Seminar: 4.02.022 "drizec jar: eyn man […] vümfzec jar: stille stan": Altersvorstellungen im Mittelalter - Details

Seminar: 4.02.022 "drizec jar: eyn man […] vümfzec jar: stille stan": Altersvorstellungen im Mittelalter - Details

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General information

Course name Seminar: 4.02.022 "drizec jar: eyn man […] vümfzec jar: stille stan": Altersvorstellungen im Mittelalter
Subtitle
Course number 4.02.022
Semester SoSe2024
Current number of participants 36
expected number of participants 39
Home institute Institute of History
Courses type Seminar in category Teaching
Next date Friday, 28.06.2024 10:00 - 14:00, Room: V02 0-002
Type/Form
Performance record Module ges122/123/124: Hausarbeit | Informationen zu Studienleistungen und zu den Anforderungen für die Profilbildung s. Reiter "Studien- und Prüfungsleistung"
Lehrsprache deutsch
ECTS points 6/9 (gesamtes Modul)

Rooms and times

A11 0-018
Wednesday: 08:00 - 10:00, weekly (11x)
V02 0-002
Friday, 28.06.2024 10:00 - 14:00

Module assignments

Comment/Description

Bitte kombinieren Sie die Veranstaltung mit der Vorlesung 4.02.020.
Mittelalterliche Gelehrte erfassten – auch in Anlehnung an antike Traditionen – das menschliche Dasein als eine organische Abfolge von Lebensaltern (z. B. Kindheit/infantia, junges Erwachsenenalter/adolescentia, Alter/senectus). Diese Lebensalter waren grundsätzlich nicht nur an körperlich-kognitive Entwicklungen (z. B. Sprachvermögen, Geschlechtsreife) rückgebunden, sondern wurden auch mit sozialen Rahmenbedingungen und geschlechts- und/oder milieuspezifischen Anforderungen verknüpft (z. B. Strafmündigkeit, Eheschließung). Damit spiegeln Lebensalterlehren auch gesellschaftliche Konventionen und kollektive Vorstellungen vom „Alter(n)“, denen im Seminar mit Blick auf die zweite Lebenshälfte (Erwachsenenalter und Alter) nachgegangen werden soll. Thematisch werden wir uns dabei u. a. mit Ehe und Familie als „Marker“ für die Phase des Erwachsenendaseins beschäftigen, mit literarisch und visuell tradierten Altersstereotypen, Instrumenten der Altersvorsorge und -fürsorge und mit erinnerten Lebensaltern in spätmittelalterlichen Selbstzeugnissen. Dieses breit gefasste Themenspektrum ermöglicht sowohl Einblicke in zentrale Quellengattungen der Mediävistik als auch die Diskussion ausgewählter Forschungsansätze aus dem sozial- und kulturgeschichtlichen Spektrum, die sich mit Gewinn mit der „Alters-Frage“ verbinden lassen, so dass die Veranstaltung im Idealfall hinreichend Anregungen und auch konkrete Hilfestellungen und Vorarbeiten für die Prüfungsleistung in Form einer Hausarbeit bietet.