Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
22.08.2019 16:16:09
inm720 - Media Theory and History: Focus on Visual Media
Version from 31.05.2016 15.0 KP Institute of Music
Courses Sommersemester 2019
Seminar
  • 3.06.311 - Transzendenz – Verkörperung – Standardisierung? Körper und das Digitale. headache
    • PD Dr. Britta Neitzel

    Thursday: 16:00 - 18:00, weekly (from 04/04/19)

    Der Körper scheint angesichts des Digitalen an Bedeutung zu verlieren. In virtuellen Welten kann man scheinbar körperlos herumstreifen, entscheidend sind scheinbar kognitive Fähigkeiten, die verbessert werden (Prensky) oder teilweise (McLuhan, Bolz) oder auch ganz (Moravec) in den Computer ausgelagert werden. Im Seminar sollen zum Ersten solche Vorstellungen von Körperlichkeit, die zum Teil vom Körper-Geist Dualismus ausgehen, betrachtet und analysiert werden. Zum Zweiten wird die Rolle des Körpers im Umgang mit dem Digitalen, wie z.B. bei kinästhetischen Rückkopplungen von Digitalität und Materialität oder der Vermittlung von Mikro- und Makrobewegungen, Thema sein. Und zum Dritten werden wir über Körper- und Körperbilder sprechen, die über (Selbst-)Quantifizierung oder „digital enhancement“ entstehen.

  • 3.06.314 - Dokumentarische Versuchsanordnungen - Künstlerische Forschung unter den Bedingungen des ‚documentary turn` headache
    • Dr. phil. Sven Seibel

    Tuesday: 10:00 - 12:00, weekly (from 02/04/19)

    Bereits seit einigen Jahren wird in den Kunst- und Kulturwissenschaften das Potential künstlerischer Forschung diskutiert. Den Ausgangspunkt dieses Diskurses markiert die Einsicht, dass ästhetische Praktiken eine Vielfalt eigenständiger Reflexions- und Wissensformen hervorzubringen vermögen. Während in der akademischen Auseinandersetzung mit Ansätzen des ‚artistic research’ zu Beginn noch die Frage nach den Konturen künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung im Zentrum stand, sind in kulturellen Feldern, in denen sich bspw. Aktivismus und Kunst begegnen, künstlerische Wissen- und Vermittlungsformen mittlerweile kaum mehr wegzudenken. Produktiv und kaum überschaubar ist gerade auch die Vielzahl von künstlerischen Positionen und Ansätzen, die sich dokumentarischer und audiovisueller Verfahren bedienen. Das Seminar setzt hier an und wird den Zusammenhang zwischen künstlerischer Forschung und dem sog. ‚documentary Turn‘ in den Medienkulturen und Künsten behandeln. Welches Verständnis des Dokumentarischen lässt sich für künstlerische Forschung positiv in Anschlag bringen und welche neuen Funktionen kommen audiovisuellen Forschungsansätzen angesichts der Allgegenwart dokumentarischer Bilder zu? In welchem Verhältnis stehen aktuelle film-dokumentarische Wissensproduktionen in den Künsten und ältere Traditionen der audiovisuellen Forschung bspw. in der Anthropologie u. Ethnologie? Im Seminar erarbeiten wir gemeinsam Zugänge zu einer Reihe heterogener Perspektiven des künstlerisch-dokumentarischen Forschens. Vom 30.05. bis zum 01.06. ist eine - freiwillige! - Teilnahme an dem »freiburger film forum - Festival of transcultural Cinema« geplant. Weitere Informationen tauschen wir dazu in der konstituierenden Sitzung aus.

  • 3.06.532 - Intermedialitäten des Computerspiel(en)s headache
    • PD Dr. Britta Neitzel

    Thursday: 08:30 - 10:00, weekly (from 04/04/19)

    Computer sind Medien, die Funktionen, Prozesse und Strukturen anderer Medien integrieren. So bilden Computerspiele ein Geschehen ab, das als Geschichte interpretiert werden kann, gleichzeitig aber auch gespielt wird. Sie haben also Beziehungen (intermedial oder transmedial) zu Erzählungen und zu Spielen. So stand die Frage, ob Computerspiele Erzählungen oder Spiele sind, am Anfang der sich etablierenden Game Studies. Entschieden wurde die Diskussion nie – denn schließlich sind Computerspiele hybride mediale Artefakte, die sowohl spielerische als auch erzählerische Strukturen enthalten. Das Seminar will den Argumenten dieser Debatte und weiteren nachgehen, um Differenzen zwischen Spielen und Erzählen zu verdeutlichen, die einen Vergleich mit anderen erzählerischen oder spielerischen medialen Formen, wie z.B. dem erzählenden Film, der Performance oder dem Theater ermöglichen, wie auch das spielerische und erzählerische Potenzial von Computerspielen in Hinblick auf die Wissensproduktion beeinflussen

  • 3.06.533 - »Counterfutures« - Gegenwartsanalysen und Gegenerzählungen in audiovisuellen Sci-Fi-Formaten (Film, Serie, Musikvideo) headache
    • Dr. phil. Sven Seibel

    Tuesday: 12:00 - 14:00, weekly (from 02/04/19)

    Seit jeher bieten SF-Welten Gedankenexperimente an, um mögliche Zukünfte oder alternative Wirklichkeiten zu imaginieren. Im selben Maße liefern uns SF-Erzählung aber auch Auskunft über die politische und soziale Wirklichkeit, der sie entstammen. Sci-Fi Geschichten, Filme und Serien weisen auf Uneingelöstes vergangener sozialer Utopien hin, sie verhandeln alte und neue Ängste vor kulturellen und technologischen Transformation und zeigen Fluchtlinien in bestehenden Ideologien und normativen Konstruktion des Menschlichen auf. Das Potential kritische Gegenwartsanalysen mit Aushandlungsprozessen von geschlechtlicher, sozialer und kultureller Differenz zu verbinden und medienkulturell zu übersetzen hat gerade in der jüngeren Vergangenheit zu produktiven Auseinandersetzung mit dem SF-Genre in Disziplinen wie den postcolonial, gender und visual culture studies geführt. Im Zentrum des Seminars wird die Frage stehen, wie und unter welchen medienspezifischen Voraussetzungen Sci-Fi-Formate kritische Gegenerzählungen unserer Gegenwart oder Vergangenheit entfalten. Neben Klassikern aus der Literatur (Ursula K. Le Guin, Octavia E. Butler, Samuel R. Delany) wird der Schwerpunkt dabei auf aktuellen Filmen, Serien und Musikvideos liegen. Wir werden dabei zunächst lernen audiovisuelle Analysen und ‚dichte Beschreibungen’ mit kritischen Lesarten - angeleitet von Autor*innen wie Michel Foucault, Donna Haraway, Marc Fisher, Frederic Jameson, Elizabeth A. Povinelli, N. Katherine Hayles - zu verbinden. Darüber hinaus lernen wir mit SF-Motiven kritische Diskurse und Themen wie Geschlechternormen und ihre Fluchtlinien, Intersektionalität, Neokolonialismus, Biopolitik und Organisation von Differenz, Anthropozän und Öko-Katastrophen, KI und Arbeitsgesellschaft neu- und weiterzudenken.

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