Stud.IP Uni Oldenburg
University of Oldenburg
05.12.2023 03:04:02
kum230 - Art History and Media History II (Course overview)
Institute of Art and Visual Culture 9 KP
Module components Semester courses Sommersemester 2023 Examination
Course or seminar (2 Veranstaltungen)
(
2 Veranstaltungen: 1 SE oder 1 VL; 1 SE;
)
  • No access 3.06.131 - Bildpolitiken der Fotografie Show lecturers
    • Prof. Dr. Petra Löffler

    Wednesday: 12:15 - 13:45, weekly (from 12/04/23)

    Im Zentrum des Seminars steht die vierte Photo Triennale Worpswede RAW (18. März – 11. Juni 2023) unter dem Titel „Turning Point. Turning World“. Mit dem Besuch der vier Ausstellungen der Triennale, „Ego“, Fake“, „Next“ und „Risk“, ist das Nachdenken über zentrale gesellschaftliche und politische Fragestellungen der Gegenwart verbunden, die in den Seminarsitzungen anhand der in Worpswede gezeigten Fotografien reflektiert werden sollen. Die Exkursionsteilnahme am Anfang des Semesters ist dafür Voraussetzung. Ergänzt wird das Seminarprogramm durch aktuelle Positionen der Fotografietheorie und visuellen Kultur.

  • No access 3.06.132 - Gemäldegalerie Berlin (mit Exkursion) Show lecturers
    • Prof. Dr. Tobias Vogt

    Tuesday: 18:15 - 19:45, weekly (from 11/04/23)

    Die Berliner Gemäldegalerie besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Werke vom Mittelalter über die Renaissance und das Barock bis zum Klassizismus, darunter Gemälde von Fra Angelico, Jan van Eyck, Albrecht Dürer, Raffael, Tizian, Pieter Brueghel, Caravaggio, Peter Paul Rubens, Rembrandt, Jan Vermeer oder Angelica Kauffmann sind hier ausgestellt. Vor allem die deutsche und italienische Malerei des 13. bis 16. sowie die niederländische Malerei des 15. bis 17. Jahrhunderts lassen sich hier ausgezeichnet studieren. Im Sommer läuft zudem eine Sonderausstellung zu Hugo van der Goes, die den Maler als „wahnsinniges Genie“ des 15. Jahrhunderts dekonstruiert. Im Seminar besprechen wir ausgewählte Gemälde aus der gesamten Sammlung, die ein Neubau am Berliner Kulturforum seit 1998 beherbergt. Neben der Beschreibung, Analyse und Interpretation der Werke stehen auch die Gestaltung der Räume mit ihrem kuratorischen Konzept zur Diskussion. Diese Aspekte vertieft eine dreitägige Exkursion nach Berlin in der letzten Vorlesungswoche des Sommersemesters (KW 28), für die Zuschüsse für 20 Personen beantragt sind. Neben der Gemäldegalerie stehen weitere Ausstellunghäuser auf der Museumsinsel hierbei auf dem Programm. Bei Interesse an einem bezuschussten Exkursionsplatz wird um die Einreichung eines 1-seitigen Motivationsschreibens als PDF-Datei bis zum 31. März mit der Betreffzeile "Gemäldegalerie, Motivationsschreiben, [Vorname, Nachname]“ gebeten (an: tobias.vogt@uol.de). Die Auswahl erfolgt bis zur ersten Sitzung.

  • No access 3.06.133 - Anti, Anti: „fließend, unsicher, wandelbar“. Zwischen Fluxus und Instagram. Show lecturers
    • Prof. Dr. Friederike Nastold

    Thursday: 12:15 - 13:45, weekly (from 13/04/23), Location: A08 0-001 (Seminarraum), A08 1-110 (Seminarraum)

    Der Mitbegründer der Fluxusbewegung George Maciunas brachte das Ziel der Bewegung, nämlich die radikale Veränderung von Produktions- und Rezeptionsbedingungen von Kunst, wie folgt auf den Punkt: „FluxusKunstVergnügen muß einfach, unterhaltend, anspruchslos sein, es muß sich mit unbedeutenden Dingen beschäftigen, es darf keinen Waren- oder institutionellen Wert haben.“ So präsent wie die Anti-Haltung und die Kritik an einem bürgerlichen Kunstbegriff war, so abwesend waren Fragen nach Sexualitäten, Race und Gender. Künstlerinnen wie Mary Bauermeister, Kate Millett oder Anna Lockwood schufen kritische Interventionen, blieben in der Fluxusrezeption jedoch unsichtbarer als ihre männlichen Kollegen. Zeitgleich nutzten feministische Künstlerinnen das damals neue Medium Video, um eine eigene Formensprache und Darstellungen des weiblich vergeschlechtlichten Körpers neu auszuloten. Im Seminar wollen wir uns auf die Suche nach que(e)rulierenden Interventionen innerhalb der Fluxusbewegung machen und die Schnittmenge zweier Bewegungen, nämlich die der männlich dominierten Fluxusbewegung und der feministischen Videokunst, untersuchen.

  • No access 3.06.134 - Die 'deutsche' Kolonialgeschichte und (post)koloniale Kunst Show lecturers
    • Dr. Kea Wienand

    Tuesday: 10:15 - 11:45, weekly (from 11/04/23)

    Die deutsche Kolonialvergangenheit und die in diesem Zusammenhang von Deutschen verübten Gräeultaten kamen in der offiziellen Erinnerungskultur Deutschlands lange Zeit fast gar nicht vor. Erst seit rund zwanzig Jahren rückt die Tatsache, dass auch Deutschland Kolonien beansprucht und eine ausgeprägte Kolonialkultur ausgebildet hatte, zunehmend in die kritische Aufmerksamkeit. Neben Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen sind es vor allem auch Künstler:innen, die diesen Aspekt der deutschen Geschichte in Erinnerung rufen. Ziel des Seminars ist es, sich mit entsprechenden künstlerischen Arbeiten zu befassen und herauszuarbeiten, wie diese mit den Mitteln der bildenden Kunst Kolonialgeschichte thematisieren. Fragen von Geschlecht und Sexualität sind für diese Auseinandersetzungen keine bloße Nebensache, sondern zentral. Neben Künstler:innen wie Hannah Höch, die als Zeitgenossin bereits die Auswirkungen der imperialen Machtausübungen des Deutschen Reiches in ihrer Kunst thematisiert hat, werden wir insbesondere Arbeiten der aktuellen Gegenwartskunst recherchieren und betrachten. Zu Beginn des Seminars werden wir uns zunächst über die Perspektive verständigen, die wir auf das Thema richten wollen. D.h. wir werden uns über zentrale Begrifflichkeiten, über theoretische und methodische Zugänge austauschen sowie historische Hintergründe klären. Im zweiten Schritt geht es darum, künstlerische Arbeiten zu recherchieren, die die deutsche Kolonialgeschichte verhandeln, und eigene Interpretationen und Zugänge zu diesen erarbeiten.

  • No access 3.06.135 - Strange encounters. Zombies und Vampire als mediale Figuren des Othering Show lecturers
    • Jakob Claus, M.A.

    Wednesday: 14:15 - 15:45, weekly (from 12/04/23), Location: A08 0-001 (Seminarraum), A08 1-110 (Seminarraum)

    Begegnungen mit „dem Anderen“ sind grundlegendes Motiv und Thema kritischer Kultur- und Medienanalysen. Die Frage nach dem Eigenen wird häufig über Figuren des Anderen verhandelt: Zombies, Vampire, Hexen, Monster oder Aliens, Kannibalen, „Wilde“ oder „Primitive“ sagen dabei mehr über Vorurteile, Ressentiments, Ängste, Wünsche oder Hoffnungen derjenigen aus, die sich selbst nicht mit diesen Zuschreibungen identifizieren. Nicht zuletzt deswegen erscheinen Zombies und Vampire omnipräsent in Pop-Kultur und Medien und fungieren gleichzeitig als diskriminierende wie emanzipatorische Figuren des Othering. Im Seminar werden wir nach den medialen Funktionen und Logiken des Othering fragen: Welche Vorstellungen von Normalität/Andersheit werden anhand der Figuren verhandelt? Welche Rolle spielen gender, race und class in deren (De-)Konstruktion? Inwiefern können die Figuren als, in und durch Medien kolonialismus-, sexismus- und kapitalismuskritisches Potential und Handlungsfähigkeit entfalten? Und nicht zuletzt: was können vermitteln Zombies und Vampire konkret vermitteln, wie werden sie pop-kulturell repräsentiert, was machen sie als Platzhalter sichtbar und wie treten sie dabei auf? Im Seminar werden wir unterschiedliche Ansätze und Positionen diskutieren und es wird Gelegenheit zu eigenständiger Recherche und Filmsichtungen geben. Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme und regemäßigen Lektüre (auch englischer) Texte wird vorausgesetzt.

  • No access 3.06.136 - Reflexe der Revolution. Kunst in Zeiten des radikalen Wandels Show lecturers
    • Lukas Mathis Töpfer

    Monday: 10:15 - 11:45, weekly (from 17/04/23)

    Wie verändert sich die Kunst, wenn die Gesellschaft sich verändert? Kann Kunst – direkt oder indirekt – große gesellschaftliche Veränderungen mitgestalten? Mit welchen Formen reagieren Künstler*innen auf jenen radikalen Wandel, der für gewöhnlich mit dem Wort „Revolution“ assoziiert wird? – Das Seminar unternimmt den Versuch, das komplizierte Verhältnis von Kunst und Revolution anhand von Fallstudien analytisch zu untergliedern und exemplarisch verständlich zu machen. Es widmet sich dabei ebenso Werken der traditionellen Kunst- und Kulturgeschichte wie Beispielen aus der Popkultur und der medial übersättigten Gegenwart. Die Werke und künstlerischen Tendenzen sollen dezidiert sozialhistorisch perspektiviert und in gemeinsamen Seminardiskussionen kritisch reflektiert werden (etwa mit Blick auf den politischen Komplex des Marxismus/Leninismus oder den epochalen Umbruch der Dekolonisation). Infrage stehen weniger retrospektive Aufarbeitungen und resümierende Darstellungen von Revolutionen als solche Kunstwerke, die im direkten Zusammenhang mit revolutionären Veränderungen entstanden sind. In den Fokus rücken nicht zuletzt aktuell stattfindende Revolten, etwa das Aufbegehren sehr vieler Frauen in der Islamischen Republik Iran, einem theokratischen und zutiefst patriarchal strukturierten Staat, der auf die sog. „Islamische Revolution“ um 1979 zurückgeht.

Tutorial (oder selbstorganisierte studentische Veranstaltung)
(
1 TU oder 1 selbstorganisierte studentische Veranstaltung
)
Hinweise zum Modul
Prerequisites
Fremdsprachenkenntnisse in Englisch. Für den Professionalisierungsbereich im Bachelor gilt: Bei der Anmeldung zu den Veranstaltungen eines Moduls haben „facheigene“ Studierende grundsätzlich Vorrang, d.h. fachfremde Studierende können nur Veranstaltungsplätze belegen, die nicht von Fachstudierenden benötigt werden. Interessierte fachfremde Studierende müssen vor der (endgültigen) Anmeldung zu einem Modul mit den Modulverantwortlichen klären, ob sie die für den erfolgreichen und konstruktiven Besuch erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, d.h. über die erforderlichen Kompetenzen verfügen. Über die Art des Nachweises dieser Kompetenzen entscheidet der/die Modulverantwortliche (Gespräch, Test, o.ä.).
Reference text
kum230 | 9 KP | 1 V / 1 S; 1 S; 1 T oder 1 selbstorganisierte stud. Veranst. | 4./6. FS | je nach Studiengang Pflicht oder Wahlpflicht | Nastold
Module examination
G
Skills to be acquired in this module
Ziel dieses Aufbaumoduls ist die Erweiterung der Kenntnisse in Kunst- und Mediengeschichte sowie von methodischen Ansätzen und ihre Anwendung.

Dabei geht es darum,
- grundlegende Methoden der Beschreibung und Analyse (form-, strukturanalytisch, ikonografisch/ikonologisch, semiotisch, diskursanalytisch) von künstlerischen und medialen Phänomenen aus Geschichte und Gegenwart exemplarisch zu erproben und deren Möglichkeiten und Grenzen auszutesten;
- an unterschiedlichen Gegenstandsbereichen der Kunst- und Mediengeschichte (Gattungen, Genres, „neue“ und „alte Medien“) die Historizität gegenwärtiger visueller Kultur begreifbar zu machen;
- Methoden der Kunst- und Medienwissenschaft exemplarisch in ihren unterschiedlichen Fokussierungen zu vergleichen, abzugrenzen bzw. deren Verbindungsmöglichkeiten zu diskutieren.