - 15:45, wöchentlich (ab 19.10.2022)
    Mittwoch: 14:15 - 15:45, wöchentlich (ab 19.10.2022), Studio E

    Experimentelle Co-Produktionen mit Neffen und Nichten, Verwandten und Bekannten, Unbekannten und Stars Wie definieren wir den Umgang mit Found Footage?Found Footage“ bedeutet eine konzeptionelle Nutzung und Montage von gefundenem Filmmaterial aus allen denkbaren Filmsparten. Die (Re-)Kombination bereits bestehender medialer Inhalte definiert eine Art „Remix“, das beispielsweise Filmzitate aus Kinofilmen, dokumentarischen Formaten oder privaten Filmaufzeichnungen nutzt. Als Recycling von Film/Video/Audio versteht sich „Found Footage“ als künstlerische Methode der Montage, als Wiederverwendung und Aneignung des vorgefundenen Ton- und Bildmaterials. Innerhalb der Umsetzung von Neuabmischungen, sogenannter „Mash Ups“ oder „Cut Ups“ können Vorlagen abgefilmt sowie eigene performative Episoden vor der Kamera inszeniert werden.Neben der Komposition individueller Videoclips reflektieren wir Konzepte von Medienkunst-vermittlung und filmvermittelnder Filme. Im Rahmen der Analyse von künstlerischen Arbeiten im Bereich Film- und Medienkunst können Befragungen nach der Möglichkeit der künstlerischen Teilhabe formuliert und weitergedacht werden. Die Möglichkeit der gemeinsamen Bewertung und Beobachtung eines nie mehr arretierbaren Gefüges aus Film- und AV-Materialien, die Fülle subjektiver und reduzierter Weltbilder, ruft die Kollaboration zwischen Hand und Auge auf den Plan. Dies beinhaltet die Untersuchung der Text - Bild/Ton Schiene, Raum-Zeitlogik, Materie und Material in unterschiedlichen Darstellungen und Beziehungen. •Klauen – Finden - Kontextualisieren : Untersuchungen zu Prinzipien des Re-editings, der Neuanordnung von Film und Video- Materialien aus unterschiedlichen Kontexten: Die ästhetische, formale und inhaltliche Organisation von Ausspielungen kontemplativer, experimenteller oder informativer Inhalte wird remixed !! Analoge wie digitale Medienpraxis wird innerhalb kurzer Videoskizzen interpretiert.

Hinweise zum Modul
Teilnahmevoraussetzungen
Regelmäßige Teilnahme
Hinweise
kum720 | 15 KP | 1 Ü, 2 S | Wahlpflicht | Löffler
Prüfungszeiten
Die Prüfungszeiten sind am Ende des Semesters zu erbringen.
Prüfungsleistung Modul
2 Prüfungsleistungen: 1 Portfolio (praktische Arbeit und theoretische Auswertung) (50 %) und 1 Referat (inkl. Literaturbericht) oder 1 Hausarbeit (50%).
Der Laufzettel ist bei der Modulbeauftragen Petra Löffler abzugeben. Der Laufzettel ist erhältlich im Sekretariat Kunst und Medien oder auf der Homepage Kunst.
Kompetenzziele
Das übergeordnete Ziel des Moduls ist die Befähigung der Studierenden zur theoretischen wie praktischen Verknüpfung und Zusammenführung von Entwicklungen in Kunst- und Mediengeschichte.

Das bedeutet im Einzelnen:
- vertiefte Kenntnis kunst- und medienwissenschaftlicher Theorien und Diskurse, auch in ihren aktuellen Bezügen zu Gender, Postcolonial und Queer Studies;
 - die aus dieser vertieften Kenntnis resultierende Entwicklung einer eigenen begründeten Position; - Erwerb von Fähigkeiten, um Zusammenhänge zwischen Kunst- und Medientheorie und künstlerisch-medialer Praxis zu erkennen und herzustellen;
- die Entwicklung eines Problembewusstseins bezüglich aktueller Bildentwicklungen;
- die Reflexion der eigenen künstlerischen/ästhetischen Praxis durch deren Einordnung in theoretische Kontexte;
- die Reflexion der eigenen künstlerischen/ästhetischen Arbeitsprozesse im Gespräch mit anderen.